So transparent wie möglich

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Keiner sage, Schäubles Islamkonferenz habe keine Ergebnisse gebracht. Zum Beispiel haben die Mohammedaner ein verbessertes Genehmigungsverfahren für Moscheebauten entwickelt, das jetzt erstmals in Heidelberg zur Anwendung kommt. 

Und so funktionierts: Der Bauplatz wird geheim gehalten, bis der Bau genehmigt ist. Danach wird mit so viel Transparenz wie möglich – ohne dem Volk die Möglichkeit zum Widerstand zu geben – über die vollendeten Tatsachen informiert.

Morgenweb berichtet:

In Heidelberg könnte es künftig eine weitere Moschee geben. Die Bewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat will eigenen Angaben zufolge für die Mitglieder ihrer Gemeinde ein Gotteshaus bauen. Die Bauvoranfrage ist vor drei Monaten eingereicht, aber noch nicht abschließend beantwortet worden. Den genauen Standort will der Bürgermeister für Integration, Wolfgang Erichson, derzeit nicht bekanntgeben. Er liege in einem Gewerbegebiet und sei „prinzipiell genehmigungsfähig“.

„Es soll in Heidelberg von der dortigen Gemeinde eine Moschee errichtet werden“, bestätigt Abdullah Wagishauser, der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die Pläne. Ein knapp 28 Ar großes Grundstück in einem Gewerbegebiet hat sich die Gemeinschaft dafür ausgesucht. Dort will sie ab nächstem Jahr eine rund 300 Quadratmeter große Moschee für bis zu 200 Personen errichten. Es wäre neben dem Gotteshaus in Rohrbach-Süd die zweite in Heidelberg. Auf zwei Stockwerken soll es neben Gebetsräumen Büros, eine Bibliothek und eine Hausmeisterwohnung geben.

Räume in Eppelheim zu klein

Auch ein 13 Meter hohes Minarett ist geplant, das jedoch nur einen symbolischen Wert hat, weshalb von ihm kein Ruf zum Gebet erklingen wird. „Es dient hauptsächlich dem Erkennungswert“, sagt Wagishauser. Er weiß, dass es einfachere Vorhaben als den Bau einer Moschee gibt. Eventuell vorhandenen Vorurteilen will er mit Aufklärung begegnen: „Mit den unmittelbaren Nachbarn sind wir schon im Gespräch.“ Sollte die Voranfrage positiv beantwortet werden, will der Bundesvorsitzende Informationsveranstaltungen für alle Interessierten durchführen. „Wir versuchen, das so transparent wie möglich zu machen.“ (…)

Offensiv will ebenfalls Bürgermeister Erichson mit dem Thema umgehen. Sobald die Ämter die Anfrage geprüft und den Bau in einem ersten Schritt genehmigt haben, plant er, Bezirksbeirat und Stadtteilverein umfassend über das Projekt zu informieren. So habe es die bundesweite Islam-Konferenz für entsprechende Vorhaben empfohlen. Wo genau die Moschee gebaut werden soll, möchte er derzeit jedoch nicht verraten, „um die Leute nicht frühzeitig verrückt zu machen“.

Wir danken der Islamkonferenz für diese kulturelle Bereicherung unserer Demokratie, die jetzt noch ein wenig mehr südländisches Flair bekommen hat.

(Spürnase: 13. Apostel)