Brandanschlag auf 1000-jährige Schweizer Kirche

Die Wahlernkirche bei Schwarzenburg in der Schweiz ist als Hochzeits- und Wallfahrtskirche auf dem Jakobsweg bekannt. Seit Samstag hat sie traurige Berühmtheit durch einen Brandanschlag erlangt. In der über 1000-jährigen Kirche wurde an drei Stellen Feuer gelegt, die 300-jährige Kanzel ist dabei zerstört worden. Darüber, wer den Anschlag verübt haben könnte, wird noch gerätselt.

Der Blick schreibt:

So etwas gab es noch nie: In der Nacht auf Samstag zündeten Irre die Kirche Wahlern bei Schwarzenburg BE an. An drei verschiedenen Stellen am und im Gebäude legten sie Feuer. Wie viele Täter waren es? Und waren es Satanisten oder Pyromanen? Die Berner Polizei tappt noch im Dunkeln.

Seit über tausend Jahren steht das Gotteshaus auf einem Hügel bei Schwarzenburg. Ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderern – und von Pilgern. Denn die Kirche ist eine Station am Jakobsweg, der über Frankreich ins spanische Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jacobus führt (siehe Box). Wer hier vorbeikommt, kriegt einen Stempel ins Pilgerbüchlein.

Doch das waren keine Pilger: Mitten in der Nacht legten die Unbekannten Feuer, versuchten zuerst, die Holzkonstruktion am Vordach in Brand zu setzen. Dann zündeten sie im Foyer Bücher und Broschüren an. Und zuletzt fackelten sie im Kirchenschiff die denkmalgeschützte 300 Jahre alte Kanzel ab.

Satanisten oder Pyromanen? Das könnten aber auch noch ganz andere gewesen sein…

„Ein absoluter Einzelfall“, sagt Thomas Gehrig, Mediensprecher der reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn. „Ich kenne keinen vergleichbar krassen Vorfall.“ Die Polizei hofft, dass jemand den oder die Feuerteufel beobachtete. „Aber noch haben wir keine Hinweise bekommen“, sagt Heinz Pfeuti, Sprecher der Berner Kantonspolizei.

(Mit Dank an alle Spürnasen)