Offener Brief des französischen Innenministers Brice Hortefeux (Foto) an die Zeitung Le Monde und die Hüter der Political Correctness: Lange Zeit las ich Le Monde mit Interesse und dem Respekt, den man tugendhaften und rigorosen Institutionen schuldet. Ich wusste beim Öffnen des täglichen Abendblattes, dass ich eine präzise Information finden würde, getreu den Grundsätzen des Gründers.

Auf den Spuren Hubert Beuve-Mérys wusste die Zeitung, das Wesentliche zu bewahren: Eine aktive Verbundenheit mit der Laizität, ein umfassender Humanismus, ein ausgeprägter Respekt vor den Personenrechten.

Ich habe darum mit Traurigkeit vom Editorial am Montag, 26. April, erfahren. „Dumm“ und „unwürdig“: Sie finden keine ausreichenden Kraftausdrücke, um die Aktion der Regierung, der Ganzkörperverschleierung in Frankreich ein Ende zu bereiten, zu denunzieren. Und wenn Sie an meinen eigenen „ministerialen Verfall“ appellieren, sind Sie nicht weit entfernt von Tariq Ramadan, der ausgerechnet mir vorwirft, ich würde „die Werte Frankreichs verraten“.

Nichts ist weniger der Fall! Von einem Rhetoriker, der selbst aus dem Dunstkreis der Moslembruderschaft stammt, der Steinigungen niemals klar verurteilt hat, ist diese Lektion in Republikanismus eine Kuriosität. Ich bedaure, dass Sie sie sich mit diesem geschickten wie gefährlichen Prediger zusammengetan haben. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass sie Seite an Seite mit jenen gehen möchten, die die Versklavung der Frau preisen.

Ich stelle ihnen jetzt von meiner Seite her eine Frage: Was ist aus den Prinzipien von Le Monde geworden? Haben Sie vergessen, dass sie laizistisch, humanistisch und respektvoll gegenüber Personenrechten gewesen sind? Um es anders auszudrücken: Hätte der Innenminister in der „Affäre von Nantes“ schweigen sollen? Hätte ich das, was sich hinter den Erklärungen dieser Frau zusammenbraute, die eine Pressekonferenz abhielt, um zu versichern, dass es im Namen der Freiheit ein Recht sei, hinter einem kompletten Schleier eingesperrt zu werden, verstecken sollen? Hätte ich Informationen, die ich hatte, verschweigen sollen, die zeigten, dass eine Person, die zur radikalen Tabligh-Bewegung gehört, mit verschiedenen Frauen lebt, zwölf Kinder hat und die Sozialhilfe veruntreut? Mein Schweigen wäre moralisch wie politisch ein Fehler gewesen.

Weil die Republik die Frauenrechte respektiert, weil die Republik ablehnt, dass sie eingemauert, instrumentalisiert, erniedrigt werden, weil die Republik die Personenwürde verteidigt, musste ich darauf acht geben, dass die Justizbehörde ihre Arbeit ausführen kann. Die Akte ist schwerwiegend genug, dass die Staatsanwaltschaft entschieden hätte, die Justizbehörde mit einer Untersuchung zu betreuen.

Und es stand mir zu, auch den Integrationsminister Eric Besson damit zu befassen, die Bedingungen einer Aberkennung der französischen Staatsbürgerschaft, die diese Person durch Heirat erlangt hat, zu prüfen, um die Ermittlungen voranzubringen. Denn wir müssen auf die tatsächliche Beachtung des Rechts acht geben. Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt. Das ist es, was das Bürgerliche Gesetzbuch „Assimilation“ nennt. Und es ist dieses selbe Bürgerliche Gesetzbuch, das festlegt, dass „die Polygamie einen Verstoß gegen die Assimilation darstellt.“ Franzose zu sein, ist ein Vorteil, der Zugang zu Rechten verschafft, aber auch eine Ehre, die Respekt und Pflichten auferlegt.

