PI-Serie: Mit Muslimen diskutieren – aber wie?

PI-Serie: Mit Muslimen diskutieren – aber wie?Das ist eine Frage, die wir unseren Lesern stellen möchten: Wie diskutieren wir mit Muslimen? Diskutieren wir überhaupt mit ihnen? Lohnt sich das? Soll man auch mit Radikalen diskutieren? Machen wir deutlich, dass wir mit den islamischen Schlichen und Kniffen vertraut sind? Erwidern wir Taqiyya mit Gegen-Taqiyya? Welche Argumente sind geeignet? Wie geht man am besten mit der Anti-Logik des Islam um?

Wir interessieren uns dafür, welche Erfahrungen unsere Leser gemacht haben, welche Strategien und Argumente die besten sind. Ihre Einsendungen (an: pi-team@blue-wonder.org) werden von der PI-Redaktion geprüft und die besten auf PI veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 31. März 2010.

Damit etwas deutlicher wird, in welche Richtung es gehen soll, bringen wir die folgenden typischen Beispiele aus der Praxis:

Halbe, falsche oder entstellte Bibelzitate

Z.B.: „Der Leib der Frau gehört ihrem Mann“. Muslime spekulieren damit, dass wir die Bibel nicht kennen. Dagegen hilft nur lesen! Das korrekte Zitat geht nämlich so: „Der Mann leiste der Frau, was er ihr schuldig ist, desgleichen die Frau dem Mann. Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau.“ (1. Korinther, 7,3-4)

Direkte Lügen

Mohammed habe keine Kriege geführt. Bei Widerlegung dann das Zweitargument, er habe sich nur verteidigt. Das ist anhand der islamischen Schriften (Koran, Sira – „Prophetenbiografie“) leicht zu widerlegen. Nachdem Mohammed seine Heimatstadt Mekka verlassen hatte, führte er eine Reihe von Kriegen und Feldzügen gegen sie und überfiel Karawanen, die auf dem Weg nach Mekka waren, um der Stadt zu schaden. Er hat also völlig Unbeteiligte getötet oder töten lassen.

Die AT-Täuschung

Muslime verweisen gerne auf Stellen im Alten Testament, die ihnen gut in den Kram passen. Beispiel, bezogen auf die Strafe für Homosexualität: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.“ (3. Mose, 20, 13) Das steht in der Tat dort und hatte vor 3.000 Jahren wohl auch eine Bedeutung für die Rechtspraxis. Im heutigen Judentum ist die Stelle irrelevant. Was Gott will und wie die Juden leben sollen, ist in den nachbiblischen Schriften erörtert und begründet. In Israel werden Homosexuelle selbstverständlich nicht bestraft. In Jerusalem gäbe es sogar eine jährliche Gay Pride Parade, wenn, ja wenn die ansässigen islamischen Araber das nicht durch Anschlagsdrohungen zu verhindern wüssten.

Die grausamen Strafen

Wie sie z.B. bei den Dieben von Mohammeds Kamelen zur Anwendung kamen (Hände abhacken, Füße abhacken, Augen ausbrennen, verdursten lassen). Islamisches Argument: Das waren damals gültige Gesetze. Ganz recht. Doch wer hat diese Gesetze gemacht? Mohammed selbst natürlich.

Verwendung von Nebeldeutsch zur Vernebelung der Wahrheit

Sie behaupten „Islam“ bedeute „Frieden“ oder „Allahu akbar“ hieße „Gott sei gepriesen“. Mit einem Blick in ein Wörterbuch ist der Schwindel enttarnt. „Islam“ bedeutet wortwörtlich „Unterwerfung“ (unter den Willen von Allah) und „Allahu akbar“ heißt „Gott ist größer“ (stets größer, als das, was man sich vorstellen kann, auch größer als das Größte).

Der Westen, das Christentum hat auch schlimme Dinge getan

Ganz recht. Doch wann war das? Früher, zum Teil sehr viel früher. Das ist ein kleiner, aber sehr entscheidender – der entscheidende – Unterschied; es ist der zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zwischen dem, was einmal war, vor langer Zeit, und dem, was heute ist.

