Der Wolpertingerphysiologe

Ein Nazi und sein Schüler: Karl Bosl (r.) und Wolfgang Benz (l.)„Ich bin Geschichtsprofessor, Gnädige Frau.“ „Dann erzählen Sie doch mal eine!“ Vor etwa einer Woche erschien auf der Gähnachse ein Beitrag von Dr. (so viel Zeit muss sein!) Clemens Heni, Ein Nazi und sein Schüler: Karl Bosl und Wolfgang Benz. Dass er einschlug, wie ein nasser Feuerwerkskörper, der Beitrag, muss daran liegen, dass Heni zu lesen ungefähr so spannend ist, wie Gras beim Wachsen zuzuschauen, denn wissenswert war der Kern seiner Information allemal.

(Von „Die Flache Erde“)

Um meinen Lesern die akute Kiefernsperre zu ersparen, die mich beim Lesen des Henischen Textes befiel, hier das Ergebnis in aller Kürze vorab: Der Doktorvater des Antisemitismus- und Vorurteilsforschers Wolfgang Benz (Foto oben l.), Karl Bosl (r.), war ein Nazi. Und zwar ein „richtiger“ Nazi, nicht nur ein opportunistisches Arschloch, das, um seinen Lehrstuhl zu behalten, zwischendurch mal was von Blut und Boden gesabbelt hat. Bosl hat z.B. noch im Frühjahr 1945 an einer Historikertagung in Braunau am Inn (und ja, im Geburtshaus des geliebten Führers) teilgenommen. Er trat 1933 in die NSDAP und in die SA ein und wurde Mitglied im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB). Er bewarb sich für das 1938 ausgeschriebene Projekt des SS-„Ahnenerbes“ mit dem Thema „Wald und Baum in der arisch-germanischen Geistes- und Kulturgeschichte“ und wurde angenommen. Vom SD hatte der Bewerber Bosl den Genusstauglichkeitsstempel „(bes. geeignet:+ / Parteigen.:+ / W’ansch.:+ / Bemerk.: einsatzfähig wiss. Nachwuchs)“ vepasst bekommen, und das Schlimmste: Er log nach dem Krieg darüber wie gedruckt, während er noch 1964 im rechtsextremen Witikobund publizierte. Alles samt Nachweisen bei Heni nachzulesen.

Heni stellt zutreffend fest:

Kaum ein Wissenschaftler oder Journalist hat sich offenbar je gefragt, wo Wolfgang Benz wissenschaftlich groß geworden ist. Wo hat der Mann promoviert und bei wem? Wer selbst promoviert hat oder mit Freunden und Kollegen darüber spricht, weiß: Es ist ein sehr bewusster Prozess, bei wem man schließlich seine Doktorarbeit schreibt.

Und weiter:

Wussten die beteiligten Akademiker bei der Einstellung von Benz als Leiter des ZfA im Jahr 1990 von der Tatsache, dass Benz nur kurz zuvor in einer Festschrift für seinen Nazi-Doktorvater Bosl mit einem Beitrag vertreten war?

Benz ist bekannt für seine häufigen Kommentare und Einlassungen in Printmedien sowie in Film, Funk, und Fernsehen, und er versucht stets den Eindruck zu vermitteln, dass ihm die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen in jeder (!) Hinsicht ein wirklich ernstes Anliegen ist. Doch wie es aussieht, hatte er zur wissenschaftlichen und politischen Herkunft seines Doktorvaters über inzwischen mehr als 40 Jahre hinweg nichts zu sagen.

schnipp

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der Benz 1988 für Bosls Festband schrieb, würdigt er seitdem auch Überlebende der Shoah.

Sic!

Dann in einer Fußnote:

„Wolfgang Benz wurde am 9. Juni 1941 in Ellwangen geboren. Der Vater war Arzt und als Katholik Gegner der Nationalsozialisten. Er wuchs in Aalen auf und machte am Schubart Gymnasium das Abitur. Danach studierte er Geschichte, Politologie und Kunstgeschichte in Frankfurt/Main, Kiel sowie München und schrieb nebenher für die Ellwanger ‚Ipf- und Jagstzeitung’. 1968 folgte die Promotion in München bei Karl Bosl mit einer Analyse über Süddeutschland in der Weimarer Zeit.“ … Die Formulierung „als Katholik Gegner der Nationalsozialisten“ ist abwegig, da damit doch suggeriert wird, Katholiken seien häufig, oft oder gar per se „Gegner der Nationalsozialisten“ gewesen. Dieser Ankündigungstext scheint zudem einfach aus dem bekannten Munzinger-Archiv herauskopiert worden zu sein.

Und während der Text aus „Munzinger“ tatsächlich mega-peinlich ist, anscheinend hat der Antisemitismusforscher irgendwann einmal seine Biographie seinem Forschungsgebiet angepasst, geht hier Henis kleine schwarze antideutsche Seele mit ihm durch. Nein Herr Dr. Heni: Es gibt keine (KEINE!) Gruppe, weder in Deutschland noch sonstwo, die per se „Gegner der Nationalsozialisten“ gewesen wäre, aber WENN es eine gab, deren Mitglieder häufig, und vielleicht sogar oft, „Gegner der Nationalsozialisten“ waren, dann war es die der Katholiken. Und es gilt auch für Antideutsche und besonders für antideutsche Akademiker, dass eine Ideologie, auch wenn es eine ist, die auf der „richtigen“ Seite steht, nicht der Wahrheitsfindung entgegenstehen sollte. Vielleicht sollten Sie mal etwas innere Vorurteilsforschung betreiben.

Doch zurück zu Benz. Im Sommer 2009 schrieben wir über den Fall des Harvard-Professors „Skip“ Gates:

Ein Professor für „Afroamerikanische Studien“ ist etwa so etwas wie ein Professor für Wolpertingerphysiologie, das heißt, man kann schreiben was man will (auf Amerikanisch heißt das: „to make up one’s shit as one goes along“), streicht ein sechsstelliges Gehalt ein und einen Mount Everest an Prestige dazu. Wolpertingerphysiologen Akademiker wie Gates haben daher, irgendwie verständlicherweise, ein enormes Interesse daran, die Rassen-Paranoia am Leben zu erhalten.

