Odenwald-Perverser leitete Kinderschutzbund

Florian LindemannDer Skandal um die perverse Kaderschmiede Odenwaldschule zieht immer weitere Kreise – und dabei deckt sich gleichzeitig das Netzwerk linker Seilschaften auf, das sich mit dem Marsch durch die Institutionen wie Mehltau über Deutschland gelegt hat. In Frankfurt ist ein weiterer Zögling des perversen Schuldirektors und seiner willigen Helfer durch verharmlosende Äußerungen über den Missbrauch von Kindern aufgefallen. Ekelhaft: Der Perverse war ausgerechnet Geschäftsführer des Frankfurter Kinderschutzbundes!

Die Frankfurter Rundschau berichtet:

Die Affäre um sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim hat nun indirekt zur Entlassung des Geschäftsführers des Frankfurter Kinderschutzbundes geführt.

Der Vorstand des Vereins beschloss am Donnerstag die sofortige Trennung von Florian Lindemann aufgrund von öffentlichen Äußerungen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ehemalige Lehrer des Elite-Internats im Kreis Bergstraße.

Lindemann hatte 1999 in einem Leserbrief an die Frankfurter Rundschau geschrieben, die Berichterstattung über die Odenwaldschule eines „profilbedürftigen Journalisten“ sei „ein klassischer Fall von ‚Missbrauch des Missbrauchs'“. Zu der Zeit hatte die FR erstmals über die Missbrauchsvorwürfe berichtet. Lindemann war seinerzeit Vorstandsmitglied der Altschülervereinigung der Schule.

Ludwig Salgo, Vorstandsmitglied des Frankfurter Kinderschutzbundes, kritisierte die Äußerungen Lindemanns als „Eselei“. Die Entscheidung für dessen Entlassung sei dennoch nicht leicht gefallen, da Lindemann gute Arbeit geleistet und in einem Artikel für die Schulzeitung der Odenwaldschule auf die Vorwürfe viel differenzierter und mit dem Appell zur Aufklärung eingegangen sei. Mit einem Festhalten an Lindemann hätte der Kinderschutzbund jedoch seine „Glaubwürdigkeit als spezialisierte Beratungsstelle für Opfer“ aufs Spiel gesetzt.

Lindemann räumte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ein, sein Leserbrief sei „ein Fehler“ gewesen. Er habe „für die öffentliche Wahrnehmung die Opfer vergessen“.

In der Odenwaldschule wurde auch der pädophile Europachef der GRÜNEN, Daniel Cohn-Bendit auf seine späteren Aufgaben vorbereitet (PI berichtete hier und hier).

(Spürnase: Hausener Bub)




NRW: SPD-Politiker zu Gast bei Grauen Wölfen

Drei Wochen vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen messen die etablierten Parteien im „Kampf gegen Rechts“ offenbar mit zweierlei Maß. Während der Mitbewerber Pro NRW aufs schärfste bekämpft wird – erst am Mittwoch stellte der CDU-Integrationsbeauftragte Thomas Kufen eine Studie zur Pro-Bewegung mit dem Grusel-Titel „Ich bin die Strafe…“ vor – sympathisiert man im stillen Kämmerlein mit den rechtsextremen Grauen Wölfen.

In Köln gibt es mittlerweile einen heftigen innerparteilichen Streit um die Position der CDU in der Auseinandersetzung mit türkischen Rechtsextremen (siehe auch Interview mit Minu Nikpay), wohingegen die Verstrickungen der Krefelder CDU mit den nationalfaschistischen Grauen Wölfen schon seit längerem bekannt sind.

Morgen nun macht auch der Krefelder SPD-Landtagskandidat Uli Hahnen (Foto oben l.) im Endspurt um wichtige Stimmen bei der Landtagswahl am 9. Mai seine Visite bei Mehmet Demir (r.) und seinen nationalistischen Grauen Wölfen. Auf der Krefelder SPD-Website heißt es:

Termin
16. April 2010 (14.15 Uhr bis 16.00 Uhr)

Uli Hahnen nimmt am Freitagsgebet in der Yavuz Sultan Selim Han Moschee an der Seidenstraße 6 teil

Uli Hahnen wird begleitet von Ratsfrau Anke Drießen-Seeger sowie Mustafa Bostanci, Mitglied des Integrationsausschusses der Stadt Krefeld. Im Anschluss an das Gebet steht der Landtagskandidat für eine Diskussionsrunde mit den Mitgliedern des „Türkischen Kulturvereins Krefeld“ zur Verfügung.

Soviel Interesse für ihre Sorgen würden sich wohl manche deutsche Wähler auch wünschen. Vielleicht wäre das dann ein wirklich effektiver „Kampf gegen Rechts“.

» info@spd-krefeld.de




Terror auf den Philippinen – Elf Todesopfer

In Stadt Isabela City im Süden der Philippinen haben Kämpfer der islamischen Terrororganisation Abu Sayyaf in einem geparkten Lastwagen vor einer Schule einen Sprengsatz gezündet. Fast zeitgleich explodierten weitere Bomben vor einem Sportkomplex und einer Kirche. Als sich nach der Explosion der ersten Bombe Elitesoldaten zum Tatort begaben, kam es zu einer Schießerei. Insgesamt wurden mindestens elf Menschen Opfer des islamischen Terrors. Drei Extremisten wurden vom Militär erschossen, zwei festgenommen.