» PI: Video: Diskussionen mit Moslems




Edathys neuer Mitstreiter gegen das Internet

Bundesnetzinquisitor Sebastian Edathy hat einen neuen Mitstreiter im Kampf gegen das teuflische Internet.  Hugo Chavez (Foto), Diktator von Venezuela, findet jetzt ebenfalls, dass es nicht geht, dass im Internet Menschen sagen können, was sie wollen. Damit ist der kommunistische Lump – also Chavez – nicht allein.

HEISE-online berichtet:

Venezuelas Präsident Hugo Chavez fordert strengere Regeln fürs Internet. Es gehe nicht an, dass jeder dort tun und sagen könne, was er wolle; jedes Land müsse seine eigenen Regeln und Normen anwenden. Als Begründung für seine Forderung gab Chavez an, dass auf einer regierungskritischen Webseite fälschlich die Ermordung eines Ministers gemeldet worden sei. Außerdem werde dort regelmäßig zum Putsch aufgerufen.

Chavez sieht sich dabei mit Bundeskanzlerin Angela Merkel einig; diese habe sich kürzlich ähnlich geäußert. Merkel hatte in ihrem Podcast zur diesjährigen CeBIT vor einem „rechtsfreien Raum Internet“ gewarnt und die Löschung rechtswidriger Inhalte angekündigt. Der Podcast-Beitrag räumt aber auch dem Thema Datenschutz breiten Raum ein und enthält die ausdrückliche Zusicherung, die Freiheit des Internet nicht unnötig einzuschränken.

Unnötig einschränken wollen auch Edathy und Chavez das Internet nicht. Nur gerade soviel, dass nichts Falsches mehr drinsteht. Eine gemäßigte Zensur wie in China, Saudi-Arabien oder dem Iran. Darauf wird man sich doch wohl einigen können.




Armeechef prognostiziert Migrantenströme


Der Schweizer Armeechef (Foto) hat sich unbeliebt gemacht, indem er einen Migrantenstrom aus gescheiterten Euroländern vorhergesagt hat, die einen Einsatz der Armee erforderlich machen würde. Griechenland reagierte beleidigt und zeigt mit dem Finger auf andere. Die Linke ist „entsetzt“.

Das Schweizer Fernsehen berichtet:

Nach Recherchen der Zeitung stellt die Europa-Karte neben Griechenland vier weitere EU-Staaten «als gefährdet» dar: Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Als Ausgangspunkt für potenzielle Gefährdungslagen gilt demzufolge etwa der Euro – und zwar dann, wenn Staaten die «Kriterien der Eurozone nicht mehr oder bald nicht mehr erfüllen». Auch «Staaten, in denen soziale Unruhen drohen» werden als gefährdet aufgelistet.

Brisant geworden sei die Karte insbesondere nach Blattmanns Äusserungen zu Griechenland, heisst es in dem Bericht weiter. So habe der Armeechef unter anderem darauf hingewiesen, dass «auch grosse Migrationsströme einen Einsatz nötig machen könnten.» Man müsse nur «an die wirtschaftliche Situation in Griechenland» denken. «Plötzlich steht in einem EU-Land der Staat vor dem Bankrott», hatte Blattmann zur Erläuterung seiner Annahmen hinzugefügt.

Griechenland reagierte laut «Sonntag» heftig auf die Ausführungen Blattmanns: «Wir sind überrascht über diese Aussage», erklärte Achilles Paparsenos, Sprecher der griechischen UNO-Mission in Genf. «Nicht nur Griechenland, sondern auch andere EU-Staaten befinden sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Niemand erwartet, dass Bürger dieser Länder allenfalls in die Schweiz kommen möchten», betonte der griechische Diplomat.

Entsetzt seien auch Sicherheitspolitiker aus dem linken Parteispektrum. berichtet die Zeitung. So sagte etwa SiK-Vizepräsident und SP-Nationalrat Max Chopard: «Ich habe beim Präsidenten der Sicherheitspolitischen Kommission für unsere nächste Sitzung vom 22./23. März eine Aussprache dazu verlangt. Und zwar in Anwesenheit des Chefs der Armee.»

