Exiliraner

In Köln demonstrierten am heutigen Nachmittag wieder Exiliraner für Demokratie in ihrer Heimat, für das Ende der Mullahdiktatur und die Freilassung aller vom Regime in Haft gehaltenen politischen Gefangenen.

Die Gruppe, die sich um 17 Uhr vom Kölner Rudolphplatz durch die Innenstadt bewegte war kleiner als die Großkundgebungen, mit denen die deutlich westlich-bürgerlich orientierte Mehrheit hier lebender Perser mehrfach vor dem Kölner Dom protestiert hatte (PI berichtete). Immerhin gelang es, ein Zeichen zu setzen, dass die Verbrechen der Diktatur nicht vergessen sind und der Widerstand weitergeht, auch wenn der Diktator heute vor der UN-Vollversammlung sprechen darf.

Inwieweit es sich bei den heutigen Demonstranten um linke Iraner handelt, denen  PI nach Einschätzung der Journalistin Dr. Gudrun Eussner zu gutgläubig gegenüber tritt, konnten wir aus den vorhandenen Plakaten nicht ersehen. In einem Beitrag zum PI-Bericht über einen offenen Brief der linksgerichteten Initiative „Stop the Bomb“ hat Dr. Eussner die Haltung der iranischen Opposition insbesondere gegenüber Israel deutlich pessimistischer beurteilt als wir es üblicherweise tun:

Vom Iran, unter welcher Regierung auch immer, kann keine Mäßigung des Antisemitismus erwartet werden. Mehrheitlich sind die Iraner gegen Israel und gegen die Juden. Wer´s nicht glaubt, sollte sich mit oppositionellen (!) Iranern unterhalten, die, kaum hat man in aller Gastfreundschaft bei ihnen Platz genommen, Mistkübel über Israel und die Juden ausschütten, man könnte sich über die Lage der Juden im Iran informieren und/oder auch einmal wieder zur Bibel greifen.

Das mag für den kommunistischen Teil der Opposition zutreffen. Unter den bürgerlichen Exiliranern, und davon gibt es mehr als in jeder anderen Flüchtlingsgruppe in Deutschland, haben wir jedenfalls schon viele ehrliche Freunde Israels getroffen. Wer sich für Menschenrechte einsetzt kann auch weiterhin, über weltanschauliche Grenzen hinweg, mit unserer Unterstützung rechnen. Auch das unterscheidet uns von Linken.

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36 KOMMENTARE

  1. Real player kann direkt bei der UNO kostenlos heruntergeladen werden.

    Klick unten rechts „here“ auf der UNO-Seite.

  2. Schaetze Frau Eussner sehr, stimme hier aber mit PI voll ueberein. Es gibt im Iran eine aufeklaerte Jugend, die sich nach Freiheit sehnt und diesen ganzen Witz der Demagogendiktatur inklusive Israelhass gestrichen satt hat.

  3. Ob da von jemanden der da rumläuft auch nur ein einziger einen Finger krumm machen würde wenn es um die Freiheitsinteressen Deutschands ginge? Wage ich mal zu bezweifeln.

  4. Ich stimme Dr. Eusner in ihrer Einschätzung der Situation Israel/Iran auch nach einem Regimewechsel voll zu.

    Gemeint ist der Iran als staatliche Formation. Natürlich gibt es auch immer wieder Menschen, die anders denken und handeln. Das ist so bei allen Themen und überall. Aber einige Schwalben machen bekannterweise noch lange keinen Sommer.

    Den iranischen Menschen, die heute vielerorts in Deutschland demonstriert haben, wünsche ich Gelingen ihrer gerechten Demonstrationsziele. Und ich möchte sie bitten, sollten sie und ihre Freunde in der Heimat jemals die Bevölkerungsmehrheit hinter sich versammeln können, entschlossen Partei zu ergreifen gegen Antisemitismus, Rassismus und Hybris des Islam.

    Well, die Wahrheit ist die schärfste Klinge der Freiheit. Insbesondere hier auf Politically Incorrect.

    Diese Klinge liegt stets bereit.

