Wilders‘ Rede an der Columbia-Universität

Wilders' Rede an der Columbia-UniversitätMeine Damen und Herren, es ist ein Privileg und eine große Ehre für mich, an dieser exzellenten akademischen Institution zu sprechen, die der Welt so viele Nobelpreisträger beschert hat. Als Niederländer bin ich stolz darauf, dass Ihr erster Nobelpreisträger im Jahre 1906 von niederländischer Herkunft war: Der jüngste Präsident der Vereinigten Staaten: Theodore Roosevelt.

Ich danke der Columbia Universität für die Einladung und ich danke auch der US-Grenzpolizei, dass Sie mir erlaubt haben, dieses großartige Land der Demokratie, der Freiheit und der freien Meinungsäußerung zu betreten (PI berichtete). Meine Damen und Herren, heute wird in ganz Europa die beliebteste unserer vielen Freiheiten angegriffen. Die freie Meinungsäußerung ist nicht mehr gegeben. Was wir einst als ein natürliches Element unserer Existenz, unseres Geburtsrechts ansahen, ist jetzt etwas, für das wir wieder kämpfen müssen.

Ich würde mich selbst nicht als freien Menschen bezeichnen. Vor fünf Jahren habe ich meine persönliche Freiheit verloren. Seitdem stehe ich unter Polizeischutz und das über 24 Stunden. Darüber hinaus haben einige Menschen versucht, mir meine Redefreiheit zu nehmen: Eine niederländische, islamische Organisation versuchte, das Erscheinen des Dokumentarfilms „Fitna“ zu verhindern. Wegen „Fitna“ verlangte der radikalste niederländische Imam 55.000 Euro als Entschädigung für seine verletzten Gefühle. Der Staat Jordanien wird möglicherweise einen Antrag auf Auslieferung stellen, damit ich in Amman vor Gericht gestellt werden kann. Ich wurde in Frankreich angeklagt.

In meinem eigenen Land, den Niederlanden, hob das Berufungsgericht Amsterdam die Entscheidung der niederländischen Staatsanwaltschaft auf, mich nicht zu verfolgen. Also werde ich jetzt in meinem eigenen Land vor Gericht stehen, und zwar im Januar nächsten Jahres.

Aber hier geht es nicht um mich. Ich bin nicht der einzige Europäer, der für die Redefreiheit kämpft, es gibt so viele mehr: Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard zeichnete eine Mohammedkarikatur und plötzlich waren wir mitten drin in dem sogenannten „dänischen Karikaturenstreit’. Die italienische Autorin Oriana Fallaci hatte Angst vor einer Auslieferung in die Schweiz wegen ihres Buchs „Die Wut und der Stolz“. Eine österreichische Politikerin, Susanne Winter, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil sie unverblümt über den Propheten Mohammed sprach. Der niederländische Karikaturist Gregorius Nekschot wurde von zehn Polizisten wegen seiner Zeichnungen verhaftet. Und der niederländische Filmemacher Theo van Gogh wurde in den Straßen Amsterdams von einem radikalen Muslim brutal ermordet.

Im vergangenen Februar wurde ich von zwei tapferen Mitgliedern des britischen House of Lords – Lord Malcolm Pearson und Baronin Caroline Cox – eingeladen, um „Fitna“ im britischen Parlament zu zeigen. Aber bei meiner Ankunft am Flughafen Heathrow wurde mir die Einreise in das Vereinigte Königreich verweigert, aus dem Grund, dass ich die Harmonie der Gemeinschaft und damit die öffentliche Sicherheit gefährden würde.

Das war natürlich eine lächerliche und politisch motivierte Behauptung der britischen Regierung. Ich durfte „Fitna“ zeigen und eine Rede halten im US-Senat, in New York, in Florida, in Kalifornien, in Kopenhagen, in Rom, in Jerusalem und im nächsten Monat im Senat der Tschechischen Republik. Aber die britische Regierung verweigerte mir den Zutritt in das Vereinigte Königreich, einem Nachbar-EU-Land. Nun, ich glaube, es war ein großartige amerikanische Idee, damals im 18. Jahrhundert, die Engländer heraus zu werfen.

In der vergangenen Woche fand mein Berufungsverfahren gegen die Weigerung der britischen Regierung in London statt, und ich gewann. Die Freiheit hat sich schließlich durchgesetzt! Ein britisches Gericht entschied, dass die Entscheidung des britischen Innenministers, mich auszuschließen, ungerecht, illegal und eine Verletzung der Redefreiheit war. Glücklicherweise sind die britischen Richter viel klüger als die britische Regierung. Also reiste ich am vergangenen Freitag nach London und traf mich mit meinen Freunden Lord Pearson und Baroness Cox und wir einigten uns darauf, „Fitna“ im House of Lords im März nächsten Jahres zu zeigen.

Aber lassen Sie mich Ihnen erzählen, was auch während unserer Pressekonferenz geschah. Ein muslimischer Mob demonstrierte außerhalb und schrie: „Scharia für die Niederlande“, „Der Feind des Islam Geert Wilders verdient die Todesstrafe“, „Freiheit soll zur Hölle fahren“ und „Der Islam wird die Welt beherrschen“. Willkommen im heutigen Europa!

Dies alles können Sie sich selbst auf YouTube ansehen. Dies ist genau das, was wir bekämpfen. Und es kommt noch schlimmer. Vor ein paar Tagen berichtete die britische Zeitung The Daily Telegraph, dass eine islamische Gruppe in der Tat eine Kampagne zur Einführung der Scharia in Großbritannien startete. Sie werden sich später in diesem Monat in London zu einer Demonstration treffen, um die vollständige Umsetzung der Scharia zu verlangen.

Bevor ich über den Islam sprechen will, möchte ich Ihnen zunächst Folgendes sagen: Ich habe nichts gegen Muslime. Es gibt viele moderate Muslime. Die Mehrheit der Muslime in unseren westlichen Ländern sind gesetzestreue Bürger, die ein friedliches Leben führen wollen. Das weiß ich. Daher mache ich eine klare Unterscheidung zwischen den Menschen und der Ideologie, zwischen Muslimen und dem Islam.

Was heute in Europa passiert, sollte uns nicht überraschen. Die Realität ist, dass dort, wo der Islam Wurzeln schlägt, die freie Meinungsäußerung stirbt. Es gibt nicht ein einziges islamisches Land in der Welt, in dem die Menschen die Freiheit haben zu sagen, was sie denken. Seit der sogenannte Prophet Mohammed seinen Leuten befahl, die Dichterin Asma bint Marwan zu töten, eine tapfere Frau, die ihr Volk vor diesem mörderischen Kult warnte, denken die radikalen Muslime, sie hätten eine Lizenz erworben, jedermann zu töten, der es wagt, das Wort Mohammeds oder seine Aktionen zu kritisieren. Die freie Meinungsäußerung ist ein Feind des Islam. Der Islam ist eine Bedrohung für das Europa von Sokrates, Voltaire und Galileo.

Wie ich bereits sagte, es gibt viele moderate Muslime. Aber so etwas wie einen moderaten Islam gibt es nicht. Das Herz des Islam ist der Koran. Der Koran ist ein böses Buch, das zu Gewalt und Mord aufruft – Sure 4, Vers 89 und Sure 47, Vers 4 -, Terrorismus – Sure 8, Vers 60 – und Krieg – Sure 8, Vers 39. Der Koran beschreibt die Juden als Affen und Schweine – Sure 2, Vers 65 / Sure 5, Vers 60 und Sure 7, Vers 166. Er nennt nicht-Muslime Lügner, Bösewichte, Feinde, Unwissende, unrein, böse, verschlagen, die schlechtesten aller Geschöpfe und die gemeinsten von allen Tieren.

