Deutsche Frauen kriegen immer weniger Kinder


Immer weniger deutsche Frauen bekommen noch Kinder. Dabei ist das Risiko, kinderlos zu bleiben, für die westdeutsche Akademikerin, die in einer Großstadt lebt, am größten. Im Jahre 2008 haben 21 Prozent der 40- bis 44-Jährigen keine Kinder zur Welt gebracht.

Dagegen seien unter den zehn Jahre älteren nur 16 Prozent und unter den zwanzig Jahre älteren Frauen 12 Prozent kinderlos geblieben.

Bei der Entscheidung für oder gegen Kinder spielt den Ergebnissen zufolge der Lebensstandort der Frauen eine entscheidende Rolle. So seien mehr Frauen im Westen des Landes kinderlos als solche, die in Ostdeutschland leben. Im Detail zeige die Umfrage, dass sich vor allem Frauen in den Städten häufiger gegen Kinder entscheiden als Frauen in ländlichen Gebieten, hieß es.

In Westdeutschland werde zudem ein Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Kinderlosigkeit deutlich. Je höher der Bildungsstand, desto häufiger sei eine Frau kinderlos, sagte Egeler. 2008 hatten 28 Prozent der westdeutschen Akademikerinnen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren keine Kinder, im Osten lag der Anteil nur bei 11 Prozent.

Interessant ist, dass Frauen mit Migrationshintergrund ihre Gebärfreudigkeit eingebüßt haben, wenn sie in Deutschland geboren wurden. 13 Prozent der 35- bis 44-jährigen Zuwanderinnen haben keine Kinder, bei den in Deutschland geborenen sind es aber schon 25 Prozent.

Auch das mit viel Getöse eingeführte Elterngeld, das die gut verdienende Akademikerin zum Kinderkriegen animieren sollte, konnte an diesem traurigen Trend also nichts ändern. Kinder kann man eben nicht kaufen – zumindest nicht in der Oberschicht…

(Spürnase: Ben K.)