3. Internationaler Bachwettbewerb am 20. Juni 1968.

Mit meinem Bruder Eckhard hatte ich die Auslösemechanik für das Protestplaket gegen die Sprengung der Leipziger Universitätskirche gebaut. Nun saß ich schon acht Monate in der Stasi-Haft Leipzig Beethovenstraße.

(Von Dr. Dietrich Koch)

„Wenn Sie endlich einmal bereit sind, von sich aus wahrheitsgemäß auszusagen, melden Sie sich morgens beim Posten zum Vernehmer“, hatte mir Leutnant Donat gesagt. Am 24. Dezember 1970 war es soweit. Nach dem Wecken meldete ich mich beim Wachhabenden: „Zum Vernehmer.“

Als ich ins Vernehmungszimmer gebracht wurde, saß der Leutnant in freudiger Erwartung da:
„Herr Koch, Sie haben sich zum Vernehmer gemeldet? Sie haben mir etwas zu sagen?“
„Ja, ich habe Ihnen etwas sehr Wichtiges zu sagen: Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augusto ausging, dass alle Welt…“ – Der Leutnant wurde unruhig, und ich kürzte: „Da machte sich auch auf Josef aus Galiläa …“
„Koch, was soll das“, unterbrach er mich. „Warten Sie, Herr Leutnant, ich bin noch nicht fertig; das Wichtigste kommt noch“, setzte ich fort: „… mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger“ – erregt erhob sich der Leutnant etwas von seinem Stuhl, so dass ich noch einmal kürzte: „… und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln …“
Der Leutnant brüllte: „Koch, Sie wollen mich wohl verarschen? Heute ist Heiligabend. Und gerade da lassen Sie mich wegen so was von zu Hause holen. Ich dachte, Sie wollten mir etwas Wichtiges sagen.“
„Aber das ist doch wichtig, auch für Sie“, erwiderte ich. „Das ist die frohe Weihnachtsbotschaft. Herr Leutnant, auch für Sie ist heute der Heiland geboren.“
Der Vernehmer guckte mich wie einen Irren an. Ich fuhr fort: „Jetzt weiß ich endlich, warum ich hier in Haft bin.“ – „Wegen Ihrer Straftaten, das ist doch klar“, schrie der Leutnant.
„Mir war es nicht klar“, sagte ich, „weil ich keine Straftaten begangen habe. Jetzt weiß ich, dass ich allein deshalb hier bin, weil Gott mich Ihnen geschickt hat, um Ihnen heute die frohe Weihnachtsbotschaft zu verkünden.“

Ein Protokoll wurde nicht aufgenommen. Der Leutnant ließ mich in meine Zelle zurückbringen.

„Heiligabend konnten wir die Glocken der nahegelegenen Peterskirche hören“ – hatte ich in einem Brief an meine Eltern geschrieben, den die Stasi wegen dieser verbotenen Mitteilung zurückhielt. Aber warum? Dass ich in der Beethovenstraße gefangen war, wussten sie. In der Erwähnung der Peterskirche eine Anspielung auf das Plakat gegen die Sprengung der Universitätskirche zu sehen, wäre reichlich paranoid. Ärgerte sich die Stasi, dass sie mich nicht vollkommen von der Welt isolieren konnte, und dass meine Wahrnehmung von Glockengeläut sie an eine Sphäre erinnerte, auf die sie keinen Zugriff hatte – auch nicht in der „Bearbeitung“ meiner Person?

Auch in der Peterskirche hatten wir bei Kantor Heinz Bernstein zu Weihnachten musiziert. Ich dachte sehnsüchtig an die Musik, die für mich untrennbar zu Weihnachten gehörte, und erinnerte mich an die Aufführungen der Bachschen Weihnachtskantaten in der Thomas- und der Universitätskirche und an die Freunde, mit denen ich sie zusammen erlebt hatte.

