KulturbereichererZur Zeit wohne ich in einem Dorf in Südhessen und meine Begegnungen mit der Kulturbereicherung aus dem Nahen Osten und Nord-Afrika beschränken sich (noch) auf 1-2 mal die Woche Kopftuchschau bei Aldi oder Lidl. Zwar verspüre ich eine tiefsitzende Abneigung gegen den Islam, aber ich muss ehrlichkeitshalber dazu sagen, dass ich noch nie in irgendeiner Form von Mohammedanern „bereichert“ worden bin.

(Gastbeitrag von Nixlinx zur PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”)

Es gab jedoch zwei Ereignisse, die zwar schon etwas länger zurückliegen, aber an die ich mich noch glasklar und in allen Einzelheiten erinnern kann. Beide Erlebnisse sind eher von Humor als von Angst oder Aggression geprägt, aber sie passen zu dem Bild, was ich in späteren Jahren vom Islam und seinen Anhängern gewonnen habe.

1. Der P*ff und der Perser

Es war in 1984. Ich arbeitete als junger Exportsachbearbeiter bei der Tochterfirma einer großen deutschen Chemiefirma in Frankfurt und war u.a. auch für den Iran zuständig. Unsere Büros waren direkt neben einem größeren Hotel in der Nähe des Börsengeländes. Wir kannten die Hotelangestellten und die Angestellten kannten uns.

Eines Tages kam mein Chef von einer Dienstreise aus Teheran zurück, rief mich zu sich und bat mich Lieferzeit und Frachtkosten für einen ungewöhnlich großen Auftrag zu ermitteln. „Und übernächste Woche werden wir Besuch bekommen. Raten Sie mal von wem?“ Ich zuckte die Schultern „Ayatollah Khomeini vielleicht?“ Mein Chef lachte: „Nein“, sagte er, „schlimmer noch, von Herrn Hashemi himself und zwei Begleitern“ .

Herr Hashemi war der Leiter einer iranischen Einkaufsorganisation mit Namen C.P.D.C. (Chemical Procurement and Distribution Center). Dieser Verein war eher eine Behörde als eine kommerzielle Organisation, denn zu den Aufgaben des CPDC gehörte u.a. die Preiskontrolle auf allen Importen von Chemieprodukten in den Iran. Ohne Segen und Stempel der CPDC kam kein chemisches Produkt durch den iranischen Zoll. Eingeweihte werden den Begriff „Überfakturierung“ kennen. Der Importeur bezahlt einen höheren Preis als vereinbart und lässt sich die Differenz auf sein privates Konto in Deutschland oder sonstwo überweisen. Das war nur eine Methode, um ungeliebte Rials oder Toman in heißgeliebte Devisen umzuwandeln. Wie gesagt, das CPDC war dafür da, um genau diese Praktiken zu unterbinden.

Herr Hashemi kam, sah und siegte. Seine zwei Begleiter – so versicherte er uns – „will come later“. Bei den Preisverhandlungen war ich nicht dabei, aber mein Chef bestätigte mir später, dass das Bakhshish (der Überpreis) nicht zu gering ausgefallen war. Zum Abendessen in einem der besten Nobelrestaurants von Frankfurt durfte ich aber dabei sein. Herr Hashemi ließ es sich gut gehen, bestellte Hummer, trank einen Rotwein, der mehr als 200 Mark pro Flasche kostete und auch einem 60 Jahre alten Cognac nach dem Dessert war er nicht abgeneigt. Nach dem Essen gab er zu erkennen, dass er gerne etwas „Entertainment“ hätte. Es hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert, bis Herr H. kapierte, dass wir ihm gerne bei einem respektabelen Freudenhaus absetzen würden, aber dass wir a) nicht mit rein gehen und b) schon gar nicht für seine nächtlichen Vergnügungen zahlen würden. Ich wurde abkommandiert, unseren persischen Gast zum Sudfass zu fahren. Deutlich verstimmt stieg Herr H. aus, sagte knapp „goodbye“ und verschwand ins Freudenhaus. Keiner von uns hatte Lust, ein paar tausend Mark aus seinem Privatvermögen für einen persischen Puffbesuch zu stiften, denn als „Bewirtungskosten“ konnte man so was in unserer Firma NICHT deklarieren, ohne fristlos gefeuert zu werden.