Das Problem ist, dass die Bestimmungen im Koran nicht an Ort und Zeit gebunden sind. Vielmehr gelten sie für alle Muslime in allen Zeiten. Neben dem Koran gibt es auch das Leben von Mohammed, der in Dutzenden von Kriegen die Verbreitung des Islam mit dem Schwert erkämpft hat, gefangene Frauen und Kinder als Sklaven verkaufte, gewohnheitsmäßig Juden enthauptete und das junge Mädchen Aisha heiratete und die Ehe mit ihr vollzog, bevor sie zehn Jahre alt war. Das Problem ist, dass für viele Muslime Mohammed „der perfekte Mann“ ist, dessen Leben sie als Vorbild folgen. Aber die Fakten zeigen, dass der so genannte Prophet kein perfekter Mensch war, sondern ein Mörder und Pädophiler. Und von ihm werden die Dschihadisten inspiriert. Mit dem Versprechen eines fleischlichen Paradieses schlachten sie unschuldige Menschen in Washington, New York, Madrid, London, Amsterdam, Bali und Mumbai.

Meine Damen und Herren, vor einiger Zeit wurde in Frankreich ein Interview mit dem französischen muslimischen Schüler Mohamed Sabaoui geführt, der folgendes sagte – ich zitiere: „Ihre Gesetze sind nicht deckungsgleich mit dem Koran. Muslime können nur von der Scharia regiert werden“, und „wir wollen die Stadt Roubaix zu einer unabhängigen, muslimischen Enklave erklären und die Scharia auf alle ihre Bürger anwenden“ und „wir werden ihr Trojanisches Pferd sein. Wir werden herrschen, Allahu Akbar!“ Zitat Ende.

Machen Sie keinen Fehler: Der Islam hat immer versucht, Europa zu erobern. Spanien fiel im 8. Jahrhundert. Konstantinopel fiel im 15. Jahrhundert. Wien und Polen wurden bedroht und jetzt, im 21. Jahrhundert, wird der Islam es erneut versuchen. Dieses Mal nicht mit militärischen Armeen, sondern durch Migration und Demographie.

Zum ersten Mal in der Weltgeschichte gibt es Dutzende Millionen von Muslimen, die außerhalb der Dar al-Islam, der islamischen Welt leben. Europa hat nun mehr als 50 Millionen Muslime. Es wird erwartet, dass ein Fünftel der Bevölkerung der Europäischen Union innerhalb von 40 Jahren muslimisch sein wird.

Im Jahr 1974 nahm niemand den algerischen Präsidenten Boumedienne allzu ernst, als er vor der UN-Generalversammlung sagte: „Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Hemisphäre des Planeten verlassen, um in den Norden aufzubrechen. Aber nicht als Freunde. Denn sie brechen auf, um zu erobern und sie werden ihn erobern durch die Anzahl ihrer Kinder. Wir werden siegen durch den fruchtbaren Leib unserer Frauen“. Ende des Zitats.

Und der libysche Diktator Gaddafi sagte: „Es gibt Dutzende Millionen von Muslimen auf dem europäischen Kontinent und ihre Zahl nimmt zu. Dies ist der klare Hinweis, dass der europäische Kontinent zum Islam konvertieren wird. Europa wird eines Tages ein muslimischer Kontinent sein“. Ende des Zitats.

In der Tat sagt Gaddafi hier die Wahrheit. Durch das islamische Konzept der Migration – namens Al Hijra – ist Europa im Begriff, zu Eurabia zu werden. Europas Kirchen leeren sich, während Moscheen wie Pilze aus dem Boden schießen. Mohammed ist der beliebteste Jungenname in vielen europäischen Städten. Mittelalterliche Phänomene wie Burkas, Ehrenmorde und Genitalverstümmelung von Frauen sind immer stärker verbreitet. Im Vereinigten Königreich sind inzwischen 85 Schariagerichte tätig – in dem gleichen Land, in dem islamische Organisationen das Gedenken an den Holocaust abschaffen wollen, und ein Minister darum bittet, das Rote Kreuz Logo zu ändern, weil es die Muslime beleidigen könnte. In Österreich vermeiden Geschichtslehrer, über den österreichischen Krieg gegen die islamischen Invasoren zu unterrichten. In Frankreich werden Lehrer angewiesen, Autoren zu vermeiden, die als beleidigend für Muslime angesehen werden könnten, einschließlich Voltaire. In Norwegen werden den Kindern islamische Lieder beigebracht wie „Allahu Akbar“ und „Kleiner Muslim, betest du?“ In Belgien wäre ein Mann fast gestorben, nachdem er von Muslimen verprügelt worden war, weil er während des Ramadan getrunken hatte. Juden fliehen in rekordverdächtigen Zahlen aus Frankreich auf der Flucht vor der schlimmsten Antisemitismuswelle seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Entstehung des Islam bedeutet auch den Aufstieg der Scharia in unsere Rechtssysteme. In Europa gibt es alles: Schariatestamente, Hypothekenscharia, Schariaschulen, Schariabanken, wie gesagt im Vereinigten Königreich gibt es sogar 85 Schariagerichte. Der Islam betrachtet die Scharia als über allen von Menschen gemachten Gesetzen stehend, einschließlich unseren Verfassungen. Wie Sie wissen, umfasst die Scharia alle Bereiche des Lebens, von der Religion, Hygiene und Nahrungsvorschriften, Bekleidungsvorschriften, über Vorschriften des familiären und sozialen Lebens, ausgehend von den Finanzen und der Politik, bis hin zu einer Einheit des Islam mit dem Staat. Schariarecht kennt das Recht der freien Meinungsäußerung und die Religionsfreiheit nicht.

Laut Scharia ist es eine „Tugend“, Apostaten zu töten, aber der Konsum von Alkohol ist ein Verbrechen. Die Einführung schariatischer Elemente in unserer Gesellschaft schafft ein System der gesetzlichen Apartheid. Die Scharia diskriminiert systematisch Gruppen von Menschen. Ich habe nie verstanden, warum die linksliberalen und liberalen Politiker dies alles ignorieren. Historisch waren sie diejenigen, die für die Rechte der Frauen, Homosexuellen, Nicht-Gläubigen und anderen kämpften. Alles Gruppen, die die Ersten wären, die einen hohen Preis zahlen müssten, wenn die islamischen Werte eine beherrschende Stellung einnehmen würden. Ihr Schweigen ist erschreckend. Jetzt kämpfe ich diesen Kampf. Ich kämpfe, um diese Gruppen zu schützen. Ich kämpfe gegen die Islamisierung unserer Gesellschaft und damit für den Schutz der Rechte der Frauen, der Homosexuellen, der Christen, der Juden, der Abtrünnigen, der Nicht-Gläubigen und der Ungläubigen: der Nicht-Muslime. Ich möchte diese Opfer vor der Scharia schützen. Und das sollten wir alle tun. Wenn wir das Problem ignorieren, wird es nicht verschwinden, wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Scharia mehr und mehr umgesetzt werden – langsam, aber nach und nach. Das würde das Ende der Meinungsfreiheit und der Demokratie in Europa bedeuten. Dies ist es, was auf dem Spiel steht, nichts Geringeres als unsere Freiheit und Demokratie.

Und bitte machen Sie keinen Fehler: Der Islam kommt auch nach Amerika. Im vergangenen Juli während einer Konferenz in Chicago, organisiert von der Hizb-ut-Tahrir, der internationalen Bewegung mit dem Ziel, einen islamischen Staat unter der Scharia in der Welt zu schaffen, versprach der amerikanische Imam Abdul Jaleel Adil zu kämpfen, „bis der Islam siegen wird, oder wir bei dem Versuch sterben werden“. Auf die Frage: „Wollen Sie die Verfassung der Vereinigten Staaten für die Scharia abschaffen?“ antwortete er: „Ja, die Verfassung würde der Vergangenheit angehören“.