Abgesehen vom Gehalt, das in Deutschland deutlich niedriger ist, kann man das alles 1:1 auf Benz übertragen. Auch er kann schreiben, was er will („make up his shit as he goes along“), da er den Gegenstand seiner wissenschaftlichen Arbeit – Vorurteile – selber definiert, auch er streicht einen Mount Everest an Prestige ein und hat daher ein enormes Interesse daran, die Vorurteils-Paranoia am Leben zu erhalten.

So ist Benz zahllose Male seine intellektuelle Unredlichkeit vorgehalten worden, zahllose Male wurde ihm wie einem minderbegabten Kind erklärt, was der Unterschied zwischen Vorurteil und Ressentiment, zwischen Islamkritik und Antisemitismus ist – ohne Erfolg, er hat sich wohl noch nicht genug blamiert. Dass es zwischen Fremdenfeidlichkeit und Antisemitismus durchaus Gemeinsamkeiten, aber keine Gleicheit gibt hätte der „Vorurteilsforscher“ nicht erst durch Broder, Eussner, Liza, Küntzel oder Weinthal, sondern schon durch die Rezeption der älteren Literatur zu dem Thema, z.B. der Klassiker von Adorno et. al., zuerst 1944 erschienen, „Der autoritäre Charakter. Studien über Autorität und Vorurteil“ erfahren können. Sollte es wirklich so sein, dass diese Literatur dem ZfA unbekannt ist?

Es scheint so. Erst neulich in der Süddeutschen sagt Benz:

In Internet-Foren, in denen Islamfeindschaft besonders schamlos verhandelt wird [in Internet-Foren wird ALLES besonders schamlos verhandelt], wurde vor kurzem der Mord an der Ägypterin im Dresdner Gerichtssaal freudig kommentiert. Die Tat sei zu verurteilen, schrieb einer [Oh wow, So viele?], „allerdings gibt es jetzt eine islamische Gebärmaschine weniger“.

Ein anderer [NOCH einer? Doppelwow!] meinte, im Koran werde „in über 60 Suren zum Mord an Andersgläubigen und Ungläubigen, speziell an Juden und Christen“ aufgerufen. Diese Überzeugung wird er gegen alle Hinweise über den wirklichen Inhalt des Korans so energisch verteidigen, wie der Antisemit vom Glauben an den schlimmen Inhalt des Talmud, an jüdische Ritualmorde und andere Wahnphantasien nicht ablässt.

Ja haben denn SIE denn den Koran gelesen, Herr Benz? Was sind denn diese „Hinweise“? Sind Sie jetzt auch Orientalist?

An dieser Stelle sollte man einige Fragen stellen, die Heni – sie hätten auch den Umfang eines Blogeintrags gesprengt – nicht gestellt hat.

Nein, Benz ist nicht Orientalist. Ist er denn wirklich „Antisemitismusforscher“? Warum hat jemand, der bei einem der führenden Köpfe der Landesgeschichte promoviert und eine landesgeschichtliche Doktorarbeit abgeliefert hat, derart krass den Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit gewechselt?

Eine Habilitation fand nicht statt. In der Wissenschaftlergeneration, der Benz angehört, war das eine große Ausnahme. Auch eine kumulative Habilitation durch Vorlage einer ausreichenden Zahl von Veröffentlichungen fand nicht statt.

Was ist mit seinen Veröffentlichungen? Während die Webseiten anderer Hochschullehrer Publikationsverzeichnisse enthalten, die den Standards wissenschaftlicher Bibliographie entsprechen, sieht die von Professor Benz aus, wie die Wunschliste eines Kindes, das einen etwas frühreifen Geschmack hat, nur der Preis fehlt noch. Und in der Tat sind die veröffentlichten Monographien (bei denen – notabene! – seine Dissertation fehlt) dünn in jeder Beziehung, populärwissenschaftlich, ohne wissenschaftlichen Anmerkungsapparat, für den Schulunterricht, Broschüren. Außerdem wird bis zum Erbrechen die Frühgeschichte der Bundesrepublik wiedergekäut. Man muss sich nur einmal die Mühe machen, das auf der Webseite der Deutschen Nationalbibliothek oder bei Amazon nachzuprüfen.

Die anderen Veröffentlichungen hat er entweder als Herausgeber oder als Mitherausgeber betreut.

Ein Tip, Herr Professor: In ein wissenschaftliches Schriftenverzeichnis gehört das Erscheinungsort und das Erscheinungsjahr und nicht der Verlag. Und siehe da, im Publikationsverzeichnis des Co-ZfA-Leiters Bergmann sind diese Regeln, wenn auch schlampig, eingehalten worden.

Wenn die Veröffentlichungen nichts hergeben, gibt es denn ein anderes Indiz, das das Expertenwissen des Professors beschreibt?

Ja, das gibt es. Während der Wilkomirski-Affäre hat Professor Dr. Benz die Erinnerungen des Schwindlers für aussagekräftiger als das Tagebuch der Anne Frank erklärt und in typisch deutscher Vergesslichkeit äußert er nur wenig später:

Anne Franks und Victor Klemperers Tagebücher, die Titel der anschwellenden Erinnerungsliteratur, auch die Erregung um Daniel Goldhagens Buch (1996) und um Martin Walsers Rede (1998) bis hin zum Elaborat des „Benjamin Wilkomirski“ stehen dafür [i.e. eine Rezeption des Holocaust auf breiter Basis]. Dass beim Nachzeichnen dieser Entwicklung bis zur Eloquenz der heutigen Gedenkprofessionellen und den Auswüchsen des Betroffenheitsgeschäfts so wichtige Ereignisse der Geschichtskultur wie Claude Lanzmanns „Shoa“ oder Ebbo Demants Lagerstraße von Auschwitz und Jurek Beckers „Jakob der Lügner“ Bestand haben, ist tröstlich.

