Leben im Wiener Ghetto

KulturbereichererIch bin 32 Jahre alt, habe eine gleichaltrige Frau und zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Ich lebe seit meiner Geburt in Wien, genauer gesagt im 16. Wiener Gemeindebezirk. Dieser Bezirk zählt seit jeher zu den „Arbeiterbezirken“ und ist daher fest in roter Hand. Dementsprechend groß ist das Interesse an Bereicherern aller Art, sich dort niederzulassen. Es gibt bereits ein de-facto Ghetto, den Brunnenmarkt.

(Gastbeitrag von Georg P. zur PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”)

Gutmenschen nennen ihn gern das Vorzeigeprojekt mit orientalischem Flair. Eine jüngste Erhebung ergab, dass der Ausländeranteil an Schulen (Volks-, Haupt- und Berufsschulen) und Kindergärten im 16. Bezirk bereits zw. 70 und 80 % liegt.

Ich selbst durfte im Kindergarten in der Haberlgasse, in dem auch meine Kinder eine Zeitlang untergebracht waren, erleben, wie die Pädagoginnen bereits türkisch sprechen, da es ja von Bereicherern zuviel verlangt ist, deutsch zu lernen. Gleich bei Anmeldung wurde uns klargemacht, dass es zwar grundsätzlich die Auswahl zw. mehreren Menüs gäbe (mit Schweinefleisch, ohne Schweinefleisch, vegetarisch), dass sich aber die Mehrheit bereits für „ohne Schwein“ entschieden habe. Daher wurde uns angetragen, tunlichst auch diese Wahl zu treffen, um zusätzlichen Aufwand und Streitereien unter den Kindern zu vermeiden. Außerdem wäre es ohnehin gesünder.

Ein Besuch vom Nikolaus finde auch nicht mehr statt, da sich die Kinder fürchten, so die offizielle Begründung. Früher war es übrigens auch Brauch, dass zu Ostern ein Häschen zum Streicheln mitgebracht wird. Auch dieser Brauch wird nicht mehr gelebt. Ob sich auch davor die Kinder fürchten?

Bei größeren Festen im Kindergarten wird üblicherweise eine Liste mit Nahrungsmitteln und Getränken aufgehängt und jeder kann sich aussuchen, was er mitbringen wird. Als Eintrag findet man z.B. Fladenbrot (nicht einfach Brot, das steht gar nicht auf der Liste).

Als meine Frau noch in Karenz war, hat sie verständlicherweise die Kinder vom Kindergarten abgeholt. Auf dem Weg dorthin (ohne Kinder) und auf dem Weg zurück (mit Kindern und Kinderwagen) gab es immer wieder BMWs vollgestopft mit vier bereichernden Insassen, die beim Anblick meiner Frau mitten auf der Straße am hellichten Tag langsamer fuhren, hupten und meiner Frau eindeutige Angebote machten. Müßig hinzuzufügen, dass junge arbeitsfähige Menschen unter der Woche natürlich andere Sorgen haben, sprich arbeiten gehen sollten. Stattdessen fahren sie ohne Ziel durch die Gegend und machen unsere Frauen an. Wobei man ja dankbar sein muss, dass sie nicht gleich ins Auto gezerrt werden. Nicht, dass ich das wollte, aber ich kann mir ausmalen was passiert, wenn man ihre Aishas anmacht.

Es gab mal eine Einkaufsstraße (mit österreichischen Läden) in diesem Bezirk, die Ottakringer Straße. Nun ist hier Kaffeehaus neben Disco neben Kebabstand, fein säuberlich nach Nationalitäten getrennt. Da kann es schon mal zu Überschneidungen – sprich Messerstechereien – kommen. Durchaus auch unter den Bereicherern, was ich sehr interessant finde. Scheinbar gönnt man sich gegenseitig das Schlaraffenland nicht. In meiner Jugend bin ich des öfteren über diese Straße abends am Wochenende nachhause gegangen. Das ist heute nicht mehr empfehlenswert, es sei denn, man legt es auf einen Bauchstich oder -schuss an.

Mein Sohn ist mittlerweile in der Volksschule. Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, eine Schule zu finden, die noch halbwegs in der Nähe liegt und einen niedrigen Bereicherungsanteil aufweist. Das wird insofern noch erschwert, als bei Tagen der offenen Türen die Murats, Abduls und Kenans versteckt und die Maxis und Susis präsentiert werden. Wahrscheinlich werden die aus mehreren Klassen zusammengefasst. Auch auf den Internetseiten der Schule finden sich interessanterweise keine Südländer. Ich frage mich, warum hier wie in der Truman-Show die Realität gefaked wird. Warum steht man als rotgrüner Gutmensch nicht zu dem, was man geschaffen hat. Unsere SPÖ (Pendant zur deutschen SPD) schreibt Wahlplakate in unserem Bezirk bereits in türkischer Sprache. In öffentlichen Stellen (Bezirksamt, Versicherungsbüros, Banken) sind Schilder, Automatenerklärungen, Wegweiser, etc.. bereits mehrsprachig geschrieben. So wird nie jemand deutsch lernen.

Ich lebe nun seit 32 Jahren in „meinem“ Bezirk. Ich konnte den Verfall, der definitiv stattgefunden hat – das läßt sich nicht schönfärben – somit hautnah erleben. Viele sind fortgezogen, doch ich denke nicht daran, den Hort meiner Kindheit und viele schöne Erinnerungen hinter mir zu lassen. Und eigentlich bringt es durchaus Vorteile mit sich. Bei uns (nahe am Ghetto) wurde noch nie eingebrochen. Insofern ist der 16. Bezirk einem Villenviertel vorzuziehen.

Alle auf PI veröffentlichten Gastbeiträge zur laufenden PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!”, küren wir mit dem neuen Buch von Udo Ulfkotte „Vorsicht Bürgerkrieg“. Wir bitten daher alle, deren Beitrag bei uns erschienen ist, uns ihre Anschrift mitzuteilen, damit wir ihnen ihr Buch zustellen können.

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

» Schmankerl kültüreller Bereicherung
» Von klein auf bereichert
» Die Tücken interkultureller Brieffreundschaft
» Krankenhausbehandlung in Multikultistan
» Gemüsehändler, nett und türkisch
» Anekdoten kultureller Bereicherung
» Kulturbereicherung im Kirchenchor
» Politische Korrektheit nimmt Jugend jede Chance
» Der Schein trügt
» Es gibt keinen Grund dafür…
» Behindertes Kind als “Gottes Strafe”
» Der P*ff und der Perser
» “Was!? Hast du ein Problem?”
» Meine Erlebnisse in arabischen Ländern
» “Seien Sie froh, dass nichts passiert ist”
» Umar an der “Tafel”-Theke
» Kulturbereicherung kommt selten allein
» Plötzlich war Aische unterm Tisch verschwunden
» “Gibt es Prüfung nicht auf türkisch?”
» Eine unterschwellige Bedrohung
» Früher war alles einfacher
» “Ey, hast Du Praktikum für uns?”
» Eine wahre Bereicherung
» Als Deutscher in diesem Land nichts zu melden
» Einmal Toleranz und zurück
» Auch im Fußball kulturell bereichert
» Soldaten sind Mörder – oder Schlampen
» Kulturbereicherung von Kleinauf
» Beschimpfungen, Aggressionen und vieles mehr…
» Gefühl, im eigenen Land auf der Flucht zu sein
» Erfahrungen eines Hauptschullehrers
» “Ruhe, ihr deutschen Drecks-Schlampen”
» Kulturbereicherung im Krankenhaus
» Von bereicherten Löwen und grünen Antilopen