Am nahesten aber war mir die Schützsche Weihnachtsgeschichte aus unseren Aufführungen in der Nikolaikirche, in denen ich eine der beiden Blockflöten gespielt hatte. Anders als im jauchzenden Jubel der hochbarocken Oratorien mit Pauken und Trompeten hörte ich hier das ungeheure Elend des Dreißigjährigen Krieges nachklingen. Bei der sich im Schlusschor entfaltenden Freude über die Christgeburt wird schon auf die Kreuzigung verwiesen, und der Chor singt eine Danksagung für die Geburt und die von Schütz eindringlich beschworene Erlösung von des Teufels Gewalt – von des Teufels – des Teufels – von des Teufels – des Teufels Gewalt – von des Teufels Gewalt.

Nach weiteren 15 Monaten Verhören wurde ich verurteilt zu zweieinhalb Jahren Haft und anschließender unbefristeter Unterbringung in der Psychiatrie, „um dem Wiederholen derartigen Verhaltens vorzubeugen und damit die Gesellschaft vor staatsfeindlichen Angriffen zu schützen“ (Urteil 13.3.1972, S. 12). In meinem Urteil (S. 7) steht: „Der Angeklagte ist in den wesentlichsten Punkten des ihm zur Last gelegten strafbaren Verhaltens nicht geständig.“

(Dietrich Koch: Nicht geständig: Der Plakatprotest im Stasi-Verhör. Dresden 2008)

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26 KOMMENTARE

  1. … und die Nachfolger dieser STASI Schergen sitzen sich heute in Bundes- und Landtagen gutbezahlt die Ärsche breit anstatt ihre wohlverdienten Haftstrafen ab … warum man die SED nicht verboten, ihr Vermögen eingezogen und zumindest die Bonzen nicht eingesperrt hat wird mir ewig ein Rätsel bleiben …

  2. Tja, solche Schilderungen verblassen immer mehr und die Stasischergen und SED-Bonzen machen sich wieder mausig oder schreiben wie Egon Krenz ihre Memoaren und geistern durch die Talkshows des 68er-Fernsehens.
    Eine unter schwerem Stasiverdacht stehende ehemalige Kaderkommunistin hat es sogar bis ins Bundeskanzleramt geschafft und erzählt uns Wessis heute Legenden über ihre DDR-Vergangenheit.Merkel wörtlich:“ Ich stand der SED immer distanziert gegenüber.“

    Das lag aber nur daran, weil sie es noch nicht bis in die erste Reihe, bis ins Politbüro, geschafft hatte.

    Mein ehemaliger Nachbar, ein Sachse, schleppte die schweren gesundheitlichen Folgen seiner Stasihaft- vor allem von der Prügel, die er dort bezogen hatte- den Rest seines Lebens mit sich herum.

    Die Nieren hatte er sich im Stasiknast ruiniert, weil er im Winter, ohne Heizung, nur mit einer Decke ausgestattet, auf dem nackten Betonboden seiner Zelle schlafen musste.

    Der hatte jedesmal Schaum vor dem Mund, wenn er solche Typen wie Gysi und Merkel im Fernsehen sah.

    Aber unsere 68er lassen ihre ehemaligen und jetzigen sozialistischen Genossen nicht hängen.
    Die 68er-Genossen verdrehen und verzerren die Geschichte so, dass aus der DDR im Nachhinein tatsächlich noch eine Demokratische Republik wird, in der es ein paar gewalttätige Auswüchse gab, mehr nicht.

  3. Wäre Stalin so alt geworden wie Castro, in der DDR hätte es auch Gulags gegeben.

    DDR war Faschismus mit „menschlichem Antlitz“, die Opferzahlen waren nur wegen des politischen Tauwetters der 1960er so gering geblieben.

    Erinnern wir uns: Die Gysi-Partei hatte 1989 schon mit der „chinesischen Lösung“ gespielt, Internierungs-KZs für Regimegegner waren republikweit vorbereitet!

    Und heute sitzt die Stasi nicht im Tagebau sondern in den Parlamenten!

  4. Eurabier:

    Und heute sitzt die Stasi nicht im Tagebau sondern in den Parlamenten!
    Zitat

    Vollkommen richtig.
    Sie saßen schon in den 70er und 80er-Jahren nach dem Marsch durch die Institutionen in den Parlamenten.

