„Berlin braucht dich“

Mit einer Senatskampagne will Berlin die Integration verbessern. Bis 2013 soll jeder vierte Azubi einen Migrationshintergrund haben. Woher die ganzen Migranten mit dem erforderlichen Schulabschluss kommen sollen, ist unklar. Wahrscheinlich wird man mal eben die Anforderungen senken. Oder die Schulabschlüsse hinterherwerfen.

Die Diskriminierung deutscher Schüler, die vielleicht einen besseren oder wenigstens gleichwertigen Abschluss haben, wird dabei billigend und selbstzufrieden in Kauf genommen.

„Hier geht es nicht darum, Migranten bevorzugt zu behandeln“, erklärt Innensenator Ehrhart Körting (SPD) bei der Auftaktveranstaltung am Mittwoch, „sondern um ein Stück nachholende Gerechtigkeit“. Schließlich sei vielfach belegt, dass Jugendliche mit ausländischen Wurzeln auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stark vernachlässigt werden – auch dann, wenn sie sehr gute Noten vorweisen.

„Nachholende Gerechtigkeit“? Und darunter müssen dann die jetzigen Restdeutschen leiden? Geht’s noch kranker? Wie wärs, wenn Herr Körting seinen Senatorenposten an einen Migranten abgibt, einfach, um ein Stück Gerechtigkeit zu schaffen?

Der Nachwuchs im öffentlichen Dienst soll internationaler werden. Deshalb wurde die Senatskampagne „Berlin braucht dich!“ in diesem Jahr ausgeweitet. „Wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel vorgenommen“, sagte Heidi Knake-Werner (Linke) am Mittwoch bei der dritten Auftaktveranstaltung: „Bis 2013 soll ein Viertel der Auszubildenden in Behörden und öffentlichen Betrieben einen Migrationshintergrund haben.“ In diesem Jahr haben sich nun auch die 40 Berliner Unternehmen mit Landesbeteiligung der Kampagne angeschlossen und sich verpflichtet, mehr Jugendliche aus Einwandererfamilien auszubilden als bisher. „Ihre Sprachkenntnisse und ihr interkulturelles Wissen sind für uns alle ein Gewinn“, sagt Knake-Werner.

Natürlich. Fragt sich nur, wo der Gewinn für die Bio-Deutschen bleibt, wenn der zuständige Amtmann vielleicht nur türkisch kann…

(Spürnasen: Terminator und Rüdiger W.)