Straftäter droht zu Weihnachten Abschiebung

Pünktlich zum Heiligen Abend finden sich in der Gutmenschen-Presse wieder zahlreiche traurige Weihnachtsgeschichten. Wir berichten von einer ganz traurigen, wo einem armen moslemischen Straftäter, der irgendwie zu Weihnachten gefunden hat, nach reichlich Diebstählen, Einbrüchen, schweren Körperverletzungen und einer versuchten Vergewaltigung jetzt die Abschiebung droht.

Die Qualitätsjournalistin Anja Mader der Südwest Presse berichtet:

Er ist Muslim und freut sich auf Weihnachten. Er spielt im Theaterstück mit, backt und genießt die Gemeinschaft. Gleichzeitig lenken ihnen die Feiertage davor ab, dass ihm die Abschiebung droht.

„Weihnachten“, sagt Fatih K. (Name von der Redaktion geändert), „hat für mich eine tiefe symbolische Bedeutung.“ Zwar ist er Moslem, aber das Fest verbindet er mit Familie und Liebe, es ist für ihn die Zeit, „die man mit Menschen verbringt, die einem nahe stehen und die einem viel bedeuten“.

Wobei er dieses Fest oftmals nicht im Kreis seiner Familie verbrachte, sondern meist „hinter Schloss und Riegel“. Bereits als Jugendlicher wurde er straffällig, hat Autos aufgebrochen, gestohlen und geraubt, später kamen schwere Körperverletzungen hinzu und am Ende eine versuchte Vergewaltigung. Er war drogenabhängig und geriet immer mehr außer Kontrolle. Seit eineinhalb Jahren ist er in der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie des ZfP Südwürttemberg in Zwiefalten.

Doch nun droht ihm die Abschiebung. Nach Tunesien, in ein Land, das er nicht kennt und dessen Sprache er kaum beherrscht. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, seine ganze Familie lebt hier. Im ZfP wird er auf diese mögliche Abschiebung vorbereitet, auch wenn ein solcher Schritt völlig unlogisch wäre. Schließlich, so Hannes Moser, Chefarzt der Forensik, sei es unverständlich, dass er seit eineinhalb Jahren in Deutschland eine Therapie mache, und nun soll er abgeschoben werden.

Der Bescheid hat Fatih dazu gebracht, dass er sich immer mehr isoliert und von der Gemeinschaft ausgeschlossen hat. Er habe, erzählt Moser, wieder einiges Chaotisches geliefert, weshalb Vollzugslockerungen zurückgenommen wurden. Auch über die Feiertage erhält er deshalb keinen Ausgang, so wird es für ihn „wieder ein Jahr, das ich an Weihnachten nicht mit der Familie verbringen kann“. Doch auch wenn er traurig ist, hat die Vorweihnachtszeit ihre guten Seite. Sie hat in ihm viel bewegt und verändert. Fatih schließt sich wieder mehr der Gemeinschaft an, er spielt im Theaterstück für die Weihnachtsfeier mit, er backt Brötchen und genießt diese kreative und besinnliche Zeit, die ihm die Gelegenheit gibt, nicht an die drohende Abschiebung zu denken.

Eine ganz doll rührende Weihnachtsgeschichte, die sicherlich auch die Opfer des moslemischen Straftäters fürchterlich bewegt…