Man stelle sich den linken Aufschrei vor, hätte der Armeechef von Moslemströmen gesprochen, gegen die der Einsatz der Armee notwendig würde. Der Tagesanzeiger lässt uns wissen:

Insider sagen, die Karte wirke «handgestrickt», weil sie Fakten und Mutmassungen vermische. Sie ist das Werk des Bereichs Verteidigung unter Armeechef Blattmann. Nicht einmal der strategische Nachrichtendienst (SND), der Auslandgeheimdienst, soll daran mitgewirkt haben.

Das Schicksal Blattmanns dürfte wohl besiegelt sein…

(Spürnase: Christian B.)




Infostand in Regensburg

Am Samstag veranstaltete die Bürgerbewegung Pax Europa zusammen mit der PI-Gruppe München einen Infostand in Regensburg. Wir brachten hunderte Flugblätter unters Volk. Darin klärten wir die Bürger unter anderem darüber auf, dass der arabisch-islamische Kulturverein, der für den Bau der neuen Moschee zuständig ist, im Jahre 2004 indirekt Kontakte zu Al-Qaida hatte. Darüber hinaus informierten wir umfassend über die aggressive Ideologie im Deckmantel einer Religion.

Initialzündung für unser Engagement in Regensburg war der Besuch der Veranstaltung „Muslime unter uns“ Anfang Februar, bei der wir durch kritische Nachfragen heftige Reaktionen ausgelöst hatten. Es folgten im Zuge der Auseinandersetzungen mit dem Regensburger Polizeidirektor und einer CSU-Stadträtin Artikel in diversen Zeitungen wie dem Donaukurier, der Donaupost und der Mittelbayrischen Zeitung.

Da am kommenden Donnerstag Abend in Regensburg eine weitere Veranstaltung mit dem Titel „Christentum und Islam“ stattfindet, wollten wir bei den Bürgern Interesse für die Problematik wecken. Denn bisher scheint in der Donaustadt wenig Faktenwissen über die Religion des Friedens™ vorzuliegen.

Es gab wieder viele interessante Begegnungen. Eine Regensburger Stadträtin bezeichnete uns aufgeregt als „Hetzer“. Sie nahm trotzdem unsere Flugblätter mit, so dass in der kommenden Woche für ausreichend Unruhe im Stadtrat gesorgt sein dürfte. Denn nichts scheint man dort im Zusammenhang mit dem Islam mehr zu fürchten als die Wahrheit.

Es kamen viele Bürger an unseren Stand, die uns von beunruhigenden Erfahrungen in islamischen Ländern erzählten. Einer berichtete vom einem Arbeitskollegen, der ein Jahr in der Türkei gearbeitet hatte. Um sich gut auf diesen Aufenthalt vorzubereiten, habe er türkisch gelernt. So bekam er mit, wie er einmal scheinbar herzlich eingeladen wurde, sich die Gastgeber aber dann auf türkisch über den „Drecksdeutschen“ unterhalten hätten.

Eine Frau, die wegen ihrem Mann viel in Ägypten ist, erzählte von der erschreckend schnell voranschreitenden Islamisierung dort. Es seien immer mehr Kopftücher und Hijabs zu sehen. Ein älterer deutscher Christ, der schon seit 40 Jahren mit einer Ägypterin verheiratet ist, bekomme immer mehr Probleme deswegen. Die inter-religiösen Spannungen im Lande würden immer deutlicher zunehmen.

Wir bekamen auch Besuch von Moslems. Mit manchen konnten wir relativ ruhig diskutieren, wobei sie nach altbewährtem Strickmuster alle unangenehmen Fakten beschönigen wollten. So nach dem Motto: Anders gemeint, falsch interpretiert und aus dem Zusammenhang gerissen. Wir ließen natürlich nichts durchgehen und hatten mit einem original arabischen Koran aus Ägypten, der parallel auf englisch übersetzt ist, ein hervorragendes Nachschlagewerk zum Faktencheck.

