Gott-lose Ferien für die Jugend

Foto mit Camp-Quest FahneAtheistische Organisationen versuchen den Nachwuchs mit „Humanismus“ vor allem Bösen Religiösen zu bewahren. In Jugendcamps, die seit letztem Jahr auch in Europa stattfinden – Pionier ist „Camp Quest UK“ – wird über berühmte Atheisten referiert und erklärt, warum „Moral nichts mit Glaube zu tun“ hat. „Camp Quest“ will nach eigenen Angaben eine „gottlose Alternative“ zu den überwiegend christlichen Sommercamps in Europa, Kanada und den USA sein.

Von ihnen geht ja wohl auch die echte Gefahr für die Menschheit aus – nicht etwa von islamischen Terror-Camps.

Damit der Nachwuchs das unabhängige Denken auch selbst praktiziert, gibt es in jedem Jahr das Spiel der „unsichtbaren Einhörner“. Den Teilnehmern wird die Geschichte zweier Fabelwesen erzählt, die in dem Camp leben. Niemand kann sie sehen, hören oder fühlen, aber sie sind da. Eine geheime Schrift berichtet von ihnen, aber auch diese darf niemand sehen. Wer beweisen kann, dass es die beiden Einhörner nicht gibt, dem winkt ein wahrhaft atheistischer Preis: In den USA bekommt der Sieger einen Hundert-Dollar-Schein, der vor 1957 gedruckt wurde und deshalb nicht den amerikanischen Grundsatz „In God We Trust“ trägt. In Großbritannien ist der Hauptpreis ein Zehn-Pfund-Schein mit einem aufgedruckten Darwin-Portrait. Dass der Beweis wohl nicht ganz so leicht zu erbringen ist, zeigt die geringe Erfolgsquote der Nachwuchs-Freidenker: Bisher wurden die Scheine noch nie vergeben.

Zum Darwin-Jahr: Extrastunden über Evolution

Passend zum Darwin-Geburtstag beschäftigen sich die 8 bis 17-jährigen Besucher des Camps in diesem Jahr überwiegend mit dem Thema „Evolution“. Auf der Homepage der atheistischen Veranstalter ist etwa das Video „Die Theorie der Evolution leicht gemacht“ zu sehen, das eine Antwort auf die christliche Lehre der Schöpfung geben soll. Neben Schwimmausflügen und Grillsessions suchen die Kinder und Jugendlichen Fossilien.

Dass sie mit ihrem Lehrkurs in Religionslosigkeit „dogmatischer“ und eintrichternder als die meisten christlichen Jugendcamps, in denen die Kinder einfach Spaß haben und vielleicht ein paar „fromme“ Lieder am Lagerfeuer singen, ist den Veranstaltern der „gottlosen“ Alternative wohl nicht so ganz bewusst.

Die britische Camp-Leiterin Samantha stein über die „bessere“ Sommer-Freizeit: