Schröder nennt Islam erneut „friedliche Religion“

Altkanzler Gerhard Schröder hat bei einer Weihnachtsvorlesung an der Uni Bayreuth seine Aussage wiederholt, der Islam sei „keine politische Ideologie, sondern eine friedliche Religion“. Man müsse anerkennen, dass „der Islam ein Teil unserer Gesellschaft wie auch Teil aller europäischen Gesellschaften geworden ist.“ Schröder kritiserte erneut das Minarett-Verbot der Schweizer und warnte vor Fremdenhass und Vorurteilen.

Die Frankenpost berichtet:

Es sei bedauerlich, dass nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 der Islam nur noch negativ wahrgenommen werde. Der Islam sei „keine politische Ideologie, sondern eine friedliche Religion“, der mehr als eine Milliarde Menschen in Staaten mit völlig verschiedenen Gesellschaftssystemen angehörten.

Schröder wiederholte seine Kritik am schweizerischen Volksentscheid für ein Minarett-Verbot. Auch die Einschränkung der Religionsfreiheit in einigen islamischen Ländern könne dafür nicht als Begründung herhalten. Schröder wörtlich: „Wir verstehen uns als eine aufgeklärte Gesellschaft. Und Aufklärung heißt nicht, Unzulänglichkeiten anderer Gesellschaften bei uns zu wiederholen.“

Zudem müsse man anerkennen, dass „der Islam ein Teil unserer Gesellschaft wie auch Teil aller europäischen Gesellschaften geworden ist.“ Allein in Deutschland lebten drei Millionen Menschen, die Anhänger einer islamischem Glaubensrichtung seien. Gerade in Deutschland müsse bewusst sein, dass man Menschen nicht allein über ihre Religion definieren könne. International trat Schröder für einen Dialog zwischen den Religionen ein. Dies sei schon deshalb wichtig für Ausgleich und Frieden, weil es fundamentalistische Strömungen in jeder Religion gebe.

Der Altkanzler setzt sich in diesem Zusammenhang auch für einen EU-Beitritt der Türkei ein. Dies würde einem Brückenschlag zur arabischen Welt gleichkommen und für einen großen Sicherheitsgewinn sorgen.

Zum Dank für seinen Dhimmi-Vortrag wurde Schröder am Donnerstag von seinem Freund Eckhard Nagel, der an der Uni Bayreuth das Institut für Medizinmanagement leitet und den er 2001 in den Ethikrat berufen hatte, zum „Ehrenprofessor der Neurochirurgie“ benannt. Wers nötig hat…