„Mehr Demokratie“ und der Kölner Wahlkampf

Wahlen„Was ich selber denk und tu, trau ich anderen Leuten zu“ – dieses war der erste Gedanke den wir beim Lesen dieses Artikels hatten. Eine Gruppe mit dem anspruchsvollen Namen „Mehr Demokratie“ wirft schon jetzt, Wochen vor der Kölner Kommunalwahl, den Parteien die man nicht wählen darf weil rechtsextrem, Wahlfälschung vor.

Der Verein „Mehr Demokratie e.V.“ hält von den Wahlhelfer-Grüppchen aus Freunden, Bekannten und Nachbarn gar nichts. „Dies ist eine Einladung zur Wahlmanipulation durch interessierte politische Gruppen“, sagt Landesgeschäftsführer Alexander Slonka. Wenn Wahlvorstände nämlich nur aus einer politischen Couleur besetzt seien, reize das leicht zur Fälschung des Wahlergebnisses. Inge Schürmann von der Stadt Köln hält diesem Vorwurf entgegen, dass die Verwaltung sicherstelle, den siebenköpfigen Wahlvorstand immer mindestens mit einer Person zu besetzen, die nicht zu der Gruppe gehöre. „Hinzu kommt, dass die Auszählung öffentlich stattfindet, jeder Wahlhelfer am Ende seine Unterschrift unter das Wahlergebnis setzen muss – und dass eine geplante Wahlfälschung eine Straftat ist“, sagt Schürmann.

Der Verein „Mehr Demokratie“ berichtet, dass die neue Rekrutierungs-Strategie bei rechtsextremen Vereinigungen besonders gut ankomme. „Pro Köln“ etwa habe seine Anhänger bereits dazu aufgerufen, dem Appell der Stadt zu folgen.

Man baut vor, plant für den Fall, dass es zu einem zweistelligen Ergebnis für Pro Köln bei der Kommunalwahl kommen wird. Der Wähler wird doch etwa nicht die Frechheit haben und anders wählen als wie erlaubt! Und wenn doch, dann ist man vorbereitet. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ – dumm nur dass viel Porzellan durch die ehemaligen Volksparteien zerschlagen worden ist. Aber anstelle dass man es aufwischt, kehrt man es lieber unter den Teppich. Und schimpft, wenn sich der Bürger einen neuen Besen kaufen will.

Um mal in Bildern zu sprechen.