Ich werde den Inhabern der Political Correctness nicht nachgeben, die es immer bevorzugen, nichts zu sagen, nichts zu unternehmen, nichts zu denken, um kein Risiko einzugehen. Ich für meinen Teil bin überzeugt, dass die politisch Verantwortlichen zur Transparenz verpflichtet sind. Ich will lieber Le Monde missfallen, als durch mein Schweigen die Offenlegung der Wahrheit verhindern, wie sie nun mal ist.

(Spürnase: T-Rex, Übersetzung: PI)

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57 KOMMENTARE

  1. Chapeau, Monsieur le Ministre, eine solch untadelige Haltung würde ich mir unseren von uns gewählten Vertretern auch wünschen

  2. Ob ein Wulff diese Zeilen lesen kann und morgen immer noch sein Fehlerrepertoire wiederholen wird ?

  3. „Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt.“

    „Franzose zu sein, ist ein Vorteil, der Zugang zu Rechten verschafft, aber auch eine Ehre, die Respekt und Pflichten auferlegt.“

    VIVE LA FRANCE!

    VIVE LA REPUBLIC!

    Wie weit sind deutsche Politiker von solch einem kämpferischen Ton entfernt?

    Lichtjahre!

  4. “Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt.”

    Die Richtigkeit und Wichtigkeit dieser Aussage kann man gar nicht genug unterstreichen.

    Die nationale Gemeinschaft (das Volk) MUSS die Regeln bestimmen, wer Staatsbürger werden darf un wer nicht.

    Wir müssen den VERRÄTERN das Handwerk legen.

  5. Das Grundübel jeglicher politischen Diskussion in Deutschland ist das „Political Correctness“, also die Politische Korrektheit. Die politisch Korrekten, eine Sprach- und Denkpolizei radikaler Minderheiten, wollen unser Denken kontrollieren und haben sich in unserer Medienlandschaft tief eingegraben. Und gerade beim Thema Islam sieht man doch dass es nur eine Minderheit ist, die der Mehrheit der Bevölkerung ihr Denken aufdrücken will.

    Die Vertreter der „Politischen Korrektheit“ verharmlosen die islamische Gefahr und sie werden zu einem Werkzeug er schleichenden Islamisierung unserer Heimat. Hier im unseren gleichgeschalteten Medien zeigt sich, wie vielfältig der Begriff „politisch korrekt“ instrumentalisiert wird. Die „politisch Korrekten“ begründen eine Meinungsdiktatur und Einwände dagegen werden als nicht politisch korrekt, als fremdenfeindlich oder rechtsradikal gebrandmarkt. Die Multi-Kulti-Vertreter versuchen jede Diskussion im Keime zu ersticken.

    Menschen wie Herr Dr. Sarrazin sind Helden! Der, der die unbequeme Wahrheit sagt wird zum Opfer der politisch korrekten Meinungsdiktatur. Und in unseren ach so freien Deutschland ermittelt sofort der Staatsanwalt, wenn man Wahrheiten und Tatsachen frei anspricht wie im Fall Sarrazin geschehen. So weit ist es schon gekommen, dass unsere Meinungsfreiheit von solchen Leuten massiv eingeschränkt wird.

    Die Argumente sind auf Seiten der Islamkritiker. Ein Blick in ein moslemisches Land genügt und es bleibt nicht mehr viel von der ach so tollen Toleranz oder Friedfertigkeit des Islams, auch gegenüber Andersgläubigen, Frauen, Homosexuelle, usw., übrig.

    Komischerweise haben die Anhänger dieser Religion nicht selbst die Toleranz, die sie von uns einfordern.

  6. Tagesthemen Thema: Segeltörn Erziehungshilfe für Jugendliche. 🙂
    Verdammt, wenn ich nochmal jung wäre, würde ich das auch wahrnehmen.

  7. Hortefeux verlangt Assimilation. Haben wir nicht gerade von Herrn Erdogan gelernt, dass Assimilation gegen die Menschenrechte verstößt? Der türkische Ministerpräsident sollte unbedingt einen Frankreich-Besuch machen, um den französischen Staatsministern diese richtige Sicht zu vermitteln.

  8. Fratze für Fratze wird das Antlitz der politischen Korrektheit zerschmettert.

    Zunge um Zunge soll den linken Heuchlern in allen europäischen Gesellschaft abgeschlagen werden.