Satellitenschüsseln nur für Ausländer


Marc Orstadt möchte nur seine Satellitenschüssel auf dem Balkon behalten, um HD-Fernsehen empfangen zu können. Sein Pech: Er ist Deutscher in Deutschland. Wäre er Ausländer, wäre die Schüssel kein Problem. So aber verschandelt er die Wohnanlage, sagt sein Vermieter, die Soka-Bau. Mehr hier…

(Spürnase: Basti)




Wieder vier Bundeswehrsoldaten gefallen

Heute mittag sind erneut vier Bundeswehrsoldaten in Afghanistan von mohammedanischen Terroristen ermordet worden. Verteidigungsminister Guttenberg hat daraufhin seinen Besuch im Land verlängert und trifft sich mit verletzten Überlebenden des Anschlags.  Der Verteidigungsminister wird von Parlamentariern aller demokratischen Parteien begleitet. Lediglich die Kommunisten trauen sich nicht, den deutschen Soldaten in die Augen zu blicken, die sie täglich verraten und verleumden.

Der FOCUS berichtet:

In Afghanistan sind vier Soldaten der Bundeswehr bei einem Angriff von Aufständischen getötet worden. Bei dem Gefecht wurden fünf weitere Soldaten zum Teil schwer verletzt. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verlängerte unterdessen seinen Aufenthalt in Afghanistan.

Zwei Wochen nach dem tödlichen Angriff auf die Bundeswehr in Kundus sind erneut deutsche Soldaten im Norden Afghanistans getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium an den Bundestag schrieb, wurden bei Gefechten mit Aufständischen bei Baghlan am Donnerstag vier Soldaten getötet und fünf zum Teil schwer verletzt.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der schon auf dem Rückweg von einem Truppenbesuch nach Deutschland war, verlängerte seinen Aufenthalt in Afghanistan. Nach Auskunft seines Ministeriums flog er ins Feldlager Masar-i-Sharif, wohin die Verletzten zur medizinischen Versorgung gebracht wurden.

Gegen 12.00 Uhr deutscher Zeit wurde sechs Kilometer nördlich der Stadt Baghlan ein gepanzertes Fahrzeug vom Typ „Eagle“ vermutlich von einer Rakete getroffen, wie es in der Mitteilung an den Bundestag hieß, die der DAPD vorlag.

In der Provinz Baghlan, die sich in den vergangenen Monaten zu einer Hochburg der Taliban entwickelt hat, wurde nach Angaben der afghanischen Behörden heftig gekämpft. Afghanische, deutsche und andere internationale Truppen lieferten sich nach Auskunft des örtlichen Polizeisprechers Habib Rahman Gefechte mit rund 400 Taliban-Kämpfern. Sie setzen dabei schwere Waffen ein. Rahman sagte, drei afghanische Polizisten seien ums Leben gekommen. Nach Auskunft des deutschen Verteidigungsministeriums befanden sich die Bundeswehr-Truppen auch nach dem tödlichen Zwischenfall weiter in dem umkämpften Einsatzraum.

An Karfreitag waren bei Gefechten in der Nähe von Kundus drei Soldaten ums Leben gekommen. Mit den Getöteten vom (heutigen) Donnerstag wären dann 43 Bundeswehr-Angehörige im Einsatz in Afghanistan ums Leben gekommen.

Guttenberg hatte erst am Vortag angekündigt, nun schwere Waffen nach Afghanistan zu schicken. Bei dem überraschenden Besuch in Kundus kündigte der CSU-Politiker am Mittwoch an, umgehend zwei Panzerhaubitzen, zusätzliche „Marder“-Schützenpanzer sowie Panzerabwehrraketen in das Krisengebiet zu verlegen. Guttenberg wurde auf seinem Kurzbesuch von Abgeordneten aller Fraktionen mit Ausnahme der Linken begleitet.

Die Damen und Herren Mauermörder ziehen es anscheinend vor, keine eigenen Eindrücke von der Lage in Afghanistan zu gewinnen, um nicht in Konflikt mit der verordneten Parteimeinung zu kommen.




Horkheimer & Adorno wären heute Islamkritiker

Über das Elend politisch-historizistischer Wahrheitsbegriffe in der heutigen Umsetzung der Kritischen Theorie. „Wer den Menschen und seine individuelle Freiheit über alles achtet, der wird in der vorliegenden Deklaration ohne jeden Zweifel eine mächtige ideologische Waffe erkennen. Wenn sie voller Wohlwollen, Aufrichtigkeit und Wahrheit genutzt wird, kann diese Waffe zum bedeutendsten werden, was die Geistesgeschichte bisher hervorgebracht hat.“ (Charles Malik)

Wer die heute von einer Mehrheit der Deutschen wahr-, aber hilflos und schweigend hingenommenen Symptome des schleichenden Zerfalles der Gesellschaft (siehe etwa die Warnung des Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendts in dem Artikel Innere Sicherheit: Polizei warnt vor Chaos in Migrantenvierteln der Welt vom 10. April 2010) wie Verrohung und Gewaltbereitschaft bei Teilen der Jugend begreifen will, kommt nicht umhin, sich eingehend mit der deutschen Geschichte zu befassen.

