Warschau wehrt sich

Auch in Polen wehren sich Bürger gegen den Bau von Moscheen durch radikale Moslems. Dazu benutzen Sie das Motiv der erfolgreichen Anti-Minarettinitiative aus der Schweiz, das sich allmählich zum Exportschlager entwickelt. 

Bedauerlicherweise sehen die „Islamophoben“, die die Presse vor die Kamera bekam, weder besonders rechtsradikal noch besonders ängstlich aus, wie es sich normalerweise für eine küchenpsychologisch diagnostizierte Phobie gehören würde.

Der Tagessanzeiger berichtet:

Mehrere Dutzend Menschen haben am Samstag in Warschau gegen den geplanten Bau einer zweiten Moschee in der polnischen Hauptstadt protestiert. Die Demonstranten versammelten sich am Bauplatz der Moschee am Stadtrand und riefen Parolen wie «Radikaler Islam, nein danke». Auf Plakaten hiess es «Stoppt die Radikalen» und «Politischer Islam ist eine Bedrohung für Europa».

Eine kleine Gruppe von Gegendemonstranten hielt mit Transparenten mit der Aufschrift «Stoppt die Islamophobie» oder «Warschau ist für jedermann da» dagegen. Der muslimische Bevölkerungsanteil in Polen ist klein, er nimmt aber zu.

Saudiarabische Gelder?

Besonders beunruhigt fühlten sich die Moscheegegner von Gerüchten, dass Saudi-Araber den Bau finanzieren. «Wir sind dagegen, dass hier eine Moschee mit saudischem Geld gebaut wird, wenn man in Saudiarabien aber nicht einmal ein Kreuz oder eine Bibel haben darf», sagte ein Demonstrant. Die Baugegner befürchten, dass radikale Muslime die Moschee nutzen wollen, um in der polnischen Gesellschaft Fuss zu fassen.

Dass eine Schweizer Zeitung über die noch kleine islamkritische Bewegung in Polen berichtet, ist wohl in erster Linie der Verwendung des inzwischen weltbekannten Anti-Minarett-Motives zu verdanken.

(Spürnase: robz)