taz: Islamkritiker sind des Denkens unfähig

Alle Jahre wieder (siehe hier und hier) befasst sich die taz mehr oder weniger inhaltsgleich mit der Islamkritik – ohne nur ein einziges Wort darüber zu verlieren, welche Lehren des Islam durch diese aufgegriffen werden. Mittlerweile fährt man immer dickere Kaliber der Islamdebatte auf, wie der heutige taz-Artikel „Was die denken, die nicht denken“ veranschaulicht.

Die Blogwarte aus den Reihen der Apologetenszene reichen nicht mehr. Aber die Aussagen sind deshalb nicht kompetenter, sondern bleiben gleich schwammig bzw. werden schwammig gehalten, um einen vermeintlichen Rassismus zu begründen. In der Überschrift macht Cigdem Akyol schon mal klar: Zum Denken ist man nur befähigt, wenn das Ergebnis des dafür notwendigen Prozesses zum gleichen Ergebnis wie bei der taz-Autorin führt. Das hat Tradition in der Linken, die ganz gerne „Abweichler“ in Irrenanstalten steckt(e). Denn wer nicht denkt wie wir, ist dumm und/oder verrückt. Welche Fehler man beim Denken aus Sicht der linken Obrigkeit denn macht, bleibt im Rahmen des Artikels leider im Unklaren.

Und so verliert sich der Hinweis, auch „kritische Islamwissenschaftler“ wendeten sich gegen „diese“ Kritik, im Ungefähren:

Kritische Islamwissenschaftler wie Ursula Spuler-Stegemann sind entsetzt, wie aufgeheizt die Debatte über Muslime in Deutschland mittlerweile ist. Spuler-Stegemann ist bekannt für ihre harte Kritik an den islamischen Verbänden, doch sie warnt vor den populistischen Umgang von Ängsten. „Kritisch sein ist in Ordnung, aber dieses Hochschaukeln der Situation, das kann es nicht sein.“

Leider wird der Leser damit allein gelassen, einzuschätzen, was wohl Frau Spuler-Stegemann als Kritik und was als „dieses(?!) Hochschaukeln der Situation“ bezeichnet. Man soll wohl davon ausgehen, dass sie damit jede genannte Gruppe von Kritikern meint. Und wohl auch zu allen Inhalten deren Kritik. Oder hat die Autorin hier über ihren gesamten Artikel das Siegel „durch Islamkritikerin geprüft“ durch eine von dieser nicht intendierten Ausweitung gestempelt?

Wir wollen uns hier vorwiegend mit den Behauptungen des Artikels in Bezug auf PI beschäftigen!

Nur ein Wort zu der im taz-Artikel geäußerten Empörung über den Ansatz der Bürgerbewegung Pax Europa, die Unvereinbarkeit des Islam mit den Verfassungswerten einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft durch Gerichte prüfen zu lassen: Zum einen ist schon die Empörung unverständlich, da dies eine dem Rechtsstaat gemäße Auseinandersetzung scheint. Zum anderen hätte es schon zur Vervollständigung des Bildes gehört, zu erwähnen, dass sich die „Weltwoche“ vor wenigen Tagen mit genau dieser Thematik auseinandersetzte und dabei die Dissertation des Islamwissenschaftlers Lukas Wick vorstellte. Dieser findet darin „herzlich wenig Anhaltspunkte“ für die oben genannte Vereinbarkeit und für die Integrierbarkeit von Muslimen in eine verfassungsstaatliche Ordnung. Hetze? Rassismus? Man erfährt nicht, wie die taz-Autorin darüber denkt. So bleibt sie bei den ihr allbekannten Experten.

