Messerstiche nach versehentlichem Rempler


Weil er versehentlich einen 16-jährigen angerempelt hatte, wurde gestern in Hamburg ein 18-jähriger Malerlehrling mit einem Butterflymesser niedergestochen. Er erlitt einen Lungenstich und wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Die Hamburger Morgenpost berichtet:

Die Attacke im U-Bahnhof Hagendeel an der Straße Liethwisch (Lokstedt) endete für den Maler-Azubi fast tödlich. Er erlitt einen Lungenstich.

Alexander Z. ist mit einem Freund auf dem Weg von einer Party nach Hause. Zufällig begegnet er gegen 4 Uhr dem jungen Täter und dessen Freund (17) im U-Bahnhof. Im Vorbeigehen rempeln sich Alexander Z. und der 16-Jährige leicht an. Der junge Täter rastet aus. Er verlangt die Schuhe und Halskette des Opfers. Als Alexander Z. nicht darauf eingeht, zieht der 16-Jährige ein Messer und sticht zwei Mal zu. Ein Stich trifft die Lunge.

Während das in Lebensgefahr schwebende Opfer ins Krankenhaus gebracht und notoperiert wird, nehmen Beamte den Täter und seinen Freund in der Nähe des U-Bahnhofs fest und stellen die Tatwaffe sicher. Ermittler der Mordkommission vernehmen den jungen Messerstecher. Er legt ein Geständnis ab. Inzwischen sitzt der Täter in Untersuchungshaft. Der 17-jährige Freund ist wieder auf freiem Fuß.

Die Mutter des Opfers, Heidi Z. (51), kann nicht fassen, was ihrem Sohn passiert ist. „Mein Junge hatte noch nie Ärger. Er geht immer weg, sobald es irgendwo Streit gibt. Außerdem ist er Fremden gegenüber sehr zurückhaltend“, sagt die Hausfrau, die mit ihrem Mann, einem Taxifahrer, in Rahlstedt lebt. Als ihr Sohn, der noch zwei ältere Schwestern hat, nach der Notoperation aufwachte, habe er ihre Hand genommen. „Er sagte, dass er schreckliche Schmerzen habe.“ Jedoch hatte Alexander Z. großes Glück. Einen Tag nach der Attacke schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr.

So sind die Deutschen erzogen: Jedem Streit aus dem Weg gehen, und alle Konflikte im Dialog lösen. Deshalb sind sie auch völlig wehr- und hilflos dem zugewanderten (denn davon gehen wir aus) Potential roher Kräfte ausgeliefert. Ein Neo-Nazi jedenfalls war der Messerstecher wohl nicht. Darüber hätte man uns schon aufgeklärt…

(Spürnase: Jana S.)