Regensburg: Kritik am Islam unerwünscht

Regensburg scheint unter einer regelrechten Käseglocke zu liegen, die offensichtlich keine Informationen über den wahren Islam durchlässt. Sozusagen eine Insel der Seligen an der schönen blauen Donau. Dort hat der Islam noch ein reines, unbeflecktes und friedliches Image. Und alle freuen sich über den Bau einer neuen, schönen Großmoschee. Selbstverständlich mit Minarett. Man will ja schließlich lieb, nett und freundlich zu seinen muslimischen Mitbürgern sein.

Auf der Internetseite des „Islamischen Zentrums Regensburg“ ist ein TV-Bericht des lokalen Fernsehsenders zu sehen. Mit einer Passantenbefragung, was man denn von dem Bau der neuen Moschee halte. Dies gibt einen guten Einblick in die Situation vor Ort.

Entweder hat die Zensurstelle des Senders ganze Arbeit geleistet oder es gibt in Regensburg wirklich keine kritischen Stimmen zum Islam. Die örtliche CSU stößt ins gleiche Horn: Man gehe mit diesem Thema „offen und ehrlich“ um und unterstütze die Pläne zum Moscheebau aus Gründen der Religionsfreiheit, des Baurechtes und vor allem auch der Integration:

„Der Islam ist längst Teil unseres Landes“ (Dr. jur. Wolfgang Schäuble). Die Integration der Muslime in unsere Gesellschaft ist unsere Aufgabe. Sie zu ignorieren, zu verdrängen oder gar zu leugnen bringt keinen Fortschritt. Nebeneinander her zu leben führt zu Abschottung. Das Gespräch führt zu einem Zusammenleben in guter Nachbarschaft.

Und so war die PI-Gruppe München beim Besuch der Veranstaltung „Muslime unter uns – Probleme und Perspektiven der Integration“ im Pfarrheim Mater Dolorosa (lateinisch: „Schmerzensreiche Mutter“) der Kreuzkirche Regensburg auf das Schlimmste gefasst. Eine junge Reporterin vom „Katholischen Rundfunk“ führte Interviews. Hier eines davon mit einem offensichtlich eher kritisch eingestellten Bürger:

Reporterin: In Regensburg soll eine Moschee gebaut werden. Wie denken Sie darüber?
Bürger: Wie soll sie denn aussehen?
Gläsern, transparent, durchsichtig.
Für die, die drinnen sind, oder für die, die draußen sind?
Sie sehen das also eher kritisch?
Ja, das sehe ich kritisch. Wird es ein Minarett geben?
Ja, es wird ein Minarett geben.
Wird es einen Muezzinruf geben?
Nein, es wird keinen Muezzinruf geben. Das Minarett ist nur ein Symbol.
Wofür?
Das weiß ich nicht. Ich hoffe, es bei der Veranstaltung zu erfahren.
Ich habe einmal gelesen, Türme sind Ausrufezeichen am Horizont. Hier werden Pfähle eingeschlagen. Eine Moschee ist ein heiliger Ort. Wo eine Moschee steht, darf nie wieder etwas anderes stehen.
Vielen Dank.

Im Pfarrsaal herrschte großer Andrang. Gut 70 Menschen hatten sich eingefunden. Es mussten sogar zusätzlich Stühle hereingetragen werden. Den Vortrag hielt Dr. Andreas Renz, ein Theologe und Religionswissenschaftler, Referent für Ökumene und Interreligiösen Dialog beim Erzbischöflichen Ordinariat München sowie Lehrbeauftragter an der LMU München.

