Übungen der Gruppe Ralf ForsterIm Falle des Bremer SPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Pohlmann, der in seiner DKP-Vergangenheit Mitglied der SED-Spezialeinheit „Gruppe Ralf Forster“ gewesen sein soll (PI berichtete), sind jetzt neue Unterlagen aufgetaucht. Die Dokumente der Stasi-Unterlagenbehörde zeigen eine auffällige zeitliche Nähe zwischen Übungen der Terror-Gruppe und Reisen Pohlmanns in die DDR.

Radio Bremen schreibt:

Zwei Mal ist Pohlmann demnach unmittelbar nach dem Ende einer Übung der Untergrundtruppe aus der DDR ausgereist. Einmal im Frühjahr 1984 und dann im Herbst 1987. Zu den Übungsterminen passen Reisevermerke über Pohlmann, die durch ihre besondere Form auffallen: Normalerweise kündigten die Stasi oder die SED bei den DDR-Grenzern Reisen von DKP-Funktionären auf Formularen an, die das Datum der Ein- und der Ausreise nennen. In ganz seltenen Fällen wurde nur eine Richtung datiert. Einmal kündigten die Infos den DDR-Grenzern nur die Ausreise Pohlmanns mitten in der Nacht an – am Tag zuvor war eine Schulung der „Gruppe Ralf Forster“ zuende gegangen. Die Stasi-Unterlagenbehörde wertet dies als Hinweis auf konspirative Aktivitäten.

Weitere Indizien stützen Vorwürfe

Diese Unterlagen passen sich als weitere Indizien ins Gesamtbild ein. Dieser Auffassung ist der Berliner Historiker Jochen Staadt. Er arbeitet an der Freien Universität Berlin und hat sich intensiv mit der „Gruppe Ralf Forster“ beschäftigt.

Eine Besonderheit gibt es noch bei der Übung vom 20. Februar bis 23. März 1984. Denn der frühere DKP-Politiker Pohlmann wurde erst drei Monate danach auf dem Index der „Gruppe Ralf Forster“ registriert. Dennoch könne Pohlmanns Ausreise über Ost-Berlin im Zusammenhang mit der Übung gesehen werden. Staadt wörtlich: „Solche Leute mussten ja im Hinblick auf ihre Eignung für dieses spezielle Geschäft überprüft werden.“

Schulung von verlässlichen Untergrund-Kämpfern

Das spezielle Geschäft der „Gruppe Ralf Forster“ bestand darin, besonders verlässliche Mitglieder der westdeutschen DKP zu Untergrund-Kämpfern zu schulen. Sie sollten in der Bundesrepublik unter anderem Anschläge ausüben, wenn sie den Befehl dazu erhielten. Pohlmann bestreitet, Mitglied der „Gruppe Ralf Forster“ gewesen zu sein.

Die MDR-Sendung FAKT berichtete am 22. Juni 2009 über die menschenverachtende Vorgehensweise der „Gruppe Ralf Forster“:

(Spürnase: klaus)

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17 KOMMENTARE

  1. Bald stellt sich die RAF auch noch als eine Art „Gruppe Ralf Forster “ raus!
    Die von der DKP und KPD/ML etc. waren doch alle nur unterwegs, der BRD zu schaden und langfristig kaputt zu machen!
    Heute macht das „Die Linke“ und bald auch die SPD mit dem verschwundenem Geld der Alt-SED!
    Die alten Kader leben noch und werden weiterhin tätig sein.
    Ist die DDR wirklich vergangen? Die Leute machen weiter und der Kampf ist noch lange nicht zu Ende!

  2. #4 Dum spiro spero (08. Nov 2009 14:16)

    OT

    Wowereit hält Deutschland reif für schwulen Kanzler.

    Erschienen am 08. November 2009

    http://nachrichten.t-online.de/wowereit-haelt-deutschland-reif-fuer-schwulen-kanzler/id_20470550/index

    einen außenminister haben wir ja schon. wäre doch ein süßes paar, oder?

    Ich hab nix gegen Schwule, aber es wird daraus deutlich ersichtlich, daß es Wowi nicht um die Leistung eines Bundeskanzlers geht, sondern um ideologischen Gender Mainstreaming. Und das ist das eigentlich Abartige daran. Nicht die Sexualität, sondern die Leistung hat der Ausschlag zu sein, für ein befähigtes Amt.

    Ansonsten haben wir die nächste Orgelpfeife, wie ihn, aus seinem Dunstkreis der Vetternwirtschaft auf dem Platz sitzen.

  3. Der Fall des gruenen Konstanzer OBs passt hier herein. Die Gruenen waren ja stark von kommunistischen Geheimdiensten unterwandert, bei ihm besteht sogar der Verdacht, dass er auch mit chinesischen Kommunisten konspirierte. Aber es könnte auch sein, dass in der Birthler-Behörde noch einiges schlummert, was Licht in das Dunkel seiner linksextremen Vergangenheit bringen könnte, deswegen poste ich hier noch mal meinen jetzigen Erkenntnisstand, denn diese Vergangenheit ist auch für die Gegenwart von Bedeutung, weil unter seiner Regierung Konstanz stark linksextrem unterwandert wurde.

    Vor einigen Tagen habe ich noch einmal das Internet nach der Person des grünen Konstanzer OBs durchforstet. Meiner Ansicht nach ist er ein gutes Beispiel, wie die SED mit ihrer Stasi, die sich nach dem Zusammenbruch der DDR ja nicht in Luft aufgelöst hat, und ihren damaligen westdeutschen Einflussagenten die deutsche Demokratie unterwandern, in diesem Fall auf kommunaler Ebene.

