Bereicherung durch Zuwanderung

Es gibt Einwanderer, die das Land wirklich braucht. Sie beanspruchen keine Sozialleistungen, arbeiten hart, sehen sich nicht in der anspruchsberechtigten Opferrolle, sorgen für die Bildung ihrer Kinder und kein Islam bremst sie aus. Es sind die Vietnamesen, über die keiner spricht, weil sie sich nicht dauernd beklagen.

Heute, um 20.10, bringt radio.ard.de eine Sendung über die Zuwanderer, die uns wirklich bereichern:

Sie verzichten auf jeden Luxus, um notfalls Nachhilfestunden zu bezahlen. Denn sie glauben an den Aufstieg durch Bildung. Vietnamesen entwickeln sich zu den Einwanderern mit dem höchsten Bildungserfolg.

In Berlin-Lichtenberg und -Marzahn leben etwa 12.000 Vietnamesen, kaum zwei Prozent der Einwohner. 17 Prozent der Schülerschaft des dortigen Barnim-Gymnasiums stammen aus vietnamesischen Familien. Die Väter oder Mütter, als DDR-Vertragsarbeiter gekommen, haben hart um ihr Bleiberecht gerungen. Sie beanspruchen keine Sozialleistungen, arbeiten oft Tag und Nacht in ihren kleinen Läden oder Imbissbuden. Sie verzichten auf jeden Luxus, um notfalls Nachhilfestunden zu bezahlen. Denn sie glauben an den Aufstieg durch Bildung.

Und da ist ihr Anspruch hoch. Sie erwarten von ihren Kindern beste Noten, das Abitur und am liebsten ein Studium der Medizin. In aller Stille entwickelten sich die Vienamesen zu den Einwanderern mit dem höchsten Bildungserfolgt. Aber die Ankunft der Kinder im deutschen Alltag bedroht die Familien: Die Söhne und Töchter versuchen, dem Druck auszuweichen. Eine Debatte zwischen den Generationen findet nicht statt. Streit ist nicht üblich – und auch nicht möglich: Den Eltern fehlen buchstäblich die Worte.

So geht’s auch! Ohne Hartz IV, ohne Gejammer und ohne Integrationskonferenz. Aber wie sagte doch Herr Schäuble neulich stolz in der WELT: „Wir waren nie ein Land, das aussucht“.

(Spürnase: Melanie V.)