Eine gut geführte Diskussion setzt wesentliche Kenntnisse des Christentums und Islams voraus. Es sollte jegliche Emotionalität oder sogar Aggressivität unterbunden werden und der Diskutant sollte stattdessen Vernunft walten lassen und seine Argumentation auf Logik und Rationalität aufbauen. Von der Führung derartiger Debatten in islamischen Ländern sollte Abstand genommen werden.

(Essay von Antoine zur PI-Serie “Mit Muslimen diskutieren – aber wie?”)

Man sollte sich von jeglicher Form von Hochmut fernhalten und die Liebe zur Wahrheit zum Ausdruck bringen. Es ist immer besser Fragen zu stellen statt Antworten zu geben. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man weder als Nicht-Muslim durch eine Kampfhandlung getötet werden, noch „eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten”, noch der Aufforderung zum Islam zu konvertieren nachkommen will, weil man zu viele Fragen hat, die noch keiner hätte ausräumen können. In Sure At-Tauba Vers 29 heißt es dazu:

„Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.”

Der Koran benutzt in diesem Vers ein bestimmtes Wort für die Aufforderung zum Kampf, nämlich das Wort qatala. Ein anderes Wort für Kämpfen, welches auch oft im Koran genannt wird, ist das Verb jáhada. Dieses Wort wird beispielsweise im Vers 41 derselben Sure verwendet:

“Zieht aus, leicht und schwer, und kämpft mit eurem Gut und mit eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet!”

Das Nomen des Verbs jáhada ist jihad. Natürlich gelten die oben genannten Verse ja nur in ihrem historischen Kontext, würden manche Menschen argumentieren. Aber was ist denn mit dem historischen Kontext des Verses 31 in der Sure An-Nur, welcher hinzugezogen wird, um die Kopftuch- bzw. Verschleierungspflicht der Frauen zu rechtfertigen? Warum gibt es Verse im Koran (z.B. Sure An-Nur 31) die eine ewige Gültigkeit besitzen und andere, die das Thema der Gewalt gegen Nicht-Muslime behandeln (z.B. Suren At-Tauba 29 und 41) gelten angeblich nur in ihrem historischen Kontext? Entweder müssen doch alle Verse gleichermaßen eine ewige Gültigkeit besitzen oder alle Verse nur zu einem bestimmten Zeitpunkt gültig gewesen sein? Das Letztere würde eine unheimliche Relativierung des Koran mit sich ziehen, während Ersteres erkläre, warum so viel Gewalt and so viele Tötungen im Namen des Islam noch in der Neuzeit stattfinden.

Objektivität im Islam

Ein Großteil der Muslime ist absolut nicht daran interessiert, den Islam objektiv oder kritisch zu betrachten. Und all jene Muslime, die an einer kritischen Betrachtung ihrer Religion interessiert sind, werden von anderen Muslimen oder den Regierungen in ihren Heimatländern von ihrem Vorhaben abgehalten. So gibt es beispielweise in den Buchhandlungen der allermeisten Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist, keine Bibeln oder Bücher, die sich mit dem Judentum oder Christentum beschäftigen. Die Bücher muslimischer Apologeten über das Judentum und Christentum sind davon natürlich ausgenommen. Man trifft jedoch oft auf Bücher, die z.B. den Buddhismus oder Esoterik diskutieren. Warum findet sich in diesen Buchhandlungen das eine oder andere Buch des Dalai Lama, aber nach dem Buch „Jesus von Nazareth: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung” von Papst Benedikt XVI. sucht man vergebens? Juden und Christen sind doch alle irregegangen und ihre heiligen Bücher sind verfälscht. Warum können die Bücher der Juden und Christen also nicht verkauft werden? So könnten Muslime in ihrer Heimat doch endlich mal Zeugen dieser Verfälschungen werden und gründliche Vergleiche anstellen. Die Antwort auf diese Frage ist die Angst vor der Wahrheit, die Angst, dass ein Haus, das man auf Sand aufgebaut hat, in sich selbst zusammenbricht.

Diskussionstaktiken

Viele Muslime reagieren aggressiv in solchen Debatten und Handgreiflichkeiten können auch leider nicht immer ausgeschlossen werden. Die Diskutanten auf muslimischer Seite neigen meistens dazu, ihrem Gegenüber mit einem Argumentum ad hominem zu begegnen, welches kein gültiges Argument in der Sache ist. Diese Form von Argument beginnt bei Individuen mit einem niedrigen Bildungsstand häufig mit den Worten „Ach, Ihr Christen….“ Während einige zu dieser Form des Nicht-Arguments tendieren, versuchen andere Sie gar nicht erst zu Wort kommen zu lassen. Diese Taktik ist leider auch bei Menschen mit einem höheren Bildungsstand wie Herrn Mazyek zu beobachten.

Die Frage nach den Details

Die Mehrzahl der Muslime ist mit gewissen Dingen des Islam vertraut, aber den meisten sind bestimmte Details völlig unbekannt. Vielen Muslimen ist beispielweise bekannt, dass der Prophet des Islam eine Christin zur Konkubine hatte, Maria, die Koptin. Aber, dass er auch eine jüdische Frau geehelicht hat und die schrecklichen Umstände, unter denen diese Ehe zustande kam, ist vielen Muslimen unbekannt. Sie hieß Safiyya Bint Huyeiy Ibn Akhtab und war Teil der Kriegsbeute bei der Schlacht zu Khaybar. Ihr Ehemann Kinana ibn ar-Rabi‘ wurde in dieser Schlacht getötet, weil er sich geweigert hat, das Versteck des Schatzes des Stammes der Banu Nadir preiszugeben. Ihr Vater Huyayy ibn Akhtab wurde bereits bei der sogenannten Grabenschlacht im Jahre 627 n. Chr. getötet. Anhand des obigen Beispiels wird klar, dass sich der Diskutant intensiv mit einem bestimmten Aspekt der islamischen Entstehungsgeschichte oder Glaubenslehre beschäftigen und immer diesen Aspekt aufgreifen sollte. Wenn ein Muslim einen bestimmten Vorwurf an Sie richtet, dann ist es eventuell möglich, dass er dies tut, um einen Mangel in seiner eigenen Religion zu rechtfertigen oder zu kaschieren. Zur Lektüre mancher Muslime insbesondere in der arabischen Welt gehören Bücher des im Jahre 2005 verstorbenen Gelehrten Ahmed Deedat, der in seinen Werken besonders Christen scharf angegriffen hat. In seinem Buch mit dem Titel „Combat Kit“ (dt.: Kampfausstattung, ar.: Atad Al-Jihad) erwähnt er folgenden biblischen Vers aus 2. Könige 18, 27, um Muslimen und Bibelunkundigen einzusuggerieren, dass die Bibel das Essen von Kot und das Trinken von Urin empfiehlt:

„Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, daß ich solche Worte rede? Und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, daß sie mit euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Harn saufen?”