Prägend für die Bundesrepublik Deutschland wurde die Systemauseinandersetzung zwischen den USA und der Sowjetunion, dem „Westen“ und dem „Osten“, die in ihrem Kern (Im Rahmen dieses Ringens gab es bekanntermaßen auch zahlreiche Kriege, die besonders in Lateinamerika, Südostasien und Afrika ausgetragen wurden. Ein Krieg zwischen den Militärbündnissen der beiden Hauptmächte war jedoch praktisch unmöglich, weil er eine gegenseitige nukleare Vernichtung zur Folge gehabt hätte.) ein ideologisches Ringen war, welches maßgeblich im geteilten Deutschland ausgetragen wurde. Zum Ausgangspunkt der Überlegungen beider Seiten wurde dabei die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges und der vom neuheidnischen NS-Deutschland an den europäischen Juden begangene Genozid.

Der Westen konzentrierte sich dabei, ausgehend von Grundsätzen aus der Zeit der französischen Revolution und der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, auf Kerninhalte der im Jahr 1948 unter dem Dach der Vereinten Nationen erklärten allgemeinen Menschenrechte und gewann damit ab der Zeit der Menschenrechtsabkommen von Helsinki (Korb III) im Jahr 1973 langsam die Oberhand. Grund war, dass man damit gewissermaßen in die „kommunistischen“ Staaten hineinregieren und so dieses System von innen her zermürben konnte. Eine Schlüsselrolle kam dabei den sogenannten Menschenrechtsorganisationen zu, die mit ihrer Berichterstattung in den westlichen Medien über die Schicksale von Dissidenten wie Andrei Sacharow oder Alexander Solschenizyn indirekt politischen Druck ausübten. Die notwendige Folge hiervon war der Zusammenbruch der Sowjetunion und ihrer Vasallenstaaten (Man kann allemal argumentieren dieser Zusammenbruch hätte auch ohne die Tätigkeit der Menschenrechtsorganisationen stattgefunden. Die Rolle eines Katalysators spielten sie aber in jedem Fall.) Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre.

Zu einer vergleichbaren, wenn auch weitaus subtileren Methode griffen die marxistischen Vordenker im Westen. Bereits im Jahr 1944 stellten die damals im amerikanischen Exil befindlichen deutschen Philosophen Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in ihrer Schrift zur „Dialektik der Aufklärung“ Untersuchungen über die Ursache für diese Katastrophe an. „Wir hegen keinen Zweifel“, schrieben sie (Max Horkheimer, Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, Frankfurt/Main 1997. S. 3),

„dass die Freiheit in der Gesellschaft vom aufklärenden Denken untrennbar ist. Jedoch glauben wir, genauso deutlich erkannt zu haben, dass der Begriff eben dieses Denkens, nicht weniger als die konkreten historischen Formen, die Institutionen der Gesellschaft in die es verflochten ist, schon den Keim zu jenem Rückschritt enthalten, der heute überall sich ereignet.“

Das Denken des Zeitalters der Aufklärung war für sie einerseits also notwendige Voraussetzung einer freien Gesellschaft, „andererseits aber nur zu retten, wenn sie den Realisierungsprozess ihrer Ideen radikaler, also an die Wurzeln gehender Kritik unterwirft“. (Helmut Seidel: Aufklärung und die Gegenwart. Zur Kritik der „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer in: UTOPIE kreativ, H. 109/110 (November/Dezember 1999), S. 101. Bis zu diesem Punkt, kann man sagen, stimmen Adorno und Horkheimer in ihrer Analyse und der daraus abgeleiteten abstrakten Folgerungen allemal mit dem überein, was Reinhold Schneider dazu 1946 in seiner Heimkehr des deutschen Geistes. Über das Bild Christi in der Philosophie des 19. Jahrhunderts schrieb.)

Der zentrale Ausgangspunkt (Gemäß Helmut Seidel (S. 102) soll diese auf ein Wort Horkheimers zurückgehende Zusammenfassung auch auf das zutreffen, was George Lukas zu diesem Themenkomplex veröffentlichte: die Unterschiede lägen lediglich in „divergierenden Hegel-Rezeptionen“. Das Grundmuster der ideologischen Faschismustheorie Joseph Stalins und Georgi Dimitroffs wäre demnach also hier wie da zu finden.) bei der konkreten Umsetzung dieser Überlegung war: „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“. Lässt man außer acht, dass diese Formel heute an Bedeutung eingebüßt hat, weil sich der Systemgegensatz ja überlebt hat (davon kann man spätestens seit der Finanzmarktkrise ab 2008 und der staatlichen Übernahme von Unternehmen in den USA sprechen), so ist sie von ihrem Wesen her zunächst mal eine politische Formel — eine Formel also, bei der unterschiedliche politische Anschauungen mit unterschiedlichen Kritikansätzen korrespondieren, die dann zu divergierenden Ergebnissen führen müssen.

Arglose Zeitgenossen könnten nun freilich meinen, dass man unter Berücksichtigung der Kritischen Theorie auch die zusammen mit der Weimarer Republik entstandene KPD und deren ja allemal kritikwürdige Politik im Vorlauf der „nationalen Revolution“ im Frühjar 1933 unter die Lupe nehmen könnte. Der Historiker Ernst Nolte hatte sich damit befasst (Ernst Nolte: Der europäische Bürgerkrieg 1917–1945. Nationalsozialismus und Bolschewismus, Frankfurt a. Main 1989) und so 1986/87 den sogenannten „Historikerstreit“ vom Zaune gebrochen. Seine Sichtweise fand durchaus Beachtung. Weil er aber davon gesprochen hatte, dass es im nationalsozialistischen Judenhass einen „rationalen Kern“ gegeben habe, gilt er heute — trotzdem seine Analyse den zentralen Ausgangspunkt der Kritischen Theorie, wonach die Vernunft der Aufklärung wesentlichen Anteil daran gehabt habe, ja ausdrücklich bestätigt hatte — als „Geschichtsrevisionist“. Auch ein vergleichbarer Ansatz, der bis zur Französischen Revolution 1789 und noch davor zurückreichen würde, könnte aber gerade mal diesen Ausgangspunkt bestätigen, um dann zurecht an der Kritischen Theorie zu zerschellen, weil es nun mal nicht Frankreich unter Robbespierre war, das den Genozid an den Juden begangen hatte, sondern Deutschland unter Hitler; und das zweite zentrale Moment dieser Theorie ist eben die Vergleichbarkeit mit Auschwitz.

Für das eigentliche Verständnis der Kritischen Theorie ist die Vergangenheit aber relativ unwichtig, weil sie natürlich auf die Zukunft ausgerichtet ist. Ihr Anliegen ist es, daß die Menschheit „ihr Denken und Handeln“ so einzurichten habe, daß „Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“ (Theodor W. Adorno: Negative Dialektik, Frankfurt am Main 1966, Suhrkamp Verlag.) — das kann man nur unterstützen.

Welche Erkenntnisse uns diese Reflexionen über die Kritische Theorie bringen kann, lässt sich anhand einer diskurstheoretischen Fallstudie demonstrieren: Trotzdem es ja nichts mit dem Islam zu tun hat, ist immer wieder diese Aussage zu hören: „Wir haben Gastarbeiter geholt, und Menschen sind gekommen“. Betrachten wir diesen oft wie eine Lehrformel vorgetragenen Satz näher, dann stellen wir fest, dass er ein dialektisches Zwitterdasein hat. So richtig der zweite Teil ist, weil die Gastarbeiter und ihre Nachkommen natürlich Menschen sind, so falsch ist deren erster Teil: nach einer Studie von Heike Knortz (Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. „Gastarbeiter“ in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik. Böhlau Verlag, Köln 2008, 256 S.) von 2008 waren es die Entsendeländer, die auf die damalige Bundesregierung zugegangen waren. Die politische Absicht bestand darin, Devisen aus Westdeutschland in die verschiedenen NATO-Mitgliedsstaaten an den äußeren Rändern Europas umzuleiten, um diese zu stabilisieren und so in der Ost-West-Konfrontation bestehen zu können. Diplomatische Unterstützung erfuhren die Entsendeländer dabei von den Vereinigten Staaten, die sich für die Umleitung der Gelder auf den von ihnen für den Wiederaufbau des zerstörten Westdeutschlands aufgelegten Marshall-Plan berufen konnten. Folglich waren es nicht „wir“, die sie „geholt haben“. Nicht mal die damalige Bundesregierung hat sie „geholt“. Sie hatte nur die Entscheidung der NATO-Spitzen abgesegnet. Nachdem die Bundesrepublik damals noch nicht wieder souverän war, blieb ihr da keine andere Wahl.

Ginge man damit nun an die Öffentlichkeit, hätte man mit Schimpf und Schande zu rechnen. Grund ist, dass diese einfache geschichtliche Wahrheit offenbar als Bedrohung wahrgenommen wird. Weshalb das so ist, lässt sich schwer erklären. Es auszusprechen wäre zunächst mal nicht mehr als eine Erwiderung auf diesen Lehrsatz, die dem natürlichen menschlichen Drang entspricht, falsche Aussagen nicht im Raum stehen lassen zu wollen. Wenn die Bewahrung des „aufklärenden Denkens“ als Kernmerkmal der „freien Gesellschaft“ im Sinne der Absicht von Horkheimer und Adorno gelungen ist, dann müsste diese Erwiderung möglich sein. Es stünde nämlich weder zu befürchten, dass „Auschwitz“ sich als Folge dieser gerade mal korrigierenden Erwiderung wiederholt, noch wäre sie mit „Auschwitz“ in irgendeiner Weise vergleichbar; sie wäre auch nicht irreal, handelt es sich doch um einen an unseren Universitäten erforschten realen Sachverhalt, der aufgeklärten Menschen keine Probleme bereiten sollte; dieser Sachverhalt könnte auch nicht ausländerfeindlich sein, sofern man keine weitergehenden politischen Folgerungen daraus ableitet und zur Sicherheit vielleicht noch den zweiten Teil über das Menschsein ausdrücklich bestätigt. Würde es dennoch Probleme bereiten, dann wäre das primär ein Problem derjenigen, die der heute gängigen Lesart der Kritischen Theorie anhängen, weil es ein Indiz wäre, dass deren praktische Umsetzung die Werte der Aufklärung nicht etwa schützt, sondern eben eher ein neues Mittelalter bringt.

Dass ein solches im Anbruch sei, war das Thema des ostchristlichen Denkers Nikolaus Berdjajew: mit dem „Kommunismus“ in der damaligen Sowjetunion als prototypischem Beispiel gab er als Merkmal für dieses neue Mittelalter an, dass

„die Entscheidung über das, was wahr und was recht ist, in den bestimmten politischen Räumen nicht mehr der formalen Souveränität einer monarchischen Instanz oder eines Volkes oder der Gesellschaft überlassen, sondern der materiellen Souveränität einer bestimmten Gruppe oder Schicht vorbehalten wird, weil diese sich in absoluter Weise zu einem inhaltlich bestimmten Ziel bekennt.“