War es nur die Angst vor Pathos und Kitsch, die so lange von der Beschäftigung mit dem Völkermord abhielt, die Bert Brecht zum Ausruf zwang: „Was für ein schrecklicher Kitsch“, nachdem er sich den Film „Ehe im Schatten“ hatte vorführen lassen? Wahrscheinlich nicht, denn seit Quoten zu machen sind mit diesen Stilmitteln selbst beim Thema Auschwitz, hat sich die Szene verändert.

So hatte dann auch der Wilkomirski sein Gutes, und der Tatsache, dass heute mit dem Holocaust Quoten zu machen sind, haben wir ein grenzgruseliges Phänomen wie den Prof. Dr. Wolfgang Benz zu verdanken, der den Orientalisten Dr. Hans-Peter Raddatz als „selbsternannter Islamwissenschaftler“ beleidigen darf, weil er es wagt eine, gut begründete, andere Meinung als der „Vorurteilsforscher“ zu haben. Und weil es sich bei der Eloge auf Wilkomirski nicht um einen ehrlichen Irtum, sondern um das Pawlowsche Sabbern eines Berufsbetroffenen handelte, fiel er, zusammen mit anderen, auch gleich noch auf Rebecca K. ‚rein, der Neonazis kein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt hatten und die den Zivilcouragepreis trotzdem bekam. Das kommt davon, wenn man einen „renommierte(n) Antisemitismus-Forscher“ zum Gärtner macht.

Was lehrt uns das? Das lehrt uns, dass man für das ZfA, eines dieser Wohlfühl-Institutionen, die die Deutschen sich zwecks Vergangenheitsbewältigung gönnen, einen Historiker brauchte, IRGENDEINEN Historiker, der skrupellos genug war, geschichtsrelativierenden, unverbindlichen Dreck als Wissenschaft zu verkaufen, dem die Habilitation geschenkt wurde und der sich nicht einmal an die einfachsten formalen Regeln der wissenschaftlichen Arbeit halten muss. Es ist alles da, was wir schon so oft gesehen haben, die große symbolischer Geste, die Antisemitismus ablehnt, sich aber weigert, über rationalisierende Platitüden hinaus Ursachenforschung zu betreiben, eichhörnchenfleißiges, positivistisches Sammeln von „Fakten“, die dann – irgendwie – interpretiert werden, denn man betreibt ja nicht wirklich Antisemitismusforschung, sondern – Wolpertingerphysiologie.

Zum Großmufti von Jerusalem, einer der unappetitlichsten Gestalten der Weltgeschichte, finden sich Informationen in diesem Blog, und zwar hier.

Gudrun Eussner über das ZfA:

Das Zentrum für Antisemitismusforschung hat mit Forschung soviel zu tun wie Kuhfladen mit Spinat. Muuuh! Dr. Euter – oder so ähnlich. Deutschland unter alliierter Besatzungsherrschaft. Die Entstehung der BRD und DDR 1945-1949. Vorlesung. Prof. Dr. Wolfgang Benz
http://zfa.kgw.tu-berlin.de/kvv/ws09.pdf
Entstehung „BRD und DDR“. 86 000 Angebote bei Google.de
http://tinyurl.com/yfaxnmy
ZfA in meinem Archiv
http://tinyurl.com/kme83g




PI-Interview mit Patrik Brinkmann

Patrik Brinkmann und Markus BeisichtFür großes Aufsehen sorgt derzeit in den Medien der schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann (Foto l. mit Markus Beisicht), nachdem beim Neujahrsempfang der Pro-Bewegung im Kölner Rathaus bekannt wurde, dass er in Köln ein „Haus für die Opfer des Islam“ errichten will (PI berichtete). Wer ist dieser ominöse Millionär und was bezweckt er mit seinem Kölner Engagement? PI hat sich mit ihm unterhalten.

PI: Herr Brinkmann, Sie haben in den letzten Tagen bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil Sie der Pro-Bürgerinitiative beigetreten sind. Die Reaktionen sind, auch auf PI, sehr unterschiedlich. Fragen wir politisch inkorrekt und ganz direkt: Sind Sie ein Neo-Nazi, ein Rechtsextremer?

Brinkmann: Auch wenn ich damit womöglich nicht dem Bild eines Politikers entspreche, möchte ich genauso direkt antworten: Nein.

Bei Ihrer politischen Vita könnte man das anders sehen…

Nun, meine politische Vita hat ja angefangen, bevor ich nach Deutschland gekommen bin. In Schweden hat sich meine Sozialisation hauptsächlich über die Arbeit in kirchlichen Kreisen abgespielt. Als junger Mann habe ich zum Beispiel ein Entwicklungshilfeprojekt in Sri Lanka betreut. Das passt natürlich nicht so schön in das Schwarz-Weiß-Bild, was die Medien hierzulande immer zeichnen. In Deutschland wird man ja sehr schnell zum Neonazi. Das hat man ja nicht erst seit dem Fall Sarrazin gesehen. Man kann jahrzehntelang eine „Stütze der Gesellschaft“ sein: Wenn man das Falsche, also etwas politisch Unkorrektes sagt, dann rufen die Linken gleich nach einem Staatsanwalt.

Wie definieren Sie denn Ihre politische Position?

Ich definiere mich als Rechter, ich wäre auch mit konservativ einverstanden. Ich fühle mich als Patriot. Meine Mutter wurde 1945 in Berlin-Neukölln geboren und wuchs in Schweden auf. Ich habe einen schwedischen Vater. Ich liebe Schweden und ich liebe Deutschland. Das bedeutet: Ich liebe Europa. Ich fühle mich hier wohl. Ich schätze die Traditionen, die sich in Europa entwickelt haben, die Werte. Und ich möchte diese Traditionen erhalten. Unsere Werte werden durch eine planmäßig betriebene Islamisierung bedroht. Ich sehe es als Europäer als meine Pflicht an, mich gegen diese Islamisierung zur Wehr zu setzen. Schließlich bin ich als Patriot ein freiheitlich denkender Mensch: Ich lehne jede Art von gleichmachendem Sozialismus ab. Wir drohen heute in Deutschland zur Neo-DDR zu werden.

Warum haben Sie sich von der extremen Rechten, der NPD, abgewandt?