Aber es gab auch sehr unangenehme Begegnungen mit Moslems. Nicht jeder kann mit unbequemen Wahrheiten gelassen umgeben. Von einem bekamen wir Schläge angedroht. Seine Freundin krähte etwas von „Polizei holen“ und „Rassismus“. Ein anderer rief uns nach „Wir werden sowieso bald mehr sein als ihr und das Land übernehmen“.

All dies bestärkt uns nur noch mehr in unserer Aufklärungsarbeit. Nebenbei erlebten wir die Geburtsstunde der PI-Gruppe Regensburg. Drei Aktivisten besprachen sich und kamen überein, sich fortan regelmäßig zu treffen und eigene Aktionen zu planen. Wir teilten ihnen ermutigend mit, dass die PI-Gruppe München auch mit drei Personen angefangen hatte. Mittlerweile sind bei unseren Treffen immer 20-30 Mitstreiter anwesend, der gesamte Kreis umfasst 80 Islamkritiker. Und es werden ständig mehr.

Es motivierte uns enorm, dass sich viele Bürger die Infos genau durchlasen, aufmerksam wurden und mit uns intensive Gespräche führten. Manche hatten sich schon eigene Gedanken gemacht, andere waren hingegen überrascht über die für sie neuen Fakten. Es bewies uns, dass solche Infostände in Fußgängerzonen sehr effektiv sind.

Wir sind schon sehr gespannt auf die Veranstaltung am kommenden Donnerstag in Regensburg. Es wird mit Sicherheit wieder interessante Diskussionen geben. Und der Islam dürfte sich nicht mehr ganz so ungestört in der Oberpfalz-Metropole ausbreiten können wie bisher…

(Text: byzanz / Fotos: RChandler / PI-Gruppe München)




Daniel Pipes zu Joe Bidens Israel-Besuch

Joe BidenJoe Bidens Trip nach Israel passt wunderbar in den Zusammenhang der internen Streitereien über die Israel-Politik. Die extreme Linke behielt ursprünglich die Oberhand, wie Hillary Clintons Erklärung vom Mai 2009 belegt, Obama wolle „einen Siedlungsstopp sehen – nicht ein paar Siedlungen, keine Außenposten, keine Ausnahmen für natürliches Wachstum“.

(Von Daniel Pipes, 10. März 2010)

Aber diese Vorgehensweise floppte, was den Linken der Mitte um den September herum erlaubte, die Führung zu übernehmen. Die Linken der Mitte sind weiter Herr im Haus, wie die Bidens Doppeläußerungen von gestern andeuten. Zuerst bot er die „absolute, totale, ungeschminkte Zusage“ seiner Administration an Israels Sicherheit an. Dann verriss er eine israelische Entscheidung für neue Wohneinheiten in Jerusalem als einen Schritt, der „das Vertrauen untergräbt, das wir ausgerechnet jetzt brauchen“.

Der Mitte-Links-Ansatz ist besser als der der extremen Linken, doch keiner von beiden hat eine Chance auf Erfolg. Israel braucht keine Einschüchterung zu seiner Wohnungsbaupolitik, sondern einen amerikanischen Verbündeten, der es ermutigt, seinen Krieg gegen die irredentistischen Palästinenser sowohl der Fatah als auch der Hamas zu gewinnen.

(Englischer Originaltext: On Biden in Israel / Übersetzung: H. Eiteneier)




Ibn Warraq: Die Scharia ist totalitaristisch

Wir wissen zwar nicht, wie solch‘ grandiose Artikel wie der von Ibn Warraq in die sonst so islamverherrlichende WELT gelangen, aber seis drum. Hier ein Auszug: „Das islamische Recht beziehungsweise die Scharia, zum Teil aus dem Koran abgeleitet und aus den Taten und Worten des Propheten, wird als gottgegeben angesehen, als unveränderlich und unfehlbar. Das ist eine totalitäre Konstruktion, die darauf abzielt, jeden einzelnen Aspekt des Lebens eines Muslims zu kontrollieren, selbst eines Nicht-Muslims – und deshalb ist dies vollkommen unvereinbar mit westlichen, liberalen Demokratien und den Menschenrechten.“ Kategorie: Lesebefehl! (bitte auch an der Umfrage teilnehmen)