Mit und ohne Freudenhaus, wir bekamen den dicken Auftrag (Menge wurde sogar noch erhöht) und bald war alles „back to normal“. Ein paar Tage später rief mein Chef mich wieder zu sich rein und erzählte mir, was er nebenan von der Hotelrezeption gehört hatte. „Erst hat er gesagt, dass er Besuch aus Teheran erwarte und wir sollen ihn anrufen, wenn der da wäre. Zehn Minuten später rief er wieder an und verlangte, dass wir die Minibar aus seinem Zimmer entfernen, denn in der Nähe von Alkohol würde er sich unwohl fühlen.“

Dieser Vorfall gab mir die ersten tieferen Einblicke in die mohammedanische Welt. Die Nacht zuvor hat es sich Herr H. bei Wein und Weib gut gehen lassen, aber im Beisein seiner Begleiter musste er wieder den strenggläubigen Mohammedaner raushängen lassen. Also, die Minibar musste weg. Und ich begriff an diesem Tag, dass der Islam eine überwiegend „äußerliche“ Angelegenheit war.

2. Das erzwungene Gebet

Etwa ein Jahr später rief mein Chef mich wieder mal zu sich rein und fragte mich, ob ich Lust hätte, nach Algerien zu fliegen. Er hätte im Moment keine Zeit. Zwar spreche ich nicht fließend Französisch, aber ich kann mich in dieser Sprache einigermaßen verständlich machen, Grund warum mein Boss mich hinschickte. Telefon/Telexverkehr mit Algerien war damals noch problematisch und es hatte sich eingebürgert, dass alle Jahre oder so einer von uns hinflog, um Details, Neuigkeiten, Probleme usw. persönlich vor Ort zu besprechen. Etwa ein Monat später saß ich im Flieger nach Algiers.

Gleich am Flughafen ging es schon los. Vereinbart waren X Dinar bis zum Hotel, aber der Taxifahrer wollte plötzlich X+ Dinar. Ich zahlte also den am Flughafen vereinbarten Preis, sans pourboire, stieg aus dem R21 und tat so als ob das algerische Invektiv mich nicht beeindruckte. Am nächsten Morgen besuchte ich meinen Kunden, besprach was zu besprechen war und fand mich am frühen Nachmittag auf der Straße wieder. Zum Essen war ich nicht eingeladen worden, was mich schon irritiert hat. Man sagte mir aber später, das wäre in Algerien nicht üblich. Nachmittags bin ich ein wenig durch die Stadt gelaufen. Algiers war immer noch hübsch anzusehen mit den vielen weißen Häusern und den vielen Blumen. Man konnte ahnen, wieviel hübscher die Stadt ausgesehen haben muss in der Zeit, wo die Franzosen dort regierten.

Plötzlich sah ich ein Gebäude und am Minarett konnte ich erkennen, dass es eine Moschee war. Ich wollte mir so ein Ding mal von innen ansehen, also habe ich – so wie sich das gehört – meine Schuhe ausgezogen und bin reinspaziert. Na ja, groß beeindruckt war ich nicht und ich wollte schon wieder gehen, aber plötzlich strömten von allen Seiten Algerier rein. In Sekundenschnelle standen vor mir, hinter mir, rechts und links von mir Unmengen von Algeriern und ich wäre sicher sehr unangenehm aufgefallen, wenn ich versucht hätte, gegen den Strom in Richtung Ausgang zu schwimmen. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, also blieb ich einfach stehen. Ein Algerier stieß mich noch ein wenig zur Seite, als ob er sagen wollte „mach mal ein bisschen Platz hier.“ Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun. Nachdem die Moschee voll war (echt brechend voll) erschien ein Vorbeter, der eine kurze Predigt hielt. Danach rief er mit sonorer Stimme „A l l a h…..“ und alle fielen auf die Knie, das Gesicht dem Teppich und das Gesäß dem Allmächtigen zugewandt.

Und ich….was blieb mir anderes übrig als mit auf die Knie zu fallen und auch mein Hinternteil dem Allmächtigen entgegenzustrecken? Hätte ich stehen bleiben sollen?

