Brennende Kirchen in Nigeria

In Nigeria wurden seit letzten Sonntag, 17. Januar, mehrere Christen ermordet und mindestens sechs Kirchen niedergebrannt. Ein Pastor erzählt gegenüber Open Doors, „wir waren mitten in einem Gottesdienst“, als die Kirche von moslemischen Jugendlichen angegriffen wurde. Bald brannten Wohnhäuser von Christen, dann mehrere Kirchen. Die Regierung schritt erst nach 24 Stunden ein.

Die Presse, die den Vorfall immerhin erwähnt, relativiert, die Lage sei eben eskaliert, die Auschreitungen hätten sich auch gegen Moslems gerichtet und suggeriert mit dem Titel „27 Tote: Brennende Moscheen und Kirchen in Nigeria“, die Gewalt wäre von Christen gegen Moslems ausgegangen.

Bei blutigen Ausschreitungen zwischen Muslimen und Christen in der nigerianischen Stadt Jos sind nach offiziellen Angaben mindestens 27 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Auslöser der Unruhen war ein Brandanschlag muslimischer Jugendlicher auf eine mit Gläubigen gefüllte Kirche. Infolge der Brandstiftung kamen nach Angaben eines Sprechers des örtlichen Imams am Sonntag 22 Menschen ums Leben, fünf weitere erlagen am Montag ihren Verletzungen.

Doch das interessiert ja nicht. Viel interessanter für die westlichen Medien ist, dass es wohl Gegenreaktionen gegen die Moslems gegeben hat, die beweisen sollen, dass die Christen auch nicht besser sind.

Auch Moscheen und Wohnhäuser gingen infolge der Unruhen in Flammen auf. Die Polizei nahm 35 mutmaßlich Beteiligte fest.

Dass die Wohnhäuser offenbar Christen gehörten, nicht etwa Moselms gehörten, erfahren wir wiederum im Bericht von Open Doors. Jihad Watch spricht sogar von 10 in Brand gesteckten christlichen Kirchen, Reuters von 13. Die Mär von den brennenden Moscheen stammt offenbar von der BBC, die uns aber über Einzelheiten im Dunkeln von Vermutungen lässt.

(Spürnase: Ben Juda)