Dass diese Worte nicht von Gott oder einem Israeliten, sondern vom Erzschenker der Assyrer Rabshakeh, der der Kommandant der Feinde der Israeliten war, gesprochen worden, verheimlicht Deedat. Der Grund für die hässliche Polemik liegt auf der Hand. Es war Ahmed Deedat bekannt, dass der Prophet Muhammad Kamelurin als Medizin empfahl (Sahih Al-Bukhari: Vol. 7, Buch 71, Nr. 590) und so wollte er unangenehmen Fragen zu dem Thema mit einem vorgetäuschten Autoritätsargument ausweichen. Warum muss so ein angesehener und berühmter Gelehrte wie Deedat auf solche Täuschungsmethoden zurückgreifen, wo doch seinem Glauben nach für alle offensichtlich sein muss, dass der Islam die einzig wahre Religion ist?

Afghanistan und Irak

Ein Vorwurf, der oft aus den Reihen der Muslime kommt, ist das Töten von Muslimen durch Soldaten westlicher Nationen in Afghanistan und im Irak. Dazu ist erst einmal anzumerken, dass die meisten Opfer durch Terroranschläge selbst Muslime sind. Eine Frage, mit der man einen Muslim in diesem Zusammenhang unbedingt konfrontieren sollte, ist, wie ein islamisches Land gehandelt hätte, wenn es die politische und militärische Macht der USA gehabt hätte und solch einem Angriff wie dem am 11. September 2001 ausgesetzt worden wäre. Eine Person, die für eine Minute ein wenig Aufrichtigkeit behielte, würde klar feststellen, dass dies in dem oben genannten Fall zu einem wesentlich größeren Krieg (Weltkrieg) geführt hätte als das, was in Afghanistan und im Irak leider immer noch stattfindet. Aber ein Problem ergibt sich dadurch, dass viele Muslime den Angriff vom 11. September 2001 als eine Operation des Mossad oder der US-Regierung betrachten. Bei so viel Gehirnwäsche und Verschwörungstheorien bleibt für die Wahrheit kein Platz mehr.

Jesus im Islam und der Vorwurf der Verfälschung (Tahrif) biblischer Schriften

Muslime geben vor Jesus als Propheten (Nabi) und als einen der Gesandten (Rasul) Allahs anzuerkennen, ihn zu lieben und zu respektieren. Aber wie kann ein Mensch so ein Zeugnis abgeben und die wichtigsten Aussagen dieses geliebten Propheten und Gesandten Allahs völlig missachten? Das hat keineswegs etwas mit Liebe oder Respekt zu tun. Jesus spricht in Matthäus 26,52: „Wer zum Schwert greift, soll durchs Schwert umkommen.“ In Sahih Al-Bukhari (Vol. 4, Buch 52, Nr.73) können wir nachlesen, dass Abdullah bin Abi Aufa folgenden Ausspruch des Propheten Muhammad überlieferte:

„Wisset, dass das Paradies unter dem Schatten der Schwerter liegt.“

Alle, die jetzt mit dem Vorwurf um die Ecke kommen, dass die Überlieferungskette dieses Hadith schwach ist und er somit also unglaubwürdig eingestuft werden muss, verweise ich auf andere Koranverse und Hadithe, die mindestens genauso gewaltverherrlichend sind. Dennoch könnte ein Muslim jetzt argumentieren, dass doch auch manche Figuren des Alten Testaments Kriege geführt und Menschen getötet haben. Das ist natürlich richtig, dennoch hat dies nie ein Christ oder Jude zum Anlass genommen, sich mit einem Sprengstoffgürtel in eine Menschmenge zu begeben und unschuldige Menschen in den Tod zu bomben. Die christliche Theologie weiß beispielsweise zwischen dem Alten und Neuen Testament zu differenzieren, denn im Neuen Testament hat der Mensch durch die Botschaft Jesu Gewalt und Krieg überwunden und gelernt, dass Gottes ewiger Wille von Frieden bestimmt wird und nicht von Gewalt. Christen glauben, dass das Gebot „Du sollst nicht morden“ ewige Gültigkeit hat und nur Gott selber berechtigt ist, es in Einzelfällen (so wie es im Alten Testament geschehen ist) aufzuheben. Muhammad hat aber leider das Urteil über Leben und Tod in seine eigenen Hände genommen und selber entschieden wer im Krieg getötet werden soll und wem ein Recht auf Leben gewährt wird. Er hat getan, wozu kein Geschöpf berechtigt ist, nämlich Gottes Gebote übertreten und diese Übertretung legitimiert mit der Begründung, dass Allah ihn dazu legitimiert habe. Am wichtigsten ist doch bezüglich dieses Themas folgenden Punkt zu erwähnen: Es hat nie ein Jude oder Christ behauptet, dass Moses, der durchaus Kriege geführt hat, der beste Mensch war, der je auf Erden gelebt hat. Es ist hingegen ein wesentlicher Bestandteil des Islam zu glauben, dass der Prophet Muhammad bezüglich seiner Charaktereigenschaften, seiner Worte und seiner Taten der beste Mensch war, der je auf dieser Erde gelebt hat. Er wird von Muslimen als das beste Geschöpf, das Lieblingsgeschöpf Allahs bezeichnet und dient Muslimen als Vorbild (siehe Sure Al-Ahzab 21). Auf der Webseite muhammad.islam.de lesen wir zum Thema “Wer war Muhammad” folgende Beschreibung zu seinem Charakter: “Was erfährt man über Muhammad, wenn man an den Lehrer in der Moschee denkt, der die Kinder im nachmittäglichen Religionsunterricht lehrt? In ehrfurchtvollen Worten spricht er stets über den Propheten. Über den Propheten und seine Zeit. Der beste Mensch, den es je gab und um ihn die beste Gruppe von Menschen, die es je gab.” Warum ist Muhammad der beste Mensch, den es je gab, und nicht Abraham, Jakob oder Jesus? Muhammad hat Menschen getötet und zum Krieg aufgerufen, Jesus hingegen hat keinem auch nur ein Haar gekrümmt und hat zur absoluten Friedfertigkeit aufgerufen. Selbst ein Atheist oder Agnostiker würde bei einem Studium der Schriften feststellen, dass das Leben Jesu, seine Taten und Worte moralisch einwandfreier sind als die Taten und Worte des Propheten Muhammad. Eine andere Frage, auf die man keine Antwort bekommt ist, warum Allah als allwissender Gott Jesus als Prophet gesandt hat, wo er doch vorher gewusst hat, dass die Christen danach durch die göttliche Natur, die sie Jesus auch zuschreiben, in die Irre gehen werden? Und welches ist überhaupt die Bedeutung Jesu im Islam? Er sei gekommen, um als Säugling zu sprechen (siehe Sure 19:30), mit der Erlaubnis Allahs einer Lehmtaube Leben einzuhauchen (siehe Sure 3:49), einen Leprakranken und einen Blinden mit der Erlaubnis Allahs zu heilen, einen Toten mit der Erlaubnis Allahs aufzuerwecken (siehe Sure 5:110) und Allah darum zu bitten, einen Tisch mit Essen vom Himmel herabzusenden (siehe Sure 5:111-114). Und natürlich hat er nach Ansicht mancher Muslime die Ankunft Muhammads vorhergesagt.

