Kulturbereicherung im Krankenhaus

KulturbereichererGuten Tag liebe PI-Leser! Zu meiner Person: Ich bin 21 Jahre jung, Student (und zwar nicht der Soziologie, Altägyptologie oder Indianderwissenschaften) und wohne mitten im Herzen des sehr bereicherten Ruhrgebiets. Neben dem Studium arbeite ich in einem Krankenhaus – morgens Uni, mittags schlafen, nachts arbeiten. Aber gut, da ich nicht alimentiert werde, bleibt das nunmal nicht aus.

(Gastbeitrag von Yokosuka zur PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”)

Was ich in besagtem Krankenhaus erlebe, geht auf keine Kuhhaut mehr. Vor einem halben Jahr traf ich dort meinen Klassenkameraden aus Grundschulzeiten Ekrem. Ekrem kam um ein Uhr morgens mit seiner vollverschleierten Ehefrau vorbei, die schwanger war und scheinbar Unterleibsschmerzen hatte. Deutsch sprach sie nicht. Ich benötigte eine Unterschrift von ihr, weswegen ich ihr den Behandlungsvertrag vorlegte. Sofort zückte Ekrem den Stift, aber ich bestand darauf, die Frau selbst unterschreiben zu lassen.

Was sich dann ereignete, verschlug mir den Atem: Die Frau trat nach einem kurzen Wortwechsel auf türkisch (trotz Verschleierung) sichtlich irritiert vor, nahm den Stift mit der Faust (!) und krickelte mit Anstrengung einige Striche auf das Blatt. Ich nahm das Blatt an mich und erkannte … eine furchtbar einfache Kopie meiner eigenen Unterschrift. Die Nacht war für mich gelaufen. Ich realisierte, dass Zwangsheiraten und analphabetische Haus- und Gebärsklavinnen, mitten in Deutschland, nun unmittelbar in meiner Lebenswirklichkeit angekommen waren.

Eines Nachts lag eine türkische Mitbürgerin, Frau E., mit Bauchspeicheldrüsenkrebs im Sterben. Eine furchtbare Sache und natürlich sind wir als Personal immer bemüht, einfühlsam auf Angehörige einzuwirken. Ich hatte die Anweisung bekommen, alle Angehörigen zu der Frau vorzulassen. Den ganzen Abend über herrschte reger Andrang, allein in der Empfangshalle hielten sich über ein Dutzend Personen auf. Gegen Mitternacht rief mich die Krankenschwester der entsprechenden Station weinend an: Auf der Station wären über 50 (!) Angehörige, die laut wären und sie im Getümmel unsittlich berühren würden. Sie hatte schon mit einem einfachen Trick versucht, einige der Besucher zum Gehen zu bewegen: Sie hat alle Personen, die nicht mit Frau E. blutsverwandt sind, aufgefordert zu gehen. Es ging niemand. Deshalb wurde mir nun gesagt, ich soll, wenn weitere Angehörige eintreffen, auf der Station anrufen. Die Schwester würde dann andere Angehörige nach unten schicken, die den Leuten alles Nötige mitteilen könnten.

Nun regelten die Angehörigen den Einlass ins Krankenhaus allerdings selbst: Anstatt mich die Tür öffnen zu lassen, traten die Personen, die sich in der Eingangshalle aufhielten, von innen vor die elektrische Schiebetür und öffneten sie dadurch. Als so eine siebenköpfige Gruppe unser Haus betrat und schnurstracks Richtung Fahrstuhl eilte, rief ich die Personen zu mir und teilte ihnen höflichst mit, dass ich auf der Station anrufen würde und gleich andere Angehörige zu ihnen kommen würden. Sofort begann die Wortführerin der Gruppe mich anzuschreien (nach Mitternacht in einem Krankenhaus!): Sie wäre extra aus Dinslaken angereist (Info: eine Autofahrt von vielleicht 30 Minuten), ich würde einer Sterbenden den letzten Wunsch verweigern und würde das bestimmt nur machen, weil sie Türken sind.

Trotz dieser Unverschämtheiten blieb ich ruhig und bestimmt. Die Gruppe ging ohne mich weiter zu beachten zum Fahrstuhl und fuhr zur Station hoch. Einige Minuten nach diesem Eklat trat ein gleichaltriger Türke an mich heran und sagte mir, ich sei respektlos und solle mir klarmachen, dass das Folgen für mich haben werde. Anschließend fragte er mich nach dem Gebetsraum. Ich wies auf unsere (sehr schöne) Kapelle im ersten Obergeschoss hin. Daraufhin fragte er explizit nach einem islamischen Gebetsraum. Als ich ihm mitteilte, dass es so etwas bei uns nicht gibt, spuckte er vor mir auf den Boden und wandte mir den Rücken zu.

Zum Schluss noch eine kurze Geschichte aus meinem Studienalltag: Ich unterhielt mich mit einer türkischen Kommilitonin über die Finanzierung des Studiums. Hier der Originaldialog:

Sie: „Ja, ich krieg auch kein Bafög. Ich krieg so Hälfte Darlehen, Hälfte geschenkt, weisse. 650 Euro in Monat.“

Ich: „Das ist ja genau das Bafög-Prinzip. So wie das klingt, denke ich schon, dass du Bafög bekommst…“

Sie: „Ach, was weiß ich, ja… Macht bei uns alles Steuerberater!“

Ich will einfach nicht mehr und werde nicht dauerhaft in diesem Land leben bleiben, das den Findigen, Dreisten, Unverschämten nicht nur gewähren lässt, sondern auch noch in seiner Sache bestärkt! Aber meine dann ausbleibenden Steuerzahlungen können ja sicher locker durch weiteren Unterschichtenimport ausgeglichen werden…

Alle auf PI veröffentlichten Gastbeiträge zur laufenden PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”, küren wir mit dem neuen Buch von Udo Ulfkotte „Vorsicht Bürgerkrieg“. Wir bitten daher alle, deren Beitrag bei uns erschienen ist, uns ihre Anschrift mitzuteilen, damit wir ihnen ihr Buch zustellen können.

Bisher erschienener Beitrag zur PI-Serie:

» Von bereicherten Löwen und grünen Antilopen