Özkan macht Front gegen Kreuze in Schulen

Die designierte Sozialministerin von Niedersachsen, Aygül Özkan, hat sich für ein Verbot aller religiösen Symbole, also auch von Kruzifixen an öffentlichen Schulen ausgesprochen. Kinder sollten selbst entscheiden können, ob und wenn ja in welcher Religion sie leben wollen. Auf kirchliche Schulen will sie das Verbot freundlicherweise nicht ausdehen. In der CDU regt sich Widerstand.

Auch Kopftücher will die künftige Ministerin an öffentlichen Schulen nicht sehen. Der Focus berichtet:

Im FOCUS-Interview sagte die muslimische CDU-Politikerin: „Christliche Symbole gehören nicht an staatliche Schulen.“ Für Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft gelte das nicht. „Die Schule sollte ein neutraler Ort sein“, sagte Özkan. Ein Kind müsse selbst entscheiden können, wie es sich religiös orientiere. Darum hätten auch Kopftücher „in Klassenzimmern nichts zu suchen“.

Traurig finden wir Folgendes:

Nach FOCUS-Informationen begleiten seit Donnerstag Personenschützer der Hamburger Polizei und des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) die erste muslimische Ministerin in Deutschland. Nach mehreren Drohungen hatte das LKA in Hannover ein „abgestuftes Sicherheitskonzept“ erstellt, das unter anderem Leibwächter vorsieht. In mehreren E-Mails und Foren drohten Unbekannte nach der Berufung der Ministerin, „es passiert etwas“, wenn sie den Ministerposten annehme.

Wir sind der Meinung, dass man argumentativ gegen den Islam vorgehen und nicht wüste Drohungen gegen seine Vertrter ausstoßen sollte. Was unterscheidet den Islamkritiker sonst von denen, die er kritisiert?

Herbe Kritik an ihrem Kruzifix-Vorstoß gab es insbesondere aus Reihen der CSU. Der Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, bezeichnete die Äußerungen der 38-Jährigen zum Kruzifixverbot als „abwegig und erschreckend“. „Politiker, die Kreuze aus Schulen verbannen wollen, sollten sich überlegen, ob sie in einer christlichen Partei an der richtigen Stelle sind“, sagte Müller. Das Kreuz stehe in der Union für das Fundament „unserer Identität, unserer Kultur und unserer Werte“, fügte er hinzu.

Na hoffentlich!

Ferner sprach sich die künftige Ministerin für ergebnisoffene Verhandlungen der EU mit der Türkei aus und stellte sich auch damit gegen die offizielle Parteilinie:

i provozierte Özkan Widerspruch. Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagte die türkischstämmige Hamburgerin, dass die Beitrittsverhandlungen weiter ergebnisoffen betrieben werden. Sie sollten „nicht durch Diskussionen gestört werden, die versuchen, das Ergebnis vorwegzunehmen“. Deswegen sei sie „dagegen, der Türkei nur eine privilegierte Partnerschaft anzubieten“.

Müller hingegen lehnte eine Vollmitgliedschaft der Türkei am Samstag erneut kategorisch ab. „Auch nach noch so langen Verhandlungen wird die Türkei nie zu einem europäischen Staat“, sagte er. Auch die CDU-Vorsitzende Angela Merkel lehnt eine Vollmitgliedschaft der Türkei ab. Als Kanzlerin wurde sie bisher von den Koalitionspartnern SPD und FDP gedrängt, die Verhandlungen „als Prozess mit offenem Ende“ zu führen.

(Spürnasen: Civis, BePe und Michael)