Amerika steht vor einem „verdeckten Dschihad“, einem islamischen Versuch, „die Scharia Stück für Stück einzuführen“. Lassen Sie mich Ihnen ein paar Beispiele für die Islamisierung in den Vereinigten Staaten geben: Muslimische Taxifahrer am Flughafen Minneapolis haben es abgelehnt, mehr als 5.000 Passagiere zu befördern, weil sie Alkohol bei sich trugen; muslimische Studenten fordern separate Wohnungen auf dem Campus; muslimische Frauen fordern separate Stunden in Turnhallen und Schwimmbädern; Schulen verbieten Halloween- und Weihnachtsfeiern – in der Tat sind es die Schulen, die das Schweinefleisch aus ihren Cafeteriamenüs entfernen, um die muslimischen Schüler nicht zu beleidigen. Meine Damen und Herren, seien Sie sich bewusst, dass dies nur der Anfang ist. Wenn es so weitergeht, werden Sie die gleichen Probleme haben, mit denen wir heute in Europa konfrontiert sind.

Es ist meine Meinung, dass der Islam eher eine Ideologie ist, als eine Religion. Um genau zu sein, der Islam ist eine politische, totalitäre Ideologie mit weltweiten Ambitionen, genau so wie der Kommunismus und Faschismus, weil der Islam genau wie diese Ideologien nicht die Absicht hat, sich in unserer Gesellschaft zu assimilieren, sondern er will dominieren und uns alle unterdrücken. Im Islam gibt es keinen Platz für irgendetwas anderes als den Islam. Ich denke, der große Winston Churchill hatte in vollem Umfang Recht, als er in seinem Buch „Der Zweite Weltkrieg“, Adolf Hitlers „Mein Kampf“ als den neuen Koran des Glaubens und des Kriegs bezeichnete.

Aber, meine Damen und Herren, der Islam ist nicht das einzige Problem. Es gibt ein zweites Problem, ein Problem, das man kulturellen Relativismus nennt. Unsere gesamte westliche Elite, ob es sich um Politiker, Journalisten oder Richter handelt, sind vom Weg abgekommen. Ihr Realitätssinn ist verschwunden. Diese kulturellen Relativisten glauben, dass alle Kulturen gleichwertig sind. Sie glauben, dass die islamische Kultur unserer Kultur entspricht, die auf dem Christentum, Judentum und dem Humanismus beruht. Unsere Kultur bekennt sich zur Freiheit, den Menschenrechten und zur Gleichstellung von Männern und Frauen und nicht zu Gewalt und Hass.

Den kulturellen Relativisten sage ich mit Stolz: Unsere westliche Kultur ist weit besser als die islamische Kultur. Und wir sollten stolz darauf sein und sie verteidigen. Anders als die meisten Länder, in denen die islamische Kultur dominant ist, haben wir einen Rechtsstaat, eine Demokratie, ein funktionierendes Parlament, Meinungsfreiheit und eine Verfassung, die uns gegen die Regierung schützt.

Es ist klar, dass nicht jeder die Gefahr erkennt. Ich zitiere einen prominenten Amerikaner, der vor kurzem einen Nobelpreis gewonnen hat: „Im Laufe der Geschichte hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten der religiösen Toleranz nachgewiesen“, und „Der Islam ist nicht Teil des Problems bei der Bekämpfung des gewalttätigen Extremismus, er spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung des Friedens „und“ Wir feiern eine große Religion und ihr Engagement für Gerechtigkeit und Fortschritt „. Ende des Zitats. Ich bin mit dieser Einschätzung nicht einverstanden. Der Islam hat nichts gemeinsam mit Toleranz oder Frieden oder Gerechtigkeit!

Präsident Obama feierte auch die Tatsache, dass, als der erste muslimische Amerikaner in den Kongress gewählt wurde, er den Eid auf den gleichen Koran schwor, den einer der Gründerväter – Thomas Jefferson – in seiner persönlichen Bibliothek aufbewahrt hatte. Es ist interessant zu wissen, dass es Thomas Jefferson im Jahre 1801 war, der einen Krieg gegen die islamischen „Barbaresken“ Staaten in Nordafrika führte, um die Plünderung von Schiffen und Versklavung von mehr als einer Million Christen zu stoppen.

Der Botschafter dieser muslimischen Nationen sagte Thomas Jefferson und John Adams, dass die Muslime bei der Suche nach Rechtfertigung für die Abschlachtung und Versklavung von Ungläubigen, dies im Koran gefunden hätten. Nun frage ich Sie, liebe Freunde, könnte es nicht sein, dass Thomas Jefferson eine Kopie des Korans aufbewahrte, weil er den Islam nicht bewunderte, sondern weil er die rücksichtslose Art seiner Feinde verstehen wollte?

Meine Damen und Herren, ich glaube an die Demokratie, ich glaube an das amerikanische Volk und an die Entscheidungen, die es trifft, und in der Regel, als ein Politiker aus Holland, würde ich niemals Ihren Präsident kritisieren. Aber diese Äußerungen von Präsident Obama, betreffen nicht nur Amerika, sondern auch Europa. Ich fürchte, dass Präsident Obamas Äußerungen ein Wendepunkt in der Geschichte sein könnten. Ich befürchte, dass schwerwiegende geopolitische Veränderungen drohen, Veränderungen, die unsere Außenpolitik, unsere Sicht auf die freie Meinungsäußerung verändern werden, Änderungen, die den Westen, unsere Art zu Leben zum Schlechteren und nicht zum Besseren verändern werden.

In der Tat passiert es bereits jetzt. Vor kurzem haben die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Ägypten eine Resolution im UN-Menschenrechtsrat unterstützt, gegen die freie Meinungsäußerung. Sie wissen, dass der Rat an sich schon eine Beleidigung für Menschenrechte darstellt, da ihm die schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt wie Kuba, Saudi-Arabien und Pakistan angehören. Die Obama-Administration und Europa unterstützten eine Resolution, Ausnahmen auf freie Meinungsäußerung zu machen gegenüber negativen religiösen Stereotypen. Diese „Befriedung“ der unfreien arabischen Welt ist der Anfang vom Ende. Eine Aushöhlung der freien Meinungsäußerung und des eigenen Ersten Verfassungszusatzes. Diese UN-Resolution ist eine absolute Schande.

Wie Professor Jonathan Turley von der George Washington University gestern zu Recht in der Zeitung „USA Today“ sagte, ich zitiere: „Die Kritik der Religion ist das Maß für die Gewährleistung der freien Rede – die wortwörtliche heilige Institution einer Gesellschaft“ – Ende des Zitats. Dass die schwachen Führer meines eigenen Kontinents, Europa, eine so schreckliche Resolution unterstützen, ist keine Überraschung für mich. Aber es ist eine traurige Sache, dass zum ersten Mal in der Geschichte die amerikanische Regierung eine führende Rolle im Kampf gegen unser Recht auf freie Meinungsäußerung übernommen hat.

Meine Damen und Herren, es gibt ein westliches Land, das gezwungen ist, gegen die Kräfte des Dschihad für die eigenen Werte zu kämpfen seit dem ersten Tag seiner Existenz: Israel, der Kanarienvogel in der Kohlengrube. Lassen Sie mich ein paar Worte zu diesem wunderbaren Land sagen. Ich hatte das Privileg, in Israel leben zu dürfen. Jedoch in Europa, ist man als Israel Unterstützer,eine vom Aussterben bedrohte Art. Israel ist ein Leuchtturm in einer Gegend – dem Nahen Osten – der überall stockdunkel ist. Israel ist eine westliche Demokratie, während Syrien, Saudi-Arabien, Iran und Ägypten mittelalterliche Diktaturen sind.

