Kristina Köhler, PI und der Spiegel

Kristina Köhler ist ein in vieler Hinsicht erfrischendes neues Gesicht in der schwarz-gelben Bundesregierung. Insbesondere ihre unidiologisch-nüchterne Sicht des Themas Islamisierung, prädestiniert sie für Anfeindungen der Linken. Wenn es in den ersten fünf Wochen ihrer Amtszeit vorwiegend diverse Blogger waren, die nach Haaren in ihrer Karrieresuppe gesucht haben, erhält sie nun in der aktuellen Printausgabe des SPIEGEL (01/2010, S.133) den Ritterschlag linksmedialer Nachstellungen.

So wiederholt das Hamburger Nachrichtenmagazin unter Personalien Anschuldigungen, Frau Köhler habe „mindestens von Mai 2007 bis April 2008“ auf ihrer Homepage einen Link auf PI-News platziert. Der SPIEGEL freut sich dabei, Köhler allen halbherzigen Dementis zum Trotz und dank www.archive.org als zumindest zeitweilige PI-Sympathisantin „ertappt“ zu haben.

Als Leser Herrn von Blumencrons Nachrichtenmagazins frage ich mich allerdings einmal mehr, ob sich dieses Blatt gerade in Sachen Informationsfreiheit selbst noch wirklich ernst nimmt?! Der eigentliche Skandal ist schließlich, dass man sich rechtfertigen muss, wenn man auf Webseiten verweist, die einem helfen den Teil der Wahrheit herauszuarbeiten, der der Bevölkerung laut Pressekodex ganz offiziell verschwiegen werden soll.

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(Text: Thorsten M.)