  5. OT:
    Diesen Film konnte man gestern in Sat1 sehen: „Böseckendorf. Die Nacht, in der ein Dorf verschwand.“ Ein ganz guter Film.
    Der beste Satz kommt etwa im letzten Drittel: „So was wie die Nazis,… das soll es nie mehr wieder geben!“ Bezogen war das auf die DDR im Jahre 1961, kurz nach dem Mauerbau. Das hört man sonst selten. Meist wird ja die zweite Diktatur verharmlost. Hoffentlich haben den viele potenzielle Linkswähler gesehen.
    Hier zu sehen, links auf Videocenter klicken und Film auswählen: http://www.sat1.ch/filme_serien/boeseckendorf/

  6. #11 Mittelmass

    müsste ja im Grunde genommen heissen „So was wie die Sozis,..das soll es nie wieder geben“

    Also auch keine NeoSozis

  7. #12 Tammy
    darauf läuft es ja hinaus. Das geniale ist, dass der Kommunismus in die nähe der Nazis gerückt wird. Ich finde, das sollte man öfters hören. Weil jede Diktatur ist schlecht.

  8. Bisher 13 Kommentare:

    Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.
    #1 A Prisn (23. Sep 2009 23:06) Den säkularen Muslimen wünsche ich jeden erdenklichen Erfolg !

    Den konservativen Muslimen den Untergang.
    @
    So ausgedrückt meine Zustimmung.

    Gruß

  9. #4 BUNDESPOPEL; besser ist real alternative, der läuft schneller und besser und braucht nicht soviel Speicher.

  10. Ein guter und differenzierter Kommentar von PI!

    Ich kenne auch diese Exil-Iraner mit kommunistischem Hintergrund, die das ganze Übel, das über ihr Land gekommen ist, Israel und den USA anlasten. Mein Eindruck ist aber ebenfalls, dass die jüngeren Generationen längst nicht mehr so ideologisch festgenagelt sind. Sie interessieren sich weniger für Politik, als vielmehr für ihre Freiheit.

    Diese gewisse Indifferenz – wenn die Einschätzung richtig ist – birgt jedoch m.E. andererseits die Gefahr, dass man sich mit einer Softversion des Mullah-Staates abspeisen lässt. Ganz durchsichtig ist ja nicht, wer und was hinter diesem Moussawi-Kult steht. Die tatsächliche Gemengelage wird man erst erkennen können, wenn die Repressionen nachlassen.

  11. OT was die Göbbels-Presse so schreibt ….

    Laut Zeitung Deutsche Täter !!!

    Jugendlichen ihr Opfer wegen 20 Cent tot getreten. Onur K. und sein jüngerer Komplize Berhan I. sind ins Untersuchungsgefängnis gebracht worden.

    Bislang waren die beiden Jugendlichen aus Wilhelmsburg noch nicht als brutale Intensivtäter aufgefallen, aber Körperverletzung und Eigentumsdelikte wie Diebstahl und Einbruch wurden ihnen bereits angelastet. Vor Gericht mussten sie sich deswegen noch nicht verantworten. In einem Fall wurde das Familien-Interventions-Teameingeschaltet.
    Komisch wieviel Aufwand für Hauptschulabbrecher und Kriminelle Einwander-Familien so alles getrieben wird

  12. Ein Gedanke nun von mir, auch im TV (dem allgemeinen) wurden nun schon Schröder und auch Fischer und ihrer Bosen die ihnen nahestehen geradezu überführt.

    Links nicht notwendig, weiß sowieso jeder der das Geschen verfolgt.

    Und das ist nun mal wirklich gut.

    Gruß

  13. In Köln leben viele Iraner, eingewandert sowohl zur Schah-Zeit als auch nach 1979. Wem wir einmal ganz kräftig misstrauen dürfen, ist die Schariafreundin Hamideh Mohagheghi, und die macht ‚Dialog‘ bei Kirche und Konrad-Adenauer-Stiftung.

    Die einzelnen exiliranischen Strömungen sind mir oft undurchsichtig, ich glaube, das gilt für die Iraner selbst. Sich zum Parlamentarismus, zum säkularen Rechtsstaat und zur sozialen Marktwirtschaft zu bekennen müssen wir ihnen zumuten, etwas verhalten und schleppend zwar stimmt hier, glaube und hoffe ich, die deutliche Mehrheit etwa der Iranischstämmigen aus dem Umfeld des Zentralrats der Ex-Muslime durchaus zu.