Aber was ist im Islam von der Lehre Jesu übrig geblieben? Wo ist im Islam der Jesus, der da sagt (Matthäus 19, 9):

„Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um der Hurerei willen) und freit eine andere, der bricht die Ehe; und wer die Abgeschiedene freit, der bricht auch die Ehe.”

Wie kann der Koran Jesus einen Propheten nennen und Verse wie den obigen durch ein gegenteiliges Gebot übergehen (Sure Al-Ahzab 37):

„Und da sagtest du zu dem, dem Allah Gnade erwiesen hatte und dem du Gnade erwiesen hattest: ‚Behalte deine Frau für dich und fürchte Allah.‘ Und du verbargst das, was du in dir hegtest, das, was Allah ans Licht bringen wollte, und du fürchtetest die Menschen, während Allah es ist, den du in Wirklichkeit fürchten sollst. Dann aber, als Zaid seine eheliche Beziehung mit ihr beendet hatte, verbanden Wir sie ehelich mit dir, damit die Gläubigen in Bezug auf die Frauen ihrer angenommenen Söhne nicht in Verlegenheit gebracht würden, wenn diese ihre ehelichen Beziehungen mit ihnen beendet haben. Und Allahs Befehl muß vollzogen werden.“

Wenn noch die Hadithe, die nur von Sunniten anerkannt werden, hinzugezogen würden, so hat der Prophet Muhammad Zaynab, welche die Ehefrau seines Ziehsohnes Zayd bin Haritha war, schon im Herzen begehrt, als diese noch mit seinem Ziehsohn Zayd verheiratet war. Immerhin stellt es der Koran, in dem Sunniten und Schiiten Allahs wortwörtliche Offenbarung sehen, als Willen Allahs dar, dass Muhammad seine geschiedene Schwiegertochter ehelicht, was in vorislamischer Zeit ein absolutes Tabu war. Aufgrund dieser Begebenheit sind Adoptivkinder biologischen Kindern in islamischen Ländern bis heute nicht gleichgestellt. Zayd, den die Leute vorher auch Zayd bin Muhammad (Sohn des Muhammads) nannten, wurde von da an nur noch Zayd bin Haritha (Sohn des Haritha) genannt. Wie ist das mit dem Scheidungsverbot Jesu, der im Islam als „Prophet“ bezeichnet wird und dem Allah laut Koran das Evangelium geoffenbart haben soll (siehe Sure Maryam 30), mit dem Verhalten Muhammads und der Lehre des Korans in Einklang zu bringen? Das Zauberwort zur Lösung des Problems heißt für einen Muslim Tahrif (dt.: Umwandlung, Abänderung, Fälschung) und bedeutet in der Praxis, dass ein Muslim in einer Diskussion immer den Fehler bei Juden oder Christen statt in seiner eigenen Glaubenslehre sucht. So werden etwaige Unterschiede zwischen der Bibel und dem Koran immer damit erklärt, dass die Schreiber der biblischen Schriften durch Verfälschungen und Abänderungen für diese Unterschiede verantwortlich sind, während der Koran nach gängiger muslimischer Meinung natürlich perfekt überliefert und niedergeschrieben wurde. Zumal Allah den Koran als sein geoffenbartes Buch vor jeglicher Verfälschung und Abänderung schützt, denn Allah spricht in Sure Al-Hijr 9:

„Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.”

Die Frage, warum Allah den Koran hüten kann, aber die Torah und das Evangelium, welche er laut Koran auch herabgesandt hat (siehe Sure Al-Imran 3), nicht hüten konnte oder wollte, bleibt völlig offen und stellt eine komplette Inkonsistenz dar. Und warum hätte der Evangelist Matthäus eines für damalige Verhältnisse sehr strenges und unbeliebtes Scheidungsverbot Jesu in sein Evangelium mit aufnehmen sollen, wenn es Jesus erstens nicht wirklich gesagt hätte und zweitens Jesus laut Koran so ein Verbot gar nicht hätte aussprechen können, weil der Koran ein paar Jahrhunderte später das Gegenteil zum Thema Scheidung auch in anderen Versen bezeugen wird? Deshalb ist schlusszufolgern, dass das Konzept des Tahrif von Nutzen ist, um in Moscheen und Fernsehkanälen gegen Nicht-Muslime Polemik und Hetze zu betreiben, aber mit Logik und Rationalität hat dieses Konzept gewiss nichts zu tun.

Zwischen christlicher und islamischer Logik

Die sogenannten Islamprediger, die auf bundesweiter Tournee sind, haben sich einen besonderen Namen gemacht, was „schlagkräftige Argumente“ gegen Christen angehen. Die Zutaten dieser Argumente paaren sich aus Ignoranz (ihre eigene Ignoranz und die Ignoranz ihrer Zuhörer) und mutwilliger Täuschung. Der Joker unter den Argumenten klingt ungefähr so: „Ihr Christen glaubt, dass Gott geboren und ans Kreuz genagelt wurde. Ist das logisch?“ Dieses Argument wird in dieser oder einer ähnlichen Form gebetsmühlenartig wiederholt und manchen “muslimischen Fachleuten für interreligiöse Angelegenheiten“ ist es noch eine Herzensangelegenheit zu erwähnen, dass er gegessen hat (siehe Sure Al-Maeda 75) und auf die Toilette gegangen ist. Es zeugt nicht gerade von geistiger Stärke, die menschliche Existenz auf das Essen und die Notdurft zu reduzieren, aber diesen philosophischen und tiefenpsychologischen Diskurs möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Die von Muslimen gestellte Frage nach der Logik ist unter Berücksichtigung der christlichen Theologie völlig falsch aufgebaut ist, da sie das koranische Verständnis der christlichen Religion reflektiert statt sich auf die wirklichen Glaubensgrundsätze des Christentum zu beziehen. In Sure An-Nisa 171 steht geschrieben:

„Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten, und sagt nicht: ‚Drei.‘ Laßt (davon) ab – (das) ist besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott.“

Und in Vers 116 der Sure Al-Maeda findet man folgendes:

„Und wenn Allah sprechen wird: O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: »Nehmt mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah?« wird er antworten: ‚Gepriesen seist Du. Nie könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, würdest Du es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du in Dir hegst. Du allein bist der Allwissende des Verborgenen.'“