(Foto: Moslems auf einer Anti-Scharia-Demo in London am 31.10.2009)




PI zum Abreißen

PI-Leser Resistor schickte uns heute eine von ihm entworfene Vorlage für PI-Abreißzettel. Er schreibt: „Die Idee habe ich von den Suchanzeigen, die man manchmal auf schwarzen Brettern sieht, wenn jemand eine Wohnung sucht oder ein Kanarienvogel entflogen ist. Da ist dann immer die Telefonnummer drauf. Mein Gedanke ist, dass sich jeder als Gedankenstütze einen Streifen abreißen kann und zuhause die Internetadresse von PI zur Hand hat. Man darf nur nicht vergessen, vor dem Aufhängen die Streifen durchzuschneiden. Anbringen kann man die Werbung mit Reisnägeln oder eleganter mit doppelseitigem Teppichklebeband. Ich habe schon öfters solche Blätter angeklebt und immer waren später einige Streifen abgerissen. Ich hoffe dass Euch meine Idee gefällt!“




Riesige Erdgasreserven für die freie Welt


Da guckst Du, Gas-Gerd: Ingenieurkunst statt Korruption und Erpressung. In den USA wurden durch neue Technologie riesige Erdgasreserven entdeckt, die nicht nur Amerika in Zukunft von Gasimporten unabhängig machen, sondern das gesamte Machtgefüge der Welt dauerhaft zugunsten der freien Welt verschieben könnten.

Die großen Zeitungen haben die Nachricht noch nicht verstanden, die Capital berichtet bereits:

Neue Gasfunde machen die USA unabhängig von Russland. Dank modernster Technik wird auch in Europa nach unerschlossenen Vorkommen gebohrt. Der Markt steht vor einem historischen Umbruch – und einer ungeahnten Gasschwemme.

Die Nachricht ging fast unter, sie sah aus wie eine kleine Fußnote in der Geschichte zweier ewiger Rivalen: Mitte Januar gab das amerikanische Energieministerium bekannt, dass die USA im vergangenen Jahr Russland als weltgrößten Erdgasproduzenten abgelöst haben.

Doch hinter dem nüchternen Befund steckt mehr. Viel mehr. Er ist ein erster Indikator dafür, dass sich das Kräfteverhältnis an den globalen Gasmärkten verschiebt. Und das damit verbundene politische Machtgefüge gleich mit.

Bisher gehorchte der internationale Gashandel einer einfachen Mechanik: Steigt die Nachfrage und wird das Angebot knapp, nimmt die Macht großer Förderstaaten wie Russland und Norwegen zu. In schöner Regelmäßigkeit folgen daraufhin die politischen Panikreflexe: Die Nato entwirft Bedrohungsszenarien, die darlegen, welch geostrategisches Gefahrenpotenzial von Russland ausgeht. Und die Europäer zerbrechen sich den Kopf, wie sie sich aus der Abhängigkeit von russischem Gas befreien können.

Ein technischer Durchbruch könnte diesen Automatismus jetzt außer Kraft setzen. Immer mehr Spezialfirmen vor allem in Amerika bohren nach sogenanntem nichtkonventionellem Erdgas – Gas also, das in dichten Ton- und Schieferschichten eingelagert ist.

Die Bergung dieser Vorkommen ist aufwendig. Die Bohrungen müssen erst vertikal tief in die Erde getrieben werden, um dann horizontal zu den Lagerstätten vorzudringen. Anschließend wird das Gestein hydraulisch aufgebrochen (siehe Grafik auf Seite 2). Doch dank der hohen Gaspreise ist diese teure Fördertechnik inzwischen konkurrenzfähig. Und die Funde übertreffen alle Erwartungen.

