Die Linke: Embryos sind Zellhaufen

Selten hat man geballt so viel Menschenverachtung gelesen, wie es die Bürokauffrau Asja Huberty von der Linken Schleswig Holstein in einem Beitrag zum Thema „Spätabtreibung“ zum Besten gibt. Demnach sind Embryos Zellhaufen im Dämmerzustand mit dem Gefühlsleben einer Pflanze, und Kinder beginnen erst zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr, sich von Tieren zu unterscheiden. (Foto: Die Larve Baby)

Denn erst dann würden Kinder beginnen, das eigene Ich zu entdecken. Mit Verlaub, Frau Huberty, selbst wenn Sie Kinder nur aus Büchern kennen, ist das Unsinn. Sogar eine Taube erkennt sich im Spiegel und beginnt, ihr Gefieder zu putzen, wenn sie in ihrem Spiegelbild einen Fleck dort entdeckt. Die Menschenverachtung und ein abgrundtiefer Kinderhass sprechen aus jedem einzelnen Wort:

Um den philosophisch-emotionalen Part der leidenschaftlich und meist heuchlerisch geführten „Abtreibungsdebatte“ vorweg zu nehmen: Das Selbstbewusstsein, also das Sich-selbst-erkennen-können eines Menschen bildet sich zwischen dem 2. und dem 3. Lebensjahr. Die Menschwerdung findet statt, indem sich das Kind aus den rein auf räumlich-zeitliche Explikationen begrenzten Wahrnehmungsmöglichkeiten des Tieres befreit. Ein Embryo/Fötus befindet sich in einem Zustand der Dämmerung, etwa vergleichbar mit dem unbewussten Gefühlsleben einer Pflanze. Er verfügt also weder über einen Charakter, über nichts, was man mit nachhaltiger Emotion oder gar Intelligenz auch nur entfernt vergleichen könnte, über keine wie auch immer geartete Persönlichkeitsstruktur oder irgend eine andere spezifische Disposition, die ihn einmalig machen würde. Er ist kein Individuum und befindet sich im besten Falle auf der evolutionären Stufe mit einer Kaulquappe, aber ganz sicher nicht mit einem Menschen, auch wenn er – rein ontologisch betrachtet – aufgrund seines potentiellen Menschseins der Kategorie „Mensch“ zugeordnet werden muss.

Frau Huberty hat offenbar bisher weder einen Embryo, noch eine Kaulquappe gesehen. Es wird aber noch schlimmer:

Diejenigen „Lebensschützer“, die am lautesten nach Abtreibungsverboten schreien, vor Kliniken demonstrieren, Frauen nötigen und so tun, als würde es sich bei dem im Fruchtsack befindlichen Zellhaufen um ein Baby oder gar ein Kind handeln (Klerikale, Antiliberale, Mysogyne und auch Nazis) kümmern sich in der Regel in keiner Weise um das Wohlergehen von real existierenden Kindern.

Nachdem wir nun wissen, dass eine Frau kein Baby, sondern einen Zellhaufen herumträgt, der sich offenbar bei der Geburt erst zu einem Tier zusammensetzt und später dann zu einem Menschen formt, erfahren wir nun, dass behindertes Leben nichts Wert ist und Abtreibungsgegner in Wirklichkeit nur Frauenfeinde sind.

Betrachtet man sich einmal den Facettenreichtum und die Verschachtelung mit anderen Themen wie beispielsweise Gender Mainstreaming in der Anti-Abtreibungsargumentation, wird schnell deutlich, dass nicht die Kaulquappe im Fokus der frenetisch Babybegeisterten steht, sondern die Hälfte der Menschheit, und zwar die weibliche Hälfte. (…) Behinderte Menschen liegen dem Sozialstaat auf der Tasche, werden seit Menschengedenken als unnütze Esser betrachtet.

Zu guter Letzt, nachdem Frau Huberty noch ein paar Platzpatronen gegen „Nazis“ geworfen und uns erklärt hat, dass sie das Solidaritätsprinzip der Rentenversicherung nicht verstanden hat, macht dann noch den folgende, sehr bezeichnenden Äußerungen:

Es ist heute möglich, Kinder als Aufgabe, als Herausforderung und eventuell auch als Bereicherung zu betrachten, sie sind in den meisten Fällen Selbstzweck. (…)
In den Medien wimmelt es geradezu von Propaganda, die den leiblichen Nachwuchs zu einem Statussymbol erhebt, von pseudowissenschaftlichen Dokumentationen, in denen fast täglich neue, Mutterglückshormone auslösende Hirnregionen gefunden werden, von Hetze gegen körperliche Trennung von Kindern und natürlich gegen Schwangerschaftsabbruch. Die menschliche Larve, Hauptsache, sie ist unter 6 Jahre alt, wird zu einem rasend intelligenten Wesen stilisiert, das, prädestiniert zu überirdischen, ja gottgleichen Leistungen, zu behandeln ist wie ein rohes Ei, mit maximaler Zuwendung und 24-Stunden-Bedienung – jede „Gefühlsenttäuschung“ muss vermieden werden! Von musikalischer Beschallung in der Schwangerschaft (Mozart!), Hausgeburt und Babymassage über Stillaufoktroyieren, die bis ins kleinste Ingrediens korrekt zusammengesetzte Nahrung, bis hin zu frühkindlichen Intelligenztests und Eliteuniversitäten für die kleinen förderungswürdigen Deszendenten – der Perversion im Kinderkult sind keine Grenzen mehr gesetzt.

Bleibt zu hoffen, dass Frauen wie Asja Huberty nie einem Kind antun, seine Mutter zu werden, obwohl jeder ihrer gehässigen Sätze Ausgeburt (Verzeihung!) eines abgrundtiefen Neides auf jede Mutter erkennen lässt.

Und wer eigentlich wählt diese Flintenweiber nebst Quotenmännern?

(Spürnase: R. H.)