Tingbjerg: Alptraum eines Viertels

Ausgebrannte Mülltonnen in TingbjergIn Dänemark lenkte vor wenigen Tagen ein bedeutender Zeitungsartikel im Human Rights Service die Aufmerksamkeit auf ein kleines Kopenhagener Viertel namens Tingbjerg. Im Laufe der Jahre hat es sich allmählich in eine Moslem-Enklave verwandelt, in der Nichtmuslime in steigendem Maße Belästigungen und Kriminalität unterworfen sind. Unter den Opfern ist der offen schwule Pastor der Kirche von Tingbjerg, der diesen Monat, nach mehreren Jahren der Verfolgung durch muslimische Jugendliche, seinen Posten verlassen hat. Damit macht er Schlagzeilen im Land und löst eine umfassende Diskussion und Debatte über ein sehr verbreitetes Phänomen aus: Die andauernde Islamisierung urbaner Gebiete in ganz Westeuropa.

Von Bruce Bawer, HRS

Außerhalb Dänemarks hat kaum jemand von Tingbjerg gehört. Es ist ein Wohnviertel im Nordwesten Kopenhagens. Von ungefähr 10.000 in den Siebzigerjahren ist die Einwohnerzahl auf ungefähr 6500 gesunken. Heute sind die große Mehrheit dieser Bewohner Muslime. Während das Viertel zunehmend muslimisch wurde, stieg auch die Belästigung durch Bandengewalt, Einbrüche, Brandstiftung an Autos, Vandalismus und anderen Delikten. Im Laufe der Jahre fühlten sich die Mitglieder der nichtmuslimischen Minderheit zunehmend verwundbar und unwohl in ihrem Gemeinwesen. Viele sind fortgezogen.

Unter ihnen Ulrich Vogel. Er ist Deutscher, er ist schwul, und bis vor kurzem war er zufällig auch der Pastor der Kirche von Tingbjerg. Aber jetzt ist er nach 17 Jahren in dieser Position geflohen, aus dem Pfarrhaus ausgezogen, in den Untergrund gegangen, hat sich krankschreiben lassen und eine Psychotherapie begonnen.

Warum? Weil Vogel in den letzten Jahren wiederholt das Ziel von Verbrechen und Drangsalierung durch örtliche Muslime geworden ist. Vogel weigerte sich, über seine Situation mit Uwe Max Jensen zu diskutieren, der über die Geschichte für sappho.dk berichtete. Doch Jensen fand Polizeiberichte in örtlichen Zeitungen, die Akte von Vandalismus in der Kirche am 26. März und am 5. August dieses Jahres sowie einen Einbruch in das Pfarrhaus am 16. August beschrieben. Letzteres Verbrechen brachte die Zerstörung und den Raub eines Großteils von Vogels Eigentum mit sich, einschließlich seines Computers. Und dies ist offensichtlich nur die Spitze des Eisberges: Ein Mitglied der Kirchengemeinde teilte Jensen mit, dass „unzählige” Male in das Pfarrhaus eingebrochen worden war.

Jedenfalls hat Vogel aufgegeben, und die Kirchengemeinde offensichtlich auch: Statt mit der Suche nach einem neuen Pastor zu beginnen, der bereit ist, im Pfarrhaus von Tingbjerg zu leben, hat man sich entschlossen, es zu verkaufen. Tagelang machte das Gerücht die Runde, Vogel sei von den Moslems gepeinigt worden, weil er schwul ist. Dann, am 17. Oktober, berichteten Lea Holtze und Jannie Iwankow Søgaard vom „Kristeligt Dagblad”, dass Vogel sein Schweigen gebrochen hatte, um dieses Gerücht zu dementieren. Nein, er bestand darauf, dass er nicht gepeinigt wurde, weil er schwul war, sondern weil er ein Pastor war und daher „ein Bild einer Institution und eine Normalität war, die bei dieser Gruppe junger Leute nicht willkommen ist.” Vogel erwähnte auch, nur allzu zutreffend, dass er kaum die einzige Person des Viertels war, die zum Opfer örtlicher Jugendlicher geworden war.