Der Vers 116 in Sure Al-Maeda zeigt, dass die Koranische Dreifaltigkeit nicht aus Vater, Sohn und Heiliger Geist, sondern den Heiligen Geist durch Maria ersetzt hat. Sonst hätte es in dem Vers heißen müssen »Nehmt mich und den Heiligen Geist (=Erzengel Gabriel im Islam) als zwei Götter neben Allah?«. Aber davon mal abgesehen versucht der Koran in den obigen Versen die Lehre von der Dreifaltigkeit völlig zu entstellen, indem er die Dreifaltigkeit als Negierung der Einzigkeit Gottes präsentiert. Ich habe schon Sendungen auf arabischen Fernsehsendern gesehen, in denen zum Islam konvertierte Christen behaupteten, sie hätten als Christen drei Götter verehrt. Der Ursprung dieses mangelnden Verständnis ist der Koran und nicht die Bibel. Allah besitzt der muslimischen Tradition nach auch 99 Namen oder Manifestationen. Keiner würde deshalb behaupten, Muslime verehren 99 Götter. Das Neue Testament untermauert die menschliche und göttliche Natur Jesu, weshalb die oben genannte Frage falsch ist, denn Jesus ist als Mensch gestorben, weil er freiwillig die menschliche Natur angenommen und sich so dieser Natur und ihren Implikationen unterworfen hat.

Aber wenn wir schon mal beim Thema Logik sind, tauchen bei mir folgende Fragen auf: Ist es logisch zu glauben, dass Allah extra einen Menschen (Isa bzw. Jesus) wie Adam erschaffen hat, um nur die Dinge zu vollbringen, die der Koran (siehe „Jesus im Islam…“) über Jesus bezeugt? Warum wird Josef, der Ehemann Marias, von den christlichen Quellen erwähnt, aber dafür nicht von den muslimischen? Haben die Evangelisten Josef etwa auch nur erfunden (siehe tahrif)? Und wenn ja, warum habe sie Josef erfunden? Mit dieser Erfindung hätten sich doch die Evangelisten mutwillig des Verdachts ausgesetzt, Jesus sei der Sohn Josefs und nicht der Sohn Gottes. Da hätten sie die Existenz Josefs doch lieber ganz verschwiegen, so wie dies auch im Koran geschehen ist, oder nicht? Worin besteht die Logik, einen Menschen als den besten Menschen, der je gelebt hat, zu klassifizieren, obwohl er durch seine Worte und seine Taten so viel Unheil gestiftet hat wie Muhammad? Worin besteht die Logik zu behaupten, dass Allah seinen geliebten Diener Isa (Jesus; siehe Al-Imran 55) zu sich emporhebt, aber seinen liebsten Diener und sein Lieblingsgeschöpf Muhammad sterben lässt? Ist es logisch zu glauben, dass Allah die Sterne am Himmel geschaffen hat, um als eine Art Raketenabwehrsystem gegen die Satane (Shayatin) zu fungieren (siehe Suren As-Saaffat 6-8 und Al-Mulk 5)? Welche Logik beinhaltet eine Erzählung, die berichtet, dass Allah Juden in Affen (siehe Suren Al-Baqara 65 und Al-Araf 163-166) und Schweine (siehe Sure Al-Maeda 60) verwandelt haben soll, weil sie am Sabbat fischen gegangen sind? Handelt es sich dabei nach dem Glauben der Muslime um ein reelles Ereignis? Wenn ja, warum werden heutzutage keine Menschen mehr in Affen und Schweine verwandelt, wenn sie am Sabbat oder vielleicht auch freitags oder sonntags fischen gehen? Wenn es kein reelles Ereignis ist, was ist die Intention dieser Geschichte? Was können wir daraus lernen? Warum werden Juden und andere im Koran und in den Hadithen so oft verflucht oder beschimpft, wo doch gerade Juden sich schon zu dem einzigen Gott bekannt haben, als das Volk des Propheten Muhammad noch Göttern und Göttinnen huldigte? Welcher Logik folgt die Überlieferung des Propheten, dass Adam der erste Mensch und Prophet des Islam 60 Ellen bzw. 27,5 m (siehe z.B. Sahih Al-Bukhari: Vol. 4, Buch 55, Nr. 543f) groß war? Warum hat man bis jetzt noch keine Überreste solch eines großen Menschen gefunden? Welcher Logik entspricht die Weisung des Propheten Muhammad, dass man einen Markt weder als Erster noch Letzter betreten soll, weil Satan dort Eier legt und brütet? (siehe: Koranexegese [auf Arabisch] des Al-Qurtubi zur Sure Al-Kahf 50 und Riyad As-Salihin [dt.: Gärten der Tugendhaften], Kapitel 370, Nr. 1842. Bei der Aussage, dass Satane Eier legen und brüten, handelt es sich um ein Zitat des Propheten Muhammad, das sowohl von Imam Al-Qurtubi als auch An-Nanawi benutzt wurde. Auf sunnipath.com gibt es unter der Nummer 1842 eine wortgetreue Übersetzung dieses Zitats ins Englische). Welche Logik beinhaltet die prophetische Empfehlung an Frauen, Männer, die nicht zur Verwandtschaft gehören (Mahram) zu stillen, damit die diese Frauen, die sich mit ihnen in einem Raum aufhalten, keine Sünde mehr begehen? (Sahih Muslim: Buch 008, Nr. 3424f und 3427f; Muwatta von Imam Malik: Buch 30, Nr. 30.1.8, 30.2.12ff). Man könnte die Frageliste bis ins Unendliche fortsetzen, aber meine Feststellung ist, dass Logik relativ ist und deshalb entspricht die islamische Logik nicht der meinigen.

