Vom Ufa-Palast zum Türkenkino

Das traditionsreichste Kölner Kino, der ehemalige Ufa-Palast am Ring, hat seine Pforten geschlossen. Aber nicht für immer. Nach einer kostspieligen Renovierung soll hier nach Informationen des Kölner Express ein neues Großkino eröffnen: Ein „türkischer Filmtempel“.

Vor drei Jahren interviewte das Kulturmagazin Choices den Betreiber Helmut Rehbein zur Tradition des Hauses und der mustergültigen multikulturellen Offenheit, seit dem Jahr 2000 auch regelmäßig türkische Filme in seinem Kino zu zeigen:

Das Kino wurde 1931 als prunkvoller Kinosaal mit 1400 Sitzplätzen mit pompösen Aufgängen und Logen erbaut, wo man „mit Fliege, Frack und weißen Handschuhen begrüßt wurde“. Nach dem Umbau in den 50ern, bei dem das Gebäude in zwei Säle aufgeteilt wurde, erfolgte in den 70er Jahren die Umstrukturierung in Schachtelkinos. Diese Struktur blieb bis heute erhalten: Die Kapazität der insgesamt 13 Säle reicht von 16 bis 564 Sitzplätze. (…)

Ich hab gesehen, dass wir hier in Köln einen Großteil an türkischen Mitbürgern haben und mir gedacht, man kann das ja mal ausprobieren. Wir haben im Jahr 2000 damit angefangen. Da waren wir in Deutschland eines der ersten Kinos. Ein riesiger Erfolg, wir hatten mitunter fünf, sechs türkische Filme hier im Haus, und das Kino war immer gerammelt voll, speziell am Wochenende.

Nicht allen Gästen gefiel diese Entwicklung. Immer wieder hörte man auch von Rempeleien und Pöbeleien, denen Besucher des Kinos besonders in der Warteschlange vor der Kasse ausgesetzt waren. Jetzt stehen kostspielige Sanierungsarbeiten an, und der Betreiber hat offenbar kein Interesse mehr, weiter in das gut besuchte Kino zu investieren. Der Kölner Express berichtet:

Kaum ist im Filmpalast am Hohenzollernring der letzte Film gelaufen, fragen sich alle Cinefans: Was wird aus dem Traditionshaus, in das die Kölner seit mehr als 80 Jahren strömen? Die gute Nachricht: „Da wird sicherlich wieder ein Kino eröffnet“, so ein Insider zum EXPRESS. (…)

Und ein Kino dieser Größe braucht Köln: „Es fehlen jetzt 14 Leinwände in der Stadt, nun wollen alle Verleiher mit ihren Filmen zu mir“, erzählt Cinedom-Geschäftsführer Martin Ebert. Da wird es vor allem für kleinere Filme schwierig.

Oder für türkisch-sprachige Streifen, von denen manchmal bis zu vier parallel im Filmpalast liefen. „Das Thema haben wir schon auf dem Radar“, verspricht Cinedom-Chef Ebert der türkischen Gemeinde. Denkbar wäre aber auch, dass der Filmpalast komplett zum türkischen Filmtempel wird.

Wieder stirbt ein Stück Kölner Kultur den Toleranztod und ist damit sinnbildlich für den Niedergang der Stadt insgesamt. Die Offenheit, mit der die Deutschen Türken und Araber empfangen haben, wird nicht erwiedert. Im deutschen Kino liefen regelmäßig türkische Filme. Das dadurch angelockte Publikum, ebenso wie das gesamte Umfeld des inzwischen von arabischen und türkischen Kriminellen geprägten Kölner Rings, vergraulte mehr und mehr deutsche Besucher. Zumal das ältere und zahlungskräftige bürgerliche Publikum geht hier nicht mehr aus.

Nach der Übernahme durch die Türken wird es im traditionsreichsten Kino Kölns keine deutschen Filme mehr zu sehen geben. Hier sieht man im Kleinen, wie im Großen die Zukunft unseres Landes insgesamt aussieht: Die Fata Morgana multikultureller Vielfalt endet im trostlosen Grau islamischer Dominanz.