    Jetzt müssen wir aber zurück – um im Kampf gegen Rechts die Skinheads an jeder Ecke zu eliminieren.

  5. #6 Anti-Dhimmi (24. Dez 2009 09:49)

    DA wurd’s Zeit!!

    Auch ein frohes, besinnliches, fröhliches, unbereichertes Weihnachtsfest von mir an alle Menschen auf der Welt.
    Soll endlich Frieden in alle Herzen einkehren und die Gewissheit, daß wir alle nur ein Leben auf dieser schönen Erde haben und Niemand das Recht hat daran zu zweifeln.

  6. Eines der liebsten Sprüche aller Linken ist „Nur wer sich bewegt, spürt seine Fesseln“. Alle, die auch nur leise dem Regime oder dessen Maßmahmen widersprochen haben, haben die Fesseln tatsächlich sehr schmerzhaft zu spüren bekommen. Nur: Haben die Linken, die diesen Spruch so gerne zitiert haben, diesen auch auf die DDR angewendet?

  7. #6 Anti-Dhimmi (24. Dez 2009 09:49)

    SPARGEL-Online verschweigt auch, dass die TäterInnen GlaubensbrüderInnen Aiman Mazyek waren:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,668952,00.html

    Überfall auf Esso-Tanke
    Polizei erschießt Räuber in Leimen

    Tödliche Schüsse in Leimen bei Heidelberg: Drei junge Männer überfallen eine Esso-Tankstelle, erbeuten wenige hundert Euro und flüchten in eine Seitenstraße. Dort treffen sie auf einen Streifenwagen der Polizei – es kommt zum Schusswechsel, einer der Täter stirbt.

    Leimen – Ein flüchtiger Tankstellenräuber ist am frühen Donnerstagmorgen in Baden-Württemberg bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Der 19-Jährige war nach dem Überfall einer Esso-Tankstelle in Leimen bei Heidelberg mit seinen beiden Komplizen zu Fuß geflüchtet, wie ein Polizeisprecher erklärte. In einer Seitenstraße knapp hundert Meter von der Tankstelle entfernt trafen sie kurz nach Mitternacht auf einen mit zwei Beamten besetzten Streifenwagen.

    Nach einer kurzen Verfolgungsjagd kam es zu dem fatalen Schusswechsel. Ob der 19-Jährige aus Ludwigshafen mit einer Schreckschuss- oder mit einer scharfen Waffe geschossen hatte, war zunächst noch unklar. Der Angeschossene war offenbar sofort tot.

    Ein später eintreffender Notarzt versuchte laut Polizei vergeblich, den Mann wiederzubeleben. Die Leiche wurde der Gerichtsmedizin Heidelberg übergeben. Die Identität des Mannes war am Morgen noch nicht geklärt.

    Die Polizisten blieben unverletzt

    Einer der beiden Komplizen, ein 20-Jähriger Mannheimer, wurde von der Polizei kurz nach dem Raubüberfall in einem in der Nähe abgestellten Fluchtauto festgenommen. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach dem dritten Mann ein. Er wurde rund vier Stunden später in seiner Wohnung in Mannheim festgenommen.

    Die maskierten Räuber erbeuteten in der Tankstelle laut Polizei nur wenige hundert Euro. Die Räuber trafen womöglich nur zufällig auf den Streifenwagen. Die Polizei konnte dazu am Donnerstagmorgen noch keine gesicherten Angaben machen.

    Die Polizisten blieben bei dem Schusswechsel unverletzt. Sie wurden psychologisch betreut.

    In unmittelbarer Nähe des Tatorts stellten Ermittler das Auto sicher, mit dem die Täter zur Tankstelle gefahren waren.

  8. Ich wünsche mir zu Weihnachten eine Editierfunktion!

    #6 Anti-Dhimmi (24. Dez 2009 09:49)

    SPARGEL-Online verschweigt auch, dass die TäterInnen GlaubensbrüderInnen Aiman Mazyeks waren:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,668952,00.html

    Überfall auf Esso-Tanke
    Polizei erschießt Räuber in Leimen

    Tödliche Schüsse in Leimen bei Heidelberg: Drei junge Männer überfallen eine Esso-Tankstelle, erbeuten wenige hundert Euro und flüchten in eine Seitenstraße. Dort treffen sie auf einen Streifenwagen der Polizei – es kommt zum Schusswechsel, einer der Täter stirbt.