Dr. Andreas Renz

Er versorgte die Anwesenden mit vielen Fakten über den Islam in Deutschland. Entgegen bisherigen Schätzungen gebe es hier mittlerweile gut fünf Millionen Moslems, die zu 80% in den alten Bundesländern lebten. Sie setzten sich aus 74% Sunniten, 13% Aleviten, 7% Schiiten und 6% „Sonstigen“ zusammen, wozu unter anderen die Ahmadiyya zählten. Von den fünf Millionen Muslimen seien aber nur 220.000 in Verbänden organisiert: 130.000 bei der Türkisch-Islamischen Union für Religion DITIB, 50.000 beim Islamrat für die BRD IRD (übrigens ein Kürzel für „Islamische Republik Deutschland“), ca. 15-20.000 beim Zentralrat der Muslime in Deutschland und 20.000 beim Verband der islamischen Kulturzentren VIKZ. Nachdem man davon ausgeht, dass sich bei jeder Familie nur einer als zahlendes Mitglied registrieren lasse, könne man die Zahl von 220.000 etwa mit vier oder fünf multiplizieren, so dass man auf gut eine Million Menschen komme. Also sei nur ein Fünftel aller Muslime in Verbänden organisiert. Dies decke sich auch mit Schätzungen, dass nur 20-30% aller Muslime in Deutschland regelmäßig ihre Religion praktizierten.

Die Imame kämen aus den Herkunftsländern, da in Deutschland keine Ausbildung stattfinde. Sie könnten oft kein Deutsch. Bei DITIB würden sie zudem nach fünf Jahren ausgewechselt, so dass offensichtlich keine engere Anbindung an die Sprache und die deutschen Verhältnisse erfolgen könne. Dr. Renz schlussfolgerte, dass es notwendig sei, Imame in Deutschland auszubilden. Der Islam müsse hier heimisch werden, es müsste eine Anpassung an den „Kontext Deutschland“ stattfinden. 45% der Muslime hätten die deutsche Staatsbürgerschaft, würden also dauerhaft hier leben wollen. Unser Bildungssystem habe sich aber darauf noch nicht eingestellt, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist. Bildung sei der Schlüssel für die Integration. Ohne Schulabschluss habe man keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Wenn diese Basis fehle, sei man empfänglich für radikales Gedankengut.

Der Theologe kam auf die gegenseitigen Feindbilder und Vorurteile zu sprechen, die seiner Meinung nach aus „Unwissen und Unkenntnis“ entstünden. Die globale Situation liefere Nachrichten über Konflikte, die in die Diskussion über das Zusammenleben hineinspielten. Dazu käme die Geschichte, die mit den Kreuzzügen, den Eroberungen der Muslime in Spanien und auf dem Balkan sowie des Ansturms der Türken vor Wien immer wieder angesprochen würden.

Für das friedliche Zusammenleben in Deutschland bräuchte es eine gemeinsame rechtliche Basis, und das sei das Grundgesetz. 90% aller Muslime (!) würden dies anerkennen. Der Rest habe eine „demokratie-distante“ Einstellung, und etwa 1-2% seien gefährliche gewaltbereite Menschen. Dr. Renz erinnerte daran, dass der christliche Glaube dazu auffordere, mit allen Menschen einen Dialog zu führen. Unabhängig davon, was in anderen Ländern geschehe. Dies schließe aber Kritik an islamischen Ländern nicht aus.

Nun kam Dr. Ashraf Dada zu Wort, der Vorsitzende des arabisch-islamischen Kulturvereins Regensburg, dem Bauherrn der neuen Moschee. Er betonte die guten Erfahrungen mit der örtlichen Presse und lobte die Unterstützung der Bevölkerung in Regensburg.

Dr. Uluçan, der erste stellvertretende Vorsitzende des Ostbayerischen Bildungs- und Kulturvereins erwähnte die Bedeutung des „interkulturellen Austausches“. Außerdem meinte er, dass das Kopftuchtragen und der Schwimmunterricht kein wichtiger Integrations-Indikator seien.

Nun wurde der Ring für die Diskussion eröffnet. Die erste Frage ging an Dr. Dada. Ob er und sein Verein sich auch dafür einsetzten, dass Christen in arabischen Ländern ihren Glauben ausüben könnten? Schließlich dürfe man nach Saudi-Arabien bei der Einreise nicht einmal eine Bibel mitnehmen, geschweige denn christlichen Schmuck wie beispielsweise eine Halskette mit einem Kreuz tragen. Sofort entstand Aufregung. Die Beantwortung der Frage wurde unterbunden, denn Bernadette Dechant, Vorsitzende des Frauenbundes von Mater Dolorosa, CSU-Stadträtin und Moderatorin des Abends, ergriff das Wort. Sie stellte fest, dass man nicht nach anderen Ländern schauen, sondern sich nur um das Leben in Regensburg kümmern wolle. Man wünsche hier ein friedliches Zusammenleben, und nur darum dürfe es gehen.