    Die islamische Welle hat sich am Strand gebrochen und wird nun zurückrollen aus dem nihilistischen Meer aus dem sie gekommen ist.
    Allmählich kehrt die Vernunft ins Abendland zurück bevor es endgültig untergeht.

  9. In grossen französischen Städten informieren die Franzosen ihre Besucher unaufgefordert darüber, welche Stadtteile man besser meiden sollte.
    Was das französische Volk schon vor 20 Jahren kapiert hat, wird jetzt intellektuell und publizistisch aufbereitet und bald als grosse Erkenntnis der republikanischen Debattenkultur Frankreichs gepriesen.

    Grande Nation! 😀

  10. Ein Fake und Zusammenspiel von Minister und Le Monde? Was passiert wirklich? Wird der Zustrom in Frankreich deswegen gestoppt? Werden die Kopftücher konsequent ausgewiesen? Oder soll es doch eher nur ein paar aufgeregte Gemüter beruhigen? Ich tendiere zum Letzten!

  11. Wenn ich morgen Morgen im Zug 20Minuten lese steht auf der Titelseite: Rechtsextremist in der französischen Regierung!

  12. Jetzt in den Tagesthemen coole internationale Segeltörns als Strafe für Kriminelle und Schulschwänzer. Keine Antwort was das den Steuerzahler kostet. Nur angebliche Entbehrung angeblich harte Arbeit, Kabine mit anderen Teilen müssen… Sachen, für die andere in den Ferien oder auf Klassenreise viel Geld zahlen müssen.

  13. Ein Politiker mit Format, so jemanden müssen wir uns auch mal heranwählen.

    Bin ja gespannt, was Lideri Erdogan dazu sagen wird, schliesslich gibts auch in Frankreich Türken, die sich nicht assimilieren..ähh..integrieren lassen und stattdessen Auslandstürken bleiben wollen.

  14. Moslem in Deutschland zu sein ist ein Vorteil, der Zugang zu Sozialhilfe verschafft, aber auch eine Ehre, die Reschpekt, aber keine Pflichten auferlegt.

  15. “Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt.”

    Und im Vergleich dazu, sprechen bei uns die gewählten Volkszertreter, auch andauernd von der BEVÖLKERUNG und nicht vom VOLK so wie es über dem Eingang zum Reichstag steht. Sie haben schon längst aufgehört Diener des Volkes zu sein, obwohl sie einen Eid darauf leisten.
    Schande über sie und Ihres gleichen !!

  16. Wow, was für ein klares Wort an die MSM. das könnte man für Spiegel, Stern, RTL, ARD, ZDF usw fast wortwörtlich übernehmen.

    Journalismus hierzulande, welcher eigentlich der Verteidiger der Freiheit sein sollte, biedert sich, vor allem den Musels an, schreibt schlecht über alles worüber man als Deutscher stolz sein könnte… Investigativjournalismus ist offensichlich in Deutschland ausgestorben, sieht mal mal z.B. von „Junge Freiheit“ ab.

    Im Ernst … das Parteiprogramm der NPD ist informativer als alles, was derzeit von den MSM vebreitet wird … angefangen davon, dass die Nationalität von Straftätern geflissentlich unter den Tisch gekehrt wid…………

  17. Naja, ich bin Franzose und kann sagen, dass der nur einen Show abzieht. Sarkozy ist ganz tief in den Umfragen und weiß, dass es in 2012 sehr schwierig wieder gewählt zu werden sein wird. Deswegen reden die alle so, und machen viel Krach mit Sachen wie z.B. Burkaverbot. Sarkozy hat früher auch schon so gesprochen, aber nie was wirklich gemacht gegen die Jungen und die Islamisierungs Frankreich(deswegen hat er die Regional Wahl so krass verloren). Natürlich kann man sich freuen wenn einer so spricht, aber sich drüber freuen kann man als Franzose nicht wirklich.

  18. Franzose zu sein, ist ein Vorteil, der Zugang zu Rechten verschafft, aber auch eine Ehre, die Respekt und Pflichten auferlegt.

    Klingt toll!