    NWRI / Nationaler Widerstandsrat Iran bzw. Volksmodschahedin (Modjahedin-E-Khalq – MEK)) um Massoud und Maryam Radjavi ist eine totalitäre Organisation weniger von „revolutionären Marxisten“ denn von islamistischen Nationalsozialisten, der gelegentlich geführte rote Stern könnte etwas irreführen, die wollen den Islam, die Scharia und das KOPFTUCH (Maryam Rajavi) und tauchten als mindestens dritte Gruppierung auch schon mal in Köln demonstrierend auf, wirken zum Glück unnahbar und kommen bei den Rheinländern nicht gut an und demonstrieren wohl auch nie mit anderen Gruppierungen zusammen.

    NWRI/MEK. Beim Hessischen Verfassungsschutz

    http://www.verfassungsschutz.hessen.de/irj/LfV_Internet?cid=03a9aedebc606dabbd7059333489f4bf

    Europas Demos von Exil-Iranern im Zeichen der grünen Armbinden dürften im allgemeinen sehr heterogen besetzt sein, die (und wir) sollen nur aufpassen nicht vom iranischen Geheimdienst zu Placebo-Demos gelotst zu werden, so etwas ist in einer Diktatur denkbar: kanalisierte Scheindemonstrationen; Menschen entwickeln da aber Instinkt. In Diktaturen also auch im islamisiserten Teil der Erde misstraut jeder jedem, das verzerrt die Persönlichkeit, doch klar ist: Der Mullah-Staat muss weg! Insofern verdienen die Demonstranten gegen Achmadinedschad und seine Ayatollahs unsere Unterstützung.

    Hier die Ankündigung für die heutige Demo in Köln

    demoberlin.blogspot.com/2009/09/kundgebung-am-239.html

    vorverlegt

    demoberlin.blogspot.com/2009/09/demo-heute-schon-um-1800-uhr.html

    also dieser Verteiler
    http://demoberlin.blogspot.com/

    Informationen zum Iran:

    http://freeirannow.wordpress.com/

  14. In Köln leben viele Iraner, eingewandert sowohl zur Schah-Zeit als auch nach 1979. Wem wir einmal ganz kräftig misstrauen dürfen, ist die Schariafreundin Hamideh Mohagheghi, und die macht ‘Dialog’ bei Kirche und Konrad-Adenauer-Stiftung.

    Die einzelnen exiliranischen Strömungen sind mir oft undurchsichtig, ich glaube, das gilt für die Iraner selbst. Sich zum Parlamentarismus, zum säkularen Rechtsstaat und zur sozialen Marktwirtschaft zu bekennen müssen wir ihnen zumuten, etwas verhalten und schleppend zwar stimmt hier, glaube und hoffe ich, die deutliche Mehrheit etwa der Iranischstämmigen aus dem Umfeld des Zentralrats der Ex-Muslime durchaus zu.

    NWRI / Nationaler Widerstandsrat Iran bzw. Volksmodschahedin (Modjahedin-E-Khalq – MEK)) um Massoud und Maryam Radjavi ist eine totalitäre Organisation weniger von “revolutionären Marxisten” denn von islamistischen Nationalsozialisten, der gelegentlich geführte rote Stern könnte etwas irreführen, die wollen den Islam, die Scharia und das KOPFTUCH (Maryam Rajavi) und tauchten als mindestens dritte Gruppierung auch schon mal in Köln demonstrierend auf, wirken zum Glück unnahbar und kommen bei den Rheinländern nicht gut an und demonstrieren wohl auch nie mit anderen Gruppierungen zusammen.