Islamkritiker und Ehrenmorde

Ein oft genanntes Argument (ad hominem) ist die Behauptung, ein Islamkritiker sei ein Rassist. Viele Muslime und Nicht-Muslime sind geradezu verrückt darauf, diesen schwerwiegenden Vorwurf in den Raum zu werfen, weil man so am besten Kritiker stigmatisieren und mundtot machen kann. Diese Anschuldigung liegt auch nahe, dass dem Konversationspartner einfach die wirklichen Argumente fehlen. Tatsächlich können Muslime auf die Unterstützung prominenter Persönlichkeiten wie z.B. Kay Sokolowsky oder Claudius Seidl zählen. In seinem in der FAZ veröffentlichten Artikel vom 10. Januar 2010, der die Überschrift „Unsere heiligen Krieger“ trägt, spricht Seidl im Zusammenhang mit Henryk M. Broders Feststellung, dass Toleranz auch politisch auf Gegenseitigkeit beruhen müsse, von einem „Rassismus, der sich seiner selbst nur nicht bewusst ist.” Der werte Herr Sokolowsky bezeichnete in der WDR-Sendung „west.art am Sonntag“, in der am 07. Februar 2010 das Thema „Sündenbock Islam?” diskutiert wurde, „Islamkritiker“ als „Muslimhasser“. Seit mehreren Jahrzehnten wird das Christentum und insbesondere die katholische Kirche systematisch und scharf kritisiert, sodass Kritiker den gläubigen Christen und der Kirche jedes Haar gekrümmt haben. Noch nie hat ein Mensch gewagt, diese Kritik gegen die Kirche als versteckten Rassismus gegen italienische Gastarbeiter, die meistens katholisch sind, zu bezeichnen. Eine derartige Bezeichnung wäre auch völlig abwegig, da Kritik letztendlich der Aufdeckung von Missständen dient und diese Missstände sind im Islam reichlich vorhanden. Kritik und eine kritische Diskussion sind Formen der Aufklärung, sie sind Formen der Hilfe zur Selbsthilfe. Von linken Autoren hätte man sowieso keine Unterstützung für die Kirche erwartet, aber dass genau diese Autoren sich jetzt zu Anwälten des Islam versuchen aufzuspielen, scheint doch sehr verwunderlich. Ich kann solchen Individuen nur empfehlen, in die “religionskritischen“ Fußstapfen des Rudolf Augstein zu treten und das beim Islam fortzuführen, was Augstein am Christentum begonnen. Schließlich ist Religionskritik ein linkes Monopol und wer hätte es überhaupt vor dem 11. September 2001 gewagt, kritische Bemerkungen zum Islam fallen zu lassen? Wenn beide Autoren in einem islamischen Land aufwüchsen oder schon einmal bei einer Freitagspredigt auf Arabisch gelauscht hätten, würde sie so viele Desinformationen nie im Leben verbreiten. Da scheint die Beschreibung des Herrn Mazyek, der Islamkritiker als „Geschwüre“ bezeichnete, noch viel harmloser als dass, was so mancher als Journalist tätige Mensch von sich gibt. Desweiteren bedient sich Sokolowsky eines Vorwurfes, der schon regelmäßig von Persönlichkeiten eingebracht wurde, mit denen Sokolowsky eigentlich gar nicht in Verbindung gebracht werden will, wie er selber vorgibt. Es geht nämlich um Ehrenmorde und das Empfinden mancher Muslime, dass diese Ehrenmorde von den Medien viel öfter und lieber thematisiert würden als die Familiendramen, die doch das Gleiche zu sein scheinen wie Ehrenmorde. Grundsätzlich sind alle Formen von Gewalt und Mord verabscheuungswürdig und dabei spielt es keine Rolle, ob ein Christ seine Familie und sich selbst erschießt, weil er seine Arbeit verloren hat oder ob ein Muslim seine Tochter auf Grund ihres nicht-muslimischen Freundes umbringt oder umbringen lässt. Dennoch ist ein Ehrenmord nicht mit einem Familiendrama, so wie es im deutschen Sprachgebrauch verwandt wird, gleichzusetzen. Sokolowsky stellt die Behauptung auf, dass ein Ehrenmord eine „Eifersuchtstat“ sei, aber eine nähere Betrachtung erlaubt es uns, dies zu widerlegen. Um Ehrenmorde zu verstehen, muss man erst einmal das Ehrverständnis islamischer Gesellschaften verstanden haben. Ein Vater tötet im islamischen Kulturkreis seine Tochter nicht, weil er auf ihren nicht-muslimischen Freund eifersüchtig ist, sondern weil er um die Ehre der Familie fürchtet, die dadurch zerstört werden könnte, dass sie vorehelichen Verkehr hat oder durch eine eventuelle Heirat der Beiden sich bei der Fortpflanzung das Blut einer Muslimin sich mit dem Blut eines Ungläubigen vermischt. Desweiteren sind Ehrenmorde nicht nur einfach gesellschaftliche Normen und Traditionen wie fälschlicherweise behauptet wird, denn auch schon im Koran in Sure Al-Kahf 74 wird ein Ehrenmord beschrieben:

„So zogen sie weiter, bis sie einen Jüngling trafen, den er erschlug. Er (Moses) sagte: ‚Hast du einen unschuldigen Menschen erschlagen, ohne daß (er) einen anderen (erschlagen hätte)? Wahrlich, du hast etwas Abscheuliches getan!'“

Nach der Erzählung des Koran begleitet Al-Chidr, der in grün gekleidete, Musa (Moses) ein Stück weit und begeht dabei vier Taten, die Musa (Moses) nicht versteht und er erschlug u.a. einen Jüngling wie im Vers oben erwähnt. Der Grund, warum Al-Chidr diesen Jüngling erschlug, wird in den Versen 80-81 derselben Sure erläutert:

“Und was den Jüngling anbelangt, so waren seine Eltern Gläubige, und wir fürchteten, er könnte Schmach durch Widersetzlichkeit und Unglauben über sie bringen. So wollten wir, daß ihr Herr ihnen zum Tausch (ein Kind) gebe, das redlicher als dieses und anhänglicher wäre.”

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass dem Jüngling keine Missetat zugeschrieben wurde oder er in irgendeiner Weise die Familienehre gebrochen hat. Die Tötung des Jünglings durch Al-Chidr war eine reine Vorsichtmaßnahme, um einer eventuellen “Schmach“, die er über seine Familie bringen könnte, entgegenzuwirken. Auch Ehrenmorde geschehen oft aufgrund reiner Verdachtsmomente. Ein Außenstehender kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Druck auf einem Menschen ausgeübt wird, der in einem islamischen Land aufwächst oder Teil einer muslimischen Parallelgesellschaft in einem westlichen Land ist. Man muss sich ständig vor allen und jedem rechtfertigen: Betet man auch wirklich fünf mal am Tag? Wann verheiratet man denn endlich seine Tochter? Dass viele Leute, die sich z.B. nach dem Pflichtgebet erkundigen, selber nicht beten, spielt dabei keine Rolle, denn es muss ein Schein gewahrt werden. Es ist die Angst, vor den anderen sein Gesicht zu verlieren und sein Gesicht kann man nur wahren, indem man vorgibt ein ehrenhafter und gläubiger Muslim zu sein, obwohl man vielleicht schon vor einem Jahrzehnt zum Atheismus oder Agnostizismus oder Christentum konvertiert ist.