    Aber mein Vorredner hat natürlich recht:

    #29 bbpr (29. Apr 2010 00:54)

    Sarkozy hat früher auch schon so gesprochen, aber nie was wirklich gemacht gegen die Jungen und die Islamisierungs Frankreich(deswegen hat er die Regional Wahl so krass verloren). Natürlich kann man sich freuen wenn einer so spricht, aber sich drüber freuen kann man als Franzose nicht wirklich.

  19. #19 Stolz auf 1291

    Ich bin ebenfalls ein Eidgenosse der sein Land liebt. Seit 20 Jahren verfolge ich die politischen Geschehnisse, weltweit. Jetzt habe ich ein Buch darüber geschrieben. Wenn alles klappt, wird es in ein paar Monaten in jeder Bücherei erhältlich sein. Der Titel; 2012 WAS SIE NICHT WISSEN WOLLTEN, ABER SOLLTEN. Auf 250 Seiten räume ich darin mit Vorurteilen, Diffamierungen, falschen geschichtlichen Darstellungen, Islamphopie, EU, „political correct“, etc. auf. Es würde mich freuen Dir ein Exemplar zustellen zu dürfen. Zur Zeit bin ich am Korrektur lesen. Danach werde ich es drucken und hier auf PI Werbung für das Buch schalten (Banner links & rechts). Schätze mal ab Juli, spätestens August wird es soweit sein.

    Ein bürgerlicher Eidgenosse und Europäer
    Jerry

  20. Was mir jetzt erst richtig bewusst wird: In Frankreich nennt man den Vorgang, womit ein Ausländer die französische Staatsbürgerschaft erlangt, treffenderweise Assimilation. Bei uns hingegen steht das Wort Assimilation für das wohl allerschlimmste Verbrechen, das man angeblich „unseren Ausländischen Mitbürgern“ antun könne. Man erinnere sich etwa an Erdogans Tiraden, Assimilation sei Menschenrechtsverletzung, und was noch übler aufstößt, an die massenhaften Medienbeschallungen eigener deutscher und europäischer Produktion mit eben denselben einschlägigen Heils-Botschaften aus den Giftküchen islamistischer Suprematie.

    Wir sollten ebenfalls die Einbürgerung von hier lebenden Ausländern, die besonders bei vorherrschendem islamischem „Kultur“-Hintergrund ebenso heiß begehrt wird, wie sie , was fast der Regelfall ist, umgekehrt proportional zur tatsächlichen Integrationsabsicht steht, genau wie die Franzosen auch, womit schlicht und treffend die Bringschuld von Einbürgerungswilligen und der Maßstab ihres Gelingens bezeichnet ist, Assimilation nennen, und entsprechend dafür dann auch Normen- und Kontroll-Mechanismen etablieren, auch die Möglichkeit der Aberkennung bei Zuwiderhandlung, die auch sicherstellen, dass die Neustaatsbürger sich unserem Gesellschafts- und Rechtssystem einfügen zu wollen wirklich bereit sind, und nicht umgekehrt unser Staatswesen und unsere Rechts-und Freiheitsnormen ausgerechnet einer Assimilation an undemokratische „Kultur“-Hintergründe , der Mehrheit an die Minderheit, zu unterwerfen. Noch dazu durch so einen ausgebreiteten und sich selbsttragenden Mechanismus, den man wohl nur mit dem alten juristischen Begriff der ‚Rechtsbildung durch Ersitzung’ beschreiben kann, weil er inhaltlich eine manifestes Rechtsunterlaufung gegen alles gültige Rechtszustände ist, allein schon kraft der schieren Zahl und Massigkeit, mit der Parallelwelten sich mit Einbürgerungspapieren ausstaffieren und durch die unbekümmerte Untätigkeit der Staatsorgane in gang gesetzt..

    In Sachen Integrationsverweigerer haben die Franzosen den besseren Durchblick und den trifftigeren juristischen Ausdruck. Um es salopp religiös zu sagen: Assimilation ist Moses und die Propheten: ausnahmslos alle, bis halt auf jenen einen. Vive la France, vive la République.

