Tabu-Thema: Islam und Sexualität

PI hat gestern den Artikel „Damaskus-Ziege gewinnt Schönheitswettbewerb“ online gestellt. Bei unseren Lesern hat das sehr heftige und auch gespaltene Reaktionen ausgelöst. Wir haben deshalb den Artikel – auch auf Wunsch eines Teils unserer Leserschaft – wieder gelöscht.

Allerdings stellt sich die Frage, ob bzw. wie über dieses heikle Thema zu berichten ist. Sexuelle Perversion ist im Islam ein Thema; ob man davon nun unangenehm berührt sein mag oder auch nicht. Laut den Hadithen hat Mohammed mit seiner 9-jährigen „Ehefrau“ die Ehe vollzogen.

Volume 7, Book 62, Number 88; Narrated Ursa: The Prophet wrote the (marriage contract) with Aisha while she was six years old and consummated his marriage with her while she was nine years old and she remained with him for nine years (i.e. till his death). (Quelle: Jihadwatch)

In der islamischen Rechtslehre gibt es so manche Absurdität und aus unserer westlichen Sicht auch Amoralität. So hat Ayatollah Khomeini, von 1979-1989 Staatsoberhaupt und Oberster Rechtsgelehrter des Iran, in seinem „Buch der Ehe“ (Tahrir Al-Wasilah) sogar gewisse sexuelle Handlungen an Babys legitimiert. Siehe Punkt 12:

Es ist nicht erlaubt, Geschlechtsverkehr mit der Ehefrau vor der Vollendung ihres neunten Lebensjahres zu haben, sei die Ehe von Dauer oder befristet. Was die anderen Freuden angeht, wie das Berühren mit Lust, das Umarmen und den Schenkelverkehr, so ist dies kein Problem, selbst wenn sie noch ein Säugling ist.

Aber es geht noch weiter. In Punkt 23 ist die Rechtsmeinung des Ajatollah Khomeini zum Umgang mit Tieren, nachdem sie Objekt menschlicher sexueller Handlung waren, beschrieben.

Ein Tier, mit dem man Geschlechtsverkehr hatte, sollte geschlachtet und verbrannt werden, wenn es von der Sorte ist, welche man für gewöhnlich isst, so wie das Schaf, die Kuh oder das Kamel.

Darüber hinaus muss jener, welcher Verkehr mit dem Tier hatte, den Wert des Tieres ersetzen, wenn er nicht selbst der Besitzer ist.

Wenn das Tier von der Sorte war, die man zum Transportieren von Lasten oder zum Reiten benutzt und deren Fleisch man nicht begehrt, so wie der Esel, das Maultier oder das Pferd, dann soll es von dem Ort, an dem mit ihm verkehrt wurde, in eine andere Region gebracht werden und dort verkauft werden.

Den Erlös erhält jener, der mit dem Tier Geschlechtsverkehr hatte, oder er muss den Wert ersetzen wenn er nicht der Besitzer war.

Nachprüfbar für alle des Arabischen mächtigen in der Online-Ausgabe des Buches auf den schiitischen Seiten alseraj.net und shiastudies.com.

Die iranische Literaturwissenschaftlerin Azar Nafasi berichtet in ihrem Buch „Lolita lesen in Teheran“ ebenfalls davon und verwendet das selbe Zitat von Khomeini wie wir in unserem kritisierten Artikel:

Ein Mann kann (darf) Sex mit Tieren wie Schafen, Kühen, Kamelen und so weiter haben. Er soll jedoch nach dem Orgasmus das Tier töten. Er soll das Fleisch nicht an die Menschen in seinem eigenen Dorf verkaufen, soweit er dies jedoch im Nachbardorf verkauft, ist nichts dagegen zu sagen.

Azar Nafasi berichtet weiter, dass sich viele Iraner nicht mit den Schriften des Khomeini auseinandersetzten, um sich daran geistig zu erbauen – wie das Regime meinte. Vielmehr wurde das Buch gelesen, um sich über das Regime der Mullahs lustig zu machen.

Was aus unserer Sicht ungeheuerlich ist, scheint im Islam durchaus normal zu sein. Sollten wir nicht mehr darüber berichten oder uns diesem nur satirisch widmen? Auch Mark Steyn hat sich dabei schon mit dem Vorwurf auseinander gesetzt, ein Hetzer zu sein.

Und selbst der Prophet Mohammed scheint bei diesem Thema nicht abgeneigt gewesen zu sein, wie ein Blick in den Hadith Sahih Al-Buchari, Bd. 2, Nr. 357 zeigt:

Ibn Sharib erzählt, Ib Abdul Talib habe gesagt: Immer wenn seine Frauen sich in ihrer monatliche Reinigung (d.h. Menstruation) befanden, sah ich den Gesandten Allahs (sws) des öfteren in der Nähe seiner Kamelherde. Dort pflegte er liebevollen Umgang mit den weiblichen Tieren, wandte sich aber mitunter auch den Jungtieren beiderlei Geschlechts zu.

Sind wir dann nicht auch „politisch korrekt“, wenn wir Themen, die vielen ungeheuerlich erscheinen, auslassen? Oder sollten wir es wie ein Gutteil des unterdrückten iranischen Volkes machen und diesen Irrsinn publik machen, der ein geistiges – und für die Iraner zudem (bereits) ein reales – Gefängnis darstellt?

Die Diskussion ist eröffnet…