Folterprinz ist „vermindert schuldfähig“

Scheich Issa bin Zayed al Nahyan (Foto) ist fähig, ein wehrloses Opfer brutal auszupeitschen und anschließend mit dem Auto zu überfahren (PI berichtete). Der Scheich ist auch fähig, als Businessman die Geschäfte der Emirate zu führen. Aber schuldfähig ist der Scheich nicht – das hat nämlich ein Gericht so entscheiden. Schließlich ist sein Bruder ja auch Kronprinz der Vereinigten Arabischen Emirate, ein wichtiger Mann, den übrigens auch Frau Merkel kennt.

Der Blick schreibt:

Ein Gericht in den Vereinigten Arabischen Emiraten beriet nun über den Fall des Folter-Scheichs. Es kam zum Schluss, dass der Prinz nur „vermindert schuldfähig“ sei, da er zu dieser Zeit mehrere Medikamente eingenommen habe. Die Verteidigung legte ein Gutachten vor, welches bescheinigt, dass sich jeder Mensch durch diese Kombination «sehr aggressiv verhält und die Beherrschung verliert».

Zudem sei die Echtheit des Videos höchst fragwürdig, ließ der Verteidiger des Scheichs gegenüber „CNN“ verlauten. Man vermute eine Verschwörung gegen die Königsfamilie.

Zum Folterskandal kam es, weil sich der schwerreiche Scheich Issa vom afghanischen Getreidehändler übers Ohr gehauen fühlte. Einem Geschäftsmann gelang es damals, das Video außer Landes zu schmuggeln.

Der Scheich und sein Opfer sollen sich mittlerweile außergerichtlich geeinigt haben, wie ein Regierungsvertreter berichtet. Zudem erhielt er vom Gericht eine Abfindung von 2722 Dollar zugesprochen.

Der „schwerreiche Scheich Issa“ hat die 2722 Dollar bestimmt bitter nötig… Jetzt wird er auch künftig seine Konflikte auf seine Weise Regeln können, ohne das jemand nochmal böse Videos ins Ausland schmuggeln kann. So funktioniert eben „Recht und Ordnung“ auf Arabisch.

Zur Erinnerung noch einmal das Foltervideo:

(Spürnase: Skinner)