  21. #20 Stolze Kartoffel (28. Apr 2010 23:29)

    Jetzt in den Tagesthemen coole internationale Segeltörns als Strafe für Kriminelle und Schulschwänzer. Keine Antwort was das den Steuerzahler kostet. Nur angebliche Entbehrung angeblich harte Arbeit, Kabine mit anderen Teilen müssen… Sachen, für die andere in den Ferien oder auf Klassenreise viel Geld zahlen müssen.

    Das kann man auch anders sehen. Diese Jungs wären ansonsten in irgendeiner anderen Institution die ebenfalls Tagessätze abrechnet, meist höher als der Tripp kostet.
    Die Erfolgsraten sind auch nicht schlecht da auf diesen Schiffen ein realer Gott herrscht…….der Captain!

  22. Allah hat gesprochen, den muss man umbringen. Hut ab vor Hortefeux, vielleich wird es europaweit mal solche Politiker geben die das Gleichgewicht wieder herstellen.
    Das Volk muss handeln und den Politikern nicht das Urteil überlassen. Die Politik steuert in den Abgrund und wer hier die Hebel zieht wissen wir ja, man kann heute kaum noch etwas verstecken in dieser Welt. Führt das System in den Bankrott, nehmt euer Geld aus den Banken, dann ist der Spuck bald vorbei.

  23. Klasse, ein Spitzenpolitiker in Frankreich beschwert sich darüber, dass eine Zeitung vor der Islamisierung einknickt! Undenkbar in Deutschland, hier sind fast alle Zeitungen auf Staatspropaganda im Stile der DDR getrimmt (bzw.
    wie zu Zeiten des braunen Führers).

  24. Tja die Franzosen!!!

    Hier nicht möglich, da würde noch nicht mal der offene Brief veröffentlicht!!!

  25. Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt. Das ist es, was das Bürgerliche Gesetzbuch “Assimilation” nennt. Und es ist dieses selbe Bürgerliche Gesetzbuch, das festlegt, dass “die Polygamie einen Verstoß gegen die Assimilation darstellt.” Franzose zu sein, ist ein Vorteil, der Zugang zu Rechten verschafft, aber auch eine Ehre, die Respekt und Pflichten auferlegt.
    DIE GLEICHE AUFFASSUNG SOLLTE AUCH FÜR DEUTSCHLAND GELTEN DEUTSCHLAND UND ANGEWANDT WERDEN!!!

  26. Und es stand mir zu, auch den Integrationsminister Eric Besson damit zu befassen, die Bedingungen einer Aberkennung der französischen Staatsbürgerschaft, die diese Person durch Heirat erlangt hat, zu prüfen, um die Ermittlungen voranzubringen. Denn wir müssen auf die tatsächliche Beachtung des Rechts acht geben. Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt. Das ist es, was das Bürgerliche Gesetzbuch “Assimilation” nennt. Und es ist dieses selbe Bürgerliche Gesetzbuch, das festlegt, dass “die Polygamie einen Verstoß gegen die Assimilation darstellt.” Franzose zu sein, ist ein Vorteil, der Zugang zu Rechten verschafft, aber auch eine Ehre, die Respekt und Pflichten auferlegt.

    Wie verhält es sich hiermit in Deutschland?
    Ist der Staat hier tätig geworden und hat die Einbürgerung wieder rückgängig gemacht?

    http://www.youtube.com/watch?v=oAE8RI1o9hg

    Herr Buschkowsky, falls Sie hier mitlesen, wäre ich für eine Antwort dankbar.

  27. Nur Assimilation garantiert einen Erhalt der Kultur. Deshalb muss die Messlatte hoch angesetzt werden, bevor jemand die deutsche Staatsbürgerschaft erhält. Heutzutage kann man allerdings einen deutschen Pass schon fast für 5 Pfennige am Kaugummiautomaten ziehen. Dank Joschka Fischer und Co.