Alles stand wieder auf, ich auch. Kurze Pause… da kam wieder die sonore Stimme des Imams… A l l a h ….also alles wieder runter, ich auch! Das hat sich vier oder fünf mal wiederholt und danach war es gottseidank vorbei. Schweißgebadet und vor Aufregung (Angst) zitternd lief ich mit der Meute zum Ausgang. Keiner schien aber besondere Notiz von mir zu nehmen.

Meine Schuhe waren noch da. Ich zog sie an und wollte – möglichst schnell – weg, wurde aber zwei oder drei mal von Bettlern aufgehalten, die offensichtlich das gottesfürchtige Klima ausnutzten, um eine milde Gabe zu ergattern.

Zurück im Hotel habe ich mich nach einem Rückflug am gleichen Tag oder am nächsten Morgen erkundigt. Ich wollte weg aus Algerien. Und NIE mehr wiederkommen.

Alle auf PI veröffentlichten Gastbeiträge zur laufenden PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”, küren wir mit dem neuen Buch von Udo Ulfkotte „Vorsicht Bürgerkrieg“. Wir bitten daher alle, deren Beitrag bei uns erschienen ist, uns ihre Anschrift mitzuteilen, damit wir ihnen ihr Buch zustellen können.

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

» “Was!? Hast du ein Problem?”
» Meine Erlebnisse in arabischen Ländern
» “Seien Sie froh, dass nichts passiert ist”
» Umar an der “Tafel”-Theke
» Kulturbereicherung kommt selten allein
» Plötzlich war Aische unterm Tisch verschwunden
» “Gibt es Prüfung nicht auf türkisch?”
» Eine unterschwellige Bedrohung
» Früher war alles einfacher
» “Ey, hast Du Praktikum für uns?”
» Eine wahre Bereicherung
» Als Deutscher in diesem Land nichts zu melden
» Einmal Toleranz und zurück
» Auch im Fußball kulturell bereichert
» Soldaten sind Mörder – oder Schlampen
» Kulturbereicherung von Kleinauf
» Beschimpfungen, Aggressionen und vieles mehr…
» Gefühl, im eigenen Land auf der Flucht zu sein
» Erfahrungen eines Hauptschullehrers
» “Ruhe, ihr deutschen Drecks-Schlampen”
» Kulturbereicherung im Krankenhaus
» Von bereicherten Löwen und grünen Antilopen

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28 KOMMENTARE

  1. Nixlinx: Die Geschichte ist echt spannend und (im Nachhinein) verdammt lustig. Kann mir aber gut vorstellen, wie Ihnen zumute war, als diese sonore Stimme A l l a a a h dröhnte, und sich alle auf den Boden warfen. Mannomann!! 🙂

  2. Nach islamischen Recht bist du jetzt wahrscheinlich sogar schon Moslem 😉

    Aber im Ernst: Diese ganze monotone Gehirnwäsche mit dem arabischen Versen ist doch mehr als vergleichbar mit einem totalitären Regime vor ca. 70 Jahren, oder etwa nicht?

  3. Ohne dabei beleidigend sein zu wollen, aber ich muss mir bei Gebetsbildern aus Moscheen immer bildhaft vorstellen, wie einer von denen anfängt zu furzen :DDD

  4. Bitte, bitte, setzt nicht das Moslempack, das den Iran unsicher macht, mit den alten Persern gleich. Die hatten noch so etwas wie Anstand…

  5. Nette Geschichte! Der Teil mit Algerien und der Moschee hat mir irgendwie am besten gefallen!

    😆

  6. aber ich muss ehrlichkeitshalber dazu sagen, dass ich noch nie in irgendeiner Form von Mohammedanern “bereichert” worden bin.

    Dann wird es aber Zeit!

  7. Warum der Autor nach dem Moschee-Erlebnis fluchtartig das Land verlassen musste, erschließt sich mir nicht, zumal er um des Geschäfts willen schon so manche interkulturelle Anpassungsleistung vollbracht hatte, wie Geschichte 1 zeigt.

  8. Großartiger Beitrag. Übrigens, heimlich trinken fast alle Musels Alkohol. Natürlich geben sie es nicht zu, aber die Typen mit dem Vodka und den Pappbechern in den öffentlichen Verkehrsmitteln sind mir schon oft aufgefallen. Besonders am Wochenende.