Auch wenn wir uns auf Basis der obigen Fallstudie kein abschließendes Urteil bilden können, so spricht doch manches dafür, dass sich diese düstere Prognose nun bei uns erfüllen könnte. Der dogmatisch an Marx festhaltende Sozialismus sieht bekanntermaßen eine „Diktatur des Proletariats“ vor. Wendet man diesen geniun politischen Wahrheitsbegriff auf die Kritische Theorie an, so kann diese Kritik auch nur das zum Gegenstand haben, was der „materiellen Souveränität“ dieser „Gruppe oder Schicht“ abkömmlich ist. Auf den Adel als Souverän der Feudalzeit und das Bürgertums in der Moderne würde dann in der jetzigen Postmoderne „notwendig“ (Die grundsätzliche Unhaltbarkeit dieses zum Totalitären neigenden Historizismus hatte schon Karl Popper in seinem „Elend des Historizismus“ nachgewiesen, das er den Opfern der „nationalsozialistischen und kommunistischen Formen des Irrglaubens an unerbittliche Gesetze eines weltgeschichtlichen Ablaufs“ gewidmet hatte. In der Analogie ließe sich Popper somit fraglos auch auf den koranischen Historizismus in den Weltherrschaftssuren 9:29, 61:9, 48:28, 8:39, 2:193, 2:216, 22:78, 9:111, 4:76 usw. usf. anwenden.) eine „Diktatur des Proletariats“ folgen, die jedoch — wegen des ungebremsten Zuzugs und der überproportionalen Vermehrung von Muslimen — immer mehr in Richtung einer Diktatur eben dieser Gruppe umschlagen würde.

In allgemeine Begriffe gefasst muß das Ziel zur Abwendung dieser Gefahr für die Freiheit folglich darin bestehen, sich einen möglichst unpolitischen und anti-historizistischen Wahrheitsbegriff anzueignen und idealerweise als Standard des gesellschaftlichen Diskurses zu etablieren, weil sich freie Gesellschaft und aufklärerisches Denken nur so erhalten lassen. Das kann auch einschließen, dass Aufklärung über die in der Kritischen Theorie verborgenen Gefahrenpotenziale notwendig ist, wenn sich denn zeigen sollte, dass ihrer bereits in der Vergangenheit gegen die Menschenrechte gerichteten Lesart anders nicht zu begegnen ist.

Geschieht dies nicht, ist künftig mit noch mehr Gewalt und Verrohung in unseren Städten zu rechnen, weil die Jugendlichen es ja spüren, wenn derart umfassende politisch-historizistische Wahrheitsbegriffe in unserem Lande geduldet und genährt werden und sich daran dann ausrichten. Das Zuschlagen und die Verachtung sind also nicht mehr als ein Spiegel dessen, was ihnen unsere Gegenwartskultur im Großen vorlebt. Wo uns der Mut zur Kritik an den Phänomenen und ihren Hintergründen fehlt, kommt uns daher also auch dann noch eine echte Mitschuld an solchen Zuständen zu, wenn wir in irgendeinem abgeschiedenen Dorf wohnen und uns vielleicht nur Berichte darüber erreichen.

Dass auch Horkheimer und Adorno heute auf der Seite der Islamkritik stünden, ergibt sich aus dem Satz, der am Anfang ihrer großen Idee stand:

„Nimmt Aufklärung die Reflexion auf dieses rückläufige Moment nicht in sich auf, so besiegelt sie ihr eigenes Schicksal.“ (Horkheimer, Adorno auf Seite 3)

(Gastbeitrag von Haiduk (Original PDF). Der Verfasser ist Mitglied der Bürgerbewegung Pax Europa e.V. (BPE) und kann über twitter.com/Antifo erreicht werden.)




„Er ist doch links und hat nichts gegen Ausländer“

Unfreiwillige Gutmenschenkomik vom Feinsten gibt eine Frau ab, deren Sohn in Peine von 20 ausländischen Jugendlichen mit Knüppeln und Eisenketten angegriffen wurde. „Punks sind doch politisch links eingestellt und haben nichts gegen Ausländer“, wundert sie sich und denkt wohl, dass das Linkssein an sich den Status der Unberührbarkeit verleiht. Wenn ein „Rechter“ eins über den Schädel bekommt, ist das also nachvollziehbar.

Die Peiner Allgemeine Zeitung schreibt:

Das Auge ist geschwollen und schimmert violett, er hat schwere Prellungen am ganzen Körper: Der 26-jährige Punker Tim (Name von der PAZ geändert) wurde am vergangenen Mittwochabend gegen 21 Uhr auf dem Peiner Friedrich-Ebert-Platz von ausländischen Jugendlichen brutal angegriffen. Dort treffen sich täglich einige Peiner Punks.

Tim sagt der PAZ: „Ich saß dort mit meinem Freund und seiner hochschwangeren Freundin auf der Mauer, und wir beide haben ein Bier getrunken. Plötzlich sind etwa 20 ausländische Jugendliche aus der benachbarten Kneipe gestürmt und haben uns von hinten mit Knüppeln und Eisenketten attackiert.“ Der Punker habe einen Knüppelschlag auf den Kopf erhalten, während sein Freund von einer Eisenkette auch schwer am Kopf verletzt wurde. Es habe weitere Tritte und Schläge gegeben.

„Das ging alles so schnell, dass wir gar nicht reagieren konnten“, erklärt der Punker, „ich konnte nur noch schnell meine Hunde wegschicken, damit sie nicht auch verletzt werden“. Nur die hochschwangere Freundin im Alter von 24 Jahren hätten die aggressiven Jugendlichen nicht angegriffen.