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich dort niemals Mitglied war. Dann habe ich gehofft, dass aus dieser Partei eine moderne, freiheitliche Rechte werden könnte. Das scheint mir aber heute gänzlich unmöglich. Es scheint mir beinahe so, als würden die Verfassungsschützer geradezu ein Interesse haben, dass notorische Antisemiten und NS-Verherrlicher jeden ernst gemeinten Versuch zunichte machen sollen, eine moderne Rechte wie in Österreich und der Schweiz oder in Belgien zu bilden. Es ist ja paradox, dass diese Kreise, ich möchte sie noch nicht einmal Rechte nennen, im Iran und bei Islamisten ihre Freunde suchen und wie die Hamas am liebsten den Staat Israel abschaffen wollen. Eines sollten wir uns doch einmal verdeutlichen: Unser Schicksal in Europa ist dem Israels sehr ähnlich. Die Islamisierung wird uns irgendwann einmal verdrängen, so wie die Israelis verdrängt werden sollen. Wenn Israel geteilt wird, dann wird auch Europa geteilt.

Das werden manche Rechte aber nicht gerne hören.

Ich habe gelernt, dass wir keine Rücksichten mehr nehmen dürfen auf solche, die in der Vergangenheit leben. Ich bin sicher der Letzte, der ein gestörtes Verhältnis zur Geschichte hätte. Wir können die Geschichte ja nicht mehr verändern und sind auch nicht verantwortlich für das, was früher geschehen ist. Aber ich kann eben auch nicht begreifen, dass man das Dritte Reich notorisch weißwaschen muss. Das kann politisch kein Vorbild für uns sein. Ich möchte keine Partei haben, die die KZs von morgen plant. In Wirklichkeit haben wir ständig diese untergründige Tradition in Deutschland. Die 68er waren für mich mehr Neo-Nazis als linke idealistische Träumer. Selbst Adorno fühlte sich ja an die SA erinnert, als er in den 60ern den Mob marschieren sah und Ho-Chi-Min brüllen hörte. Und in den großen Parteien sitzen für mich heute solche, die ich durchaus in der Tradition totalitärer Regime sehe. Als ich nach Berlin zog, wurde ich von der CDU und FDP in Zehlendorf zur unerwünschten Person erklärt. In ihrem PC-Wahn benehmen sich die Leute von Linke bis CDU nicht viel anders als manche Leute der NPD. Man hat nur unterschiedliche Feindbilder.

Lassen Sie uns noch einmal auf den Antisemitismus zurückkommen. Wie ist ihre Haltung dazu?

Ich möchte eine Rechte ohne Antisemitismus. Um das klar zu sagen: Ich bin in diesem Sinne auch kein Anti-Islamist – auch wenn ich den Islam für eine mittelalterliche Religion erachte, die die Menschenrechte missachtet. Ich spreche mich gegen die Islamisierung aus und würde es gleichwohl als Fortschritt ansehen, wenn Muslime durch eine Reformation geläutert und sich zu den Grundwerten des Humanismus entwickeln würden. Die jüdische Kultur ist für mich untrennbar mit der christlichen verwoben. Wer Antisemit ist, stellt sich also gegen seine eigene Kultur. Es gibt ja auch das merkwürdige Phänomen des Heidentums in der nationalen Szene. Wer aber das Christentum hasst, der hasst einen Teil von sich. Denn unsere europäische Kultur ist jüdisch christlich.

Bei vielen von uns haben sich die Schicksale zwischen Juden und Christen verwoben. Viele Juden kämpften auf der Seite Deutschlands bei den Befreiungskriegen 1870/71 oder 1914. Künstler wie Max Liebermann waren Juden und trotzdem deutsche Patrioten. Ich selbst habe in meiner Familie ein tragisches Schicksal. Meine Großmutter hatte in den dreißiger Jahren ihre große Liebe gefunden: Ihr großes Pech für damalige Verhältnisse, der Mann war Jude. Das noch größere Problem aus damaliger Sicht: 1937 entstand aus dieser Beziehung ein Mädchen. Der jüdische Vater wurde später in ein Konzentrationslager verbracht und dort ermordet. Nach meinem ganz bescheidenen Verständnis ist das ein Verbrechen, das durch nichts gerechtfertigt ist. Da gibt es nichts schönzureden.

Ihre eigene Beziehung zum Judentum?

Nun, ich habe Israel besucht. Ich war in Yad Vashem nicht als Tourist, sondern weil ich getrauert habe. Ich fühle mich als Deutscher und Schwede, aber ich denke, dass das Judentum zur europäischen Kultur dazugehört. Insofern achte ich es.

Wie ist Ihre Beziehung zu den USA?

Die USA sind nicht Obama, um das ganz kurz und knapp zu sagen. Die Wurzeln der USA, denken wir etwa an George Washington, sind richtig und gut. Ein General Steuben zeigt, dass sogar preußische Traditionen hier zu Hause sind. Die USA-Feindlichkeit in Teilen der Linken und der Rechten halte ich für ebenso unproduktiv und falsch wie den Antisemitismus. Ich sagte Ihnen ja, ich bin Europäer. Die USA sind aus meiner Sicht gleichsam ein Verwandter Europas. Ziel der europäischen Politik muss es sein, die europäischen Kräfte in den USA zu stärken. Ich möchte mir außenpolitisch jedenfalls meine Bündnispartner nicht im Iran suchen. Auch meine kulturellen Bezugspunkte sind dort nicht gegeben. Die USA sind für mich ein natürlicher Verbündeter Europas.

Wie sehen Ihre politischen Pläne aus?

Nach meinem Eintritt in die Pro-Bürgerinitiative will ich mithelfen, für eine politische Veränderung zu sorgen. Wir brauchen in Deutschland eine moderne Partei wie die FPÖ oder SVP. Die Pro-Bewegung bietet hier gute Chancen. Zunächst einmal werde ich jetzt den Wahlkampf in NRW unterstützen und hoffe hier auf ein Signal. Danach werde ich selbst in Berlin antreten unter Pro Berlin. Berlin soll eine christliche Stadt bleiben. Berlin hat Symbolwert. Hier liegen im Preußentum positive Anknüpfungspunkte deutscher Kultur. Wenn wir in Berlin 2011 in das Abgeordnetenhaus einziehen können, dann ist das ein Signal, dass sich auch bundesweit eine neue Rechte etablieren kann.