  9. Sher guter Beitrag!

    Hallo PI – sucht einen Verleger der ein Buch macht aus diesen Beiträgen, das wird ein Knaller!!

  10. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ca 15 Monate habe ich die Pi News sehr stillschweigend verfolgt ohne angemeldet zu sein.Wie sie sehen können ist das jetzt anders!:)
    Nun zu meinem Anliegen:Wie ich weiß ist PI News mittlerweile 4 Jahre alt und in dieser Zeit zu einem großen(wenn nicht dem größten)politischen Blog in Deutschland avanciert(Schonmal ein sehr beachtenswerter Erfolg wie ich finde).
    4 Jahre lang wurden wir akribisch mit Nachrichten verfolgt die uns die Mainstream Medien und Politiker verschwiegen bzw schönfärben wollten.In diesen 4 Jahren haben unzählige User ihre Comments über die teilweise unfassbaren Nachrichten abgegeben.
    Aber können wir dadurch wirklich etwas an der Sitution ändern oder wenigstens daran rütteln?
    Leider nein.Viele User haben den Wunsch geäussert es nicht nur dabei zu belassen,sondern sich auch zu organisieren,zu treffen oder zu demonstrieren.Leider ist das sehr schwierig da die Pi-News Community über das ganze Bundesgebiet verstreut ist.Aber ich frage euch selbst wenn wir demonstrieren würden!?Gegen was sollen wir demonstrieren?Wie
    viele Leute würden zur Demo kommen?Welches Echo würde eine Demo in den Medien erfahren?(Wir können es uns ja vorstellen)
    Ich jedefalls bin der Meinung das eine Demo oder ähnliches von uns nichts bringen würde und sehr schnell wie sovieles in Vergessenheit gerät.Aufwand und Ertrag stehen für mich in keinem zusammenhang.

    Trotzdem bin ich ein Mensch der etwas bewegen will.Natürlich können wir auch die nächsten 4 Jahre Comments posten oder auch die nächsten 10 Jahre aber geändert haben wir dann nichts.
    Ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen was man denn noch tun könnte um noch mehr Menschen in Deutschland die den Mainstream Medien verfallen sind die Augen zu öffnen und ihnen vor Augen zu halten was hier geschieht tagtäglich in Deutschland und Europa,den nicht jeder kennt Pi News und nicht jeder hat einen Internetanschluss.

    Meine Idee ist folgende:Pi News bringt mithilfe von unseren Spenden eine eigende Zeitung heraus.Das erscheint mir sinnvoll und wäre in meinen Augen der nächste Logische Schritt.Die Zeitung könnte z.b 1x wöchentlich erscheinen und würden die abgelaufende Woche revue passieren lassen.
    Die Inhalte könnten sich dann mit den hier erscheinenden Titeln z.t decken.Zudem könnte die Pi-Zeitung genau das beeinhalten was uns die anderen Medien mal wieder verschwiegen haben.
    Die Zeitung muß zunächst natürlich auf lokaler Ebene erscheinen(Ich denke an den Großraum Köln oder direkt Köln.)

    Ich selbst bin 26 Jahre alt und habe vor einem halben Jahr nochmal eine Ausbildung angefangen.Und obwohl mein Gehalt dadurch sehr gering ist und ich zu kämpfen habe um über die Runden zu kommen wäre mir die Sache schon 5-10 Euro pro Woche wert.

    Was denkt ihr über meine Idee?
    Danke

    Nachtrag:Wie ich gestern erklärte würde ich gerne wissen on es möglich wäre ob nicht wir von PI-News mit den Jungs von der Zeitung”Junge Freiheit”in irgendeiner Form zusammenarbeiten können,weil ich es nämlich toll finde wenn eine Gruppe sowas schon auf die Beine gestellt hat.

    Weiterhin sagte ich das ich dies jedoch ablehnen würde wenn sich heraustellen sollte,das die Junge Freiheit mit der NPD oder den Reps zusammenarbeitet.
    Ich bin nämlich ein konservativer und kein Rechter.Ich sehe die Gefahr der Überfremdung und Islamiserung durchaus.Mit den Leitlinien dieser Parteien kann ich mich aber nicht indentifizieren,die nämlich gegen alles ist was von ausserhalb kommt und nicht Deutsch ist.Frauen sollen nach auffasung der NPD wieder hinter den Herd usw,Todestrafe soll wieder eingeführt werden und so eins scheiß .Nein Nein das ist viel zu weit über das Ziel hinaus geschossen.
    Multikulti kann meiner Auffasung durchaus das Salz in der Suppe einer Gesellschaft sein,aber das die Suppe gründlich versalzen ist,wisst ihr ja selber.