Bei diesen darf Mathias Rohe natürlich nicht fehlen, der sich von PI an den Pranger gestellt fühlt. Möglicherweise empfindet Rohe dies so, wenn Nassim ben Iman sich im Interview mit PI fragt, woher Rohe seine apologetische These, der Koran sei historisch zu lesen, habe. Rohe wird durch die taz-Autorin auch nicht gefragt, warum er seine Behauptung nicht in der Diskussion verteidigt. Da er das nicht mag, jammert er lieber bei der taz über vermeintliche Hetzer. Aber dafür sollte man Verständnis haben. Denn bei der taz ist sicher gestellt, dass keine kritische Fragen gestellt werden, die sich mit der Singularität der These des „Islamexperten“ Rohe auseinander setzt. (siehe Interview ab 8:40 min)

Leider weiß nun nach dem Artikel in der taz weder Nassim ben Iman noch der Leser der taz, woher Rohe seine kruden Theorien nimmt. Und so muss man es hinnehmen, dass er in seinen Vorträgen zu Teilaspekten seiner Darlegungen sich – wie das Juristen so machen – auf eine Einzelmeinung bezieht. Dabei versteht er es kunstvoll so zu tun, als würde der Vertreter dieser Einzelmeinung in der islamischen Welt a) alle seine Thesen teilen b) und als wäre dieser einer unter vielen. Das erreicht er, indem er immer ganz beiläufig von „zum Beispiel“ spricht. Er weiß schließlich um seine Funktion. Zu ihm kommen Beunruhigte, die sich erklären lassen WOLLEN, das der Islam Frieden bedeutet, um wieder gut weiterschlafen zu können. Da wirkt sein Problemkatalog des Islam am Anfang des jeweiligen Vortrages schon wie Objektivität. Doch schnell kommt er immer wieder dahin, der Euro-Islam stehe vor der Tür. Das stimmt genau so weit, wie es beim Weihnachtsmann stimmt.

Die „Islamismusexpertin“ Claudia Dantschke macht an der Zunahme der Anzahl von „PI-Aktionsgruppen“ die gefühlte „Islamfeindlichkeit“ fest. Ob die „Islamismusexpertin“ überhaupt etwas zum Thema Islam sagen kann, ist fraglich, da Islam und Islamismus bekanntermaßen keine Berührungspunkte haben. Aber Frau Dantschke scheint sich da nicht so sicher zu sein. Laut Wikipedia nennt sie in einem ihrer Aufsätze den Islamismus eine religiöse Ideologie. Könnte sich also die Islamfeindlichkeit gegen eine religiöse Ideologie wenden, die im Islam wurzelt, möchte man fragen. Wobei sich dieses „man“ offensichtlich nicht auf die taz-Autorin bezieht.

Doch in aller Ernsthaftigkeit muss man der taz zugestehen, dass diese – und auch Dantschke – sich den schlimmsten Auswüchsen des Islam durchaus immer wieder kritisch widmen. Allerdings verweigern sie den Schritt, anzuerkennen, dass diese Auswüchse im Islam selbst wurzeln und die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus eine künstliche ist. Das gilt auch dann, wenn man – wie PI – anerkennt, dass es Muslime gibt, die lediglich einen mystischen Zugang zu ihrer Religion haben oder lediglich auf dem Papier Muslime sind. Es bleibt aber bei der Feststellung des Nassim Ben Iman, dass die Terror verbreitenden Muslime ihren Glauben von A bis Z leben. Das immer wieder angeführte Wort vom „Missbrauch“ des Islam, der in dem Artikel dankenswerterweise nicht verwandt wird, ist eine Chimäre. Hier ebenfalls Nassim Ben Iman zu diesem Aspekt (ab min. 1:00).

Aber eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik findet in diesem Artikel nicht statt. Sonst fiele es nicht so leicht, alle von der Meinung der taz Abweichenden schlichtweg in die rechtsextreme Ecke zu stellen.

Natürlich darf auch Edathy mit seiner Forderung nach der Beobachtung von PI durch den Verfassungsschutz nicht fehlen. Da Edathy – wie es nun einmal seiner politischen Grundeinstellung entspricht – alles, einschließlich der politischen Debatte, dem Staat zusprechen will, dürfen wir ihm hier einen Text und zugehörige Videos empfehlen, hinsichtlich einer Demonstration des „Bund für Geistesfreiheit“ München aufzeigen, in deren Rahmen es zu der Skandierung des Spruches „Wir wollen keine Christenschweine“ kam. Es dürfte ihm angesichts seiner Ausgewogenheit ein Anliegen sein, auch hier Strafanzeige zu erstatten und die Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu fordern. Aber möglicherweise betrachtet es Herr Edathy – so wie PI – als ein Zeichen einer freien Gesellschaft, wenn jemand ein religiöses Symbol wie das Kruzifix zu einem Vielfachpenis verunstaltet. Man muss es nicht mögen, aber man muss in einer freien Gesellschaft damit leben. Oder ist dieser Grundsatz etwas bei einer bestimmten Religion nicht gültig? Lassen Sie uns raten, Herr Edathy: Da muss man differenzieren, nicht wahr? (Wir hoffen, Herr Edathy, Sie haben den Artikel bei Ihrer augenscheinlich eifrigen PI-Lektüre nicht etwa übersehen!?! Wir hatten auf Ihre Empörung gehofft.)