Im so genannten „Nahostkonflikt“ geht es überhaupt nicht um Landbesitz. Es ist ein Konflikt um Ideologien, eine Schlacht zwischen Islam und Freiheit. Es geht nicht um ein Stück Land in Gaza oder in Judäa und Samaria. Es geht um Dschihad. Für den Islam ist ganz Israel besetztes Gebiet. Sie sehen auch Tel Aviv und Haifa als Siedlungen an.

Ich bin sehr für eine Zwei-Staaten-Lösung. Ich meine, Churchills Zwei-Staaten-Lösung aus dem Jahr 1921, als Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Teil partitioniert war. Das arabische Palästina heißt heute Jordanien, und deshalb gibt es bereits einen palästinensischen Staat. Achtzig Prozent der Bevölkerung haben ihre Wurzeln auf der anderen Seite des Jordans, es besteht kein Zweifel daran, Jordanien ist wirklich der Staat Palästina.

Der Islam zwingt Israel zu kämpfen, und Israel kämpft nicht nur für sich alleine. Israel kämpft für uns alle, für den gesamten Westen. Genau wie die tapferen amerikanischen Soldaten, die in Sizilien im Jahr 1943 landeten und im Jahre 1944 die Strände der Normandie stürmten, sind es die jungen israelischen Männer und Frauen, die für unsere Freiheit, unsere Zivilisation kämpfen.

Meine Damen und Herren, Europa sollte Israel voll und ganz unterstützen, um das Heft in die Hand zu bekommen in seinem unerbittlichen Kampf gegen diejenigen, die es bedrohen, ob dies die Hisbollah, die Hamas oder eine Atommacht Iran ist. Auch wegen seiner Geschichte hat Europa sicherlich die moralische Verpflichtung, einen weiteren Holocaust gegen das jüdische Volk um jeden Preis zu verhindern. Aber das Wichtigste von allem ist: Israel befindet sich im Kampf gegen den Dschihad, der gegen uns alle gerichtet ist. Also sollten wir alle Israel verteidigen. Wir sind alle Israel.

Meine Damen und Herren, es gibt auch gute Nachrichten! Es könnte sein, dass Europa langsam erwacht. Immer mehr Menschen sind den kulturellen Relativismus und Politiker, die die negativen Auswirkungen der Masseneinwanderung und die schleichende Islamisierung Europas ignorieren, satt. Während der Wahlen zum Europäischen Parlament im vergangenen Juni haben die schlimmsten kulturellen Relativisten, die Sozialisten, fast überall verloren: In den Niederlanden, in Belgien, in Deutschland, in Österreich, in Frankreich, in Spanien, in Italien und vielleicht am schwerten von allen im Vereinigten Königreich.

Aber meine Partei, die niederländische Freiheitliche Partei, war die Siegerin bei den jüngsten Wahlen zum Europäischen Parlament. Gerade jetzt, in den Umfragen, sind wir sogar die Nummer 1. Wenn es morgen Parlamentswahlen in den Niederlanden gäbe, könnte ich, ob Sie es wollen oder nicht, sehr gut der nächste Ministerpräsident der Niederlande werden.

Meine Damen und Herren, die Zeit wird knapp, wir müssen handeln. Wie ich bereits sagte, brauchen wir weniger Islam und mehr Freiheit. Wir müssen unser wichtigstes Recht, unser Recht auf freie Meinungsäußerung, schützen. Wir müssen unsere Freiheit schützen. Deshalb schlage ich die folgende Maßnahmen vor, Maßnahmen zur Erhaltung unserer Freiheit:

Zuerst. Wir müssen alle Formen des kulturellen Relativismus beenden. Zu diesem Zweck brauchen wir einen Zusatz zu unseren westlichen Verfassungen der besagt, dass unser kulturelles Fundament die jüdisch-christliche Kultur des Humanismus ist und nicht der Islam.

Zweitens. Wir müssen die Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern aufhalten. Denn mehr Islam bedeutet weniger Freiheit.

Drittens. Ich habe eine klare Botschaft an alle Muslime in unserer Gesellschaft: Wenn sie unsere Gesetze befolgen, unsere Werte und unsere Verfassung, dann sind sie herzlich willkommen zu bleiben und wir werden ihnen helfen, sich zu assimilieren.

Aber, wenn sie die rote Linie überqueren und Gewaltverbrechen begehen oder die Umsetzung der Scharia fordern und anfangen, den Dschihad auszuüben, dann sind sie nicht mehr willkommen, dann werden wir sie wenn möglich noch am selben Tag hinauswerfen.

Viertens. Wir müssen unsere Gesetze in Bezug auf die Meinungsfreiheit stärken. In Europa brauchen wir dringend eine Form des amerikanischen ersten Verfassungszusatzes. Und wir müssen den UN-Resolutionen widerstehen, die versuchen, unser Recht auf freie Meinungsäußerung zu schwächen, um die islamische Welt zu besänftigen.

Fünftens, last but not least. Wir müssen mutige Führer wählen. Richtige Staats- und Regierungschefs. Wir genießen das Privileg, in einer Demokratie zu leben. Lassen Sie uns dieses Privileg nutzen und die schwachen Staats- und Regierungschefs durch Helden ersetzen. Wir brauchen weniger Neville Chamberlains und mehr Winston Churchills! Kurz gesagt, meine Damen und Herren, meine wichtigste Botschaft des heutigen Tages ist, dass wir wieder anfangen müssen zu kämpfen. Keine Verteidigung, sondern Offensive. Wir müssen uns wehren und zeigen, dass Millionen von Menschen des Verlierens und Einlenkens, sowie des Beschwichtigens, überdrüssig und müde sind. Wir müssen deutlich machen, dass Millionen von freiheitsliebenden Menschen sagen: Genug ist genug.

Meine Damen und Herren, ich überlasse es Ihnen: Ich werde niemals nachgeben oder aufgeben. Und wir sollten uns niemals weder ergeben, noch Kompromisse über die Freiheit eingehen, dem wichtigsten Recht, das wir in unseren freien, westlichen Gesellschaften noch haben. Wir müssen gewinnen, und ich bin zuversichtlich: Wir werden gewinnen! Vielen Dank.

(Übersetzung: LIZ, Die Grüne Pest.com; Original: Atlasshrugs)




Katholiken proben den Aufstand gegen Merkel

Angela Merkel und Martin LohmannEs ist schon höchst bemerkenswert, wer da in den letzten Wochen alles die Kanzlerin in höchsten Tönen lobt. Von Alice Schwarzer wussten wir ja schon, dass sie die Angela Merkel mag. Aber dass der Vielflieger und -schreiber Notker Wolf, seines Zeichens Abtprimas und „oberster Benediktiner“, just jetzt öffentlich verlauten lässt, wie sehr die Kanzlerin für „christliche Werte“ stehe, kam schon überraschend.

