Dämonisierung Israels mit Organraub-Legenden

Juden-ImageDas israelische Außenministerium ist außer sich über einen Artikel der schwedischen Zeitung Aftonbladet. In dem Text werden IDF-Soldaten beschuldigt, Palästinenser entführt zu haben, um deren Organe zu stehlen. Den Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, erinnert der Bericht an mittelalterliche, antisemitische Ritualmordlegenden.

Israel sandte der schwedischen Regierung heute bereits ihren deutlichen Protest. In dem Qualitätszeitungsartikel: „Sie plündern die Organe unserer Söhne“, illustriert mit einem grausigen Foto, werden Palästinenser zitiert, die behaupten, „IDF-Soldaten hätten ihre Söhne entführt und deren Organe geplündert.“ Alles im Zeitungstext kombiniert mit den üblichen weltweiten jüdischen Verschwörungstheorien, diesmal zu illegalem Organhandel.

Die schwedische Konkurrenzzeitung Sydvenskan kommentierte dazu:

Wir haben diese Geschichte schon gehört, so oder ähnlich. Sie folgt dem traditionellen Muster der Verschwörungstheorie. Ein Flüstern im Dunkeln, anonyme Quellen, Gerüchte. Das ist alles, was es braucht. Schließlich wissen wir alle, wie die Juden sind: unmenschlich, verhärtet, zu allem fähig. Nun fehlt nur noch die Verteidigung, die ebenso vorhersehbar ist: Antisemitismus? Nein, nein, nur Kritik an Israel. (Übersetzung: Botschaft des Staates Israel)

„Das ist reiner Antisemitismus“, meinte der stellvertretende israelische Außenminister, Danny Ayalon, über die Organlegende.

Wie in Israels Verteidigungsarmee jenseits der schwedischen Schauermärchen tatsächlich mit dem Leben umgegangen wird, kommt sehr schön im folgenden Dokumentarfilm über die Realität hinter den Kulissen der Ausbildung von IDF-Soldatinnen zum Ausdruck:

(Spürnasen: Moderater Taliban, Zahal, Tom 62 und Karl E.)