Und weil Edathy und taz sich darüber einig sind, dass sie zu bestimmen haben, wer sich wie zu einer gesellschaftlichen Frage äußern darf, sind sie empört, wenn das nicht alle so sehen. So finden sie es gemeinsam ungeheuerlich, wenn sich doch tatsächlich Bürger sich in eine Debatte einmischen. Wo kämen wir dahin, wenn sich der Souverän auch noch in die politischen Auseinandersetzungen dieses Landes einmischte? Der müsste doch voll und ganz damit beschäftigt sein, die Milliarden für die Euromisere zu erwirtschaften, bei der er auch nie zu fragen war.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Jeder Gedanke an und schon gar jede tatsächliche Drohung, Gewalt oder Debattenunterdrückung wird seitens PI auf schärfste abgelehnt. Eine solche Debatte ist nur in einer angstfreien Atmosphäre möglich. Schade nur, dass die Religion des Friedens™ mit über 14.000 Anschlägen seit dem 11. September 2001 nicht dazu beiträgt. Daher ist es besonders bedauerlich, dass manche Islamkritiker – insbesondere wenn sie auch noch Apostaten sind – in dem bekannten Maße um ihr Leben fürchten müssen. Aber wir dürfen nicht vergessen: Durch den Mord an der Ägypterin Marwa El Sharbini ist ein für alle mal klar, von wem die Gefahr ausgeht. Wie einfach ist doch die Welt. Zumindest für die, die annehmen, das neben ihnen niemand des Denkens fähig ist.

» Fakten & Fiktionen: Cigdem Akyol, reiche PI deine Brust anstatt zu keifen!
» Achgut: taz-Wissen: altdenk unintus euislam




Weidner: „Ich will nicht in die Zukunft schauen!“

Das katholische Bildungswerk Köln lud gestern Abend unter dem Titel „Kulturkämpfe hat es immer gegeben… Warum der Islam eine Herausforderung ist“ zu einer Vorlesung mit dem Publizisten Stefan Weidner (Foto) ins DOMFORUM ein. Nach einer Lesung aus seinem aktuellen Buch „Manual für den Kampf der Kulturen“, in dem er von seinem VHS-Arabischkurs und seiner ersten Reise nach Marokko berichtete, erfolgte ein kleiner geschichtlicher Abriss.

In knapp zehn Minuten schildert er das Ringen der Ideologien Nationalismus, Sozialismus und Islam in den arabischen Staaten der letzten 100 Jahre, die Re-Islamisierung als logische Konsequenz aus dem Versagen des, vom Westen importierten Nationalismus und des Sozialismus. Und auch durfte nicht der Große Satan USA fehlen, der den modernen Dschihad durch seine vielfältige Einflußnahme erst möglich machte. Er meidet wieder einmal die 1.300 Jahre Dschihad davor mit hunderten Millionen Toten und die Gründe hierfür, kein Wort über das Osmanische Reich, kein Wort über das größte Sklavenreich der Geschichte. Das Böse kam halt erst mit dem Westen in die Welt.

Weidner weiter: durch das Überangebot an Medieninhalten leidet die Gesellschaft an einem „Gegenwartsstau“, die Geschichte komme zu kurz, hierdurch sehen wir in der Außenbetrachtung nur das Schlechte im Islam (man gebe ihm ein Geschichtsbuch). Wir sind jetzt halt die Guten. Das aber noch nicht so lange: Erst seit 1968 könnten wir uns in vollem Umfange mit „Kultur“ rühmen.