Mehr als die Hälfte der nachgewiesenen Erdgasreserven der USA entfallen bereits auf nichtkonventionelles Gas. Das Potential Gas Committee der Colorado School of Mines, einer führenden geowissenschaftlichen US-Universität, hob seine Schätzungen über die amerikanischen Gasressourcen jüngst um mehr als ein Drittel an: auf 58?800 Milliarden Kubikmeter.

Die Experten überbieten sich geradezu mit feierlichen Kommentaren. Eine „stille Revolution“ nennt Fatih Birol, Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur (IEA), die neuen Fördermöglichkeiten. Daniel Yergin, der Guru der Energieanalysten, spricht von der „wichtigsten Energieinnovation des Jahrzehnts“.

Noch weiter geht Tony Hayward. Für den Chef des Ölkonzerns BP verändern die Funde den „Ausblick der Energiewirtschaft für die nächsten 100 Jahre“.

Für große Exporteure wie Gazprom werden die neu erschlossenen Lagerstätten im Schiefergestein zu einer echten Gefahr. Denn ihre milliardenschweren Investitionen in Förderstätten und Pipelines basieren auf der Annahme, dass Erdgas knapp und teuer bleibt.

Darauf ist jetzt kein Verlass mehr. Die Aussicht auf das Erschließen der zahlreichen nichtkonventionellen Gasvorkommen drückt längst auf die Preise.

Zumal sich das Überangebot in den USA auch auf Westeuropa auswirkt, den wichtigsten Absatzmarkt Russlands. Seit Erdgas sich tiefgekühlt und verflüssigt (LNG) per Schiff um den Globus transportieren lässt, ist für den Rohstoff ein echter Weltmarkt entstanden. Die Energiemultis haben im großen Maßstab LNG-Terminals errichtet und Tanker bestellt, weil sie mit einem gewaltigen Importbedarf der USA rechneten.

In ihrer Not suchen die Gasexporteure daher alternative Absatzmärkte für ihr Flüssiggas. Neben Japan setzen sie vor allem auf Europa. So steigt das Angebot, die Nachfrage hingegen ist wegen der Wirtschaftskrise eher mau. Die Folge: ein Preisverfall auf den europäischen Spotmärkten. Die IEA ruft in ihrem Jahresbericht bereits eine „Gasschwemme“ aus.

Angelockt von den spektakulären Funden stürzen sich die westlichen Energieriesen regelrecht auf das nichtkonventionelle Gas. BP und Norwegens Ölkonzern StatoilHydro haben Flächen und Explorationsrechte in Nordamerika erworben. Shell forscht in der Karoo-Ebene in Südafrika nach gashaltigem Gestein. Und spätestens seit der weltgrößte Öl- und Gaskonzern Exxon Mobil im Dezember 41 Milliarden Dollar für die Spezialgasfirma XTO bezahlte, bewegt das Thema auch die Kapitalmärkte.

Selbst in Europa wird nach neuen Quellen gesucht. Royal Dutch Shell bohrt in Schweden und der Ukraine. In Polen drängt neben ConocoPhillips und Exxon Mobil ein Bündnis aus der britischen Aurelian Oil & Gas und dem Warschauer Energiekonzern PGNiG auf den Markt.

Auch in deutschem Boden schlummert nichtkonventionelles Gas. Nahe Konstanz etwa vermuten Forscher ein ergiebiges Feld. „An vielen Stellen gibt es Schwarzschieferhorizonte, die hoch angereichert mit organischen Substanzen sind“, sagt Hilmar Rempel, Energieexperte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover.

Die IEA schätzt die erschließbaren Vorkommen in der Alten Welt auf 35?000 Milliarden Kubikmeter. Das würde den Bedarf Westeuropas rechnerisch rund 50 Jahre lang decken – vorausgesetzt der Verbrauch verharrt auf dem gegenwärtigen Niveau.

Am größten ist das Potenzial ausgerechnet in den Ländern, die besonders abhängig von russischem Gas sind – in Polen, Ungarn und der Ukraine. Der polnische Regierungsberater Maciej Wozniak träumt bereits davon, dass sein Land zum Gasexporteur aufsteigt.