    Auch wenn es bei Pro Köln ein paar Nazis ala NPD geben mag hat diese Partei am 30 August auf jeden Fall meine Stimme sicher und die von vielen bekannten auch,ich hoffe auf ein zweistelliges Ergebnis für die BÜRGERBEWEGUNG Pro Köln und halte das auch für realistisch.

  11. Mulleflupp

    Mit den Leitlinien dieser Parteien kann ich mich aber nicht indentifizieren,die nämlich gegen alles ist was von ausserhalb kommt und nicht Deutsch ist.Frauen sollen nach auffasung der NPD wieder hinter den Herd usw,Todestrafe soll wieder eingeführt werden und so eins scheiß .Nein Nein das ist viel zu weit über das Ziel hinaus geschossen.

    Die Todesstrafe haben wir längst wieder und zwar auch ohne die NPD, welche diese für erwiesene Kinderschänder fordert.

    Wir haben Sie auf Grund grund der EU-Verordnungen stillschweigend übernommen und keiner hats bemerkt.

    Schauen oder lesen Sie zu diesem Zweck die Beiträge des Professor Schachtschneider.

    Eine gute Adresse dazu ist.
    http://www.secret.tv/ gegen eine monatliche Gebühr oder Gugeln Sie nach dem Namen Prof. Schachtschneider.

  12. Sehr schöne Geschichten. Zu Nr. 1 kann ich noch sagen, dass das absolut messerscharf geschlossen war, dass die Religiosität in der Tat mehrheitlich eine Fassade ist und natürlich ein willkommener Vorwand, Ungläubige abzuschlachten.

    Ich verbrachte 2008 ein Jahr in Saudi Arabien und bereiste in dieser Zeit so ziemlich alle arabischen Länder ausser Irak, Syrien und die afrikanischen Länder. Da durfte ich von der Firma aus nicht hin.

    Wenn man in Bahrain abends auf die Piste geht, kann man die Saudis beobachten, wie sie es krachen lassen. Das übliche Wochenendvergnügen der etwas wohlhabenderen Saudis ist nämlich, das Land Mittwoch Abend zu verlassen und Freitag Abend wieder einzuschweben. Die nicht ganz so reichen gehen nach Bahrain, die mit Geld gehen nach Dubai und die Superreichen haben eine Jacht oder Villa, teils auch in Europa. Das lassen sie sich die Nutten dann ab 21 Uhr einfliegen, nachdem der Rest der Familie ins Bett geschickt wurde und die Türen fest verschlossen wurden.

    Da ich ebenfalls häufig in Bahrain oder Dubai war, konnte ich sie mir gut ansehen, wie sie Alkohol tranken und miteinander tanzten und scherzten (was ziemlich schwul aussah) und vor dem Puff Schlange standen. In Dubai und Bahrain wimmelt es nur so von Prostituierten – Osteuropäerinnen und minderjährige Iranerinnen sind zurzeit hoch im Kurs, die Asiatinnen sind anscheinend nicht so begehrt. Minderjährige Äthiopierinnen werden gerne als Sexsklavinnen (sog. Hausmädchen) zuhause gehalten.

    Getoppt wird das Ganze noch vom Nachtleben im Libanon, wo nicht nur die Frauen extrem gut aussehen, sondern auch die Sitten nicht so streng sind. Man wundert sich nicht, warum Beirut von den Arabern die „Vagina Arabiens“ genannt wird. In Jordanien läuft in dieser Beziehung schon viel weniger, aber eine Nacht in der Disco mit hübschen Mädels ist da auch allemal drin. Düster bis Zappenduster dagegen ist es in Saudi Arabien und Kuwait. Und in den Jemen muss ich auch nicht noch mal hin.