Sie habe auch die Polizei und den Rettungswagen gerufen. „So konnte mein blutender Freund glücklicherweise schnell im Peiner Klinikum behandelt werden. Er hat immer noch starke Schmerzen“, sagt Tim.

Die ausländischen Jugendlichen seien nach dem Angriff schnell wieder verschwunden, sodass die Polizei niemanden mehr erwischt habe. Am Donnerstag habe es eine ähnliche Attacke gegeben.

Der Punker weiß nicht, warum die ausländischen Jugendlichen so aggressiv sind. Doch seine Mutter ergänzt: „Es gibt schon seit längerem Stress, denn die Ausländer rufen ständig ,Verschwindet, das ist unser Platz!“ Sie hätten auch schon mit leeren Flaschen geworfen. Die Peinerin kann das Verhalten nicht verstehen, „denn die Punks sind doch politisch links eingestellt und haben nichts gegen Ausländer“

Derweil denkt die Polizei über ein Platzverbot nach, nein, nicht für die Ausländer, sondern für die Punker, man wartet nur auf deren erste Straftat:

Sind Platzverbote denkbar?
Platzverbote sind rechtlich nur bei vorliegenden Straftaten möglich. Bisher sind die Punker lediglich durch maximal „Pöbeleien“ aufgefallen.

Na ja, der Platz gehört schließlich den Ausländern, da muss unsere Polizei schon mal mithelfen, ihn von Deutschen zu reinigen…

(Spürnasen: Basti, BePe und Ortega)




Religiöse Differenzen zwischen Landsleuten

Eine knifflige Denksportaufgabe bietet heute die Frankfurter Neue Presse ihren Lesern, verpackt in einen Bericht, der einige Informationen zum selber ergänzen offen lässt. Religiöse Differenzen zwischen Landsleuten führten demnach zu einem Mordversuch, der jetzt vor dem Frankfurter Landgericht verhandelt wird. Leider wurde vergessen mitzuteilen, um welches Land und um welche Religion es sich handelt.

Da sind die Rätselfüchse gefragt:

Nach einer lebensgefährlichen Attacke auf einen Arbeitskollegen hat sich vom heutigen Mittwoch an ein 41 Jahre alter Reinigungsmitarbeiter vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

Die Staatsanwaltschaft legt ihm versuchten Mord zur Last. Dem Ermittlungsergebnis zufolge soll er während der Nachtschicht den Kollegen mit einem Schraubenzieher angegriffen und ihm 24 Stiche versetzt haben. Dabei wurde unter anderem auch der Kopf des Opfers getroffen und verletzt.

Hintergrund der Auseinandersetzung sollen religiöse Differenzen zwischen den beiden Landsleuten gewesen sein.

Frage: Gibt es eine Religion, die ihren Anhängern in heiligen Schriften aufträgt, ihre Lehren mit Gewalt zu verteidigen? Und wenn ja, in welchen Ländern sind besonders viele Landsleute Anhänger dieser Religion? Die Leser der Frankfurter Neuen Presse dürften keine Schwierigkeiten haben, diese Fragen zu beantworten, weswegen die Redaktion auch auf die entsprechenden Informationen verzichten konnte.

Sollten Sie für die Lösung des Rätsels Hilfestellung benötigen, so machen Sie bitte einfach einen Kopfstand vor Ihrem Monitor:




Interner Terror im Haus des Friedens

al-qaedaIrakische Sicherheitskräfte haben einen sunnitischen Geheim-Plan für Anschläge mit Flugzeugen auf schiitische Heiligtümer aufgedeckt. Zwei Verdächtige wurden verhaftet und der Flughafen nahe der irakischen Stadt Nadschaf geschlossen. In der Idee ist der Plan ähnlich wie die Anschläge vom 11. September 2001 – nur eben Muslime gegen Muslime.

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis gewisse „Spezialisten“ auch dahinter eine amerikanisch-zionistische Verschwörung wittern, wie sie es bereits bei 9/11 getan haben.

20-Minuten berichtet:

Unter anderem sei geplant gewesen, im Stil der Anschläge vom 11. September 2001 entführte Flugzeuge auf den Imam-Ali-Schrein in Nadschaf abstürzen zu lassen, eines der wichtigsten Heiligtümer des schiitischen Islam. Der Flughafen Nadschaf sei im Zuge der Ermittlungen seit dem 8. April geschlossen. Auch der internationale Flughafen in Bagdad war am 7. April für einige Stunden zu, offiziell wegen Radarproblemen. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki ordnete verschärfte Sicherheitschecks an.

Hinter den Anschlagsplänen wird Al Kaida im Irak vermutet. Die von radikalen Sunniten dominierte Terrorgruppe versucht seit langem, mit Attentaten auf schiitische Heiligtümer und Pilger die Gewalt zwischen den Religionsgruppen zu schüren und das Land in Richtung Bürgerkrieg zu treiben, bislang ohne Erfolg. Bereits einer der ersten schweren Anschläge nach dem US-Einmarsch hatte sich gegen die Imam-Ali-Moschee gerichtet; bei der Explosion einer Autobombe am 29. August 2003 waren 95 Menschen getötet worden.