  28. Es ist immer interessant, mal über den Rhein rüberzukkucken. Einwanderer haben sich unseren Gesetzen und Normen anzupassen, nicht umgekehrt. Prima auch der Gedanke, “Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt.” Die nationale Gemeinschaft sucht aus.
    Dagegen Schäuble: >Deutschland hat nie ausgesucht<, – als ob das etwas Positives sei!
    Also: stemmen wir uns verstärkt dem Gehirnwäschegelaber der politisch Korrekten entgegen. Ein erster Anfang könnte sein, daß – auch in PI – nicht mehr von "Migranten" gesprochen wird, sondern von Immigranten. Die politisch Korrekten werfen den Begriffen eine Burka über, damit man nicht mehr erkennen soll, was drunter steckt. Reden wir also Klartext und flicken wir der herrschenden Meinungsdiktatur am Zeuge, wo und wann immer es geht!

  29. Respekt. Die Politiker in Deutschland sind dagegen in der Regel feige Duckmäuser, die lieber unsere demokratischen Prinzipien verraten, als unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

  30. Schön,
    dass endlich mal ein ranghoher Politiker Stellung gegen die angelsächsische Wortkosmetik namens PC bezieht.
    Der ursprünglich positive Sinn von PC wird von Politikern und Medien schon lange als Maulkorb und zur Vermeidung von offenen Auseinandersetzungen über tatsächlich existierende Probleme missbraucht. Veröffentliche Meinung und öffentliche Meinung driften so immer weiter auseinander. Tatsächlich existierende Probleme, besonders im Hinblick auf Migration werden nicht mehr klar addressiert, so dass vernünftige Debatten über mögliche Lösungswege gar nicht mehr geführt werden können.
    Die Verbaldiktatur der Gutmenschen übersieht dabei, dass die Probleme durch Verschleierung nur größer werden und sich im schlimmsten Fall
    selbst eine Lösung suchen, die dann alles andere als politisch korrekt wäre.

    Nur noch als pervers kann ich es bezeichnen, wenn sich eine freie Presse immer wieder zum Steigbügelhalter von extremistischen Elementen macht, deren Sieg eine Ende dieser demokratischen Errungenschaft bedeuten wurde. Toleranz gegen Intolerante und Demokratiefeinde ist nicht liberal oder demokratisch, sondern einfach nur dämlich.

  31. Die Islamisten in Frankreich sollten sich nicht zu früh freuen.Die Guillotine kann auch hier Wunder bewirken. Das Gerät braucht kein Strom und ist überall einsatzbereit.

  32. Mann stelle sich vor:

    Schäuble würde diesen Brief an die Süddeutsche schreiben, nachdem er einen ähnlichen Fall in Deutschland aufgegriffen hat….
    ….ich würde weinen vor Glück.

  33. Das war’s dann mit Le Monde kaufen, wenn wir in Frankreich sind.

    In ein Paar Wochen sind wir wieder dort.
    Werden unsere französischen Freunde auf den Vorgang aufmerksam machen, wenn sie ihn nicht bereits mit bekommen habne.

    Mal sehen, ob Le Figaro nicht von Linksdummen, Bösen und Rechtslinksfaschisten – alle Satansanhänger – unterwandert ist.

  34. Wie schön, dass die linke 68er Mischpoke auch in Frankreich an den richtigen Hebeln sitzt und dem Islam in die Tasche arbeitet.
    40 Jahre Aufweichung unserer Werte sind doch eigentlich genug,oder?
    Gut dass es Politiker wie Hortefeux gibt, die aufstehen und NEIN sagen.

  35. Natürlich klingt das alles toll, aber ich muss mich wiederholen (sehe. #31): der Kerl redet nur schön.
    Er versucht nun mal die Stimme von den Front National Wähler zurück zu bekommen für 2012.

    Wie ein echtes „Politically incorrect“ Journalist erklärte ( http://blog.lefigaro.fr/rioufol/2010/04/sarkozy-face-a-menace-dun-21-a.html ), es könnte schon sein, dass Sarkozy dasselbe erlebt wie Jospin in 2002. Die Tochter von Lepen wird höchstwahrscheinlich die Nachfolgerin ihrer Vater sein, und kommt sehr gut in den Medien vor. Deswegen fangen die UMP Leute an, die These und Themen den Front National zu verteidigen. Sarkozy hat nichts anders gemacht in 2005 und wurde gewählt. Die Frage ist jetzt, ob die Franzose ihn weiter glauben werden.