(Von Christian Sitter, Zeitschrift Gegengift)

Umso mehr, als er lobende Worte für die „christliche“ FDP fand. Erinnern Sie sich noch an den Kalauer: „Gott ist tot“ (FDP). „FDP ist tot“ (Gott). Lang ists her! Aber damit nicht genug: kein geringerer als Heribert „Deutschland brennt“ Prantl ließ sich nunmehr nicht nehmen, in der Süddeutschen Zeitung vom 17.10.2009 „Mamma mia“ für ihre Liberalisierung gegenüber „urbanen Schichten“, den Homosexuellen und Migranten Kränze zu flechten. Sie sei „konservativ“, denn sie beherrsche die Kunst, ihre Macht zu erhalten (=lat. conservare) und habe schließlich bei Wahlen Erfolg: „Ohne die Öffnung hätte die Partei nicht mehr, sondern noch weniger Wähler.“ Als würden die bis zu vier Millionen Wähler nicht reichen, die CDU und CSU seit 1998 den Rücken gekehrt haben! So sieht also „Erfolg bei Wahlen“ aus! Sensationell! Nicht einmal daran gedacht, dass es auch andere Politiker gegeben hat, die bei Wahlen Erfolg hatten. Aber das Adenauer-Haus wird sich gefreut haben. Merkels Strategen erkennen schon seit dem „Aufstand der Anständigen“ nicht mehr die vergifteten Geschenke der Linken. Und die Vorsitzende geht lieber zur Buchmesse, als ihrem Parteinachwuchs ihre Aufwartung zu machen. Die „Junge Union“ ist mit fast 130.000 Mitgliedern größer als die Grünen und die FDP zusammen und hat gerade monatelangen Wahlkampf hinter sich. Ein Helmut Kohl hatte eigentlich immer Zeit für seinen Nachwuchs. Der kannte aber auch seine Partei. Dass Merkel ihnen anstelle des erhofften kleinen Bonbons dann unerwartet die kalte Schulter zeigte und kurzfristig absagte, brachte viele Parteijunioren in Rage: auf den resignativen Spott „Mutti kommt nicht“ setzten einige Jungpolitiker noch einen drauf und gründeten beim Internetportal Facebook die Gruppe „Aufstand gegen Mutti“. Diese verzeichnete nach wenigen Stunden über 500 Anmeldungen. Dann war die Gruppe kurzfristig dort nicht mehr erreichbar. Die CDU will damit nichts zu tun haben. Natürlich nicht. Und erst recht nicht mit einem Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom 17.10.2009, der gleich die ganze JU zu einem Haufen naseweiser Rotzlöffel degradiert. Die ist sich indes sicher, dass es sich bei dem Kommentar um eine „Auftragsarbeit“ gehandelt haben muss.

Noch größerer Ärger droht „Mutti“ aber von der Gruppe, die die CDU lange Zeit getragen hat: der bekannte Journalist Martin Lohmann (u.a. Rheinischer Merkur, Bild) hatte am 16.06.2009 in Berlin sein neues Buch „Das Kreuz mit dem C – wie christlich ist die Union?“ vorgestellt, in dem er vor allem der Parteivorsitzenden kräftig die Leviten liest: „Die CDU ist bunt und modern, aber es fehlt ihr der Kern.“ Er fordert u.a. die Bündelung christlicher Interessen in einem Katholischen Arbeitskreis in der CDU als logisches Pendant des bereits bestehenden Evangelischen Arbeitskreises (EAK). Als Lohmann Frau Merkel anlässlich einer Diskussionsveranstaltung in Berlin das Buch überreichen will, hatte sie „leider keine Hand frei“. Dabei hat sie sicherlich daran gedacht, wie Helmut Kohl solche Diskussionen auch dann zu beenden pflegte, als seine Partei schon längst „östlicher und protestantischer“ geworden war: „Katholisch sind wir sowieso.“ Lohmann schaut auf die wenigen Blätter Papier in ihrer Hand und hat verstanden: er bringt das Buch persönlich ins Kanzleramt, das ihn erstaunlicherweise einlässt, obgleich von der Chefin weder eingeladen noch ermuntert. Das könnte damit zu tun haben, dass Lohmann zum einen in der Partei bestens bekannt ist, zum anderen sagt, was viele denken, aber derzeit nicht aussprechen wollen. Nach den verheerenden Verlusten der CDU bei den Wahlen in Thüringen und im Saarland lässt sich die Diskussion ohnehin nicht mehr ersticken. Der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag und Vorsitzende des katholischen „Kardinal-Höffner-Kreises“ der CDU/CSU-Fraktion Georg Brunnhuber, der im Unterschied zu Lohmann nicht zu den Gründern dieses Gesprächszirkels gehört, macht den Anfang, fordert zunächst im SWR 2 eine Grundsatzdebatte in seiner Partei über das C und findet „viele bedenkenswerte Gedanken“ in Lohmanns Buch. Die „Rheinische Post“ zitiert CDU-Fraktionäre hinter vorgehaltener Hand, dass „eine Debatte über unser C seit langem überfällig“ sei. Der das sagt, gehöre zu den „bekanntesten Politikern der Republik“, wolle aber damit auf keinen Fall zitiert werden. „Ein anderer“ aus der Fraktionsführung sage, was viele denken: „Lohmann hat einfach Recht.“ Ob er damit zitiert werden möchte? „Natürlich nicht.“ Und dann schiebt er hinterher: „Noch nicht.“ Und ein Dritter klagt: „Das geht so nicht weiter mit der Dame, wir wissen doch gar nicht mehr, was wir den Treuesten unserer Treuen sagen sollen, wofür wir denn noch stehen.“ Bei ihm kommt der Nachsatz: „Rufen Sie mich noch mal an. Nach den Wahlen.“

„Die Dame“ bekommt wohl endgültig zu viel, als Lohmann in der Titelstory des „Spiegel“ vom 21.09.09 über Merkel das Bonmot loswerden darf, sie agiere in einem „Überzeugungs-Nirwana“. Sie sei „der perfektere Schröder“, agiere aber „sehr situationsecht“. Das saß! Damit aber nicht genug: Tags drauf porträtiert das „Heute Journal“ des ZDF die Kanzlerin. Wieder kommt deren „rotes Tuch“ (RP) Martin Lohmann zu Wort: „Sie hat aus der CDU eine Partei gemacht, die modern ist und bunt, aber der der Kern fehlt. Sie hat die Seele dieser Partei vernachlässigt.“

Frau Merkel, damit offenbar konfrontiert, ist ärgerlicherweise zu einer direkten Antwort gezwungen: „Das glaube ich nicht.“ Ihr Nachsatz, warum nicht, kommt dann sehr verschwurbelt und ohne echte Aussage. „Situationsecht“ eben! Unmittelbar nach der Sendung „distanziert“ sich MdB Brunnhuber von Lohmann „und seinen Behauptungen“. Lohmann sei in Fraktion und Partei in weiten Teilen unbekannt. Ein bemerkenswertes Argument! Wer hat ihn dann ins Kanzleramt hineingelassen, dass schärfer bewacht wird als Ford Knox? Dass Lohmann etwas Falsches geschrieben habe, behauptete auch Brunnhuber nicht. Das stand wohl so auch nicht in der SMS der Kanzlerin.