    Leimen – Ein flüchtiger Tankstellenräuber ist am frühen Donnerstagmorgen in Baden-Württemberg bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Der 19-Jährige war nach dem Überfall einer Esso-Tankstelle in Leimen bei Heidelberg mit seinen beiden Komplizen zu Fuß geflüchtet, wie ein Polizeisprecher erklärte. In einer Seitenstraße knapp hundert Meter von der Tankstelle entfernt trafen sie kurz nach Mitternacht auf einen mit zwei Beamten besetzten Streifenwagen.

    Nach einer kurzen Verfolgungsjagd kam es zu dem fatalen Schusswechsel. Ob der 19-Jährige aus Ludwigshafen mit einer Schreckschuss- oder mit einer scharfen Waffe geschossen hatte, war zunächst noch unklar. Der Angeschossene war offenbar sofort tot.

    Ein später eintreffender Notarzt versuchte laut Polizei vergeblich, den Mann wiederzubeleben. Die Leiche wurde der Gerichtsmedizin Heidelberg übergeben. Die Identität des Mannes war am Morgen noch nicht geklärt.

    Die Polizisten blieben unverletzt

    Einer der beiden Komplizen, ein 20-Jähriger Mannheimer, wurde von der Polizei kurz nach dem Raubüberfall in einem in der Nähe abgestellten Fluchtauto festgenommen. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach dem dritten Mann ein. Er wurde rund vier Stunden später in seiner Wohnung in Mannheim festgenommen.

    Die maskierten Räuber erbeuteten in der Tankstelle laut Polizei nur wenige hundert Euro. Die Räuber trafen womöglich nur zufällig auf den Streifenwagen. Die Polizei konnte dazu am Donnerstagmorgen noch keine gesicherten Angaben machen.

    Die Polizisten blieben bei dem Schusswechsel unverletzt. Sie wurden psychologisch betreut.

    In unmittelbarer Nähe des Tatorts stellten Ermittler das Auto sicher, mit dem die Täter zur Tankstelle gefahren waren.

  9. Aber eins muss man der DDR lassen: Sie machte eine hervorragende Einwanderungspolitik.
    Nämlich keine.

  10. Bei der Welt ist die Kommentarfunktion schon deaktiviert. Das Volk denkt eben nicht ausreichend politisch korrekt.

    Nein: Ich habe keinerlei Mitleid – wer auf Polizisten schießt, wer Polizisten ANGREIFT – der sollte immer mit der GEGENWEHR rechnen.

    Dumm gelaufen für den Türkenjungen (Was machen soviele Türken hier in Deutschland – raus mit allen Zuwanderern, die hier nur rumgammeln) – Aber besser so als anders herum.

    Wir sind das Volk!

  11. #1 Wienerblut (24. Dez 2009 09:08) … und die Nachfolger dieser STASI Schergen sitzen sich heute in Bundes- und Landtagen gutbezahlt die Ärsche breit anstatt ihre wohlverdienten Haftstrafen ab

    Wie ist das möglich ? Wie konnten diese Verbrecher wieder in die Parlamente ziehen ?
    Erst gestern stand in der Zeitung , das die Linken angeblich im Parlament benachteiligt würden . Wer die Presse aufmerksam liest der wird feststellen das die heutige SED und ihr vergangenes Terror Regime nur notgedrungen im negativen Kontext auftaucht .
    Wir haben offenkundig eine vorherrschende Presse , die mit Kommunisten sympathisiert . Wo bleibt die Aufklärung ? Wo bleiben die Filme der GEZ-TV’s welche die Bösartigkeit des SED Regimes bloßlegen ?
    Wenn es nicht durch die Web-Technik zu unabhängigen Medien wie PI gekommen wäre , würde die SED durch die Public-Relations-Arbeit der Presse sicher in ein paar Jahren den Kanzler stellen .
    Als Bürger der BRD kann man sich nur bei den Opfern der SED entschuldigen , wie Sie ein zweites mal gedemütigt werden .