    Die Rede von Lepen ist Meilen entfernt von den NPD, und ich glaube es wäre für viele hier eine Überraschung sein zu hören was der zu sagen hat. Ich glaube der würde hier viel Zustimmung kriegen. Es stimmt schon, dass manche (viele?) FN Wähler antisemitisch oder ausländerfeindlich sind. Das kann man gut lesen in den Kommentaren von fdesouche.com zum Beispiel. Lepen hat auch ein paar Ausrutscher raus gelassen, die ihn disqualifizieren irgendein Amt zu dirigieren(selbst Schuld!). Man sollte trotzdem wissen, dass der FN zum System gehört. Die andere Parteien nutzen Lepen um die „Konservative“ zu schwächen, und Lepen hat den System benutzt für seine reine Politische Karriere. Mit Lepens Tochter könnte es sich ändern, weil die nicht so schlecht vorkommt wie ihr Vater (über 20% Zustimmung könnten schon drin sein).

    Zurück zur Thema: Hortefeux macht das nur um FN Stimmen zurück zu holen, und auch wenn es gut ist wenn so einen Minister so was sagt, man muss sehr vorsichtig sein wie es zu interpretieren ist. Es ist kein Zufall, dass Lepen selbst Hortefeux sogar öffentlich unterstützt ( http://fr.news.yahoo.com/4/20100425/tts-france-polygamie-le-pen-ca02f96.html ).

    Schließlich lässt die jetzige Regierung die „Junge“ machen was sie wollen in den „Banlieues“, und unterstützt weiter so Sachen wie z.B. la Halde ( http://en.wikipedia.org/wiki/Halde ), oder die massive (teilweise Illegale) Zuwanderung von Afrika. Niemand vertraut die mehr.

    Ach ja, noch ein Ding. Manche jubeln über hier über die sogenannte „Assimilation“. „Assimilation“ war tatsächlich die Regel für Immigranten aus Europa. Jetzt ist es nicht mehr, und die Politiker wollen nicht mehr von „Assimilation“ hören, sondern von „Integration“. Hortefeux redet nur so wie Eric Zemmour, weil er weiß wie viel Unterstützung der Journalist über den Thema kriegen kann.

    PS: tut mir Leid für die zahlreiche Grammatik/Schreib Fehler. Ich weiß, dass ich das verbessern soll. Ich arbeite dran…

    PPS: Deutschland ist meine Meinung nach 10 bis 15 Jahren hinter Frankreich was Political Correctness angeht (und ich rede nicht von der Meinungsfreiheit…). Was mich ein bisschen Angst macht, ist das manche Politiker und Medien alles möglich machen um diese Rückstand zu vermindern. Deswegen ist es wichtig, dass es Website wie PI gibt. Weiter so!

  36. Lange Zeit las ich Le Monde mit Interesse und dem Respekt, den man tugendhaften und rigorosen Institutionen schuldet. Ich wusste beim Öffnen des täglichen Abendblattes, dass ich eine präzise Information finden würde, getreu den Grundsätzen des Gründers.

    Auf den Spuren Hubert Beuve-Mérys wusste die Zeitung, das Wesentliche zu bewahren: Eine aktive Verbundenheit mit der Laizität, ein umfassender Humanismus, ein ausgeprägter Respekt vor den Personenrechten.

    Wenn Sie das alles geglaubt haben, dann selber schuld. Die übrigens qualitativ bestens geführte und informierte „Le Monde“ ist trotz ihres Rufes als „Referenzzeitung“ stets ein extrem linkes Blatt gewesen.

    1957 verglich der Gründer der „Monde“, Beuve-Méry, die legal angeordneten und ausgeführten Aktionen der franz. Armee in Algerien gegen die von Moskau bewaffneten islamistischen Bombenleger und Folterknechte der „Algerischen Befreiungsfront“ FLN mit denen der Gestapo, ja sogar mit Oradour. Edwy Plenel, Chefredakteur von 1996 bis 2004, war ein bekennender Trotskist.