Auch der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) reagiert nun, aber ein wenig anders als erwartet. Statt dem entschlossen für christliche Anliegen kämpfenden Martin Lohmann, zwischenzeitlich zum Bundesvorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht gewählt, zur Hilfe zu kommen, findet sich in der in der Woche nach der Wahl erschienen Hauspostille „Evangelische Verantwortung“ (sic!) ein polemischer Verriss des Lohmann-Buches über die CDU, den der Geschäftsführer des EAK, Herr Pastor Meißner, gleich selber übernimmt. Meißner nennt Lohmanns Buch, augenscheinlich ohne es gelesen zu haben, ein „Pamphlet“. Er wirft Lohmann allen Ernstes ein „schöngefärbtes und heiles Weltbild“ vor. Er sei von „schier unglaublicher Einfachheit“, sei „unfähig“ zur Differenzierung und habe wegen „Befangenheit“ einen „irregeleiteten Zugang zur Gesamtproblematik“. Die Frage, weshalb bei der letzten Bundestagswahl wiederum viele Menschen der CDU adé gesagt haben, stellt sich dem Botschafter des Johannesevangeliums nicht. Und der „Rheinische Merkur“, dem Lohmann jahrelang als stv. Chefredakteur eine unverwechselbare Stimme gegeben hatte, übrigens ein Organ im Eigentum diverser Bistümer, hält über Monate hinweg gleich mehrere Rezensionen, u.a. diejenige ihres Herausgebers Paul Kirchhof, des „bösen“ Buches zurück, weil diese wohl zu positiv ausfallen. Dass der lange Arm des Kanzleramtes so weit reichen würde, davon konnte man ungefähr ausgehen. Aber gleich bis in die Chefetage einer linken Zeitung, die die Christenunion jahrzehntelang für alles Unbill in der Welt verantwortlich machte? Und in den ältesten Orden der westlichen Welt? Notker Wolf vergaß in seiner eingangs angeführten Mitteilung über die vorbildlich christliche Frau Merkel nämlich nicht zu erwähnen, die Kirche müsse „ihr Ghetto“ verlassen. Wen der fromme Mönch wohl damit im Auge hatte? Derselbe Notker Wolf hatte übrigens der Süddeutschen Zeitung (SZ) in einem Interview vom 26.12.2006 auf die Frage „Brauchen wir mehr Querdenker in Deutschland?“ geantwortet: „Es ist unglaublich, wie wir uns einpassen, wenn wir in einer bestimmten Position sind. Glauben Sie, dem Vorstandsvorsitzenden sagt einer die Meinung? Die meisten verfallen doch in die Bücklings-Haltung.“

Ex-CSU-Generalsekretär und Kulturminister Thomas Goppel war der erste prominente Politiker, der die Idee eines Katholischen Arbeitskreises unterstützte. Er legt offenbar keinen weiteren Wert darauf, im SMS-Verteiler der CDU-Vorsitzenden zu stehen. Ob die Politiker, die in der Rheinischen Post treuherzig versichert haben, sich „nach der Wahl“ zu melden, sich mittlerweile zum entschiedenen Schaumermal durchringen konnten, ist noch nicht bekannt. Die FAZ erinnerte den JU-Chef Missfelder am 19.10.2009 im Porträt auch schon einmal prophylaktisch daran, es nicht zu weit zu treiben, wenn er sich weiter der Gnade seines Fraktionsvorsitzenden Kauder gewiss sein will.

(Foto oben: Angela Merkel und Martin Lohmann)




Weber „erkennbar ohne Führungsqualitäten“

Bundesbankchef Axel Weber (Foto) hat sich durch sein Verhalten im Fall Sarrazin selbst aus der Nachfolge als EZB-Chef katapultiert. „Nach dem, was sich da abgespielt hat, gehen seine Chancen dafür gegen Null“, sagte ein Notenbanker. Weber habe Führungsdefizite bewiesen.

Das Handelsblatt berichtet:

Wie denn jemand, der unfähig sei, mit einem sechsköpfigen Bundesbankvorstand fertig werde, morgen einen sechszehn-köpfigen EZB-Rat oder gar siebenundzwanzig-köpfigen erweiterten EZB-Rat leiten wolle, empörte man sich. Ein solches Risiko könne die Politik überhaupt nicht eingehen – Europa zuliebe.
(…)
Kritik kam auch aus Berlin. In Regierungskreisen seien Zweifel an dem „Bundesbankprofessor“ aufgekommen, der jüngst so entschlossen nach der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gegriffen habe, wurde berichtet. Unter der neuen Bundesregierung will Weber für die Bundesbank die Führung in der Finanzmarktaufsicht sichern. Wie wolle ein Mann mit solchen Führungsdefiziten in einem verminten Umfeld von Politik und Finanzmärkten ein solches organisatorisches Mammutprojekt wie die Übernahme der Bafin durch die Bundesbank stemmen?, so die bohrende Frage.

Einfach nur genießen!

(Spürnase: Hubert W.)




„Allahu Akbar“ in der Herz-Jesu-Kirche

Herz-Jesu-Kirche SingenDas von einem Muezzin gesungene „Allahu Akbar“ (Allah ist größer – als alle anderen Götter) der Muslime und das „Kyrie Eleison“ (Herr, erbarme dich) der christlichen Messe folgen in der katholischen Herz-Jesu-Kirche (Foto) in Singen an Allerheiligen, 1. November, um 17.00 Uhr unmittelbar aufeinander. Die Kirche ist so fortschrittlich-tolerant, „The Armed Man – Eine Messe für den Frieden“ von Karl Jenkins mit Muezzin aufzuführen.

In der „Friedensmesse“ wird nämlich das Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 und andere Katastrophen der Menschheitsgeschichte multireligiös auch mit „Allahu akbar“ bereichert. Aus typisch-blauäugiger Gleichsetzung und einer Prise Antiamerikanismus werden tatsächlich verfolgte Juden mit sich beleidigt fühlenden Muslimen gleichgesetzt, unbeachtet der Tatsache, dass ausgerechnet der fromme Islam das Judentum vernichten will. Bei dieser Übertoleranz setzt die Kirche das um, was Raab ironisch angetönt hat: Aus Allerheiligen wird Allahheiligen.

(Spürnase: buw)




Necla Kelek: Sarrazin hat recht!

Die türkischstämmige Necla Kelek (Foto) gibt in der Sächsischen Zeitung in einem wunderbaren Kommentar Thilo Sarrazin recht. „Die Empörung der Islamisten vom „Muslimmarkt“ unterscheidet sich in Ton und Inhalt kaum von der Fraktion der „Linken“, der Türkenverbände und des Generalsekretärs des Zentralrats der Juden in Deutschland, der im Übereifer Sarrazin sogar mit Hitler verglich.“ Mehr…

(Spürnase: Tobi)




Industrie Apartheid: Alles, außer weiße Männer

Anne LauvergeonBeim Nuklearkonzern Areva, einem Atomstrom-Produzenten, an dessen Gruppe auch Siemens beteiligt ist, hat man die besten Chancen auf einen guten Job, wenn man eine Frau, nicht-weiß oder beides ist. Weiße, speziell weiße Männer, werden explizit benachteiligt, erklärt die Geschäftsführerin Anne Lauvergeon (Foto).

Sie sagte gegenüber dem staatlichen französischen Fernsehen France 2 am 16. Oktober in den 20 Uhr Nachrichten wörtlich:

„Bei gleicher Kompetenz, tut es mir Leid. Dann wählen wir die Frau. Dann wählen wir alles andere als den weißen Mann, um da ganz klar zu sein.“

Die Aussage hier im Video:

(Spürnase: jerem65)




Erzbistum: Nazi-Keule gegen Lebensschützer

Bernhard KellnerMan versteht so langsam die Welt nicht mehr: Das Münchner Erzbistum hat sich von einem für den 24. Oktober geplanten Gebetszug von Lebensschützern „distanziert“, weil nach Angaben des Pressesprechers, Bernhard Kellner (Foto), rechtsextreme Gruppierungen planten, die Veranstaltung zu unterwandern. Deshalb verbietet das Erzbistum den Teilnehmern der EuroProLife-Veranstaltung die Nutzung der Kirche Sankt Paul, wo sie eine Messe feiern und den Rosenkranz beten wollten.