Danke für das Interview.

Videos vom Neujahrsempfang von Pro Köln:

» Rede von Markus Beisicht, Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4
» Rede von Johann Herzog (FPÖ), Teil 1Teil 2
» Rede von Josep Anglada i Rius, Teil 1Teil 2
» Rede von Stephan Stritter, Teil 1Teil 2
» Rede von Hilde Delobel (Vlaams Belang)




Tariq Ramadan darf wieder in die USA

Im Jahr 2004 hatte die Bush Adm4inistration Tariq Ramadan wegen seiner engen Bande zur Muslimbruderschaft und Spenden an eine weitere Gruppe auf der schwarzen Liste die Einreise in die USA verweigert, als Ramadan einen Ruf an eine US-Uni erhalten hatte. Unter Obama gelten die Vorbehalte gegen Links zum internationalen Terror anscheinend nicht mehr. Das Einreiseverbot wurde aufgehoben.




Ich widme mein Leben dem Kampf für die Freiheit

Geert Wilders: Ich widme mein Leben dem Kampf für die FreiheitHerr Vorsitzender, hohes Gericht, ich würde gerne einige Minuten meines Rederechts in Anspruch nehmen. Und ich würde gerne damit beginnen, zu sagen, dass von allem was wir erreicht haben, die Freiheit unser höchstes und zugleich zerbrechlichstes Gut ist.

(Deutsche Übersetzung der Rede von Geert Wilders vor dem Amsterdamer Gericht am 20. Januar 2010)

Ihr haben Menschen ihr Leben gewidmet, und dafür haben Menschen ihr Leben gelassen. Unsere Freiheit in diesem Land ist die Frucht von Jahrhunderten. Sie ist das Resultat einer Geschichte, die nichts Vergleichbares kennt und sie hat uns dahin gebracht, wo wir heute alle stehen. Ich glaube von ganzem Herzen und tief in meiner Seele, dass die Freiheit in den Niederlanden in Gefahr ist.

Dieses Erbe, von dem Generationen nur träumen durften, ist genau diese Freiheit, die nicht länger eine gegebene Tatsache, keine selbstverständliche Sache mehr ist. Ich widme mein Leben dem Kampf für die Freiheit. Ich kenne die Risiken und jeden Tag muss ich den Preis dafür bezahlen. Ich beschwere mich nicht darüber. Es ist meine Entscheidung gewesen. Ich sehe es als meine Pflicht an und deshalb stehe ich heute hier.

Ich weiß, dass die Worte, die ich manchmal benutze, hart sind, aber sie sind niemals rücksichtslos. Es ist nicht meine Absicht, eine Ideologie der Eroberung und Zerstörung zu verschonen, aber ich will auch keine Menschen beleidigen. Ich habe nichts gegen Muslime. Ich habe ein Problem mit dem Islam und der Islamisierung unseres Landes. Weil der Islam das genaue Gegenteil der Freiheit ist.

Nachfolgende Generationen werden sich wundern, wie wir, im Jahre 2010, an diesem Ort, in diesem Saal, mit unserem wertvollsten Gut umgegangen sind. Ob die Freiheit für beide Seiten dieser Debatte gilt, also auch für Islamkritiker. Oder ob in den Niederlanden nur eine Seite der Debatte gehört werden darf. Ob die Redefreiheit in den Niederlanden für jeden gilt, oder nur für einige.

Die Antwort darauf ist auch direkt die Antwort auf die Frage, ob die Freiheit in diesem Lande noch zu Hause ist. Freiheit gehört nicht nur einer kleinen Gruppe, sondern sie ist das Erbe von uns allen. Wir alle sind von ihr gesegnet.

Justitia trägt zwar eine Augenbinde, aber sie kann perfekt hören, sie kann perfekt zuhören. Und ich hoffe, dass sie, Justitia, die folgenden Sätze laut und deutlich hört: „Es ist nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht freier Menschen sich gegen jede Ideologie zu wenden, die die Freiheit bedroht.“ Thomas Jefferson, der 3. Präsident der Vereinigten Staaten hatte Recht: „Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit.“

Ich hoffe mit all meiner Kraft, dass sich die Freiheit der Meinungsäußerung in diesem Prozess durchsetzen wird. Nicht nur, dass ich freigesprochen werde, sondern dass die freie Meinungsäußerung weiter bestehen bleibt.

Zum Schluss, Herr Vorsitzender, hohes Gericht: in diesem Prozess geht es natürlich um die Freiheit der Meinungsäußerung. Aber in diesem Prozess geht es auch darum, die Wahrheit zu finden. Die Aussagen, die ich gemacht habe, die Vergleiche, die ich gezogen habe – entsprechen sie der Wahrheit?

Wie es in der Vorladung stand. Denn, wenn etwas wahr ist, wie kann es dann illegal sein? Deshalb bitte ich Sie sehr, nicht nur meiner Bitte zu entsprechen, Zeugen und Experten auf dem Gebiet der freien Rede zu hören, sondern ich bitte Sie insbesondere darum, meiner Bitte um Anhörung meiner Sachverständigen auf dem Gebiet des Islam nachzukommen, und zwar öffentlich. Ich beziehe mich hier nicht nur auf die Herren Jansen und Admiraal, sondern auch auf die Gutachter aus Israel, den USA, Großbritannien und anderen Ländern. Am besten alle.

Ich muss die Möglichkeit haben, mich selbst zu verteidigen, ich muss Ihnen beweisen, dass ich die Wahrheit gesagt habe, hindern Sie mich bitte nicht daran. Denn ohne diese Zeugen kann ich mich nicht gut verteidigen. Und meiner Meinung nach steht es außer Frage, dass dies ein fairer Prozess sein wird. Ich bedanke mich bei Ihnen.

