„Seien Sie froh, dass nichts passiert ist“

KulturbereichererMuss man, wenn man von „kultureller Bereicherung“ spricht, wirklich körperlichen Schaden davon tragen? Wenn ja, habe ich bisher Glück gehabt. Ein paar Mal war es vielleicht knapp, aber direkten, schmerzhaften Kontakt mit Kulturbereicherern hatte ich bisher nicht. Dennoch gab es in meinem Leben zahlreiche Begegnungen mit Muslimen, die mein Lebensgefühl und meine gefühlte Sicherheit beeinträchtigt haben.

(Gastbeitrag von Uli E. zur PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”)

Ich bin in den 70er-Jahren in einem Kölner Vorort aufgewachsen. Dort gab es Reihenhaussiedlungen, Wohlstandsbürgertum und im Umkreis von 3 km praktisch keine muslimischen Nachbarn. So hatte ich eine behütete Jugend und der einzige Ausländer, mit dem ich Kontakt hatte, war Erdogan, mein Kumpel aus dem Fußball-Dorfverein. Erdogan war ein ganz normaler Jugendlicher, der nach den Fußballspielen mit uns Bier trank und auch vor einer Bratwurst nicht zurückschreckte. Bis dahin hatte ich keinerlei negative Erfahrungen mit Türken oder Arabern gemacht und war der Meinung, diese seien ganz normale Mitglieder unserer Gesellschaft, nur eben mit schwarzen Haaren.

Erste Zweifel kamen mir mit etwa 16 Jahren, als ich zufällig im Arbeitsschrank meiner Mutter nach irgendetwas suchte. Meine Mutter war Lehrerin an einer Hauptschule in einem „Brennpunktviertel“, wie sie immer sagte. Darunter konnte ich mir damals nichts Genaues vorstellen. In dem Schrank fand ich eine Kiste, die bis zum Rand mit Waffen aller Art gefüllt war: Gaspistolen, Springmesser, Schlagringe usw. Mir schien, dass meine Mutter in Wahrheit für eine Anti-Terror-Einheit arbeitete, aber sie sagte mir, dass sie all diese Waffen ihren Schülern abgenommen habe. Die Klasse bestand übrigens zu 85 % aus „Kulturbereicherern“. Einige von ihnen haben später Lokalprominenz erreicht, u. a. wegen Mord an einem Behinderten, mit dessen Kopf sie „Fußball spielten“.

Meine Erfahrungen mit „Südländern“ begannen nach meinem Umzug nach Berlin. Jetzt wohnte ich nicht mehr in einem ländlichen Vorort, sondern mitten in Moabit, einem Viertel, das bereits damals auf dem absteigenden Ast war (und das inzwischen unten angekommen ist). Gleich nebenan war eine Gesamtschule. Mich hätte schon misstrauisch machen müssen, dass die Schulleitung in der Nachbarschaft zu Weihnachten Flugblätter verteilte, auf denen sie sich für Rüpeleien ihrer Schüler im Jahresverlauf entschuldigte. Ach ja: der Migrantenanteil dieser Schule liegt bei 80 %. So war es auch nicht verwunderlich, dass unser damals 14jähriger Sohn eines Tages gehetzt und verängstigt in die Wohnung stürzte und die Tür verrammelte. Draußen vor dem Fenster (wir wohnten im Parterre) gebärdeten sich drei südländische Jugendliche wie wild, schrien, klopften und spuckten gegen die Fensterscheibe, so dass mir angst und bange wurde. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als die Polizei zu rufen. Seit diesem Erlebnis zog es unser Sohn oft vor, bei Freunden zu übernachten statt abends durch die dunklen Moabiter Straßen zu laufen. Dass meine Frau das Haus im Dunkeln nicht ohne Begleitung verlassen konnte, machte die Wohngegend nicht gerade sympathischer.

Eines Morgens war an meinem Auto die Seitenscheibe eingeschlagen und das Autoradio geklaut. Der Polizist, der die Anzeige aufnahm, meinte nur: „Seien Sie froh, dass das Auto noch da ist. Wenn Sie Ihr Auto schon hier abstellen, nehmen Sie wenigstens das Radio raus. Ihr Radio ist längst auf dem Weg nach Istanbul.“ Offenbar wussten alle, was ich nicht wusste: Organisierte Südländer-Banden klauen Autos und alles was drin ist, um sie in ihrer Heimat zu versilbern.

Einige Zeit später geschah dann, was das Fass zum Überlaufen brachte. Mitten in der Nacht wurden wir durch laute Geräusche an der Tür geweckt – jemand versuchte, mit Gewalt hineinzukommen. Ich stand auf und ging zur Tür, als diese plötzlich aufsprang und mich ein Südländer genauso entsetzt anstarrte wie ich ihn. Zu meinem großen Glück machte er auf dem Absatz kehrt und sprintete davon. Die herbeigerufene Kripo konstatierte nur einen Einbruchversuch („Seien Sie froh, dass nichts passiert ist, Einbrüche haben wir hier in der Gegend öfter“) und meinte, der Täter habe sich wohl in der Tür geirrt. Hinter der Nachbartür war das Büro einer Export-Firma, und auf deren Computer hatte es der Täter wohl abgesehen.

Nun hatten wir es satt, uns von der Polizei immer nur anzuhören „Seien Sie froh…hätte schlimmer kommen können…Glück gehabt…“ usw. Jetzt wohnen wir in einer Wohnanlage, in der die Polizei regelmäßig Präsenz zeigt und in der nachts ein Wachdienst patroulliert. Unsere Nachbarn sind Minister und Abgeordnete und die einzigen Ausländer im Haus werden morgens im Mercedes zu ihrer Botschaft gefahren. Auf die Frage nach Einbrüchen hat der Hausmeister nur gelacht und gemeint: „Das hat hier in zehn Jahren noch keiner geschafft“. Es ist fast wieder so wie damals, auf dem Dorf.

Alle auf PI veröffentlichten Gastbeiträge zur laufenden PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”, küren wir mit dem neuen Buch von Udo Ulfkotte „Vorsicht Bürgerkrieg“. Wir bitten daher alle, deren Beitrag bei uns erschienen ist, uns ihre Anschrift mitzuteilen, damit wir ihnen ihr Buch zustellen können.

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

» Umar an der “Tafel”-Theke
» Kulturbereicherung kommt selten allein
» Plötzlich war Aische unterm Tisch verschwunden
» “Gibt es Prüfung nicht auf türkisch?”
» Eine unterschwellige Bedrohung
» Früher war alles einfacher
» “Ey, hast Du Praktikum für uns?”
» Eine wahre Bereicherung
» Als Deutscher in diesem Land nichts zu melden
» Einmal Toleranz und zurück
» Auch im Fußball kulturell bereichert
» Soldaten sind Mörder – oder Schlampen
» Kulturbereicherung von Kleinauf
» Beschimpfungen, Aggressionen und vieles mehr…
» Gefühl, im eigenen Land auf der Flucht zu sein
» Erfahrungen eines Hauptschullehrers
» “Ruhe, ihr deutschen Drecks-Schlampen”
» Kulturbereicherung im Krankenhaus
» Von bereicherten Löwen und grünen Antilopen