„Wir Türken sind besser als der Westen“

Josef Ertl von der Passauer Neuen Presse reiste durch die Türkei, um der Frage nachzugehen, wie europäisch die Türken denken würden. Dabei kam Erstaunliches heraus, das uns so bisher gar nicht klar war: Türken sind besser als wir und wollen sich daher nicht ändern, haben aber trotzdem Angst, ihre Frauen an westliche Männer zu verlieren, weil diese attraktiver seien.

Der Sprecher von Bartholomaios I., dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Erzpriester Dositheos Anagnostopoulos, sagte:

„Es herrscht die Mentalität, dass wir Türken besser als der Westen sind, weil der Westen als dekadent gilt.“ (…) Banu Aktac ist 46 Jahre alt, verheiratet, und arbeitet in Istanbul als Fremdenführerin. Sie bringt die Vorstellungen der Türken so auf den Punkt: „Die Leute wollen nur aus ökonomischen Gründen in die EU. Sie wollen dort arbeiten und Geld verdienen, aber ihre eigene Kultur behalten. Sie wollen nicht die europäische Kultur übernehmen, sie wollen sich nicht ändern.“ Auch wenn die heutige Jugend westlich gekleidet sei, wolle sie ihre östliche Lebensart behalten, was zum Beispiel bedeute: Kein Sex vor der Ehe, weil die jungen Männer eine Jungfrau heiraten wollten. Die Frau soll dem Mann untergeordnet sein. Die Alten lebten mit den Jungen, mit der gesamten Familie zusammen. „Äußerlich sind die Jungen westlich, im Inneren aber östlich.“ (…) Die Türken im Ausland haben Angst, ihre Frauen zu verlieren, weil die einheimischen Männer attraktiver sind. Die Männer üben deshalb Druck auf ihre Frauen aus.“ Aus Angst, ihre Lebensart zu verlieren, lebten die Türken in Ghettos. Ein weiterer Grund für die schwierige Integration sei, dass die türkischen Auswanderer aus den ärmeren Schichten der Dörfer kämen.

Da kann man den EU-Beitritt der Türkei ja kaum noch erwarten. Vielleicht wird dann hier auch alles besser…

(Spürnase: Florian G.)