Video der Rede von Geert Wilders mit deutschen Untertiteln:

(Übersetzung: Liz, die-gruene-pest.com / Quellen: Gates of Vienna und Europenews)




„Arme“ EU-Bedienstete erhalten Steuergelder

EU-Bedienstete, deren monatliches Haushaltseinkommen nur zwischen 5100 und 6500 Euro netto liegt, erhalten Zuschüsse, wenn sie ihren Nachwuchs in den Ski-Urlaub schicken. Bei solch Mittellosen übernimmt das Parlament großzügig die Hälfte der Kosten für einen Urlaub auf einem italienischen Bergdorf. Der Steuerzahler bezahlt insgesamt über 84.000 Euro für die Kinder der Parlamentsbeamten.

Yahoo-news schreibt:

Bedienstete des Europa-Parlaments dürfen sich derzeit nicht nur über eine Gehaltserhöhung von 3,7 Prozent freuen. 80 Kinder von EU-Beamten fahren im Februar in die Skiferien, wie die „NWZonline“ berichtet. Einen Teil der Kosten trägt der Steuerzahler.

„Der Personalausschuss hilft den Familien, die kein sehr hohes gemeinsames Einkommen haben“, rechtfertigt die Parlamentssprecherin Marjorie Van Den Broeke die Unterstützung. Wenn beispielsweise das monatliche Haushaltseinkommen zwischen 5100 und 6500 Euro -netto- liegt, übernimmt das Parlament gut die Hälfte der Kosten für den einwöchigen Aufenthalt in einem Bergdorf in Norditalien.

Der Steuerzahler bezahlt insgesamt über 84.000 Euro für die Kinder der Parlamentsbeamten. Für die Kinder gibt es im Angebot neben dem Skiunterreicht auch „Übungen mit Schneehunden“ und Sprachunterricht, bestätigt die Sprecherin des EU-Parlaments.

Und, wer wollte den lieben Kleinen nicht etwas Gutes gönnen. Wir haben doch ein Herz für Kinder, auch wenn keiner ein Herz für die Kinder der Steuerkartoffeln hat.

(Spürnase: Michael T.)




„Lust“ gehabt, jemanden zu verprügeln

Ein 14-jähriger Jordanier hat ein zwölfjähriges Kind bloß so zum Spaß zusammengetreten und schwer verletzt. Er trat am Donnerstag in Offenbach mehrfach gegen den Kopf des Jungen, wie gegen einen Fußball. Es war nicht das erste Mal. Dennoch kam der 14-Jährige nicht in Untersuchungshaft. Wiederholungsgefahr besteht offenbar nicht.

Op-Online berichtet:

Besonders erschreckend – selbst für hartgesottene Polizisten – war die Lockerheit mit der der geständige 14-Jährige seine Tat schilderte: Er habe einfach „Lust“ gehabt, jemanden zu verprügeln, da sei ihm der Zwölfjährige gerade recht gekommen, zumal er sich stets Kleinere aussuche. Er habe den Jungen zu Boden geschlagen und dann fünf- bis sechsmal „wie bei einem Fußball“ gegen den Kopf getreten. Der jordanische Täter wurde seinen Eltern übergeben.

Wie die Offenbacher Polizei gestern berichtete, ereignete sich die brutale Tat bereits am Donnerstag vergangener Woche in der Sprendlinger Friedrichstraße. Der zwölf Jahre alte Deutsche, er wohnt wie der Täter in Neu-Isenburg, war gegen 15 Uhr auf dem Heimweg von der Schule, als er auf den ihm bekannten Täter traf.

Der Junge erlitt schwere Kopfverletzungen, sein Trommelfell platzte, Gehör und Gleichgewichtssinn sind gestört. Er musste operiert werden. Ob er wieder wird hören können, steht laut Polizei noch nicht fest. Die Eltern des Kindes waren Polizeisprecher Henry Faltin zufolge tagelang so sehr in Sorge, dass sie sich erst am Dienstag an die Beamten gewandt hätten. Diese nahmen am Mittwoch den 14-Jährigen fest. Er ist kein Unbekannter: Bereits im September 2009 hatte er in Gravenbruch einem Buben so lange gegen den Kopf getreten, bis dieser blutete.

Rechtlich gesehen ist seine jüngste Tat gefährliche Körperverletzung, eventuell eine schwere. Deshalb ist der 14-Jährige auch wieder bei seinen Eltern. Faltin: „Unsere Gesetze sehen das so vor, wir können den Jugendlichen nicht einfach in Untersuchungshaft stecken.“ Just gestern hat der Offenbacher Polizeipräsident Heinrich Bernhardt bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für 2009 darauf hingewiesen, dass Gewalt von Kindern und Jugendlichen gegen Gleichaltrige das größte Problem sei. Er kritisierte die Jugendämter und plädierte erneut leidenschaftlich für Einzelfallkonferenzen oder konsequenten Strafvollzug.

Diese Gewaltopfer haben keine Lobby. Niemand schützt sie. Sie werden geopfert.

(Spürnasen: Hobbes und Florian G.)




„Broder wird behandelt, als sei er Mullah Omar“

In einem lesenswerten Beitrag antwortet die türkischstämmmige Moslemin Necla Kelek (Foto) in der FAZ auf die polemischen Artikel in der FAS und Süddeutschen: „Islamkritiker werden zu ‚Fundamentalisten der Aufklärung‘, ein Begriff, den als Erster übrigens der Mörder von Theo van Gogh benutzte. Die Verteidigung der Menschenrechte wird als Fundamentalismus denunziert, und Henryk Broder wird behandelt, als sei er Mullah Omar.“ Hier gehts zum Artikel…

(Allen Spürnasen herzlichen Dank)




Islamkritiker Gess wird bedroht

Weil er gesagt hat, der Islam in seiner gegenwärtigen Form sei eine „kollektive Zwangsneurose“, wird der Bielefelder Professor für Soziologie und Gesellschaftstheorie, Heinz Gess (Foto), von Abdurrahim Vural, dem Präsidenten der Islamischen Religionsgemeinschaft in Berlin, nicht nur mit Anzeigen überhäuft, sondern auch bedroht (Neusprech der Medien: „…sieht sich bedroht…“).

