„Wochenpost“ erfindet Interview über pro NRW

Herausgeber Thomas W. LoppKnapp drei Wochen vor dem 9. Mai werden die Methoden immer skurriler, die erstmals bei den Landtagswahlen antretende Bürgerbewegung Pro NRW in ein schlechtes Licht zu rücken. In der aktuellen Ausgabe der Leverkusener „Wochenpost“ (Foto: Herausgeber Thomas W. Lopp) findet sich in der Papier- und Onlineausgabe auf Seite 8 ein als vermeintliches Interview erscheinender Artikel mit dem Titel „Rechts draußen“.

Auszüge:

„Beisicht ist besessen von Macht. Was er sagt, muss getan werden, ansonsten wird
man abgekanzelt oder gar aus der Partei geworfen. Diskussionen mit ihm gibt es
nicht.“

„In Wahrheit zählt nur die Meinung des Vorstands.“

„… Sie geben sich einen betont bürgerlichen Anstrich, wollen mit Neonazis offiziell nichts zu tun haben. Aber hinter verschlossenen Türen in ihren Hobbykellern sind diese Herrschaften genau das. Da werden Dinge getan, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.“

„… zum Beispiel stimmen sie Nazilieder an, ziehen offen über Juden her und kramen die entsprechenden Symbole hervor, wenn Anlass und Alkoholpegel stimmen. Außerdem ist es doch seltsam, dass ihre Veranstaltungen immer von bekannten Neonazis und auch den typischen Schlägertrupps frequentiert werden.“

„Im Grunde geht es bei pro NRW gar nicht um Politik.“

Man kann Markus Beisicht und pro NRW gewiss einiges vorwerfen, aber dass hier ein Anonymus namens „Herbert F.“ eine halbe Seite über alkohol-durchtränkte Nazi-Partys in dunklen Nazi-Kellern phantasieren darf, widerspricht jeder Form von journalistischer Sorgfaltspflicht und sollte vom Presserat gerügt werden. Pro NRW hat inzwischen zurecht Anzeige wegen Verleumdung gegen die „Wochenpost“ erstattet.

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