    Der Iran ist ja bekannt für seine sog. „Genussehe“, eine Ehe auf Zeit, teilweise nur Stunden. Dieses Instrument lässt sich nicht nur dazu verwenden, zu exekutierende Jungfrauen vor ihrer Hinrichtung zu vergewaltigen, weil man sie ansonsten ja nicht hinrichten dürfte. Es ist auch ein prima Mittel, Prostitution einen sauberen Anstrich zu geben und den strengen Regeln des Korans zu entgehen.

    Die Spiele der Fussballweltmeisterschaft sahen wir in der deutschen Botschaft in Riad, wo es Alkohol in rauen Mengen gab – zunächst umsonst, später gegen eine geringe Kostenbeteiligung – und wo es vor Saudis ebenfalls nur so wimmelte. Ich trank mit Cola Whiskey zwei, drei Araber unter den Tisch. Ob sie gut nach Hause kamen, weiss ich nicht.

    In Djiddah, zweitgrösste Stadt Saudi Arabiens, machte ich dann Bekanntschaft mit einigen saudischen Bikinischönheiten. Wie das, fragt man sich, wo doch alle in der schwarzen Abbaya rumrennen (müssen) und teils nicht mal der Sehschlitz mehr zu erkennen ist und wo Kontakt zu nicht-verwandten Männern strengstens bestraft wird. Die grossen Hotels in Djiddah haben sogenannte Beach Ressorts ausserhalb der Stadt. Das sind ummauerte und bewachte Küstengrundstücke, auf denen dann Liegewiesen, Bars, Restaurants und Bungalows errichtet wurden. Hinter diesen Mauern geht es ganz genau so zu wie in Italien oder Griechenland. Oben ohne vielleicht nicht gerade, aber sonst das genaue Gegenteil der Welt um das Beach Ressort herum.

    Das vielgerühmte islamische Bankenwesen ist auch sehr erfinderisch, wenn es darum geht den Imam zu bescheissen. Zinsen sind ja bekanntlich verboten, also transferiert die saudische Bank das Geld Ihrer Kunden über Nacht nach Dubai oder Doha (Katar) und bekommt auf wundersame Weise am nächsten Morgen mehr Geld zurück als hingeschickt. Verzinsung kann man das natürlich nicht nennen. Und überrascht hat mich auch, dass die Mehrzahl meiner arabischen Arbeitskollegen Aktien besassen und sehr interessiert am Meinungsaustausch bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung waren.

    Ich könnte einen unterhaltsamen Reiseführer für die arabische Halbinsel schreiben. Worauf es mir ankam: die Araber lassen bei aller frömmelnder Fassade auch gern die Sau raus. Ob man das nun sympathisch findet oder abstossend bigott, sei jedem selbst überlassen. Ich fand die Brüder jedenfalls am Ende nur noch zum Kotzen und sieh zu, dass ich nie wieder dahin muss.

  13. Islamische Länder abseits der Touristenstrände sind mehr als gewöhnungsbedürftig, nämlich meistens beängstigend. Der Islam ist eine fanatische eine Lebensweise, die das ganze Leben und den Tagesablauf bestimmt. Als „Ungläubiger“ wird man in einem islamischen Land deshalb niemals warm und ist froh, nach einem Aufenthalt in einem islamischen Land wieder sicher im Flugzeug auf der Rückreise nach Europa zu sein.
    Mir ging es jedenfalls immer so!

  14. #9 Cattivista

    Das kam in meinem Beitrag nicht so richtig raus, aber dass ich nichts wie weg wollte lag hauptsächlich an der herablassenden, arroganten Art mit der man als Westeuropäer nicht von allen, aber doch von vielen Algeriern abgekanzelt wurde. Damit sollte wohl „sozialistisches Selbstbewusstsein“ zum Ausdruck gebracht werden.

    „On n’aime pas tellement les Européens ici, ils sont toujours encore malade avec le colonialisme.“

    Wenn man so was gesagt kriegt, dann vergeht einem echt die Lust wiederzukommen.

    Ich war auch dienstlich in Marokko und Tunesien. Diese Leute waren doch wesentlich freundlicher und augeschlossener. Liegt wohl daran dass sie keinen „socialisme“ haben.