Die neuen Fördermethoden verschieben nicht nur die ökonomischen, sondern auch die geostrategischen Kräfte. Polen, das seit jeher für seine Unabhängigkeit kämpft, könnte sich endlich aus der Umklammerung des Gasexporteurs Russland befreien. Das gilt ebenfalls für andere ehemalige Satellitenstaaten der Sowjetunion. Dem Streit um die Ostseepipeline, die russisches Gas direkt nach Deutschland bringen soll und die osteuropäischen Staaten dabei umgeht, wäre die Grundlage entzogen.

Nicht nur das Kräfteverhältnis zwischen den USA und Russland verschiebt sich durch die umwälzende Entdeckung nachhaltig zum Vorteil des Westens. Erdgas kann in vielen Fällen das knapper werdende Erdöl ersetzen, insbesondere dort, wo es um die Energiegewinnung geht. Damit verringert sich auch die Abhängigkeit und Erpressbarkeit der freien Welt durch die islamischen Ölförderstaaten wie Iran, Saudi-Arabien oder die Golfstaaten. Das könnte in den nächsten hundert Jahren weit bedeutsamer werden, als der Vorteil gegenüber Russland, den man mit großer Vorsicht ausspielen sollte. Denn das negative Szenario der veränderten globalen Machtverhältnisse liegt auch auf der Hand: Russland und die Araber in einer globalen Allianz der Verlierer. Das wäre brandgefährlich und muss durch eine kluge Politik verhindert werden.




Fünf Monate Haft für 52,- Euro-Betrug

Ein Türke, der den Staat um 120.000,- Euro prellt, erhält – wie berichtet – eine Bewährungsstrafe. Weniger Milde erfuhr ein 51-jähriger Arbeitsloser, der wegen Schwarzarbeit volle 52,- Euro Arbeitslosengeld zuviel kassiert hatte. Dafür gabs fünf Monate ohne Bewährung. Ja, wo kommen wir denn sonst hin?

(Spürnase: Marcus)




El-Kaida-Mann wartete US-Atomkraftwerke

Der 26-jährige El-Kaida-Mann Sharif Mobley (Foto r.), der im Jemen festgenommen wurde, arbeitete nach Informationen der „New York Times“ sechs Jahre lang in diversen Kraftwerken im US-Bundesstaat New Jersey. Die Nuklear-Aufsichtsbehörde erklärte jedoch, der US-Staatsbürger habe in dieser Zeit keinen Zugang zu sensiblen Informationen gehabt.

Der Spiegel berichtet:

Mobley war bereits vor mehreren Wochen vom Geheimdienst im Jemen wegen mutmaßlicher El-Kaida-Kontakte festgenommen worden. Wegen gesundheitlicher Probleme sei er in eine Klinik in der Hauptstadt Sanaa verlegt worden, sagte das Innenministerium. Dort habe er bei einem Fluchtversuch einem Wächter eine Pistole entrissen, den Wachmann erschossen und einen weiteren Wächter verletzt. Schließlich hätten Beamte einer Anti-Terror-Einheit das Krankenhaus gestürmt. Nach Informationen jemenitischer Behörden war Mobley in mehrere Terrorattacke verwickelt.

Auch die US-Bundespolizei war Mobley bereits auf der Spur: Nach Aussagen seiner Eltern habe das FBI in der Vergangenheit mehrfach in ihrer Wohnung nach ihm gesucht, doch da sei ihr Sohn bereits im Jemen gewesen.
Mobley gilt in den USA als „homegrown radical“ und gehört damit zu den im eigenen Land aufwachsenden Muslimen, deren politische Radikalisierung den Sicherheitsbehörden immer mehr Kopfzerbrechen bereitet. Es handele sich vorwiegend um junge Muslime, die sich nicht zuletzt angesichts der Kriege im Irak und in Afghanistan radikalisieren.

