Sieben Mönche „irrtümlich“ ermordet

Mönche von TibéhirineDie sieben französischen Mönche (Foto zu Lebzeiten mit Mitbrüdern), die 1996 in der algerischen Stadt Tibéhirine ermordet wurden, seien Opfer eines militärischen Fehlverhaltens der algerischen Armee geworden, hat der französische General François Buchwalter über zehn Jahre nach den Morden vor dem Richter bekanntgegeben.

Die Christen seien bei einem algerischen Angriff auf islamische Extremisten „irrtümlich“ getötet worden. Die Mönche wurden bei diesem „Irrtum“ geradezu mit Schüssen durchsiebt. Der Vorfall wurde damals mit Hilfe der französischen Behörden vertuscht und so dargestellt, als hätten die islamischen Rebellen die Mönche getötet.

Nach der Gedenkveranstaltung für die sieben Mönche wurde am 1. August 1996 auch noch der damalige Bischof von Oran Pierre Claverie in Algerien ermordet. In den vergangenen Jahrzehnten starben in dem nordafrikanischen Land insgesamt zwölf weitere Ordensleute – alles Zufälle und Irrtümer?

(Spürnase: Anne)