  15. @ Conservative01

    Ich denke nixlinks hat nochmal Glück gehabt, daß er die Schahada, die vor dem Gebet gesprochen wurde, aufgrund fehlender Arabischkenntnisse nicht mitsprechen konnte. Sonst war er aber nah dran:

    Im Islam genügt das Sprechen der Schahada vor zwei Muslimen als Zeugen: „Es gibt keinen Gott außer Gott (arab. Allah), und Mohammed ist sein Gesandter.“, verbunden mit dem gemeinsamen Gebet, um als Muslim zu gelten. Beides muss auf Arabisch gesprochen werden und bei vollem Bewusstsein geschehen.

    😉

  16. Weiterhin sagte ich das ich dies jedoch ablehnen würde wenn sich heraustellen sollte,das die Junge Freiheit mit der NPD oder den Reps zusammenarbeitet.
    Ich bin nämlich ein konservativer und kein Rechter.

    NPD verstehe ich, aber REP? Und die von dir angeführten Argumente haben mit den REP auch gar nichts zu tun. Ich glaube du solltest dich nochmal gründlicher mit der Partei auseinandersetzen. Wenn du dich selber als Konservativen siehst, sind die REP die optimale Partei für dich…

    BTT:
    Sehr interessante und lesenswerte Geschichten. Besonders bei der Zweiten musste ich schmunzeln. Was den Alkoholkonsum in der ersten Geschichte angeht, das kann ich so bestätigen. Ich hab schon so einige Moslems gesehen, die sich richtig abgeschossen haben…

  17. @ #20 Anno II @ Conservative01

    Im Islam genügt das Sprechen der Schahada vor zwei Muslimen als Zeugen … um als Muslim zu gelten.

    An Zeugen hätt’s ja wohl nicht gefehlt – aber ob man die als bei vollem Bewusstsein hätte bezeichnen können?

  18. @ Mulleflupp
    Was fällt Ihnen denn ein, die REPs in einem Atemzug mit Skins und NPD’ler zu erwähnen? Zu Ihrer Information: die Republikaner sind eine demokratische rechte (nicht rechtsextreme!) Partei, eine patriotische Partei, die sich für deutsche Interessen einsetzt. Sie wird nicht vom Verfassungsschutz beobachtet.
    Bitte informieren sie sich, bevor Sie das Maul aufreißen!
    http://www.rep.de
    Auch ich lese (und kommentiere) hier seit einigen Jahren, aber ich finde es frustrierend, mich immer nur vor dem Bildschirm aufzuregen. Deshalb unterstütze ich die REPs und trage jeden Monat ca. 1000 Exemplare unserer kostenlosen Zeitung „Neue Republik“ aus. Zumindest habe ich das Gefühl, etwas zu TUN gegen die Mißstände.
    Auch ich habe früher mal vorgeschlagen, eine Printausgabe, eine Art „Best Of PI“-Auswahl monatlich oder vierteljährlich herauszugeben.
    Andere Kommentatoren haben darauf hingewiesen, daß es bereits einige hervorragende Zeitschriften diesr Art schon gibt – z. B. die Junge Freiheit und KOMMA. Besorgen sie sich doch ein Exemplar (Link von diesr Seite). Allerdings glaube ich kaum, daß die „Jungs“ von der JF an einer Kooperation mit PI interessiert wären. Die Leserschaft ist ziemlich elitär, intellektuelle Snobs, in manchen Leserbriefen äußern sie sich ziemlich abfällig über diesen Blog.

  19. #16

    Deine gesammelten reiseberichte würde ich gerne lesen! 🙂

    Ich stimme dir voll zu, daß man den Völkern doch gewisse Eigenheiten zugestehen kann, jedoch gelebte Bigotterie ist überall auf der Welt unerträglich.

  20. Fährt ein Moslem alleine nach China (Hauptspeise Schweinefleisch)kommt er mit starken Übergewicht wieder.
    Fahren zwei Moslems gemeinsam nach China, verhungern beide!

  21. Hätte ich stehen bleiben sollen?

    Weggehen hätte gereicht.

    Fährt ein Moslem alleine nach China (Hauptspeise Schweinefleisch)kommt er mit starken Übergewicht wieder.
    Fahren zwei Moslems gemeinsam nach China, verhungern beide!

    Und fährt ein Christ(?) alleine nach Algerien, verneigt er sich auch gern mal gen Mekka.

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