Ein Algerier trat jetzt unaufgefordert ans Mikrofon und erzählte etwas von „friedlichem Islam“. Die kürzlichen Ermordungen der koptischen Christen in Ägypten beispielsweise hätten „nichts mit dem Islam“ zu tun. Einer dieser Kopten hätte eine muslimische Frau vergewaltigt und deswegen sei Rache verübt worden.

Jeder, der diese unglaublichen Vorfälle in Ägypten verfolgte, bekam mit, dass die Ausschreitungen unmittelbar vor dem Weihnachtsfest begannen und natürlich auf religiösen Differenzen beruhen. Die Morde an neun koptischen Christen wurden nachträglich mit einer angeblichen „Vergewaltigung“ legitimiert. Wie eben so oft nach muslimischen Massakern das Täter-Opfer-Verhältnis auf den Kopf gestellt wird.

Die Unruhe im Pfarrsaal Mater Dolorosa wuchs. Man hatte offensichtlich nicht mit kritischen Fragen gerechnet. Als nächstes stellte ein Zuhörer fest, dass die Angst vor dem Islam keineswegs nur wegen „Unkenntnis“ aufkomme. Ganz im Gegenteil. Gerade wenn man sich mit den Schriften des Islam beschäftige, steigerten sich diese Befürchtungen noch erheblich. Schließlich sei der Koran voller wörtlicher Gewaltaufforderungen Allahs.

Dr. Renz stimmte zu, dass es viel Bedenkliches im Koran gebe, und dass Christen dort an einigen Stellen nicht besonders nett behandelt werden würden. Die zentrale Frage sei, ob diese Gewalt-Anweisungen auf die historische Situation zu begrenzen sind oder zeitlos gültig seien. Dschihadisten machten diese Koranstellen zur Legitimation ihres Handelns. Dr. Renz erwarte, dass sich Religionen selbstkritisch mit gewaltlegitimierenden Traditionen auseinandersetzten. Dies sei im Islam weitestgehend noch nicht erfolgt. Es geschehe zwar vereinzelt, sei aber bei weitem noch nicht Mainstream. Dann erwähnte er, dass auch das Christentum genug Probleme mit Gewalt gehabt habe. Schließlich sei der zweite Weltkrieg von einem christlich geprägten Land ausgegangen. Hier gab es einen Zwischenruf, dass Hitler kein Christ war und die Nationalsozialisten von ihrer Ideologie her Gegner des Christentums gewesen seien. Dem entgegnete Dr. Renz, dass sich manche Kreise der Kirchen stark an das NS-Regime angenähert hätten. Was dieser Opportunismus allerdings mit der christlichen Religion zu tun hat, blieb offen.

Ein weiteres Thema war die Feststellung von Dr. Renz, dass man mit Bildung das Abdriften in die Gewaltspirale des Islam verhindern könne. Hierzu kam die Bemerkung aus dem Publikum, dass doch viele islamische Attentäter äußerst gebildete Menschen gewesen seien.

Die Atmosphäre im Pfarrsaal wurde immer aufgeregter. Der Regensburger Polizeidirektor Wolfgang Mache, der in zivil zur Veranstaltung gekommen war, meinte aufgebracht, man solle nicht ständig auf Konfrontation gehen, sondern die Gemeinsamkeiten mit den Muslimen fördern. Durch seine langen Ausführungen fiel die Antwort von Dr. Renz unter den Tisch. Ein älterer Einheimischer wollte nun etwas über die Rolle der Frau im Islam wissen. Bevor eine Antwort kommen konnte, stand Christian Schlegl auf, Stadtrat der örtlichen CSU, und warb dafür, den Muslimen einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. „Wenn sie sagen, dass sie sich integrieren, dass sie einen moderaten Islam praktizieren und von ihnen keine Gefahr ausgeht, dann sollte man ihnen das doch auch glauben“.