Die Frage nach der Moral

Moral wird leider von Muslimen oft auf Sexualmoral reduziert, die durchaus ein Teil von Moral ausmacht, aber nicht den einzigen Teil der Moral darstellt. In der Konsequenz ergeht deshalb der Vorwurf, Deutsche beispielsweise seien unmoralischer als Muslime, denn vor- oder gar außerehelicher Verkehr sei die Norm hier in Deutschland. Zu diesem Vorwurf ist erst einmal anzumerken, dass zwar Statistiken zu diesem Thema im Westen veröffentlicht werden, doch in den islamischen Ländern gelangen keine Zahlen dazu an die Öffentlichkeit. Es bleibt unbestreitbar, dass die Jungfräulichkeit weiterhin einen hohen Stellenwert in der islamischen Welt genießt. Jungen halten sich aber fast nie daran und haben vor- und auch außerehelichen Verkehr, während Mädchen versuchen das Gebot durch Analverkehr oder eine Hymenrekonstruktion zu umgehen. In Saudi-Arabien, dem heiligen Land des Islam, leben viele Ehefrauen in Furcht vor dem Tag, an dem ihre Männer darauf bestehen, alleine in den Urlaub zu reisen, denn Intention und Ziel dieser Reisen sind klar. Männer in Saudi-Arabien entwickeln mitunter eine krankhafte Sexualität, weshalb es mitunter zu Entführungen von Männern oder Frauen kommt, die in der Wüste vergewaltigt werden. Zahlreiche Vergewaltigungen finden im Polizeigewahrsam statt. Erwähnung in den Medien finden diese Fälle leider nur selten, obwohl das Problem nicht nur in Saudi-Arabien, sondern auch in vielen Nachbarstaaten Saudi-Arabiens existiert. Die Vergewaltigung einer Muslimin endet nicht selten mit ihrem Selbstmord, da der Druck der Gesellschaft kaum zu ertragen ist. Von der Sexualmoral abgesehen, gibt es aber noch viele andere Lebensbereiche, in denen es um die Moral von Muslimen nicht gut bestellt ist. Korruption beispielsweise ist nicht nur ein Phänomen ärmerer islamischer Länder, sondern ist auch in den reicheren Ländern am Golf ein wesentliches Problem. So liegen mir u.a. Berichte zahlreicher Ausländerrinnen vor, die mit einem Saudi seit längerer Zeit verheiratet, dort heimisch sind und gerne in Saudi-Arabien eingebürgert werden wollen, aber zu einer Schmiergeldzahlung von ungefähr 10.000 Euro durch Staatsbeamte aufgefordert worden. Man könnte schon fast behaupten, dass es ausländischen Frauen, die mit einem Araber verheiratet sind, besser geht als ausländischen Männern, die mit einer Araberin verheiratet sind, denn es existiert so gut wie kein arabisches Land, das dem ausländischen (und muslimischen!) Ehemann einer Araberin die Staatsangehörigkeit des jeweiligen Landes gewährt. Muslimischen Ausländern, die als Gastarbeiter u.a. aus Indien, Pakistan oder Bangladesch kommen, erhalten fast nie die Staatsangehörigkeit ihres Gastlandes. Ich kenne z.B. Pakistanis, die seit fast 50 Jahren in Saudi-Arabien leben und arbeiten und trotzdem noch immer kein Anspruch auf einen saudischen Reisepass haben und in den Nachbarländern ist es nicht anders.

Ich wollte diese Fakten nur mal so am Rande erwähnen für alle, die bei jeder Reformierung des deutschen Staatsangehörigkeitsrecht, wie der Einführung von Einbürgerungstests, auf die Barrikaden gehen und von Diskriminierung und Rassismus sprechen. Überhaupt ist das Problem von Rassismus nirgends so groß wie in den wohlhabenden Staaten des Nahen Ostens. Menschen werden ihrem Ursprung nach entlohnt und genießen kaum Rechte, dafür umso mehr Pflichten. Beim Anblick dieser gewaltigen Missstände muss von moderner Sklaverei gesprochen werden. Das Schicksal, welches Frauen erleiden, die z.B. von den Philippinen oder aus Indonesien in die Golfstaaten kommen, um als Hausmädchen zu arbeiten, stimmt unendlich traurig. Sie sind körperlichen Misshandlungen ausgesetzt und werden vergewaltigt. Die Geschichte eines Hausmädchens, die ihren Peiniger wegen einer versuchten Vergewaltigung erstach, ist auf den Philippinen 1997 verfilmt worden und trotz der Furcht der philippinischen Regierung vor diplomatischen Problemen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten erschienen. Nachdem die Familie ihres Peinigers in Revision gegangen war, wurde Sarah Balabagan in zweiter Instanz zum Tod durch ein Erschießungkommando verurteilt. Diplomatischer Druck, die weltweite mediale Aufmerksamkeit und ein Gnadengesuch an den damaligen Präsidenten der V.A.E. Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan retteten ihr das Leben und sie wurde in dritter Instanz zur Zahlung eines Blutgeldes (diyya), 100 Peitschenhieben und 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Nach ihrer Ankunft auf den Philippinen wurde sie wie eine Heldin gefeiert und Sarah, die aus dem muslimischen Süden der Philippinen stammte, konvertierte zum Christentum.

Bisher erschienen folgende Beiträge zur PI-Serie:

» Mit Muslimen diskutieren? Aber selbstverständlich!
» Hat keinen Sinn
» Ablenkungsmanöver
» Nicht stur und dogmatisch sein wie die Gegenseite
» “Ich argumentiere immer mit dem Grundgesetz”
» Vergleiche mit Juden entbehren jeder Grundlage

(Quellenverzeichnis: Luther Bibel 1912, www.quranexplorer.com)

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53 KOMMENTARE

  1. Und wer soll darauf antworten? Ich meine auf alles? Undszwar gleichzeitig. Ich habe auf das meiste aus dem Stand eine Antwort. Aber das würde einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Das ist wirklich nicht fair. Man hätte es auch aufteilen können.

  2. #3 das daneben sind andere kleine Meldungen , um Zugang zu dem „Der letzte Nazi von Ankara“ Artikel zu bekommen musst du dich auf der Seite registrieren.

  3. mal wieder ein Bonbon dieser Serie.

    Das eine oder andere Gegenargument war mir noch nicht bekannt. Danke dafür.

  4. #3 Hippieopas Alptraum (29. Mrz 2010 22:29)
    Einfach heftig. 🙁 Das ist einer der Zeitungen der sog. „Elite“, sprich Kemalisten…

  5. Klasse Beitrag den muss ich später nochmal lesen….Doch eine Frage habe trotzdem noch…die Sache mit der dreifalltigkeit Gottes….Wie ist das zu verstehen…Eine Inkarnation der Lehre und des puren Geistes Gottes oder was anderes?..Ich bekommen in der Schule immer zu hören die Christen würden 3 Götter verehren oder diese 3 Personen auf eine Stufe wie Gott hinstellen….