    NWRI/MEK. Beim Hessischen Verfassungsschutz

    http://www.verfassungsschutz.hessen.de/irj/LfV_Internet?cid=03a9aedebc606dabbd7059333489f4bf

    Europas Demos von Exil-Iranern im Zeichen der grünen Armbinden dürften im allgemeinen sehr heterogen besetzt sein, die (und wir) sollen nur aufpassen nicht vom iranischen Geheimdienst zu Placebo-Demos gelotst zu werden, so etwas ist in einer Diktatur denkbar: kanalisierte Scheindemonstrationen; Menschen entwickeln da aber Instinkt. In Diktaturen also auch im islamisierten Teil der Erde misstraut jeder jedem, das verzerrt die Persönlichkeit, doch klar ist: Der Mullah-Staat muss weg! Insofern verdienen die Demonstranten gegen Achmadinedschad und seine Ayatollahs unsere Unterstützung.

    Hier die Ankündigung für die heutige Demo in Köln

    demoberlin.blogspot.com/2009/09/kundgebung-am-239.html

    vorverlegt

    demoberlin.blogspot.com/2009/09/demo-heute-schon-um-1800-uhr.html

    also dieser Verteiler
    demoberlin.blogspot.com/

    Informationen zum Iran:

    http://freeirannow.wordpress.com/

  15. #16 Frieda
    sehr gut.

    Scharia-light wird es niemals geben, und ‚Das islamische Recht‘ (Buchtitel Mathias Rohe) immer ein gewaltiges Gefängnis sein.

    Für die ‚iranischen Iraner‘ muss das freilich nahezu zum Wahnsinnigwerden sein: alle diese ’nonkonformen Rechtsgelehrten‘, ob verhaftet und gefoltert oder nicht, werden den Kerker stabil halten. Einerseits muss der Oppositionsgeist wach gehalten werden, andererseits kann es lediglich um ‚Neuwahlen in Allahs Diktatur‘ ja gar nicht gehen. Das ist der Widersinn, den die ‚Grüne Welle‘ erkennen muss: das es mit dem ‚politischen Islam‘ keinen Weg in ein freies Leben geben kann. Es geht für 74 Millionen Menschen im Iran um die zu erreichende absolute Trennung von Rechtsstaat und religiösem Herrschaftsanspruch (fiqh) – das wird leider noch eine entsetzliche ‚Zeit lang‘ dauern. Selbst Islambeschwichtiger Wolfgang Schäuble arbeitet noch an diesem Erkenntnisschritt …

  16. Nur kriminelle Linke, Grüne und deren verblendeten Anhänger sind schuldig am Leid dieser Welt, leider kriegen einige davon auch noch Beamten oder gar Politikerpensionen.

    Daran sollte mal gespart werden, aber nur um die braven zu schützen, nicht bei wichtigen Ämtern, alles im Bereich Integration gehört aber nicht dazu…..!!!!!

    Gruß

  17. Ich habe gerade eine Anfrage von einem Perser, der nach Deutschland will. Er sieht es als Sprungbrett. Einige Jahre nach Deutschland, deutschen Paß und dann ab nach Amerika oder so. Da ist er sich noch nicht so schlüssig. Dreimal dürft Ihr raten, wie wir kommunizieren… Auf Deutsch! Wie schrieb er? Er sei „verrückt nach dieser Sprache“. Hammerhart.

  18. Heutige Zeitung, Kinderseite ( gibt es seit 1 oder 2 Jahren ):
    Reifen … Mathematik … Tiere …
    NEUNMALKLUG ( Lernfrage ):
    Was ist der häufigste Männer-Vorname ?
    ( Man fragt nicht, ob weltweit, in Deutschland, oder bei den Bereicherern )
    a: Peter b: Mohammed c: Sean
    Antwort ( in verkehrtherum gesetzter Schrift ): Mohammed

    So weit sind wir.
    Kinder wird es als „normal“ verkauft, daß Gleichaltrige nicht Wolfgang, Bernd oder Matthias heißen, sondern Mohammed.
    Dröppche for Dröppche, oder so ähnlich sagen die Holländer.
    Es scheint so nebensächlich, aber in mir brodelt es.
    Auf der Seite steht: Zeitung für Kinder. So züchtet man willige Wähler der Zukunft, die dann auch den Vornamen des überübernächsten Bundeskanzlers schon von Kindheit an kennen, also alles normal: Mohammed.
    Die Verbrecher scheuen auch vor Kindern nicht zurück.