  12. @ #14 RechtsGut

    „Bei der Welt ist die Kommentarfunktion schon deaktiviert. Das Volk denkt eben nicht ausreichend politisch korrekt.“

    Nicht nur ist die Kommentarfunktion deaktiviert, sondern auch alle auch nur den Hauch einer Kritik habenden Beiträge gelöscht. Einfach weg, nix Kritisches, als ob nie was gepostet worden wäre.
    Das ist wie bei Orwell, wo Winston Smith in 1984 den Job hat, die Geschichte umzuschreiben und alte Zeitungsartikel zu verändern.
    Gute Nacht, Abendland.

  13. @ Wienerblut

    Das nicht erfolgte Verbot der SED hat mit dem Einheitsvertrag zu tun. Die BRD mußte sich auf einige Bedingungen der DDR einlassen, um ihr Staatsgebiet schlucken zu können. Beispielsweise galten noch in den frühen 1990er Jahren im Bereich der Ex-DDR Teile des DDR-Rechts.

    @ Eurabier

    Es ist historisch belegt, daß die Stasi ganze Menschenmassen hätte hinrichten lassen, wenn sie die Möglichkeit dazu gehabt hätte. In den 1950er Jahren konnte das hin und wieder beobachtet werden, so beim Volksaufstand von 1953. Ab der Entstalinisierung und der „Neuen Ostpolitik“ des Westens hatte die Stasi keine freie Hand mehr. Die DDR drohte ihr internationales Renommee zu verlieren, da Westdeutschland sehr genau Menschenrechtsverletzungen jenseits der Mauer protokollierte. Auf Grund der Existenz der BRD mußte sich die DDR als „sozialistischer Musterstaat“ in Szene setzen. Behauptungen der Linken, die DDR sei nicht so schlimm gewesen wie das Dritte Reich, sind nur Versuche, vom eigentlichen Thema abzulenken.

  14. #19 Bonn

    Die DDR hat für die Wahrung der Menschenrechte, die Freilassung von politischen Gefangenen usw. bei der BRD ganz schön die Hand aufgehalten. Ohne diese Zahlungen wäre die DDR schon viel früher pleite gewesen.

  15. @ KDL

    Das wirtschaftliche Überleben der DDR wurde durch die Milliardenkredite aus Westdeutschland in den frühen 1980er Jahren gerettet. Eingefädelt hatte das Franz Josef Strauß. Ein damals höherer CSU-Funktionär meinte zu mir einmal, das sei alles Taktik von FJS gewesen. Eine DDR am Tropf der BRD und später eine zusammenbrechende Sowjetunion seien die Garanten für eine Wiedervereinigung gewesen. Tatsächlich kam es so, aber ob FJS das damals wirklich so geplant hatte?

  16. Nach weiteren 15 Monaten Verhören wurde ich verurteilt zu zweieinhalb Jahren Haft und anschließender unbefristeter Unterbringung in der Psychiatrie …

    Grausam.

  17. Die DDR nannte sich ja selbst eine Diktatur des Proletariats. Stimmt, das Proletariat lebte unter Diktatur 🙂

  18. Ja, die Mauermörder dürfen weiterhin ihr ungewaschenes Maul aufreisen. Wenn ich diesen Drecksack Gysi sehe, wird mir schlecht.

  19. Wie heute. Es hat sich nichts geändert. Von der DDR lernen, heißt siegen lernen. Vorratsdatenspeicherung, EU Einmischung ohne legitimierte Kontolle, OSZE bemängelt deutsches undemokratisches „Wahlrecht“. Viele Unterschiede sehe ich nicht. Stasi – nur auf höheren Niveau. Habe selber in der DDR im Stasiknast gesessen, allerdings nur zwei Monate. Das war wenigstens Steuerzahlerfreundlich gestaltet, weil wegen einiger Monate nicht extra Anwälte oder Gerichte belästigt werden mussten.

    Die Pseudodemokratie hier ist aber kaum anders.

    Seid wachsam, die Stasi ist noch da, nur besser ausgestattet.

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