Al-Kaida hat nichts damit zu tun, wenn Flugzeuge in Gebäude fliegen, und das alles hat keinen Zusammenhang zum Irak? Wer daran glaubt, müsste obige Meldung ja problemlos erklären können…




Gutmenschitis (auch: Morbus Roth)

Aus einem alten medizinischen Wörterbuch (1895):

Gutmenschitis (siehe zunächst: -itis), auch: Morbus Roth, Entzündung des Gutmensch, pathologisch-anatomisch als Entzündung der Wahrnehmungsfähigkeit (animadversiogitis) , z.T. einsetzend im Rückenmark (animadversiogitis spinalis), alsbald übergreifend auf das nervöse System, Hirn und Rückenmark befallend (animadversiogitis cerebrospinalis); meldepflichtige Erkrankung; Formen:

1. bakterielle Gutmenschitis: a) eitrige (purulente) Gutmenschitis mit Eiteransammlung in allen verbalen Äußerungen; Erreger: Animadversiokokken; schola critica philus influenza; Escherichia viridis; Linksteria et al.; Infektion durch Entstehung eitriger Processe in der politisch-socialen Perception (z.B. odium nationis vel odium populi) bzw. nach unüberwundenem Kindheitstrauma oder infolge marxistisch-leninistischer Sepsis; bei der durch Neisseria gutmenschitidis verursachten, vor allem bei Deputierten des links-gruenen Spectrums auftretenden Animadversiokokkengutmenschitis erfolgt die Infektion fast ausschließlich hämatogen durch die Infusion multikultureller Ideologica; Komplicationen: Septisch-toxischer Entrüstungsschock; Papaphobisches Zwangssymptom (rabies anticlericalis). b) nichteitrige Gutmenschitis, meist als sogenannte Begleitgutmenschitis im Rahmen von socialistischen Allgemeinerkrankungen, p. e. Erdoganosen (Islamophilie-Syndrom als Manifestation einer Brain-Erdoganose), Oecdemirosen; correctio vel perfectio linguae politicae; bei Minaritis longa und fortgeschrittener Moscheose; die Gutmenschitis moscheosa entsteht i. d. R. secundär durch cogitale Aussaat von Odisse-Ipse-Bakterien bei Nationaltuberkolose bzw. (insbesondere bei Kindern) im Rahmen einer Klerikaltuberkolose und beginnt häufig schleichend mit zunächst nur leicht erhöhter Gedankentemperatur, Reizbarkeit durch Perception abweichender Denkflüsse, Antriebsminderung im Erwerbsleben bis hin zur Hartz-Starre (Rigidia Hartzii), Appetit auf Erhöhung der öffentlichen Steuern zur Plünderung der Erwerbstätigen und pochendem Schmerze im Kopf, wenn allgemeine Wahrheiten ungeschminkt ausgesprochen werden. Logorrhöische Eruptionen bis hin zu Schreikrämpfen (auch im Collectiv des Sprechchors) sind nicht selten. Wegen ihrer vorwiegenden Ausbreitung im Bereich der Hirnbasis (basale Gutmenschitis) ist die frühzeitige Beteiligung basaler Hirnnerven typisch. Eine nicht eitrige Gutmenschitis tritt auch in der Frühphase einer eitrigen Gutmenschitis bzw. nach deren antibiotischer Anbehandlung auf.

2. abakterielle Gutmenschitis a) virale Gutmenschitis, sogenannte lymphozytäre Gutmenschitis, kann in eine Gutmensch-Enzephalitis übergehen; Erreger: Marx-Lenin-Viren, Che-Viren, Horkheimer-Adorno-Habermas-Viren, Kritizismus-Diskursismus-Viren, etc. b) durch antiintellektuelle Protocooen, p. e. bei Toxicognose; c) durch Pilze, p. e. Cryptococcus coranis, vgl. coranische Mykosen; d) durch physikalische Einwirkung, z.B. friendly fire mit einem Pflasterstein. Klinik: allgemeine Symptome: z. B. Loquax-Syndrom, Roth-Fieber, pochender Kopfschmerz bei jede r offen-demokratischen Diskussion (welche es in therapeutischer Hinsicht unbedingt zu vermeiden gilt), fortschreitende tiefgreifende Bewusstseinsstörung – dazu führend, dass das Eigene grundsätzlich als fremd und das Fremde grundsätzlich als Eigenes percipiert wird -, schwere Betroffenheits- und Entrüstungskrämpfe, Schwellungen infolge der Stauung politisch correcter Gedanken im Kopfe. Komplikationen: Aufstauung der politisch correcten Gedanken zum Hirnödem, infolge der Islamophilie dringende Befürchtung christianophagischer Abszesse und möglicher antiisraelischer und antisemitischer Excesse, als Spätkomplikation Hydrozephalus; Diagnose: Evidenz; Therapie: socialpaedagogische Dauerbetreuung im geübten Team, gemeinnuetzige Wochenenden mit deren schrittweisen Ausbau zur bundespolitischen Carriere, bei Verdacht auf bakterielle Gutmenschitis frühzeitige Integration in die Jungsocialisten oder Jungviridisten, das Werfen von Steinen und das Entflammen von Automobilen schafft den Patienten sichtliche Erleichterung, lebenslange Socialhilfe – bevorzugt in Form astronomisch hoher Diaeten als Deputierte des Bundes oder Europas – ist unbedingt indiziert, die Adoption von mehrfach behinderten Waisen aus Kriegs- und Krisengebieten mohammedanischer Praegung durch den Erkrankten/die Erkrankte könnte theoretisch dazu beitragen, die Gutmenschitis auf ein social acceptiertes Ziel zu lenken (intensive Beschäftigungs-Therapie) und ihre pathologischen Auswirkungen schrittweise abzumildern. Auf Heilung darf nicht gehofft werden. Differentialdiagnose: Gutmenschiosis leucaemica, Gutmenschiosis Schroederii et Fischerii (siehe auch: Steinewerfer-Syndrom), Gedankentumoren, Enzephalitis communistica, Blutungen des socialen Wahrnehmungsapparates, Intoxikation mit Ideologica.




