Knabe: Rot-Rot ist Verrat an Stasiopfern

„Die Schamgrenze im Umgang mit der Stasi wird weiter abgesenkt“, hat der Historiker Hubertus Knabe (Foto), Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Brandenburgs SPD-Ministpräsidenten Matthias Platzek angesichts der sich abzeichnenden rot-roten Koalition in dem neuen Bundesland vorgeworfen. Damit würden die Opfer der SED-Diktatur verraten.

Der Ruf Brandenburgs in Deutschland werde Schaden nehmen. Wenn sich Knabe da mal nicht irrt. Die Opfer linker Diktaturen und linken Terrors interessieren nämlich niemanden. Linke Gutmenschen haben uns beigebracht, diesen Opfern gleichgültig gegenüberzustehen und nur Opfer rechter oder gefühlter rechter Gewalt zu bedauern. Die SED, wahlweise PDS, wahlweise Linkspartei ist vollkommen salonfähig.

Die Bildung einer Koalition mit der Linkspartei in dem Bundesland erlaube es überführten Mitarbeitern der DDR-Staatssicherheit, erstmals das Regierungshandeln eines Bundeslandes mitzubestimmen, schreibt der Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“ mit Blick auf Linken-Landeschef Thomas Nord und die Landtagsfraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser. Dadurch werde persönliche Verstrickung in eine Diktatur zum Kavaliersdelikt.
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Die SPD schere sich nicht um politische Moral. Der Ruf Brandenburgs in Deutschland werde Schaden nehmen, während die Linke fünf Jahre Zeit habe, ihre Kader in Ministerien und Verwaltung unterzubringen.

(Spürnase: Abdel P.)