Singener Stadtpfarrer kämpft für „Allahu Akbar“

Pfarrer BehaDer Singener Stadtpfarrer Ewald Beha (Foto) ist erschüttert, weil er sich für die heutige Aufführung der scheinheiligen Friedensmesse “The Armed Man” von Karl Jenkins, in der wunderbar multireligiös-multikulturell sogar das von einem Imam vorgetragene „Allahu Akbar“ zum Programm gehört, nichts als begeisterten Beifall erhoffte und stattdessen Kritik erntete.

Der Pfarrer behauptet, „massiv feindselige“ Reaktionen von PI-Lesern erhalten zu haben, die dem Pfarrer auf unseren Bericht hin Zuschriften sandten. Erzbischof Robert Zollitsch schaltete sich daraufhin ein und der Südkurier bietet der Pfarrerlichen Empörung eine Plattform.

Darin liegen fast ausschließlich Schmähbriefe mit schlimmsten Beleidigungen des Pfarrers und Androhungen von Kirchenaustritten. Pfarrer Beha ist erschüttert. Mit seiner Erlaubnis, den Imam der Islamischen Gemeinde in der Friedensmesse auftreten zu lassen, hat er in ein Wespennest gestochen. Beha findet keine Ruhe mehr, zumal die hässliche Diskussion im Internet auf Bundesebene geführt wird und nun auch das Erzbistum beschäftigt. Dabei hatte Beha bei der Wiederaufnahme der Friedensmesse, die 2008 in der Singener Stadthalle großen Erfolg feierte, nur einen Beitrag zum religiösen Dialog und zum Frieden in Singen leisten wollen.

Jetzt haben sich auch Erzbischof Robert Zollitsch, sein Domkapitular Klaus Stadel und Generalvikar Keck eingeschaltet. Sie nehmen die Angriffe sehr ernst und haben eine Empfehlung an den Singener Pfarrer abgegeben. Der Imam solle nicht in seinem liturgischen Gewand auftreten, weil das Konzert dann einen liturgischen Charakter bekomme, sagte Zollitsch. Zollitsch empfahl weiter, die umstrittene Passage „Allahu Akbar“ von einem Gemeindemitglied singen zu lassen. Doch dafür fand sich niemand aus der Singener Islamgemeinde. Ewald Beha sucht nun unverzüglich den Kontakt zum Imam, konnte ihn bisher aber noch nicht erreichen.

Wenn ein Gemeindegleid „Allahu Akbar“ ausruft ist das nach Ansicht des Erzbistums anscheinend weniger schlimm. Von den Veranstaltern wird diese Anweisung Zollitschs allerdings bereits als „Einknicken vor den Islamkritikern“ gewertet. Chor-Dirigent Hartmut Kasper gibt sich kämpferisch gegen den internationalen gemein-gefährlichen Islamkritiker- und Kirchenaustreter-Terror :

„Wir lassen uns nicht einschüchtern. Das Konzert wird stattfinden.“ Von der anfänglichen Beklemmung hat sich Hartmut Kasper erholt. „Ich fürchte keine Zwischenfälle“, sagt er. „Die Stadt und die Polizei sind informiert.“ Ein großes Polizeiaufgebot werde es nicht geben, sagt der stellvertretende Revierleiter Rainer Werner. Man sei sensibilisiert. Dafür sorgte gestern auch OB Oliver Ehret, der sich für die Sicherheit bei der Veranstaltung verantwortlich fühlt. In Kirchenentscheidungen will er sich nicht einmischen, begrüßt aber, dass das Konzert stattfindet. Bürgermeister Bernd Häusler wird am Sonntag auch kommen. Um reinen Konzertgenuss geht es bei beiden sicher nicht mehr allein, sondern um ein politisches Signal.

Gegen wen sich dieses „politische Signal“ des Bürgermeisters richtet ist offensichtlich – Islam hingegen ist Frieden™.

Doch sogar die Leserschaft des Südkuriers ist über diese Haltung nicht unbedingt amüsiert:

Leser angbat schreibt am 31.10.2009 10:44

Nicht der Erzbischof ist „vor den Islamgegnern eingeknickt“, sondern der Pfarrer vor den Islamisierern.

Leser tom62 verteidigt am 31.10.2009 11:50 PI

„Persönlich bedroht (…) wird der Singener Stadtpfarrer Ewald Beha, weil er dem Imam der muslimischen Gemeinde im Rahmen eines Konzertes erlaubt hatte, „Allahu Akbar“ zu singen.“

Man mag über die Tonart verschiedener kritischer Verlautbarungen auf der von Ihnen (siehe Abbildung oben links) abgebildeten Webseite durchaus geteilter Meinung sein. Ihre Behauptung jedoch, nach der der Pfarrer auf der besagten Webseite (Abbildung) „persönlich bedroht“ worden sei, ist schlicht unwahr und stellt als solche eine Diffamierung dar.

Richtig: Der Hinweis auf die Tatsache der Problematik des Islam wird oft bewusst als Bedrohung ausgelegt und missverstanden.

Wichtig erscheint auch der Hinweis von Poppele 31.10.2009 19:07

In nicht wenigen Regionen dieser Welt werden Christen durch Moslems und Islamisten – mitunter auch staatlichen Institutionen – verfolgt.

Was sollen diese Christen empfinden, wenn in Singen in einem christlichen Gotteshaus der islamische Ruf „Allah Akbar“ ertönt?

Wir bedrohen Sie nicht Herr Beha. Sie brauchen auch keinen Polizeischutz, jedenfalls nicht unsertwegen – höchstens eines Tages vor Vertretern jener Friedensreligion, die Sie in Ihrem Gotteshaus zur Friedensmesse eingeladen haben.

(Spürnase: Hackschnitzel)