  19. O.T.
    ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
    US-REGIERUNG WARNT VOR DEUTSCHTSCHLAND. TERROR!
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    ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

    Die US-Regierung hat amerikanische Bürger wegen erhöhter Terrorgefahr vor Reisen nach Deutschland gewarnt. US-Bürger sollten möglicherweise unser Land verlassen aus Sicherheitsgründen.

    http://www.usa.gov/

    „Travel Alert Germany“auf der Website der US-Regierung.

  20. Mir ist es völlig egal, wofür und gegen was die verschiedensten Völkergruppen in Deutschland protestieren- ich würd derartige Demos komplett verbieten!

  21. Sobald irgendeine der obskuren, angeblichen Wiederstandsgruppen in einem ISLAMstaat an die Macht gekommen ist, metzelt sie mit der gleichen Begeisterung westliche Helfer, Christen perse und alles was ihr wiederspricht nieder.

    Siehe Exiliraker = Wiederstand (angeblich im Irak), krimelle Karriere in BRD, siehe die El Masris, ex Libanesen, ex Marrokaner, ex Türken und das ganze arabische P…

    Und siehe die Ereignisse im Iran der 80er!
    Schah weg, Kohomeni da! Nur die Henker, Kopfabschneider, Aufhänger etc. bekamen eine neue Lohnbuchhaltung.

    Es ist mir scheißegal welcher Muslim sich aus welchem Grund über sein Land ärgert.

    Hauptsache er demonstriert dort.

  22. nun weiss ich nicht, was ich davon halten soll, ich schätze Frau Dr. Eussner sehr, nur wie erklärt sie sich dieses Video, wie erklärt sie sich die Demonstrationen in Israel, die auch von den dort lebenden fast 20.000 Iranern (keine Juden) unterstützt wurden ? Natürlich leben die Juden im Iran nicht gerade erfreulich, aber hat da nicht auch mit dem jetztigen System zu tun ?

    Jedenfall vor der Islamischen Revolution im Jahre 1979, während der Zeit des Schahregimes, waren die Beziehungen zwischen dem Iran und Israel gut. Der Iran zählte zu den ersten Staaten, die Israels Unabhängigkeit im Jahr 1948 anerkannten. Israel betrachtete im Nahostkonflikt den Iran als Alliierten gegenüber den arabischen Staaten. Der Iran war neben Israel auch mit den USA verbündet, was die Situation aus Sicht Israels verbesserte.

    Jedoch wurde Israels Existenzrecht unter dem iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh aberkannt und der Iran erkannte Israel nicht als unabhängigen Staat an, was von dem Schah Mohammad Reza Pahlavi ebenfalls bestätigt wurde. Da war er aber schon recht machtlos, denke ich. Dennoch wurden inoffiziell die diplomatischen Beziehungen und insbesondere die Wirtschaftsbeziehungen beibehalten.

    Hier hört man zum Beispiel deutliche Sprechchöre bei der Non Al Quds Demo : Lang lebe Israel.

    http://www.youtube.com/watch?v=Ii_x4qjO7GE

    Dann die Gegendemo, deren Sprecher sich aus Deutsche, Juden und Iranern zusammensetzte, wies ausdrücklich auch auf die Organisatoren der faschistischen Al Quds Demo hin, die sich aus den iranischen Botschaften im Verbund mit antisemitischen, islamischen Organisationen wie Hizbollah, Hamas, und deutschen Linken wie Jürgen Elsässer und dem Berliner Landesverbandes rechten DVU zusammensetzte

    Hier erklären sich Iraner mit Israel solidarisch.

    http://www.no-al-quds-tag.de/index.php?site=artikel1&id1=14

  23. 11 Mittelmass (23. Sep 2009 23:58)

    Diesen Film konnte man gestern in Sat1 sehen: “Böseckendorf. Die Nacht, in der ein Dorf verschwand.” Ein ganz guter Film.
    Der beste Satz kommt etwa im letzten Drittel: “So was wie die Nazis,… das soll es nie mehr wieder geben!” Bezogen war das auf die DDR