Zur Ablehung der Erzdiözese München, den von „EuroProLife“ am 24. Oktober veranstalteten Gebetszeug „1000 Kreuze für das Leben“ mit einem Gottesdienst in einer Katholischen Kirche abzuschließen, erklät der Vorsitzende des Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen, Hartmut Steeb, Stuttgart:

„Das Schließen von Kirchentüren für Menschen, die in ihrem vom Grundgesetz geradezu gebotenen Einsatz für das Menschenrecht des Lebens eine Zeit geistlicher Besinnung und Gebet suchen, ist unverständlich und unakzeptabel. Nicht selten haben sich Kirchen und Klöster in früheren Zeiten auch als Orte des Asyls für Verfolgte verstanden. Jetzt jenen, die sich für das von Gott geschenkte Leben einsetzen, die Tür zu weisen, kann man nur als panische Reaktion gegenüber möglichen Problemen verstehen. Ich bitte das Erzbistum herzlich darum, sich von dieser in der Eile getroffenen Fehlentscheidung schnellstens zu distanzieren. Es darf doch nicht sein, dass rechts- und linksradikale Truppen künftig durch ihre Drohungen bestimmen, wann Kirchen schließen und wann und für wen Gottesdienste und Zeiten des Gebets stattfinden können. Die Veranstaltung findet erst morgen statt. Heute ist noch Zeit besserer Erkenntnis zu folgen.“

Kontakt:

Erzbischöfliches Ordinariat München
Pressestelle Online
Telefon: 089/2137-1263
Fax: 089/2137-1478
pressestelle@erzbistum-muenchen.de




Friedman: Mit Lügen gegen Broder

Michel Friedman, ehemals Vizepräsident des ZdJ, hat sich gegen eine Kandidatur Broders für den Präsidentenposten ausgesprochen. Dabei nimmt er es – wie schon bei seinen Sarrazin-Kritiken – mit der Wahrheit nicht so genau. Broder wirft er vor, den „Islam insgesamt“ angegriffen zu haben.

Das hat Broder nicht getan. Vielmehr sagte er wörtlich:

Ich werde mich um gute Beziehungen zu den in Deutschland lebenden Moslems bemühen. Nicht zu religiösen Eiferern oder türkischen Nationalisten, die den Paragrafen 301 des türkischen Strafgesetzbuches („Beleidigung des Türkentums“) verteidigen oder verharmlosen und sich um jede Stellungnahme zu der Armenierfrage drücken, sondern zu solchen, die für eine strikte Trennung von Staat und Religion und für eine säkulare Gesellschaft eintreten.

Damit sind Moslems wie beispielsweise Seyran Ates oder Necla Kelek gemeint. Religiöse Eiferer, die unser Zusammenleben erschweren, werden als Vertreter der Moslems von unseren Politikern genug hofiert. Zeit wirds, mit der schweigenden Mehrheit zu sprechen. Populist Friedman, der eine geheimnisvolle Unterteilung zwischen Islam und Islamismus macht, sagt:

Ebenso kritisierte Friedman scharf, dass Broder den Islam insgesamt angreife: „Eindeutig sind die Islamisten mittlerweile zu einer großen Gefahr geworden. … Aber Broder setzt bereits beim Islam ein.“ Als Religionsgemeinschaft sei es jedoch Aufgabe des Zentralrats der Juden, dessen Präsident Broder werden will, Brücken zu bauen und Frieden zu stiften.

Wo genau die Grenze zwischen Islam und Islamismus liegt, wissen wir nicht. Aber Herr Friedman wird uns schon aufklären.




Bochum: Kein Platz für Priester


Ein russisch-orthodoxer Priester wird die Ruhrgebietsstadt Bochum mit seiner Familie verlassen, weil er dort als Christ nicht erwünscht ist. Der „Scheiß-Priester“ Aleksejs Ribakovs (Foto) wurde mehrfach angepöbelt, bespuckt, sein Auto mit Kot beschmiert, bepinkelt und darauf erbrochen. Im Haus des Friedens hat ein Christ nichts zu suchen.

Die WAZ schreibt:

Seit zehn Jahren wohnt Aleksejs Ribakovs in dem schlichten Mehrfamilienhaus am Gropiusweg in Querenburg. Doch jetzt reicht es ihm. Wegziehen will er, lieber gestern als heute. Und das, obwohl er, seine Frau und seine beiden vier und sieben Jahre alten Kinder sich dort heimisch fühlten. Seit Sonntag ist Schluss mit heimisch. Drei junge Männer bedrängten ihn abends direkt vor seinem Haus, einer schlug ihm mehrfach auf die Brust, spuckte ihm ins Gesicht. Aleksejs Ribakovs ist russisch-orthodoxer Priester. An jenem Abend kam er direkt vom Gottesdienst, trug seine schwarze Soutane, das silberne Brustkreuz.

Gegen 18.40 Uhr stoppten ihn drei junge Männer und beleidigten ihn. Der Wortführer, so die Polizei, sprach den Priester an: „Du aramäischer Christ, ich schlage Dir jetzt ganz leicht gegen die Brust, aber nur so, dass Du keine Anzeige erstatten kannst!” Mehrfach schlug der etwa 20-Jährige zu und spuckte Aleksejs Ribakovs mitten ins Gesicht.

„Als ich zitternd mein Handy rausholte, um die Polizei zu rufen, flüchteten die Angreifer”, sagt Ribakovs. Für das wertvolle silberne Kreuz oder die christlichen Kultgegenstände in seiner Tasche interessierten sich die Täter nicht. Noch am gleichen Tag erstattete er Anzeige bei der Polizei. Bereits im letzten Jahr musste er dreimal zur Wache. Dabei ging es jedes Mal um Diebstähle aus seinem Auto oder Beschädigungen. „Mehrfach haben Unbekannte auf mein Auto uriniert oder sich darauf übergeben”, so Ribakovs. Nein, Feinde habe er nicht, es handele sich wohl um eine Abneigung wegen seiner religiösen Überzeugung.

Jetzt wurde einer der drei Täter festgenommen. Es handelt sich um einen 17-jährigen Türken.

Bei dem türkischstämmigen Jugendlichen (17) soll es sich um einen der drei Täter handeln, die den Priester seinen Angaben zufolge am Sonntag auf offener Straße geschlagen, angespuckt und einen „Scheiß-Priester“ geschimpft haben und den sie wegen seiner Religionszugehörigkeit in der Nachbarschaft nicht dulden würden. Der Gepeinigte hatte den polizeibekannten 17-Jährigen auf der Wache auf einem Foto wieder erkannt.

Ob der Jugendliche auch an weiteren Straftaten gegen den Geistlichen beteiligt gewesen sein könnte, prüft die Polizei zurzeit. Seit fünf Jahren wird Ribakovs immer wieder bedroht und schikaniert. Sein Auto wurde mehrfach mit Fäkalien beschmiert und demoliert. „Die Täter haben zum Beispiel ausgewählte CDs mit christlicher Musik aus meinem Auto genommen und demonstrativ neben dem Wagen zertreten“, berichtet der Geistliche.

Ganz Gutmensch weiß der Priester natürlich, dass die Taten nichts mit dem Islam zu tun haben und es sich außerdem um Einzelfälle™ handelt:

„Ich verurteile nach all diesen schlimmen Vorfällen keine religiöse Gemeinschaft, weder Muslime noch Angehörige anderer Glaubensrichtungen. Ich bin enttäuscht von einzelnen Menschen, die ihre vermeintliche Religiosität als Vorwand nutzen, um Gewaltphantasien zu legitimieren und auszuleben.

Solche „Ausnahmefälle“, so Ribakovs weiter, „stören das Miteinander der Religionen empfindlich und provozieren unnötige Auseinandersetzungen etwa zwischen Christen und Muslimen, bei denen am Ende vielleicht sogar Blut fließt“. Um einer Eskalation vorzubeugen, kehren der Priester und seine Familie Bochum in den nächsten Tagen den Rücken zu.

