PI-Nürnberg meets PI-München

PI-Nürnberg meets PI-MünchenDas Treffen der PI-Gruppen Nürnberg und München in Erlangen bei einer Veranstaltung mit Mina Ahadi im Frankenhof am vergangenen Mittwoch (byzanz berichtete für PI) war einfach spitze. Nicht nur, dass wir viel Spaß hatten, sondern es tut einfach gut, auch Gleichgesinnte zu treffen.

(Von Azrail, PI-Nürnberg)

Frau Dr. Sabine Schiffer saß doch tatsächlich direkt vor unserer Nase und war ziemlich handzahm. Anscheinend war ihr nicht wohl im Feindesland. Aber wie bereits erwähnt beschränkte sich Schiffer auf Wortklaubereien, um Frau Ahadi zu irritieren, aber es gelang ihr nicht. Ihr Auftreten erinnerte an einen schwachen Querulanten, der nur stark ist, wenn er genügend Rückhalt hat, aber an diesem Abend waren die Leute, die den gesunden Menschenverstand nicht an den nächsten Nagel gehängt haben, zu meiner großen Freude zu zahlreich.

Das Lager der „Ewig Beleidigten“ war auch vertreten mit zwei Abgesandten der Kopftuchfraktion. In der anschließenden Diskussion stand ein junger Mann (angeblich Jurastudent) auf und beschwerte sich ziemlich sauer darüber, warum Ahadi so gegen den Islam ist und gegen den Bau von noch mehr Moscheen wettert. Er fühle sich diskriminiert und möchte als gläubiger Moslem auch in einer Moschee beten und was sie dagegen habe. Er sagte allen Ernstes: Der Iran ist ein Rechtsstaat. Brüllendes Gelächter im Saal war die Antwort. Er kenne den Koran von Kind auf und dass so vieles nicht stimmt. Die arabische Sprache hat soooo viele Bedeutungen und man könnte doch vieles missverstehen. Diese Taqiyya-Argumentation, liebe Leser, kennen wir alle zur Genüge.

Nach diesem kurzen Disput wurde er herausgerufen und zwar mit folgenden Worten: „Komm Mehmet, lass das, die verstehen doch sowieso nichts. Die verspotten nur unsere Religion.“ Er verschwand daraufhin…. Kein Verlust für den Abend.

Danach meldete sich eine Frau aus Bosnien zu Wort. Sie sagte, dass sie in vielen Dingen übereinstimmt für das sich Mina Ahadi engagiert, sie sich aber trotzdem brüskiert fühlt, weil so viel gegen den Islam geredet wird. Sie ist schließlich von Geburt Muslimin und deswegen müsse sie mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern solidarisch sein – so ungefähr war der Wortlaut ihrer Aussage. In meinen Augen nicht verständlich. Entweder ich bin für die Menschenrechte und gegen jedwede Art von Diskriminierung oder ich kann das vergessen.

Ahadi beschwerte sich, zu Recht, dass sie viel Hass-Mails und Morddrohungen bekommt. Eine riesengroße Schande für dieses Land. Zeigt es doch deutlich, was für Zustände die Gutmenschenfraktion uns eingebrockt hat.

Ist es nicht möglich, dass eine Person, die gegen den Islam eine kritische Haltung einnimmt und dies auch öffentlich bezeugt, nicht um ihr Leben fürchten muss? In was für einem Staat leben wir eigentlich?

Mina Ahadi kämpft für die Menschenrechte und zwar für alle Menschen, egal welcher Religion und Herkunft. Sie sagte richtig: In erster Linie sind wir Menschen. Was die Religion angeht, das ist Privatsache. Außerdem kämpft sie für Muslime, die in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten müssen, so z. B. gegen die Todesstrafe und die Steinigung…

Trotzdem wird diese mutige Frau angefeindet und braucht Personenschutz. Die Wahrheit ist nicht nur unbequem, sondern sie macht frei. Zeigt sie doch die Missstände in jeder Gesellschaft auf.

Einen großen Dank und auch lieben Gruß an spiderPig und unseren Mitstreitern. Einen ganz lieben Gruß an epistemology und den PI-lern von München. Übrigens epistemology, ich werde Deinen Wunsch erfüllen und den Bericht über den Balkan schreiben. Bin schon fleißig am recherchieren.

Mitmachen lohnt sich!

Hier noch einmal unsere Mail-Adresse: pi-nbg@t-online.de

(Foto: RChandler)