So schreibt etwa das Mindener Tagblatt:

An der Fachhochschule Bielefeld gilt Heinz Gess (65) als unbequemer und kritischer Geist. Seit 1978 lehrt der Professor dort Soziologie und Gesellschaftstheorie. Rassismus, Antisemitismus und Religionskritik sind Themenfelder, die Gess mit seinem analytischen Verstand immer wieder beackert. Nun hat er auch den Islam scharf aufs Korn genommen.

Die Folgen sind heftig: Gess sieht sich einer Kampagne durch die Islamische Religionsgemeinschaft ausgesetzt. Er fühlt sich verfolgt und bedroht und hat deshalb bereits den polizeilichen Staatsschutz um Hilfe gebeten. Der wiederum hat nach Informationen dieser Zeitung die Bielefelder Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Dort werden nun unter dem Aktenzeichen 46 Js 24/10 erste Ermittlungen geführt.

Unter anderem hatte Vural gesagt:

Seine Worte lösen unter Muslimen jedoch einen Sturm der Entrüstung aus. „Wir fühlen uns sehr beleidigt“, sagt Mehmet Ayhan, Sprecher der Islamischen Religionsgemeinschaft. Täglich erhalte seine Organisation Dutzende E-Mails, die Absender seien empört. „Dieser Mann ist eine Ameise. Er hat an einer Hochschule nichts zu suchen“, fordert Ayhan. Gess müsse „hart bestraft“ werden – die Islamische Religionsgemeinschaft vertraue diesbezüglich aber auf den deutschen Rechtsstaat, sagte Ayhan. Gess fühlt sich verunglimpft. Ein Anwalt der Islamischen Religionsgemeinschaft hat ihn sogar als „Rotzlöffel“ bezeichnet.

Das Mindener Tagblatt weiter:

Auf der Internet-Seite der Islamischen Religionsgemeinschaft springen jedem Betrachter nun ein paar sehr böse Worte entgegen. Dort ist vom „durchgeknallten Islamfeind Professor Heinz Gess“ die Rede. „Dummheit und blinder Hass gegenüber dem Islam müssen bestraft werden!“: Mit diesen Worten ist eine Pressemitteilung der Islamischen Religionsgemeinschaft vom 23. November vergangenen Jahres überschrieben. Professor Heinz Gess von der Fachhochschule Bielefeld habe „Volksverhetzung“ begangen, heißt es dort weiter. Mit seiner Behauptung, der Islam sei eine kollektive Zwangsneurose habe Gess „alle Religionen dieser Welt verunglimpft“.
(…)
„Ich fordere im Namen der Muslime aus aller Welt eine Aufklärung und Bestrafung von Professor Gess“: Das schrieb Vural am 25. November letzten Jahres an die Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld (FH), Beate Rennen-Allhoff. „Wir sind dabei, den Sachverhalt aufzuklären“, sagte gestern FH-Sprecher Frank-Rüdiger Bürgel. Das versucht auch bereits die Staatsanwaltschaft. Weil nicht nur Gess, sondern auch die Islamische Religionsgemeinschaft neben zivilrechtlichen Schritten auch bereits eine Strafanzeige annonciert hat, müssen die Ermittler in diesem heiklen Fall mindestens die Straftatbestände Volksverhetzung und Bedrohung prüfen.

Daraus folgt:

Subjektiv sieht sich Gess bereits als Opfer von „Verfolgung“ und „penetranter Hatz“. „Mir ist völlig klar, dass die Aufforderung muslimischer Führer, Kritiker zu bestrafen, unter den gegebenen Umständen jederzeit jeden in Deutschland treffen kann, der es wagt, den Mund aufzutun“, schreibt er auf der Internetseite www.kritiknetz.de.

Rein subjektiv, wie man ja an Theo van Gogh oder Kurt Westergaard sieht.

Aber Moslems haben bekanntlich hier Narrenfreiheit. Und Angst muss man vor ihnen nicht haben, denn Islam ist ja bekanntlich Frieden™ und außerdem hat Gess ja angefangen…

(Alex W. und Klaus U.)




„Wir wollten die Guten sein“

Mit ungewohnter Offenheit berichtet das ARD-Magazin Panorama vom 21. Januar 2010 über die Bundeswehr und ihren Kriegseinsatz in Afghanistan. Die einfache Wahrheit, PI-Lesern seit langem bekannt, kann nun auch vor deutschen Fernsehzuschauern nicht länger verheimlicht werden.

Der frühere Verteidigungsminister Volke Rühe spricht von der Lebenslüge der Deutschen, die in Afghanistan die Guten sein wollten, während die Bündnispartner die Drecksarbeit machen mussten. General Naumann rügt die von Beginn an irreführenden Sprachregelungen zum Vertuschen der Kriegssituation. Ein betroffener Soldat kommt ebenso zu Wort wie der Gouverneur der vom deutschen Einsatz geschädigten Region Kunduz. Wegen der übertriebenen Rücksichtnahme der Bundeswehr habe sich der islamische Terrorismus in der zuvor vergleichsweise friedlichen Region ausbreiten können, so der Afghane, der sich wünscht, dass die Amerikaner Kunduz übernehmen mögen.

Ein Land, das wie Deutschland erlaubt, dass vorbestrafte Terroristen wie der Blutgreis Ströbele und seine Helfershelfer als „moralische Instanz“ die gewählte Regierung vor sich hertreiben, kann keine Rolle im Kampf für Freiheit und Menschenrechte und gegen islamischen Terror spielen. Solange Deutschland die Feinde der Freiheit im Inneren nicht überwunden hat, sollte es sich von internationaler Politik fernhalten. Interkulturelle Kompetenz bedeutet, die Spielregeln einer fremden Kultur zu verstehen und anzuwenden – nicht, mit romantisierenden Vorstellungen vom friedliebenden edlen Wilden das Leben der eigenen Leute aufs Spiel zu setzen, wie es die Weltsozialpädagogen aller Parteien am Hindukusch getan haben. In der Welt können wir mit diesen Politikern nur Schaden anrichten.