(Spürnase: Daniel Katz)




„Integration“ in Deutschland – ein Einzelfall™

Den bösen Deutschen wird ja gerne ein Hang zum Rassismus unterstellt. Mit den armen lieben Türken wollen sie nichts zu tun haben. Wie rum der Hase tatsächlich läuft, zeigt dieses Beispiel aus Münster, in dem eine türkische Familie ihre Tochter umbringen wollte, weil die einen Deutschen liebt.

Die Ruhr-Nachrichten schreiben:

Fatima P.* hat türkische Wurzeln, ist aber in Deutschland aufgewachsen und hat einen deutschen Pass. Seit einem Jahr ist sie mit dem gleichaltrigen S. befreundet. Und da liegt wohl auch das Motiv für die Übergriffe auf Fatima, denn: Dass sich die junge Frau mit einem Deutschen eingelassen hat, das scheint der aus dem Osten der Türkei stammenden Großfamilie überhaupt nicht zu passen.

Am Freitagabend vergangener Woche spitzte sich der Konflikt in Münster und Italien dramatisch zu. Fatima selbst will aus Angst vor ihrer Familie darüber nicht öffentlich reden. Dafür schildert Arno S., der Vater von Fatimas Freund, was geschah: „Fatima hatte sich am Freitag mit ihrer Schwester getroffen. Sie waren zum Shoppen in Dortmund. Auf dem Rückweg ist es passiert.“

An einem Restaurant im Raum Hiltrup habe sich plötzlich ein zweiter Wagen neben das Auto der beiden Schwestern gesetzt: „Fatima wurde herausgezogen, geschlagen und in den anderen Wagen gezerrt“, berichtet Arno S. „Sie wurde nach Ancona geschafft und sollte von dort mit einer Fähre in Richtung Türkei gebracht werden.“ Fatimas Schwager, der auf ihrer Seite steht und Kontakt zu Familie S. hat, habe erzählt, dass es der Plan gewesen sei, Fatima von der Türkei aus nach Syrien zu verschleppen, um sie dort umzubringen.

In Ancona, so berichtet Fatimas Anwalt Knecht, sei die Polizei auf Fatima und ihre Entführer aufmerksam geworden. Wie, das wisse er nicht, sagte Knecht, er habe noch keine Einsicht in die Polizeiakten nehmen können: „Sie ist jedenfalls von der Polizei befreit worden.“ Fatima wurde, da sie durch Misshandlungen deutliche Verletzungen erlitten habe, in einem Krankenhaus behandelt.

„Über die deutsche Botschaft in Italien ist ihr ein Flugticket besorgt worden“, sagt Arno S. Er hat Fatima vom Flughafen in Düsseldorf abgeholt. Seither hält sich Fatima wieder in Münster auf. Sie hat Angst um ihr Leben. Sie fürchtet, dass ihre Familie, die in Münster wohnt, nicht locker lassen und alles daran setzen wird, sie doch in die Türkei zu bringen.

Bereits im vergangenen Jahr, so erzählt Arno S., habe ihre Familie Fatima mit einem Vorwand in die Türkei gelockt: „Sie sollte ihrer Schwester bei der Suche nach einem Brautkleid helfen“, schildert er. Als Fatima in der Türkei angekommen sei, habe die Familie ihr alles abgenommen – Handy, Geld, Papiere – und dann dort festgehalten. Erst nach fünf Monaten sei ihr kurz vor Weihnachten die Flucht zurück nach Deutschland gelungen.

„Da sie sich aber als Deutsche länger als drei Monate in der Türkei aufgehalten hatte und dafür kein Visum besaß, musste sie 60 Euro Bußgeld zahlen und bekam ein fünfjähriges Einreiseverbot in die Türkei“, sagt Arno S. „Deshalb sollte sie bei der Entführung jetzt auch mit dem Pass ihrer Schwester in die Türkei geschmuggelt werden“, erzählt er. Dieser Plan wurde in Ancona von der Polizei vereitelt.

*Name geändert.

Natürlich hat dieser Einzelfall™ nichts mit dem Islam zu tun!

(Spürnase: Florian G.)