Berlin im Abwärtsstrudel


Der Tagesspiegel veröffentlicht einen Artikel, in dem er erstaunlich offen die Zuwanderung als Ursache des Brandbriefes der Berliner Lehrer benennt. Allerdings wird daraus der völlig falsche Schluss gezogen, man könne dem mit einer sogenannten „Unterschichtpädagogik“ begegnen, anstatt die Bremse zu ziehen.

Das nennt man wohl „das Pferd vom Schwanz aufzäumen“:

Das Berliner Bildungsdesaster nimmt seinen Lauf. Wenn man bisher noch handfeste Studien wie Pisa oder Statistiken über Schulabbrecher brauchte, um die Abgründe zu erfassen, reicht inzwischen schon eine Vergleichsarbeit, die noch nicht einmal geschrieben wurde. Die Rede ist von „Vera“ – einem bundesweiten Test, den Drittklässler absolvieren müssen. Alle großen Grundschulverbände der Stadt haben bekundet, dass dieser Test in sozialen Brennpunkten keinen Sinn hat, weil er zu schwer ist.

Diese Aussage ist so alarmierend, weil weite Teile Berlins inzwischen mühelos als soziale Brennpunkte durchgehen: Der Wegfall zehntausender Arbeitsplätze und das expandierende deutsche Prekariat zwischen Hellersdorf und Spandau haben dazu beigetragen, vor allem aber die ungebremste Zuwanderung ebenso armer wie bildungsferner Schichten aus der Türkei, dem Libanon oder Rumänien: Alle zusammen bilden die immense Zahl von 315 000 Hartz-IV-Haushalten, in denen inzwischen jedes dritte Berliner Kind lebt.

Weite Teile der Stadt geraten in einen Abwärtsstrudel, und die ersten, die das am eigenen Leibe erleben sind – nach den Kindern – Erzieher und Lehrer. Sie alle schlagen immer wieder Alarm: Was bei den Wissenschaftlern „Pisa“ heißt, trägt bei ihnen den Namen „Brandbrief“. So geht das seit rund zehn Jahren.

Es ist ja nicht so, dass die Politik darauf nicht reagierte. Eine Reform jagt die nächste. Erst kamen die Quartiersmanager, dann die Ganztagsschulen. Rund 50 Millionen Euro fließen jährlich in zusätzlichen Sprachunterricht, nicht weniger in kostenlose Kitas. Und weil man den Kitabesuch nicht vorschreiben kann, werden die Kinder inzwischen schon mit fünf Jahren in die Schule gezerrt. Immer nach dem Motto: Bloß weg von den Eltern, weg von den Milieus, in denen Bildung nichts wert ist, in denen ganztägig der Fernseher läuft und in denen morgens niemand aufsteht, um zur Arbeit zu gehen.

Inzwischen ahnt man, dass die Bemühungen ins Leere laufen. Zum einen wegen der stetig steigenden Zahl von Problemfamilien, zum anderen wegen der Halbherzigkeit vieler Reformen: Ein kostenloser Kitabesuch hat eben nur Sinn, wenn die Erzieher entsprechend ausgebildet sind. Die Schulpflicht für Fünfjährige kann nur Erfolg bringen, wenn es kleine Klassen und passende Räumlichkeiten gibt. Eine komplizierte Methode wie die Jahrgangsmischung kann nur gelingen, wenn sie beherrscht wird: Stattdessen wurde sie gegen den klaren Rat der Wissenschaft flächendeckend verordnet.

Die Ergebnisse dieser verfehlten oder halbherzigen Reformen werden jetzt geerntet. Sie bestehen aus Kindern, die nach drei bis fünf Jahren Kita und Schule noch keinen fehlerfreien Satz sprechen können. Die keine Vergleichsarbeit schreiben können, weil sie noch nicht einmal den Text der Aufgabenstellung verstehen. Langsam ahnen die ersten Wissenschaftler, dass man in Deutschland eine spezielle „Unterschichtenpädagogik“ braucht, um bei den Heerscharen von Hartz-IV-Kindern überhaupt noch etwas zu erreichen.

Heute wird in Berlin eine neue Untersuchung zur „Kompetenz deutscher Lehrkräfte“ vorgestellt. Noch sind die Befunde nicht bekannt. Fest steht nur: Berlins Drittklässler scheitern an ihrer Vergleichsarbeit „Vera“ nicht wegen schlechter Lehrer. Berlins Lehrer sind ganz normale Menschen, denen es Spaß macht, Erfolg zu haben, die es aber zermürbt, gegen Windmühlen zu kämpfen.

Und der Kampf geht weiter…


(Spürnasen: Rüdiger W. und Civis)




Trotz Kälte wirds wärmer!


Kalte Winter wie der letzte könnten bald schon die Regel sein. Was natürlich nichts daran ändert, dass es immer wärmer wird. Daran wird nicht gerüttelt, allen Fakten zum Trotz. Wer mehr lernen will, kann das hier tun. Der Artikel endet mit dem mahenden Satz: „Trotz dieser Ergebnisse steigen die Temperaturen weltweit allerdings weiter an.“

(Spürnase: Sonnenbad)