„Es war das ganze Viertel, das als Geisel genommen worden war,” sagte Vogel über Tingbjerg und beschwerte sich darüber, dass „einem nichts übrig bleibt, als für sich selbst zu sorgen”, da „die Polizei nicht genug tut.” Die Probleme, so sagte er, “können nicht als normaler Unfug von Teenagern abgetan werden. Das fühlt sich an wie pure Bosheit.” Der Pastor erinnerte daran, dass er letzten März, als einheimische Jugendliche Steine auf Busse warfen, was zu einer Betriebsstörung beim öffentlichen Nahverkehr führte, in einer Lokalzeitung und im Fernsehen über den Leidensweg des Viertels seine Meinung gesagt hatte. Eine mögliche Erklärung, warum er für wiederholte Schikanen herausgegriffen wurde.

Doch wenn Vogel denkt, seine sexuelle Orientierung habe nichts mit den von ihm erlittenen Belästigungen zu tun, liegt er offensichtlich falsch. Wie Anders Rahage in Jyllands Posten letzten Samstag schrieb, haben einheimische Jugendliche Reportern gegenüber damit geprahlt, dass die sexuelle Orientierung des Pastors in der Tat ein motivierender Faktor für diejenigen war, die es auf ihn abgesehen hatten. Das sollte keinen überraschen, der über die Einstellung des Islam zur Homosexualität informiert ist.

Die Wahrheit über das Leben in Tingbjerg wurde am 14. Oktober plastisch bestätigt, als zwei Journalisten für Dänemarks TV2 zur Kirche von Tingbjerg fuhren, um etwas Material für einen Bericht über die Geschichte von Vogel zu bekommen. Während sie außerhalb der Kirche filmten, fuhren zwei junge Muslime auf Motorrädern auf sie zu. Das zweite der drei Videos, die hier gepostet wurden, zeigt, was als nächstes geschah. In einem aggressiven, bedrohlichen Ton befahl einer der Jugendlichen „diese Scheißbilder jetzt zu löschen, weil sie Bilder von uns gemacht haben.” Dann fügten sie in Bezug auf die Vogel Story hinzu: „Das sind Lügen… Es ist einen Scheiß wert… es ist Propaganda.” Die Jungs fuhren dann zum Transporter des TV2 Teams und schlugen die Scheiben ein. Das Resultat ihrer Bemühungen kann auf dem ersten der drei geposteten Videos auf derselben Seite gesehen werden.

Zwei Tage später zeigte die TV2 Website einen Brief von einem Bewohner Tingbjergs, der seit August in dem Viertel wohnte. „Es brauchte ungefähr eine Woche”, schrieb der Mann, „bevor ich mit eigenen Augen sah, dass hier in Tingbjerg, gelinde gesagt, etwas falsch läuft.” Am 23. August sah er eine Gruppe von 20 Kindern im Alter zwischen 11 und 20, einige von ihnen maskiert, die einen Wagen voller Steine zogen. „Sie verschwanden hinter einigen Gebäuden und eine Minute später stieg in der Gegend schwarzer Rauch auf. Die jungen Leute erschienen wieder und gingen hinunter zu einem Platz zwischen den Gebäuden, in denen ich wohne. Während ich sie beobachtete, sah ich, wie sie auch einen Müllcontainer des Gebäudes, in dem ich wohne, in Brand steckten. Einige von uns gingen hinaus und versuchten das Feuer zu löschen. Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge fuhren mindestens zwei- bis dreimal vorbei, ohne anzuhalten und zu helfen. Sie hielten erst an, als eine Grüne Minna mit Beamten in Kampfanzügen kam. Später fanden wir heraus, dass sie deshalb nicht gleich gehalten hatten, weil sie mit Steinen beworfen worden waren.”

