Kulturbereicherung von Kleinauf

KulturbereichererIch bin als Opfer einer 68er-Mutter groß geworden. Verantwortungslos, desinteressiert an ihren Kindern (außer wenn mal etwas schief ging), auf sich bezogen und immer davon überzeugt, dass Kulturbereicherung notwendig ist, weil alle älteren Leute Nazis sind und die Kulturbereicherer uns helfen, diesen Nazismus zu überwinden. Tja, aus diesem Grund wurde ich dann in die Johannes Keppler Grundschule in Mannheim geschickt.

(Gastbeitrag von Karl C. zur PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”)

Eine Schande, dass Johannes Keppler seinen Namen für dieses Kulturexperiment hergeben musste. Die Klassen waren stets überfüllt. Von 36 Schülern waren gerade vier Deutsche. Meine Klassenkameraden hießen Mustafa, Ogün, Mohammed, Akhan und aber auch Antonio, Salavatore, Yiannis. An die deutschen Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Die ersten drei Jahre Grundschule vergingen einigermaßen problemlos, außer dass ich jedes mal nach den Sommerferien Läuse hatte, weil unsere türkischen Kulturschätze in den Sommerferien im Ziegenstall übernachteten. Deswegen musste ich immer pünktlich im August meinen Flohturban tragen. Als Kind findet man das noch lustig, aber im nachhinein betrachtet war das natürlich eine unnötige Bereicherung.

Nachdem ich dann meinen Flohturban ablegen durfte, um die 4. Klasse zu beginnen, wurde es richtig spannend. Bis dato habe ich die Bereicherung nur als passives Mitglied unserer neuen Multikulti-Gesellschaft erleben dürfen. Türkenmütter mit Trainingshosen unter Rotkreuz-Kleidersammlungs-Röcken, Kopftuch-Türkenmädchen, das regelmäßige Fehlen von türkischen MitschülerInnen, Schlägereien zwischen Kulturbereicherern und das Zusammenhauen von Kartoffeln. Mir wurde regelmäßig etwas geklaut. Ganz beliebt war das Stehlen von Sammelbüchsen für den evangelischen Religionsunterricht. Als mir und meinem deutschen Kartoffelfreund von einer Horde Kulturbereicherern mit Schlägen und Tritten die Büchsen entwendet wurden, meinte der evangelische Pfarrer nur… er hätte von uns erwartet, dass wir das verlorene Geld wieder neu einsammeln würden. Kein Wort der Besorgnis, die deutschen evangelischen Kartoffeln diesen Gangs von Kulturbereichern auszuliefern.

Aber zurück zur Story. In der großen Pause, so nannten wir die 15 Minuten unterrichtsfreie Zeit, wurde immer häufiger Jagd auf die Kartoffeln gemacht. Meine heutige Interpretation ist, dass die Eltern dieser Schätze regelmäßig auf die Deutschen geschimpft haben und diese Sprösslinge nur das umsetzten, was ihre Eltern gerne gemacht hätten. Noch nie habe ich soviel Hass und Wut in den Augen von diesen ostanatolischen Kampfhunden gesehen. Als deutsches Bübchen war mir das am Hals würgen, voll ins Gesicht schlagen, und am Boden reintreten nicht bekannt. Als ich die erste Bereicherung erhielt, total verbeult in das Klassenzimmer zurück kam und wie ein Schlosshund heulte, wurde es selbst der Lehrerin etwas schummrig und sie machte, was sie sonst niemals machte – sie nahm mich in den Arm und tröstete mich. Allerdings wurde nichts gemacht, um den Ogüns Einhalt zu gebieten.

Man könnte meinen, dass so ein Vorfall die Eltern aufrütteln würde und sie in die Schule kommen würden, um sich über die Kulturbereicherung zu beschweren oder das Kind ganz aus der Schule zu nehmen. Nein, nicht meine Hippie-Mutter. Die sagte bloß… du musst ja irgendetwas angestellt haben. Ich wollte sagen… ja Mutter, ich bin Deutscher, das ist passiert oder wie erklärst Du dir, dass sie mich deutsche Kartoffel, Drecksdeutscher, etc. genannt haben und die meisten Deutschen regelmäßig bereichert werden? Aber ich hielt meinen Mund, weil ich meine Mutter respektierte und kein Widerwort geben wollte.

Was macht eine zehnjährige deutsche Kartoffel, die von der Schule und seiner Mutter im Stich gelassen wird? Die kleine deutsche Kartoffel fragte ganz scheinheilig, ob er denn nicht zur Leibesertüchtigung Judo oder KungFu lernen durfte. Die Mutter war strikt dagegen, aber der Vater meinte, dass es mir gut tun würde. Also ging ich fleißig zum Training, bis ich zwei bis drei Würfe super drauf hatte und Jemanden erfolgreich auf dem Boden halten konnte. Auf dem Schulhof hielt ich mich, bis zur Perfektionierung der Würfe, immer in Gegenden auf, von denen ich wusste, dass sie einigermaßen sicher waren und die Kulturbereicherung dort nicht stattfinden würde. Als ich schließlich genügend Judo-Selbstvertrauen getankt hatte, wagte ich mich wieder in die unsichere Zone.

Es bedurfte nur zwei bis drei Anläufe, bis wieder ein Bereicherer vor mir stand und mich als Scheißkartoffel bezeichnete. Es fing wie immer an… schubsen an der Schultergegend, um meine Reaktion abzuwarten. Ich wehrte mich nicht, dann bekam ich eine Ohrfeige, auch normal bis dahin. Er brüllte dann laut zu seinen Türkenfreunden… guck, der ist voll feige. Dann holte er für eine zweite Ohrfeige aus. Diesesmal ging die Bereicherung aber anders aus als geplant. Als die Ohrfeige auf meiner Wange aufsetzte, packte ich den Mohamat am Hals (den Schreck in seinen Augen, dass sich die Kartoffel wehrt, werde ich nie vergessen), bewegte mich kurz auf ihn zu und warf ihn über meine Hüfte – er landete Kopf zuerst auf dem gepflasterten Boden. Ein dumpfer Aufschlag und er hielt sich die Birne und saß übergebeugt da und war einfach nur fertig. Jeder seiner Türkenkumpels starrte entsetzt auf ihn, aber niemand half ihm. Ich hatte Obermacker Muhamad ganz alleine „platt“ gemacht. Aber jetzt kam das Interessante. Muhamad war von da an mein Kumpel und nannte mich seinen Freund. Als Zehnjähriger wurde mir dann einiges über die muslimische Gewaltkultur klar. Lektion 1) Gewalt ist bei Türken ganz normal 2) Sozialdarwinismus ist eine Maxime, nach der die Türken leben 3) Zeigst du Schwäche, bist du dran 4) Wirst Du als der Stärkere anerkannt, küssen sie dir die Füße.

Interessante Lektionen, die ein kleines Hippie-Kind in der Mannheimer K6 Schule lernen durfte.

Alle auf PI veröffentlichten Gastbeiträge zur laufenden PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”, küren wir mit dem neuen Buch von Udo Ulfkotte „Vorsicht Bürgerkrieg“. Wir bitten daher alle, deren Beitrag bei uns erschienen ist, uns ihre Anschrift mitzuteilen, damit wir ihnen ihr Buch zustellen können.

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

» Beschimpfungen, Aggressionen und vieles mehr…
» Gefühl, im eigenen Land auf der Flucht zu sein
» Erfahrungen eines Hauptschullehrers
» “Ruhe, ihr deutschen Drecks-Schlampen”
» Kulturbereicherung im Krankenhaus
» Von bereicherten Löwen und grünen Antilopen