„Der Islam ist durch den Westen bedrohter…

Stefan Weidner…als der Westen durch den Islam“, sagt der Islamwissenschaftler Stefan Weidner in einem hart und investigativ geführten 3sat-Interview zur Situation des Islam in der Welt und in Deutschland. Gewohnt kontrovers führt die Moderatorin Andrea Meier das Gespräch an Weidners gewagte Thesen heran. Seine Herleitung ist so simpel wie überzeugend – nun, vielleicht nicht wirklich überzeugend, aber auf jeden Fall simpel.

Die meisten Kriegshandlungen finden in islamischen Ländern statt, woran auschließlich der Westen schuld ist und an der man die Bedrohung des Islam ganz einfach ablesen kann. Ganz nebenbei entdeckt er noch, dass es keine Polticall Correctness gibt und Islamkritiker nur keine anderen Lebensentwürfe zulassen möchten. Leider war die Sendezeit zu knapp, um darzulegen, gegenüber welchen alternativen Lebensentwürfen der Islam offen ist.

Desweiteren plädiert Weidner dafür, Diskussionen doch bitte in den Sprachen des Islam zu führen, da sonst nur die Deutschen ihre (man ahnte es) Vorurteile gegenüber dem Islam pflegen. Trotz dieser Aufforderung bleibt der Kommentarbereich bei PI auch weiterhin Deutsch.

Hier das Weidner-Interview:

» 3sat-Kulturzeit: Die neuen Hassprediger – Islamophobie in den Feuilletons

(Gefunden auf der Achse)




9.000,- Euro in der Unterhose

Ein gutes Geschäft in Deutschland hat offenbar ein türkisches Ehepaar gemacht: Auf dem Weg zurück in die Türkei wurden sie auf dem Saarbrücker Flughafen vom Zoll geschnappt. Sie hatte 9.000,- Euro in der Unterhose, ihr Mann sogar 16.000,-. Da fragt man sich schon, ob das Geld wohl von dem Ehepaar selbst oder von der deutschen Steuerkartoffel erarbeitet wurde. Mehr…

(Spürnase: Florian G.)




Wilders-Prozess: Wie würden Sie entscheiden?

Wilders-RichterStellen Sie sich vor, Sie wären einer der oder auch der Vorsitzende Richter in dem Prozess gegen Geert Wilders. Bevor Sie allzu schnell für einen Freispruch plädieren, sollten Sie noch einmal genau darüber nachdenken. Dabei sollten Sie bedenken, welch fatale Folgen ein Freispruch oder eine Verurteilung jeweils für Sie haben könnte. Nein, nicht für die freie Gesellschaft, die zu verteidigen Sie einst geschworen haben. Für Sie!

Verurteilung

Bedenken Sie, die Konsequenzen einer Verurteilung Geert Wilders zu einer – möglichst hohen – Strafe wären die folgenden: Die meisten Medien würden Sie als Helden darstellen, der nahezu alleine das Übel bekämpfte und so eine Spaltung der Gesellschaft verhinderte. Der dafür sorgte, dass der interkulturelle Dialog nicht abgebrochen wird. Sie wären derjenige, der weiterhin ein friedliches Miteinander in der Multikulti Gesellschaft ermöglichte. Sie würden mit Preisen überhäuft, in denen schmeichelhafte Bezeichnungen wie Zivilcourage, Widerstands- und Freiheitskämpfer vorkämen.

Sie würden vom linken Politspektrum aufgefordert, ein politisches Amt zu übernehmen und erhielten selbstverständlich auch einen sicheren Listenplatz (so es so etwas in den Niederlanden gibt). Sie könnten beim nächsten Jahresempfang des Amsterdamer Oberbürgermeisters der Ehrengast sein und eine Rede halten, was sich bestimmt noch dazwischen schieben ließe, bevor Sie weitereilen, um beim Tag der offenen Moschee gleichfalls ein Grußwort zu entrichten. Sie würden zu Fernsehshows eingeladen und erhielten selbstredend einen lukrativen Buchvertrag. Claudia Roth würde eigens mit einer Delegation nach Amsterdam reisen, um Ihnen unter Ihrem Balkon durch die Intonierung von „Kumbaya my Lord“ ein Ständchen zu singen.

Freispruch

Ein Freispruch hingegen hätte andere Konsequenzen. Sie sähen sich der Gefahr ausgesetzt, für das weltweite Niederbrennen von Botschaften und das Verbrennen von niederländischen Flaggen, die seit Prozessauftakt bereits gehortet werden, die Verantwortung zu tragen. Ihr Bild erschiene in diesem Zusammenhang in den Hauptnachrichten.

Sie und Ihre Familie benötigten vom Tage des Urteils an Schutz, was Sie Ihren Kindern natürlich nicht antun wollen. Sie erhielten Morddrohungen und Ihr Badezimmer müsste zu einem panic room umgebaut werden, was sich auf die Laune Ihrer Frau äußerst negativ auswirken dürfte, genau wie in der Folge auf Ihre abendliche Freizeitgestaltung. Es würde den ein oder anderen Fanatiker geben, der zur Erlangung von 72 Jungfrauen einen Mordanschlag auf Sie verübte. Den Medien könnten Sie dann entnehmen bis zu welchem Grad Sie an diesem Einzelfall™ die Schuld tragen.

Dieselben Medien würden herausfinden und tagelang darüber berichten, dass Sie am 14. April 1982 eine rechtskonservative radikale Zeitung gekauft haben. Aber dass Sie ein Nazi sind, daran würde nach dem Freispruch ohnehin niemand in der Medienlandschaft mehr zweifeln. Auch beruflich hätte ein Freispruch für Sie negative Konsequenzen. Jeder Muslim könnte einen Befangenheitsantrag stellen, auch wenn es nicht allzu oft vorkommen dürfte. Schließlich sind unter den Straftätern in den Niederlanden kaum Anhänger der Friedensreligion™ vertreten.

Fazit

Daher wäre zu überlegen, ob Sie Geert Wilders nicht doch lieber zu einer drastischen Strafe verurteilen. Das Ständchen von Claudia Roth müssen Sie dann hinnehmen, auch wenn dies in der Abwägung natürlich fast den Ausschlag für die gegenteilige Entscheidung gegeben hätte. Diese Kröte werden Sie schlucken müssen.

(Text: Nockerl)