  6. Die EU-Diktatur will das Internet zensieren:

    http://www.tagesschau.de/ausland/internetsperren110.html

    Und die willigen Vollstrecker der EU-Diktatur in der BRD, die Henker der Demokratie, die freuen sich:

    http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_eu_vorschlag_fuer__internetsperren_gegen_kinderpornographie__wegweisend/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__15314/Inhalte.aspx

    Sehr gut geschrieben, der Brief an Hans-Peter Uhl. Volle Zustimmung, Abdul! Enspricht auch ganz und gar meiner Auffassung zum Thema.

    Nur Diktaturen brauchen Zensur!

  7. Daß es anscheinend Bücher des Dalai Lama in muslimischen Ländern zu kaufen gibt, kann meines Erachtens eigentlich nur an seinem dämlichen und unbegreiflichen Fehler liegen, den Islam immer wieder als „Religion des Friedens“ zu bezeichnen. Eigentlich stehen Buddhisten im Islam nämlich unter den buchbesitzenden Religionen Christentum und Judentum. Es gibt z.B. Fatwas wonach ein Moslem zwar von Buchbesitzern zubereitete Mahlzeiten zu sich nehmen darf, keinesfalls aber solche von „Götzendienern“ wie Buddhisten.

  8. Der Vers 116 in Sure Al-Maeda zeigt, dass die Koranische Dreifaltigkeit nicht aus Vater, Sohn und Heiliger Geist, sondern den Heiligen Geist durch Maria ersetzt hat.

    Dieser Vers hat es in sich. Aber auch die Jakobsgeschichte im Koran ist so ein Ding, das sich sehr gut mit schlichter Unkenntnis der Thora und Hörensagen erklären lässt.

  9. Die moslems machen ihre 6 Kinder, drohen, sind beleidigt, fordern, messern, halten sich nicht an Gesetze.

    Die Deutschen haben die besseren Argumente.

    Welche von beiden Taktiken erfolgreicher ist, sehen wir. Die moslems leben in der Realität, wir leben vor dem PC. Die Indianer hatten bestimmt auch gute Argumente, dass ihnen das Land gehört. Die Serben, die jetzt aus dem islamischen Kosovo abhauen, haben auch gute Argumente.

    Diskussionen haben noch nie etwas verändert.

  10. Eine bestechende und überzeugende Analyse, die ein Kenner geschrieben hat. Unbedingt abspeichern oder sogar ausdrucken, da die Komplexität eine gründlichere Beschäftigung verlangt.
    Zwei Anmerkungen nach kurzem Querlesen:
    – der Hinweis auf den Widerspruch zwischen historischer Bedingtheit im Koran von „Verschleierung/Kopftuch“ und der Vernichtung von Nichtmuslimen ist frappant und ein gutes Argument
    – Kay Sokolowsky und Claudius Seidl als „prominente Persönlichkeiten“ zu bezeichnen, das überschätzt diese beiden Figuren ganz klar.

    #7 eigenvalue (29. Mrz 2010 22:48)

    danke für den link zum neuen Buch über den arabischen Sklavenhandel. Es wurde heute auch im DLF besprochen (Andruck) und ist dort nachzulesen bzw. nachzuhören.

  11. Hat geklappt! Habe noch keine Mitglieder. Würde mich freuen, neue Leute bei mir im Forum zu begrüßen!

  12. Fantastisches Allgemeinwissen von Essay von Antoine.

    Meine Erfahrungen mit Moslems über Reliogion/en zu reden, haben noch nie zu etwas sinnvollem geführt!
    Die sind dann gleich beleidigt, oder reagieren aggressiv! (Dumm bleibt halt eben Dumm)!
    Das Problem sind unsere feigen linken Medien, die sich nicht trauen tacheles über den Islam zu reden, um mal die ganzen Oma’s, Strebergartenbesitzer,CDU/SPD/Grünen-Wähler etc. über den wahren FaschoIslam aufzuklären!

    Jedoch muss man dem Iranischen Staatsdiktartor Ahmadinedschad leider in einem Punkt recht geben als er trefflich gesagt hatte :“Ich weiß nicht, welcher westliche Politiker am dümmsten ist?“

  13. OT
    Bad Godesberg!!!!!!!!!
    Eine Aktion zur Einbruchs-Eindämmung unternahm die Polizei am Freitagabend. Mit 30 Beamten besuchte die Polizei „alte Bekannte“. Laut eigener Aussage will die Polizei so die potentiellen und polizeibekannten Täter beeindrucken (wir erinnern an den hauptberuflich tätigen Räuber aus der RTL-reportage).
    Unbedingt lesenswert ist der entsprechende Text der Polizeimeldung, ein Dokument der Hilflosigkeit!

    http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/alle-behoerden/article/meldung-100329-165612-72-16.html

  14. #19 HomerJaySimpson (29. Mrz 2010 23:24)
    Der Film ist super. Gibt es den zweiten Teil wirklich? Wann?

  15. #20 Killerbee

    Sehe ich ganz genauso. Die sechs vorlauten Drecksblagen jagen die Feingeister zum Teufel, klare Sache. Es regt sich allerdings solange garantiert kein ernsthafter Widerstand, wie eine Mehrheit dadurch noch mehr zu verlieren hat als zu gewinnen. Es muss noch für viel mehr Leute viel dicker kommen und nicht nur für Lehrer, Schulkinder, Polizisten, Rettungssanitäter und Busfahrer. Hoffentlich kommt es rechtzeitig dick genug für ein paar Entscheider. Aus Einsicht und Idealismus ändert sich garantiert überhaupt nichts. Jedenfalls, bis die 6 Kinder groß sind.

  16. Na und? sind wir doch selber schuld! der junge machmut-ali knattert seiner zwangsverheirateten aische 6 kinder in den unterleib. während sich die studierte,deutsche doppelehenamenfrau überlegt, wie sie mit 35 noch schwanger werden kann, um einen jens-torben zu bekommen!

  17. #20 killerbee (29. Mrz 2010 23:25)

    Du hast, wie sooft, Recht.

    Aber alles zu seiner Zeit.
    Erst müssen wir die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.
    Dazu muss man diskutieren und sich den Mund fusselig reden, um seine Mitbürger auf die Missstände hinzuweisen und sie dazu bringen, richtig zu wählen.
    Eine Revolution funktioniert heute und hier nicht:
    Bevor Du Deine Forderungen stellen kannst, ist man weg vom Fenster, juristisch und wirtschaftlich sowieso.

