Autofahrer selbst schuld an Brandanschlägen

Das hat eine neue Qualität in der politischen Diskussion: Nachdem die Politik dem Linksextremismus jahrelang alle Freiheiten zur Entfaltung ließ, sind jetzt die Opfer an den Folgen mitschuldig. Eigentümer von Luxuskarossen, die in Kreusberg oder Friedrichshain parken, müssen sich nicht wundern, wenn ihre Autos in Flammen aufgehen.

Das sagte jedenfalls der Leiter des Landeskriminalamtes (LKA), Peter-Michael Haeberer, im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Vergleiche, die dabei bemüht werden, können gar nicht dumm genug sein:

„Würde ich meiner Frau einen Brillantring kaufen und sie würde ihn unter einer Laterne liegen lassen, würde ich mich auch wundern.“ (Anm.:wenn er liegen bliebe?) (…) Wer im Fitnessstudio seinen Autoschlüssel liegen lasse und dessen Wagen dann gestohlen werde, bekomme von der Versicherung auch keinen Cent.

Und weiter im Text:

„Wer beispielsweise einen teuren Porsche fährt und in Kreuzberg wohnt, kann den Schutz seines Fahrzeuges nicht komplett auf Staat und Gesellschaft schieben.“ (…). Ihm sei es bei seiner Bemerkung „nicht um das Familienfahrzeug, sondern um die Edelkarosse, die an der Skalitzer Straße abgestellt wird“, gegangen.

Soweit alles klar? Die Politik lässt rechtsfreie Räume entstehen, und der Bürger muss wissen, dass er dort allein zum Alleinkämpfer wird. Denn das kann jetzt nicht mehr Aufgabe des States sein. Und das Familienfahrzeug wird als nächstes an der Reihe sein und der Zerstörungswut der linken Versager zum Opfer fallen. Begreifst Du das Haeberer? Es ist das Gleichnis des kleinen Fingers, dessen Darreichung nicht ausreicht…

Parteien und Gewerkschafter bezeichnen den Vergleich des LKA-Chefs als „unerträgliche Bemerkung“. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Polizeipräsident Dieter Glietsch Porsche-Besitzern abgeraten, ihr Auto in Kreuzberg nachts auf der Straße zu parken.

„Mit solchen dummen Aussagen werden Opfer zu Tätern gemacht“, sagt CDU-Partei- und Fraktionschef Frank Henkel. „Wer so etwas sagt, muss sich fragen lassen, auf welcher Seite des Gesetzes er steht.“ Henkel ist sich sicher, dass innerhalb der Polizeibehörde kein Verständnis für diese Argumentation bestehe. „Es ist die Umkehr der Verbrecherlogik.“

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, kritisierte, Aussagen wie die des LKA-Chefs würden die Vertrauensbildung in der Bevölkerung hemmen. „Solche Vergleiche und die fragwürdigen Empfehlungen des Präsidenten schaden der Polizei erheblich, der Bürger wird verunsichert“, so Pfalzgraf. Der innenpolitische Sprecher der FDP, Björn Jotzo, sagte: „Jeder muss sich unabhängig vom Lebensstil überall frei und ohne Angst bewegen können. Auch wer ein Auto besitzt, das Linksextremen nicht gefällt, muss überall angstfrei parken können.

Einen Runden Tisch zum Thema „Linksextremismus“ hält Innensenator Körting (SPD) trotz der in diesem Jahr bereits 208 abgebrannten Autos für nicht erforderlich.

Seit Monaten fordert die Opposition von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) einen Runden Tisch gegen Linksextremismus. Doch Körting hält ihn für „nicht ausreichend“. Vielmehr sei es nach seiner Meinung wichtig, dass linksextrem motivierte Gewalt künftig von allen Gruppen und Initiativen in Berlin „generell geächtet“ werde. „Das ist wirklich eine Aufgabe von uns allen“, mahnte Körting am Montag im Innenausschuss.

Man stelle sich dieses Argument im Kampf gegen Rechts™ vor…

(Spürnasen: Thomas D. und Jörg Sch.)