    Ein Jahr vor seinem ersten Wahlkampf 96 trat er, nachdem er seit 85 eine Kanzlei in Konstanz hatte, in eine Erfurter Kanzlei ein. Das ist für mich allein schon ein Indiz, dass er sich seinen Wahlkampf durch die SED führen ließ, die damals den Namen PDS hatte.

    Der folgende Link führt Horst Frank, so heißt der Mensch, noch als Partner dieser Erfurter Sozietät auf.

    http://www.mcadvo.com/DE/de/advoofficelist/142_f236fe_architekten-und-ingenieu.html

    In dieser Sozietät ist auch ein gewisser Helmut Bach.
    In dieser Arbeit zur Stasi-Haftanstalt in Erfurt wird auf Seite 45 ein Helmut Bach mit dem Geburtsdatum 23.4. 1960 als Untersuchungsführer der Stasi aufgeführt. Es dürfte sich hierbei um die gleiche Person handeln, die nach dem Zusammenbruch der DDR in Erfurt in dieser Kanzlei war, in die der linksextreme OB 95 eintrat, also ein Jahr bevor er in Konstanz als OB kandidierte.

    http://www.thueringen.de/tlstu/tlstupublikationen/downloads/herzhaftanstalt2007.pdf

    Dieser Artikel aus der Welt von Dezember 1996 handelt von dem gruenen OB. Er zeigt, wie gut die Desinformation der Stasi wirkte. Der Artikel geht überhaupt nicht auf die linksextreme Vergangenheit Franks ein und stellt ihn als einen harmlosen Gruenen vor, der zur Realität gefunden habe. Dass es sich bei Frank wohl eher um einen knallharten SED-Mann handelt, davon hat der Journalist keine Ahnung. Gewisse Lücken, die der offizielle Lebenslauf Franks aufweist, werden in dem Artikel mit einer dreijährigen Rucksackreise gefüllt, die er mit seiner Frau unternommen habe. Er gibt sich in dem Artikel als ein Hippie aus, der nach Indien gereist sei. Seine Anwaltstätigkeit in Erfurt kommt auch vor, wird aber in ihrer zeitlichen Dauer auf mehrere Jahre ausgedehnt.

    http://www.welt.de/print-welt/article658326/Er_achtet_die_Konventionen_aber_sie_sind_ihm_nicht_wichtig.html

    In diesem frei verfügbaren Artikel bei Munzinger führte Frank seine Rucksackreise auch in das kommunistische China, was damals nur möglich war, wenn man als Kommunist kam. Ein 68er ist er darin auch, allerdings nur ein Mitläufer, auch politisch aktiv, aber ohne Angabe, worin seine politische Aktivität bestand, konkreter wird es dann erst wieder in den 90ern, wo er für die Gruenen im Kreisrat von Konstanz sitzt.

    http://www.munzinger.de/search/portrait/Horst+Frank/0/22409.html

    Interessant auch der Wikipedia-Artikel zu Horst Frank, ein richtiger Lückentext, wenn es um gewisse Lebensabschnitte geht. Alles, was auf Linksextremismus hinweisen könnte, fehlt. Auch die biographischen Zeitangaben bleiben sehr unbestimmt, nach dem Abitur, ohne Zeitangabe, hat er in Freiburg und München studiert, ohne Zeitangabe, und in München das erste und zweite Staatsexamen gemacht, ohne Zeitangabe. Nach dem Geburtsdatum kommt die erste Zeitangabe, als er sich 85 in Konstanz als Anwalt niederließ, dann 95 kommt der Eintritt in die Kanzlei in Erfurt, in der auch der mutmaßliche Stasi-Untersuchungsführer Helmut Bach ist. Frank muss doch schon 95 gewusst haben, dass er für den OB-Posten kandidiert. Ich kann in diesem Eintritt in die Erfurter Kanzlei nur eines erkennen, dass er von SED (hieß damals PDS) und Stasi seinen Wahlkampf führen ließ.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Frank_(Politiker)

  4. diese Schlaumeier sollen mal nachrecherchieren, was aus der Stasi – Rosenholz-Datei geworden ist???? Ich möchte mal wissen, wieviele westdeutsche Spitzel und Politiker darin verzeichnet sind. Selbst nachdem die Amerikaner diese Datei bereits bereinigt haben…

  5. Was, Sozialdemokraten haben gemeinsame Sache mit dem menschenverachtenden Kommunismus gemacht?

    Gibt es denn sowas???

  6. die Sozis haben sich doch die Klinke nach „drüben“ in die Hand gegeben! Die DDR hat doch immer ihre eigenen Spitzel bespitzelt….

    10% einer damaligen westdeutschen Regierung (ca. 50 Parlamentarier) sind in der Rosenholz-Datei als IM und Stasi-Knechte vermerkt. Und die 50 nachdem sowohl die Amerikaner als auch die Deutschen diese Datei 15 Jahre lang gesäubert haben… Die haben vermutlich nur die inzwischen verstorbenen übrig gelassen und kleine Mitläufer…

  7. die ddr lebt zweifellos weiter in unseren „fuehrungseliten“. das merkt man in vielen bereichen. z.b. daran, wie inzwischen mit grundgesetzartikeln und buergerrechten umgesprungen wird. waehrend eine als stimmvieh gebrauchte, haeufig pseudoasylantische unterschicht sich alles erlauben darf.

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