BILD schwenkt um auf Schweiz-Kurs

7 Wahrheiten ueber den IslamDie BILD, die den Schweizern in der URL: /…-wie-islamfeindlich-sind-die-schweizer.html zum Bericht über die Minarett-Abstimmung in der Schweiz am Sonntag noch “Islamfeindlichkeit” vorgeworfen hatte, schwenkt jetzt auf helvetischen Kurs um. Der Grund: Die Entscheidung der Eidgenossen ist bei den deutschen Lesern sehr gut angekommen und einige Politiker in Europa – zuerst in den Niederlanden und Italien, dann in Österreich, Dänemark und jetzt sogar Frankreichs Sarkozy sowie einige CDU/CSU-Vertreter in Deutschland – halten ein Minarettverbot für gar nicht mehr so abwegig.

Die Diskussion um das Minarett-Votum in der Schweiz spitzt sich zu. Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), hält angesichts des Schweizer Votums gegen den Bau von Minaretten Ängste vor kultureller Überfremdung auch in Deutschland für begründbar.

Auch die Bedenken gegen den Bau von Minaretten müsse „man schon verstehen. Wir sind christlich-abendländisch geprägt in Mitteleuropa. Und da ist das Minarett ein Fremdkörper“.

Das sind Töne, die sich vor der Schweizer Entscheidung niemand zu spucken gewagt hätte. Da traut sich auch die BILD aus der Deckung und wagt, „7 Wahrheiten über den Islam“ auszusprechen, die ihr anscheinend vorher „noch nicht aufgefallen“ waren…

• 1. In Deutschland stehen 206 Moscheen mit Minaretten, 120 sind noch geplant. Die höchsten Minarette werden in Köln gebaut: zwei Türme, je 55 Meter hoch. Der Kölner Dom ist dreimal höher. Die Minarett-Architekten Gottfried und Paul Böhm wurden berühmt als Erbauer christlicher Kirchen.

• 2. Ohne Kirchturm kein Minarett. Die Idee, ihre Gotteshäuser mit Türmen zu schmücken, übernahmen die Moslems im 7. Jahrhundert von den Christen. In islamischen Ländern ruft noch der Muezzin vom Minarett: mit Tonband und Lautsprecher. In Deutschland beginnt der Gottesdienst ohne Lautsprecheransage.

• 3. Frauen sind nicht gleichberechtigt. Der große Gebetsraum in den Moscheen ist Männern vorbehalten. Frauen müssen in Nebenräumen beten. In einigen europäischen Ländern und in den USA gibt es auch weibliche Imame (Vorbeter). So modern sind deutsche Moslems nicht.

• 4. Moscheen sind mehr als Gotteshäuser, sie sind Treffpunkte mit Café, Bücherei, Islamunterricht. Gefahr: Moslems schotten sich ab. Viele Lehrer kennen Deutschland nicht und predigen Kopftuchzwang und Intoleranz. Brandgefährlich werden die Zentren, wenn Imame „heiligen Krieg“ predigen. Der Mord-Pilot des World Trade Centers, Mohammed Atta, verkehrte in einer Hamburger Moschee.

• 5. Zum Beten braucht man kein Minarett. Was für Christen der Sonntag, ist für Moslems der Freitag. Von den Türken in Deutschland beten 36 Prozent täglich, nur 22 Prozent gehen häufig in die Moschee. Immer noch mehr als Christen in den Sonntagsgottesdienst.

• 6. Besonders eifrige Moscheebesucher sind Deutsche, die zum Islam übertreten. In Deutschland gibt es davon rund 18000. Unter ihnen auch zwei Angeklagte aus der „Sauerland-Gruppe“, die wegen Vorbereitung von Sprengstoffverbrechen und Morden angeklagt sind.

Und damit die BILD nicht gleich als fremdenfeindlich eingestuft wird, ein dem moslemischen Beleidigtsein vorauseilender letzter Punkt:

• 7. Moscheen sind keine Terrorzentren. Darauf weisen Verfassungsschützer und Innenminister nachdrücklich hin. Einmal im Jahr (3. Oktober) laden die Moslems zum „Tag der offenen Moschee“. Die Nachbarn sollen das fremde Gotteshaus und die Religion des Propheten kennenlernen.

Hört, hört! Ist Europa etwa tatsächlich noch nicht reif für den Islam, wie Kenan Kolat zu schimpfen pflegte? Oder ist es nicht viel eher so, dass die europäischen Bürger des Islams und der EUdSSR längst überdrüssig sind und langsam reif für die Schweiz wären?

Die BILD führt übrigens auch eine Leserbefragung zum Thema Minarette durch.