Denn da, wo der Islam herrscht, ist er ja bekanntlich an Toleranz gegenüber anderen Religionen nicht zu übertreffen. Dann können die Taten ja nichts mit dem Islam zu tun haben.

Und so geht das Leben im Wolkenkuckucksheim an anderer Stelle weiter…

(Spürnasen: Asma, Martin G., Markus M., Frank H. und AM)




frauTV extra: Leben in zwei Welten

Gestern Abend zu später Sendezeit (22.30 Uhr) zeigte der WDR den hochinteressanten Dokumentarfilm „Leben in zwei Welten“, den wir unseren Lesern wärmstens ans Herz legen möchten. In dem Film von Anke Wolf-Graaf wird verdeutlicht, was es für türkisch-stämmige Frauen (Foto oben: die drei mutigen „Rebellinnen“ Betül, Ayse und Nilgün) bedeutet, den Glauben und das Kopftuch abzulegen bzw. sich aus einer gewalttätigen muslimischen Ehe zu lösen. Hier kann man sich den Podcast herunterladen, hier das mp4, eine Wiederholung der Sendung gibt es am Montag, den 26. Oktober, um 11.30 Uhr im WDR. Must-Watch für jeden PI-Leser!

(Spürnase: Habakuk57)




Schwarz-Gelb: Kampf gegen jeden Extremismus

Schwarz-Gelb: Kampf gegen jeden ExtremismusDas sind ja mal ganz neue Töne, die die künftige schwarz-gelbe Koalition da anschlägt. Nach Medienberichten wollen Union und FDP bereits bestehende Programme gegen Rechtsradikalismus künftig auch zur Bekämpfung von Linksextremismus und Islamismus nutzen.

Die WELT berichtet:

Im Entwurf des Koalitionsvertrags sei vorgesehen, dass „die Aufgabenfelder des Fonds für Opfer rechtsextremistischer Gewalt sowie des Bündnisses für Demokratie und Toleranz auf jede Form extremistischer Gewalt ausgeweitet werden“. Das berichtet die „Tageszeitung“. Bei den vom Bund geförderten Programmen gegen Rechtsextremismus solle auch die Bekämpfung linksextremistischer und islamistischer Bestrebungen berücksichtigt werden.

Wie nicht anders zu erwarten wird die Idee von Linken heftig kritisiert – sie relativiere den Nationalsozialismus.

Der Geschäftsführer der antirassistischen Amadeu-Antonio-Stiftung, Timo Reinfrank, sagte dem Blatt, die Bundesprogramme in ihrer bisherigen Form würden infrage gestellt. Diese Gleichsetzung verharmlose letztlich den Rechtsextremismus. Es sei fraglich, ob es überhaupt nennenswerte Opferzahlen vermeintlich linksextremer Gewalt gebe.

Der Rechtsextremismusexperte der Berliner Grünen, Daniel Gollasch, kritisierte, mit der Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus werde der Nationalsozialismus relativiert.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Ulla Jelpke, sagte, Links- und Rechtsradikalismus auf eine Ebene zu stellen, trage zur Verharmlosung von rechter Gewalt bei. „Seit 1993 sind über 140 Menschen durch Gewalt von rechts ums Leben gekommen, aber kein Einziger durch Gewalt von links“, sagte sie.

Dagegen verteidigte der FDP-Extremismusexperte Christian Ahrendt den Entwurf. „Man darf sich nicht nur auf Rechtsradikalismus konzentrieren“, sagte er der Zeitung. Die Programme sollten nicht abgeschafft, sondern auf andere Bereiche ausgeweitet werden.

(Spürnase: Deathlicon, Foto oben: Links: Rechtsextreme, Rechts: Linksextreme – oder umgekehrt)




Lehrer zusammengeschlagen wegen Handgeben

Lehrer zusammengeschlagen wegen HandgebenIn Dschidda in Saudi-Arabien ist ein Lehrer von einem Vater zusammengeschlagen worden. Der Lehrer hatte der Tochter des Mannes die Hand gegeben und das nahm der Vater nicht hin. Die Ehre seiner Tochter war durch die Geste ernsthaft angetastet, meinte der Vater.

Er und seine Tochter waren wegen eines Gesprächs mit dem Lehrer gekommen. Als dieser dem Mädchen die Hand gab, sprang der Vater ihn an und biss ihm unter anderem in sein Ohr. Der Lehrer wurde im Krankenhaus behandelt, der Vater wurde für kurze Zeit eingesperrt, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß.

Eine Meldung, die als solche eher uninteressant wäre, müsste sie nicht korrigiert werden: Der Fall trug sich in Kopenhagen zu. Der Lehrer war Däne, der Vater Palästinenser.

Früher: Andere Länder, andere Sitten.
Heute: Unsere Länder, ihre Sitten…

(Von Andreas F.)




Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

Moishe und die Göttliche Gerechtigkeit

© 2009 by Daniel Haw

Daniel HawDaniel Haw ist Dramatiker, Maler, Komponist, Regisseur und Leiter des jüdischen Theaters Schachars in Hamburg. Nach einer graphischen und künstlerischen Ausbildung studierte der 51-Jährige in Kalifornien Schauspiel und Regie. Haw, Vater der jüdischen Comicfigur Moishe Hundesohn, veröffentlicht seine Cartoons jeden Freitag exklusiv auf PI.

» Alle Moishe-Cartoons auf PI




Skandalurteil für Ex-RAF-Terroristin

viettZu einer Geldstrafe in Höhe von 225 € wurde die ehemalige RAF-Terroristin und aktive Linksextremistin, Inge Viett (65, Foto), jetzt vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt. Der deutsche Durchschnitts-Michel hätte vermutlich als Wiederholungstäter die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Nicht so die Linksextremistin: Sie hatte 1981 in Paris bereits einen Polizeibeamten zum Krüppel geschossen und wurde dafür 1992 zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Der Tagesspiegel berichtet:

Lediglich eine kleine Portion Widerstand blieb aus Sicht des Gerichts am Ende von den Vorwürfen übrig. Lächelnd hörte Inge Viett das Urteil. Die ehemalige RAF-Terroristin soll eine Geldstrafe von 225 Euro zahlen. Fast schien es, als wäre die Rentnerin, die in der linksextremen Szene als eine Art Ikone gilt und in den vergangenen Jahren immer wieder bei autonomen Demonstrationen zu sehen war, mit dem Schuldspruch mit milder Strafe durchaus zufrieden.

In dem zweitägigen Prozess ging es um eine Protestaktion gegen das Gelöbnis von Bundeswehrrekruten vor dem Reichstag am 20. Juli 2008. Viett war kurz darauf ein Strafbefehl ins Haus geflattert. Sie sollte wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eine Geldstrafe von 2400 Euro zahlen. Sie legte Einspruch ein. Den Gerichtssaal nutzte sie dann als Bühne, um in alter Klassenkampfmanier gegen Militär und Regierung zu wettern. Zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft äußerte sie sich aber nicht.

Die BILD machte am ersten Prozeßtag noch ein Foto der Linksextremistin, auf dem sie eine Halskette trug, dessen Anhänger dem RAF-Symbol ähnelte.

Den Gerichtssaal als politische Bühne benutzt, alle verhöhnt und als „Wiederholungstäterin“ mit Milde belohnt worden. Wir haben keine Fragen mehr!

» Welt: Viett wegen Widerstandes bei Gelöbnis verurteilt
» BZ: Inge Viett zu 225 Euro Strafe verurteilt
» BILD: Lächerliche Geldstrafe für Inge Viett
» FAZ: Viett nach Protestaktion bei Gelöbnis verurteilt