Armutsrisiko Rot

Der linken Theorie nach sollte die Not der Menschen dort am größten sein, wo Heuschrecken und andere Raubtiere erbarmungslos den kleinen Mann ausbeuten und Wohlstand und Freude sollten regieren, wo Münte und Lafontaine den Ausbeutern mit gestählter Arbeiterfaust Paroli bieten. Leider will sich die Wirklichkeit wieder einmal nicht an die Theorie aus dem 19. Jahrhundert halten.

Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, was jeder Deutschlandreisende auch durch bloßen Augenschein wahrnehmen kann: Je mehr rot oder grün in der Politik, desto schlechter geht es besonders den armen Menschen. Um diese Tatsache nicht aussprechen zu müssen, sprechen linkslastige Journalisten von einem „Nord-Süd-Gefälle“ – als ob Armut vom Sonnenstand bestimmt würde. Die WELT berichtet:

Nirgendwo ist das Armutsrisiko in Deutschland so groß wie in Berlin. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Danach weist Berlin den höchsten Anteil von Beziehern staatlicher Transferleistungen wie Hartz IV auf. Knapp 20 Prozent der Berlinerinnen und Berliner seien auf staatliche Unterstützung angewiesen, schreiben die Autoren der Studie „Die Bundesländer im Standortwettbewerb 2010“. Sie deckt nach eigenen Angaben den Zeitraum 2006 bis 2008 ab und hat die Aspekte Soziale Sicherheit, Einkommen und Beschäftigung unter die Lupe genommen.

Im Unterschied zu Berlin sei das Armutsrisiko in Bayern und Baden-Württemberg gering, hieß es weiter. In den beiden süddeutschen Bundesländern waren demnach durchschnittlich nur rund fünf Prozent der Einwohner auf staatliche Hilfen angewiesen. Insgesamt zeige sich sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands bei Armutsrisiken beziehungsweise sozialer Absicherung ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, lautet der Befund der Expertengruppe unter Leitung des Würzburger Wirtschaftswissenschaftlers Norbert Berthold.

So wiesen auch Rheinland-Pfalz mit sieben Prozent sowie Hessen und das Saarland mit neun Prozent einen relativ geringen Anteil an Transferempfängern auf, hieß es. Damit sei die soziale Absicherung in diesen Ländern überdurchschnittlich hoch.

Die rote Laterne tragen mit Ausnahme Sachsens durchweg die Hochburgen roter – und mit Bremen grüner – Hochburgen, wo man stets gutes will und schlechtes schafft: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bremen und die Bundeshauptstadt Berlin als Schlusslicht. Traurig für die klugen und leistungsbereiten Menschen, die es auch dort gibt, die aber durch die Politik der Dummen gehindert werden, ihre Fähigkeiten für sich und die Allgemeinheit zu entfalten. Noch trauriger für die Schwachen, die abhängig am sozialen Tropf hängen und keine Chance erhalten, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu erarbeiten. Menschen, die mit den Jahren Initiative und Selbstbewusstsein soweit eingebüßt haben, dass sie sich selbst aufgeben und in der Rolle des ewigen Almosenempfängers zu willigem Stimmvieh für die roten Scharlatane werden, die die Armen selber schaffen, die sie zu retten vorgeben.