Ein Marokkaner ging nun auf die Stellung der Frau im Islam ein. Er begann mit: „Im Namen Allahs, des Barmherzigen“. Frauen würden „geehrt und geschätzt“. Zum Beleg zitierte er eine Stelle aus den Hadithen, in der Mohammed die Muslime anwies, ihre Frauen zu achten. Selbstverständlich verschwieg er Vers 34 der 4. Sure, nach dem Frauen geschlagen werden sollen, wenn sie „widerspenstig“ seien. Und dass Frauen nur halb so viel erben wie Männer (4,176), dass ihre Aussage vor Gericht nur halb so viel zählt (2,282), dass sie ihren Männern immer sexuell zur Verfügung stehen müssen (2,223), dass sich Männer nach dem Sex mit Frauen reinigen müssen (4,43), dass Männer eine Stufe über ihnen stehen (2,228), dass sie sich verschleiern sollen (33,59), dass das Beschneiden gerechtfertigt ist (Hadith von Mohammed: „Schneide leicht und übertreibe nicht, denn das ist angenehmer für die Frau und besser für den Mann“), und dass sie getötet werden dürfen, wenn sie sich „unzüchtig“ verhalten (4,15). Schließlich hat Mohammed – der perfekte und vollkommene Mensch, das große Vorbild aller Moslems – ja auch eine Frau steinigen lassen, die Ehebruch begangen hatte.

Der Marokkaner erzählte dem Publikum Märchen aus 1001er Nacht, und die Zuhörer ohne Sachkenntnis des Islams wollten ihm das auch zu gerne glauben. In vollem Bewußstein seiner eigenen Religion leugnete dieser Moslem die knallharte Wahrheit über die erbärmliche Rolle, die der Frau im Islam zugedacht ist. Denn er wusste, dass dies im Regensburger Pfarrheim gar nicht so gut ankommen würde. Warum die Gutmenschen beunruhigen – schließlich sollen sie ja weiterhin alle Forderungen der Moslems brav abnicken.

Ein Regensburger Bürger wollte wissen, welche der vier sunnitischen Rechtsschulen in der neuen Moschee vertreten werde. In seiner Antwort erzählte Dr. Dada ausschweifend etwas von einem „moderaten Islam nach den Lehren von Koran und Sunna“, den seine Gemeinde vertrete. Der Fragesteller hakte nach, bekam aber immer noch keine klare Antwort. Dr. Dada wand sich hin und her. Der Bürger sagte daraufhin, wenn er keine konkrete Antwort erhalte, müsse er davon ausgehen, dass es sich um eine salafistische oder wahhabitische Moschee handele.

Hier schaltete sich wieder der Marokkaner ein und kam ungebeten nach vorne ans Mikrofon. Er erklärte, dass die vier Rechtsschulen bei den Sunniten mehr oder weniger das Gleiche aussagten. Es gebe nur Unterschiede in den Details, beispielsweise wie man die Hand beim Gebet halten müsse.

Wenn man sich einmal informiert, welche Einstellung diese vier Rechtsschulen beispielsweise bei der Genitalbeschneidung an Frauen haben, dann wird sie mit unterschiedlichen Gewichtungen von allen befürwortet. Die Malikiten sehen sie als „empfehlenswerte Tat“, die Hanafiten und Hanbaliten erachten sie als „ehrenhaft“. Die Schafiiten halten die Beschneidung sogar für eine religiöse Pflicht. In Ländern mit schafiitischer Rechtsschule ist sie deshalb auch allgemein verbreitet.

Es wäre also sehr aufschlussreich gewesen, diese Information von den Regensburger Moslems zu erhalten, aber wir bekamen auch nach langer und teilweise hitziger Debatte keine Antwort. Ganz offensichtlich wollten sie sich nicht festlegen lassen. Schließlich kam der Vorschlag, dass man auf eine konkrete religiöse Frage antwortet. Daraufhin wurde die Tötung von Apostaten angesprochen und inwieweit dies islamisches Recht sei. Wieder entbrannte eine heftige Diskussion, in der vor allem der Marokkaner auf muslimischer Seite das Wort führte. Irgendwann fiel der Satz, dass das Töten im Islam verboten sei. Was natürlich angesichts der 27 verschiedenen wörtlichen Tötungsaufforderungen im Koran grober Unfug ist. Aber die Moslems wussten offenbar angesichts der intensiven und sachkundigen Kritik einfach nicht mehr weiter.

