Dreck im Kebab und Gift in der Birne

Hartgesottenen Döner-Fans, die trotz wiederkehrender Gammelfleisch-Skandale das türkische Fastfood weiter genießen wollten, denen bleibt es womöglich jetzt im Halse stecken. Jede dritte Dönerbude fiel wegen mangelnder Sauberkeit 2008 bei den Kontrollen der Lebensmittelaufsicht auf.

Die WELT berichtet:

So wurde von 875 kontrollierten Geflügeldöner-Buden jede dritte wegen Mängeln bei Reinigung und Desinfektion beanstandet. In 30 Prozent der Betriebe war zudem das Personal schlecht geschult. Und auch bei der Herstellung der Dönerspieße fehlte es bei jedem fünften Betrieb an der notwendigen Sauberkeit.

Wer nun aber von dem Fleischprodukt die Finger lässt und stattdessen zum türkischen Obsthändler an der Ecke geht, der sollte zumindest von türkischen Birnen die Finger lassen. Dort gibt es nämlich einen Giftcocktail gratis dazu:

Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium hat eindringlich vor dem Verzehr türkischer Birnen gewarnt. Das Obst sei zum Teil so stark mit dem Insektizid Amitraz belastet, dass eine Gesundheitsgefährdung von Kleinkindern möglich sei.

Den Angaben zufolge untersuchte die Lebensmittelüberwachung acht verschiedene Birnen-Lieferungen auf das in der EU verbotene Gift und wurde in jedem Fall fündig. Eine der Proben überstieg die zulässige Höchstmenge von 0,01 Milligramm je Kilogramm Obst sogar um das 1.500-fache. Die Birnen seien unverzüglich aus dem Handel genommen und vernichtet worden, hieß es.

Bei Untersuchungen von 37 weiteren Proben aus anderen Ländern wie Deutschland, Südamerika, Südafrika, Italien und Spanien stellten die Behörden keine Höchstmengenüberschreitungen und keine Amitraz-Rückstände fest.

PI wünscht guten Appetit!

(Allen Spürnasen herzlichen Dank)