Es erübrigt sich zu sagen, dass Tingbjerg kein Einzelfall ist. Westeuropa ist voller Stadtviertel, die sich in verschiedenen Stadien dieses Prozesses befinden, den Tingbjerg gerade durchmacht. Ein Prozess, den man ziemlich genau beschreiben kann als eine allmähliche Machtübernahme, bei der diese Gegenden als islamisch kontrollierte Enklaven enden, die No Go Zonen für Nichtmuslime sind. Selbst für die, die wie Vogel dort sind, um der Gemeinschaft zu dienen. Mit der Zeit gleiten mehr und mehr Europäische Stadtviertel in das erste Stadium dieses Prozesses – und erreichen schließlich einen Punkt, an dem nicht einmal mehr Polizisten und Feuerwehrmänner es wagen, dort aufzutauchen, wenn sie nicht von ziemlich großen Kontingenten bewaffneten und gepanzerten Beistands begleitet werden. Im Moment stehen die Dinge wohl in vielen anderen europäischen Städten wie Bradford und Malmö schlechter, als in Kopenhagen oder jeder anderen dänischen Stadt. Aber wie Ralf Pittelkov am 21. Oktober in Jyllands Posten schrieb: „Tingbjerg könnte sich nur als der Anfang” für Dänemark erweisen.

Wenn es für Europa irgendeine Hoffnung geben sollte, muss die Wahrheit über die Tingbjergs des Kontinents ehrlich angesprochen werden. Doch das ist es gerade, was sich die große Mehrheit der Europäer in politischen oder kulturellen Machtpositionen weigert zu tun. Während die jungen muslimischen Räuber selbst routinemäßig zugeben, dass ihre Aktionen mit ihrer „ethnischen und muslimischen” Identität zu tun haben und einen „Kampf für Macht und Ehre” darstellen, weisen Politiker, Journalisten und akademische „Experten” jede solcher Analysen routinemäßig zurück.

Dasselbe tun viel zu oft Leute in amtlichen Positionen, die eigentlich nah genug an der Situation vor Ort sind, um es besser zu wissen. Als Beispiel zitiert Pittelkov eine „wohlmeinende Frau”, die ein lokales Amt in Tingbjerg innehat und die gewarnt hat, dass die Diskussion des Falles Vogel besser frei von jeglicher Erwähnung von “ethnischen und religiösen Faktoren” geblieben wäre. Leider ist die Zahl der Leute, die wie diese Frau denken, in Westeuropa Legion, wo viel zu viele Mitglieder des Öffentlichen Dienstes auf jeder Ebene es nicht als ihre Hauptverantwortung sehen, die freiheitliche Zivilisation, die Gesellschaftsordnung und die öffentliche Sicherheit zu bewahren, sondern als ein Beispiel multikultureller Tugend dazustehen – eine Rolle, die sie zwingt, ihre Augen eingeschüchtert von der systematischen Barbarei abzuwenden, die dabei ist, das Leben von immer mehr unschuldigen Europäern, wie Ulrich Vogel, zu zerstören.

Soweit der Artikel von Bruce Bawer in der dänischen internationalen Ausgabe von Human Rights Service. Während es in Dänemark zumindest zu entsprechender Berichterstattung und zu landesweiten Schlagzeilen führt, wenn ein christlicher Priester – noch dazu homosexuell – von  Muslimen wegen seines Glaubens vertrieben wird, schweigt hierzulande die „vierte Gewalt“ der Mainstream-Medien zu diesen Vorfällen. Damit unterbleibt – was mit dieser Schweigespirale beabsichtigt sein dürfte – auch die öffentliche Diskussion wie diese, die in Dänemark geführt wird.

Stellt sich angesichts dieser erschreckenden Entwicklung nicht auch die Frage, wie Deutschland Christen aus dem Irak aufnehmen kann, um ihnen Schutz zu bieten, wenn der deutsche Staat nicht einmal für die bereits hier ansässigen Christen Sicherheit zu gewähren im Stande ist?

Wie können „wir“ durch Aufnahme und der damit verbundenen Zuwanderung Schutz vor religiöser Verfolgung gewähren, wenn hier schon die ersten Christen innerhalb des Landes in christliche – und damit sichere – „Enklaven“ fliehen müssen? Haben wir durch unsere Zuwanderungspolitik den Art. 16 a des Grundgesetzes nicht entleert, weil der Schutzsuchende von uns bald einen solchen nicht mehr erhalten kann – zumindest, wenn es sich um einen „Ungläubigen“ handelt?

Oder sollte das auch ein Thema sein, über das man nicht sprechen darf, Herr Weber & Konsorten?

» Eurabia: Die geplante Islamisierung Europas am Beispiel Dänemarks – von Michael Mannheimer


(Text: nockerl / Übersetzung Bruce Bawer: La Valette, PI München)