Anschließend ging ein weiteres Mitglied des arabisch-islamischen Kulturvereins mit einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit ans Mikrofon und begann uns aus seinem Leben zu erzählen. Der Iraker Herr Al Mahmud lebe seit 34 Jahren hier und sei mit einer Deutschen verheiratet. Nach endlosen Beschreibungen über die Integration von Muslimen in seinem Heimatort Mainburg sprach er sich für Einigkeit unter den islamischen Vereinen aus. Daher solle dies eine große, gemeinsame Moschee für alle Muslime werden.

Hier gab es die Nachfrage einer Frau aus dem Publikum, ob in dieser Moschee alle islamischen Glaubensrichtungen, also auch die Aleviten, beten dürften. Nach einer langen indifferenten Rede von Dr. Dada ohne konkrete Antwort kam noch einmal die klare Nachfrage: „Dürfen jetzt alle dort beten oder nicht?“ Und Dr. Dada sagte dann schon etwas genervt: „Ja, es dürfen alle dort beten“. Nun, diese Stellungnahme sollte man zu gegebener Zeit noch einmal auf seine Verwirklichung überprüfen.

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung wurde noch engagiert weiterdiskutiert. Dr. Dada erklärte einem Diskutanten nach der Frage, wie der Islam denn zur Demokratie stehe, dass „der Islam die Demokratie schlechthin“ sei. Zur Nachfrage, ob er auch nur ein islamisches Land nennen könne, das man als freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat bezeichnen könne, sagte er: „Da müsste ich jetzt lange überlegen.“

Der Marokkaner gab übrigens den Rat, sich für weitere Fragen auf der Internetseite „einladungzumparadies.de“ die Antworten zu holen. Nun, dies ist bekanntlich die Seite von Pierre Vogel, einem bekannten Salafisten, dem Schweizer Behörden wegen seiner Gefährlichkeit im Dezember 2009 bekanntlich die Einreise verweigerten. Der „Tagesspiegel“ berichtete schon 2008 von der Gefährlichkeit der Salafisten, die in ihrer Radikalität viele Terrororganisationen – bis hin zu Al Qaida – beeinflusst haben und vor denen auch der Verfassungsschutz warnt.

Aber diese Zusammenhänge dürften weder der Regensburger Kirchengemeinde noch der CSU-Stadtratsfraktion Anlass sein, den Vertretern des arabisch-islamischen Kulturvereins nicht mehr bedingungslos zu glauben und keinen Vertrauensvorschuss mehr zu geben. Jedenfalls nicht bis zum Beweis des Gegenteils – was nicht eintreten wird, wenn man weiterhin so heftig die Augen verschließt. Aber dafür läuft der sogenannte „Dialog“ in einer schön kuscheligen Atmosphäre.

Im Eingangsbereich des katholischen Pfarrsaals lag übrigens eine Broschüre aus, die für eine Studienfahrt zur „interreligiösen Begegnung mit dem Islam“ nach Penzberg warb. Es wäre natürlich müßig, die Regensburger Schäflein darauf hinzuweisen, dass ihre Reise zu einer Moschee führt, die unter Beobachtung des Innenministeriums steht. Zu einem Imam namens Benjamin Idriz, den Verfassungsschützer als „Wolf im Schafspelz“ bezeichnen, da er unter anderem mit den Fundamentalisten von Milli Görüs Kontakt pflegt.

Dieser Abend in dem Pfarrheim mit dem Namen „Schmerzensreiche Mutter“ war für uns äußerst lehrreich. Um wieder einmal zu sehen, wie naiv, ahnungslos und beinahe leidensbereit die Gemeinden vor Ort den Moslems begegnen. Und zum anderen, wie man mit detaillierten fundierten Nachfragen die Rechtgläubigen gehörig ins Schwimmen bringen kann. Dann kommt selbst der Taqiyya-geübteste Flunkerer in Erklärungsnöte.

(Text: byzanz / Fotos RChandler – PI-Gruppe München)