  18. Nö, die Türken bsw. Muslimen haben eine Stärke nur im eine europäische Fachgebiet : psychologische Druck :z.B. Schuldkomplex Deutsche nach 2-e Weltkrieg wollen sie gerne immer einschalten, wann sie für eigene Interesse jemandem von Deutsche ausnutzen sollen…nicht immer schlau, aber sind sie sehr fit im diese Dinge…:)
    und versuchen immer etwas von Türkei in Deutschland einsetzen: Moschee mit Minaretten, Islamzentren, „Kulturvereinen“, Islamunterrichten im deutsche Schule,Babys im Köpftüchern, Gebeträume in deutsche Studiums, Halal überall, jetzt als wichtigste Dinge von „Antiassimilätion“ -türkische Schule , Gymnasien und Uni im Deutschland…!!!
    Gibt`s in Deutschland noch andere Diasporen, die brauchen so viel?
    Gibt`s logisches Erklärung, wofür unsere Kanzlerin überhaupt dort gefahren?
    … damit zu geschimpft ,beleidigen und verlügt würde?

  19. Eine rein sachliche, argumentative Diskussion ist reine Utopie! So etwas gibt es nicht!

    Jede Diskussion MUSS ZWANGSLÄUFIG emotional sein – auch in intellektuellen Zirkeln ist sie emotional. Dies muss man immer bedenken!

    Nur die Emotionen lassen eine Diskussion gewinnen – mangelnde Emotionen liegen IMMER beim Verlierer;

    wer meint, emotionslose Diskussionen würden zielführend sein, der irrt sich gewaltig!

  20. „#20 killerbee (29. Mrz 2010 23:25) Die moslems machen ihre 6 Kinder, drohen, sind beleidigt, fordern, messern, halten sich nicht an Gesetze.

    Die Deutschen haben die besseren Argumente.“

    In der Geschichte zählen aber nur Tatsachen.
    Alles andere hat nur noch akademischen Wert, denn die „Geschichte“ ist längst weitermarschiert.

  21. Wenn Christen und Muslime sich gegenseitig die Unlogik ihres jeweiligen Glaubens beweisen wollen, so entbehrt das nicht einer gewissen Komik. Der Glauben an ein höheres Wesen hat per Definition nie etwas mit Logik zu tun.
    Genauso wie man einen Christen nicht mit Logik davon überzeugen kann, dass sein Glauben Unsinn ist, kann man einen Mohammedaner davon überzeugen dass Allah die Ausgeburt der kranken Phantasie eines Kameltreibers ist. Eine solche Diskussion ist hinausgeworfene Zeit.

    Eine Diskussion ist nur mit Leuten sinnvoll, die keine Moslems sind, aber der Mär von „Islam ist Frieden“ noch aufsitzen. Gläubige sind grundsätzlich fakten- und logikresistent – sonst wären sie keine Gläubigen.

  22. #20 killerbee (29. Mrz 2010 23:25)

    Absolut richtig.

    #39 nicht die mama (30. Mrz 2010 03:02)

    Erst müssen wir die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Dazu muss man diskutieren und sich den Mund fusselig reden, um seine Mitbürger auf die Missstände hinzuweisen und sie dazu bringen, richtig zu wählen.

    Stimmt auch. Aber das bedeutet, mit den Deutschen zu diskutieren, die immer noch als braves Herdenvieh freiwillig in den Schlachthof trotteln.
    Welches Ziel aber hat die Diskussion mit dem Moslem? Will ich ihn bekehren? Oder einen Zweifler aus ihm machen? Wie wird sich dieser Zweifler dannn verhalten, wenn um ihn herum 20 überzeugte Molems „Tod Israel“ oder „Tod den Ungläubigen“ brüllen?

  23. Es gibt keinen Grund, mit den Musels zu diskutieren. Diese Möglichkeit haben sich die Musels und ihre roten und grünen Helferlein längst selbst verscherzt.

  24. #42 Denker
    „Jede Diskussion MUSS ZWANGSLÄUFIG emotional sein – auch in intellektuellen Zirkeln ist sie emotional.
    Nur die Emotionen lassen eine Diskussion gewinnen – mangelnde Emotionen liegen IMMER beim Verlierer;“

    Wer gegen laut und emotional diskutierende Mohammedaner ankommen will, muss seinen Stil anpassen und ebenso emotional und lautstark werden. Es geht auch weniger um Argumente und Logik oder den Wahrheitsgehalt sondern darum den anderen und das Publikum zu beeindrucken.
    Man sollte ebenso die Beleidigtenkarte ziehen und den Gegner der Lüge und der Verfälschung bezichtigen. Die Diskussion ist dann zwar politisch nicht korrekt, macht aber Spaß.
    Eine ernsthafte Auseinandersetzung kann es nur geben, wenn beide Parteien ergebnisoffen nach einer für beide akzeptablen Wahrheit suchen und auch bereit sind, unangenehme Ergebnisse anzuerkennen.
    Davon kann in der Diskussion mit fundamentalen Gläubigen jeglicher Couleur natürlich nicht ausgegangen werden.

  25. Empfehlenswert:

    „Wie man mit Fundamentalisten diskutiert ohne den Verstand zu verlieren“ Hubert Schleichert.

  26. #46 KyraS (30. Mrz 2010 10:22)

    Welches Ziel aber hat die Diskussion mit dem Moslem? Will ich ihn bekehren? Oder einen Zweifler aus ihm machen?

    Dieselben Bedenken schrieb ich auch schon öfters.
    Mit einem Mohammedaner zu diskutieren bringt nur etwas, wenn wankelmütige oder unbedarfte Mitmenschen die Diskussion verfolgen oder daran teilnehmen.
    Der überzeugte Mohammedaner ist Beratungsresistent, Merkbefreit und dient nur als Mittel zum Zweck.

    Ui, das klingt irgendwie böse. 😆

  27. #3

    Welchen Artikel meinst Du?

    Türkiye müslüman ….
    Die TR wird weil sie islamisch ist nicht in die EU aufgenommen.

    und weiter unten über Merkels Besuch:
    Sie sei von Istanbul hin und weg gewesen. (Die Türken lieben es wenn Ausländer ihr Land loben; und wenn sie es mal nicht tun wird es trotzdem so hingestellt, anhand von einer positiven Aussage zum Beispiel)

  28. Wie bemüht und doch – wie sinnlos! Wenn der Islam rationalen Argumenten zugänglich wäre, hätte er sich schon längst selbst aufgelöst. Die Tatsache, daß es dieses in sich widersprüchliche theokratische Ideologiekonstrukt immer noch gibt, beweist, daß deren Gewalt-Protagonisten nur mit noch massiverer Gewalt beizukommen sein wird. So war es bei Napoleon, so war es bei Hitler und so wird es auch diesmal kommen. Ich halte es mit meinem Leben in dieser Noch-Demokratie wie Niki Lauda, als er in der letzten Runde auf Position 1 liegend zu seinem Auto sagte: „Halt durch, altes Scheißhaus, halt durch!“

  29. Diskussionen sind was fürs Großhirn. Die moslemische Welt ist aber im Stamm- und Kleinhirn zu Hause, wo Triebe und Instinkte unkontrolliert das Sagen haben. Die reagieren nur auf eins: Macht.

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