  37. Inhaltlich und stilistisch erstklassig. In Deutschland kaum vorstellbar. Ich wüsste nicht, welcher Politiker geistig und stilistisch dazu in der Lage wäre, vom Mut mal ganz abgesehen. Es gibt vielleicht welche, aber im Moment fällt mir keiner ein.

  38. Denn wir müssen auf die tatsächliche Beachtung des Rechts acht geben. Wenn ein Ausländer Franzose wird, geschieht dies, weil die nationale Gemeinschaft ihn als einen der ihren anerkennt. Das ist es, was das Bürgerliche Gesetzbuch “Assimilation” nennt. Und es ist dieses selbe Bürgerliche Gesetzbuch, das festlegt, dass “die Polygamie einen Verstoß gegen die Assimilation darstellt.” Franzose zu sein, ist ein Vorteil, der Zugang zu Rechten verschafft, aber auch eine Ehre, die Respekt und Pflichten auferlegt.

    Donnerwetter, in der franz. Regierung gibt es Leute, die Mut haben und in der Lage sind Tatsachen anzuerkennen und zu bennenen.

    So etwas möchte ich mal von unseren Regierenden hören.

  39. Hortefeux ist ein Blender und Dummschwätzer: Wieviele Illegale hat er ausgeschafft, seit er Einwanderungsminister ist?

  40. Es mag ja sein, dass Hortefeux das alles aus politischem Kalkül macht. Wann macht ein Politiker schon etwas NICHT aus politischem Kalkül.

    Trotzdem halte ich den Text für wichtig, ganz einfach aus dem Grund, weil damit de facto-Sprechverbote ignoriert und aufgebrochen werden. Andere, nachfolgende Leute werden es leichter haben, wenn einer den Anfang macht. Je mehr Leute/Politiker sich so äußern wie Hortefeux, desto leichter wird es für andere.

    Übrigens fand ich den Text aus französischer Warte hier ganz interessant. Schreib doch mal öfter hier.

  41. @#54 McMurphy #57 gruene minna & #58 Paula

    Natürlich kann ich auch nur zustimmen bei was Hortefeux schreibt. Ich habe auch volle Verständnis für die Leute hier die ihn loben, und die irgendwie ungewöhnlich finden das ein Politiker so sprechen kann. Ich finde auch schade, dass die einzige erlaubte Patriotische oder nationale Referenzen in Deutschland sich zur Fußball begrenzen. Die NS Zeit ist leider so instrumentalisiert, dass es immer noch schwer ist sich über manche Themen zu äußern. In Frankreich hatten wir kein Adolf, aber wir haben ein Jean-Marie. Da kann man auch nicht so frei sprechen wie man will, da es ganz schnell zu der Abkürzung Lepen->Hitler kommen kann. Es ist aber wahr, das je mehr Leute sich so äußern, desto mehr werden sich andere trauen so was in der Art zu sagen.

    Ach, und ich schäme mich doch wegen meinem Deutsch: ich lebe in Deutschland schon seit über 10 Jahren. Naja, Deutsch war nie meine Stärke in der Schule, und hätte ich meine (deutsche) Frau nicht getroffen, wäre ich nie auf die Idee gekommen hier zu leben. Mir gefällt es aber sehr, und auch wenn ich am Anfang professionell Deutsch nicht zu sprechen hatte, habe ich es für wichtig gehalten die Sprache wieder zu lernen. Ich lese PI schon seit einige Zeiten, und habe mich bis jetzt wegen meine Sprachprobleme nicht getraut zu schreiben. Es ist sehr interessant sein eigenes Land von außen zu betrachten, und mit weniger einfluß von Massmedien kriegt man vielleicht ein präzisere Bild von was abläuft.

  42. @ bbpr

    Brauchst Dich gar nicht schämen. Man versteht Dich gut, der Wortschatz ist groß. Man merkt ein paar kleine „typisch französische“ grammatikalische Wendungen, aber das ist überhaupt nicht schlimm.

    Ich finde es immer gut, wenn Leute aus anderen Ländern hier schreiben und ihre Sichtweise beisteuern, weil es einfach ein anderer Blickwinkel und eine andere Prägung ist. Es ist auch immer interessant, die Unterschiede zwischen den Ländern aufgezeigt zu bekommen.

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