    Bezogen auf die DDR habe ich noch etwas ganz anderes, daß sich Deutsche an einem Krieg gegen Israel beteiligt haben, ist wohl den Wenigsten bekannt, dennoch ist es wahr……

    Geheimoperation Aleppo: die geheime Beteiligung der DDR am Oktober-Krieg 1973

    Autor: Stefan Meining, report MÜNCHEN, Bayerischer Rundfunk Stand: 06.10.2008

    Dokumente aus dem ehemaligen Zentralen Parteiarchiv der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, abgekürzt SED, der Nationalen Volksarmee der DDR, abgekürzt DDR sowie Aussagen bislang unbekannter Zeitzeugen belegen erstmals die Beteiligung der Deutschen Demokratischen Republik an der sogenannten Oktober- oder auch Yom-Kippur-Krieg genannten militärischen Auseinandersetzung Israels mit den arabischen Staaten im Herbst 1973.

    Laut diesen schriftlichen und mündlichen Quellen schickte die DDR auf Wunsch des
    damaligen syrischen Staatschef Hafez al-Assad unter Bruch des geltenden Kriegsvölkerrechtes im Oktober 1973 mit sowjetischer Hilfe in großem Umfang Waffen wie auch militärisches Personal der Nationalen Volksarmee, abgekürzt NVA, in einer Geheimoperation nach Syrien.

    Die Unterlagen aus dem Parteiarchiv zeigen zudem, dass die DDR dank ihrer ausgezeichneten
    Beziehungen mit der damaligen Vereinigten Arabischen Republik (Ägypten) und Syrien früh
    über die Kriegsplanungen der beiden arabischen Länder informiert war.

    Die Entscheidung Syrien zu unterstützen, fiel in der DDR auf höchster Ebene. Dreh- und
    Angelpunkt dieses selbst in Expertenkreisen weithin unbekannten Kapitels des Kalten Krieges war der damalige 1. Sekretär der SED, Erich Honecker. Die ostdeutsch-arabischen Beziehungen am Vorabend des Oktober-Krieges 1973 Erich Honecker (1912-1994) war von 1971 bis zu seinem Sturz im Oktober 1989 die alles
    bestimmende Führungspersönlichkeit der SED-Staatspartei in der DDR. Bereits in der Ära
    Walter Ulbricht war Honecker als Sekretär des Zentralkomitees der SED für Sicherheitsfragen
    immer wieder mit Fragen des Nahostkonfliktes konfrontiert worden. Dabei setzte Erich
    Honecker die einseitig proarabische Nahostpolitik seines Vorgängers fort. Ohne Zweifel war Erich Honecker seit 1971 die treibende Kraft, wenn es galt die militärische Zusammenarbeit mit den arabischen Staaten weiter voranzutreiben.

    Ein Beleg für diese Politik war der Brief Erich Honeckers an den neuen ägyptischen
    Staatschef, Anwar el-Sadat im November 1971: Honecker schrieb, „dass es für unsere Völker
    von Nutzen ist, wenn sich nunmehr auch die militärischen Beziehungen zwischen der
    Arabischen Republik Ägypten und der Deutschen Demokratischen Republik enger gestalten.”

    Strategisches Ziel dieser ebenso ideologisch wie auch realpolitisch begründeten DDR Außenpolitik bestand zunächst vor allem darin, die Anerkennung des zweiten deutschen
    Staates in der arabischen Welt voranzutreiben. Mit den steigenden Ölpreisen kamen verstärkt wirtschaftliche Interessen hinzu. Die erheblichen Wachstumsraten der ostdeutschen Wirtschaft und die internationale Anerkennung der DDR in den frühen 70er Jahren schufen Honecker ein sicheres Fundament für seine Arabienpolitik. Rückhalt in Moskau garantierte.

    Mehr dazu:

    http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2008/01/24/cumulus/BR-online-Publikation–212912-20081007145615.pdf

    Heikles Thema ich weiss. Sollte trotzdem öffentlich abgehandelt werden. Gerade heute……

  24. #37 Zahal
    Ja, danke für die Erinnnerung, habe ich auch schon gesehen und wird heute auch nicht mehr bestritten. Nur allgemein bekannt ist es deswegen leider noch nicht.

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