Nun geht sein Blick in die 80er Jahre: der Türke steht selten im Fokus politischer Öffentlichkeit! Schuld an den Versäumnissen haben die Linken, diese haben sich mehr um Arbeiterwohl als Schulbildung gekümmert, brauchten Ali (Bezogen auf Günter Wallraff) als letztes Exemplar des Proletariats, als Alibi-Proletarier gegen den Kapitalismus. Weidner: „Der Türke diente der Kapitalismuskritik! Der Türke war dabei nur Opfer!“

Wo man dem Satz zuvor noch etwas abgewinnen konnte, kamen im Folgenden seine islamophilen Stereotypen zum tragen:

– es gibt weder im Islam, noch in unserer Kultur einen festen Block
– niemand kann sich ein wirkliches Bild vom Islam machen
– Islamwissenschaft ist alles umfassend und zu groß, um es zu studieren
– Türkenmädchen wurden in Schulen benachteiligt
– so wie von außen auf uns der Blick verzerrt ist, so empfindet der Moslem es auch
– subtil wurde vermittelt, dass die deutsche Aufnahmegesellschaft die Schuld daran trage, dass viele Muslime hier noch nicht angekommen sind

Jedoch erfolgte kein Wort zu Kulturkampf oder Herausforderung, also am vorgegebenen Thema vorbei. In der folgenden „Diskussion“ zeigte Weidner dann seine ganze Verachtung islamkritischen Fakten und Argumenten gegenüber.

Darauf angesprochen, dass er doch nichts von Herausforderung und Kulturkampf gesagt hätte und was er denn für eine Zukunftsvision hätte, meinte er, dass es für ihn durch den Islam keine Herausforderung gebe und dass er nicht in die Zukunft schauen möchte. Für ihn zähle nur die Gegenwart und deren Wurzeln. Ein anderer bringt es auf den Punkt, er habe doch das Thema verfehlt. Weidner: „Ihr Pech! Kaufen Sie mein Buch! Wohl alles Politically Incorrect-Leser hier?“

Aus dem mittlerweile aufgebrachten Publikum kamen Wortmeldungen bezüglich des diskriminierten türkischen Mädchens. Eine Lehrerin bemerkte, dass dieser Einzelfall nicht der wirklichen Situation entspräche. Muslimische Mädchen, aber auch Jungen werden nicht von „uns“ diskriminiert und benachteiligt, sondern durch den Islam und die kulturelle Erziehung. Sie fügte noch zwei Beispiele an. Weidner hierzu: „Auch wahr, keine Probleme leugnen.“

Hier schaltete sich die Moderatorin ein: „Man solle doch so nicht Pauschalisieren und Diskriminieren.“ Den Rassismusvorwurf konnte sie gerade noch unterdrücken. Sie war mittlerweile genervter als Weidner.

Weidner: „Jeder muss halt schauen, wo er sein Problem mit dem Islam hat.“ Ein Islamkritiker sagte dann wo sein Problem mit dem Islam liegt: Er wollte auch in Zukunft in einer Demokratie leben mit der Wahrung von Menschenrechten, Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit. In islamischen Ländern sei dies eben gegenwärtig nicht möglich. Weidner: „Da haben sie aber Politically Incorrect auswendig gelernt!“

Auffällig war, dass Weidner in seinen Entgegnungen an drei Stellen PI-Leser im Publikum vermutete. Woran mag das wohl liegen?

Ganz besonders negativ ist die eingesprungene Moderatorin aufgefallen. Ich habe niemals zuvor eine solche thematische Verbrüderung und Parteinahme mit dem Referenten erlebt. Wir gegen das Publikum. Statt zu moderieren, kommentierte sie und ging mit ihrer Kritik an den anwesenden Islamkritikern noch über Weidner hinaus. Ihr Motto war wohl: islamkritische Fakten und echte Diskussion sind unerwünscht!

Verschiedene anwesende Aktivisten der Bürgerbewegung Pax Europa und des Vereins für Aufklärung und Freiheit verteilten Flyer an die aufgeschlossenen Teilnehmer.

Fazit des Vortrages:

Von den im Publikum anwesenden 50 Personen, waren ca. 25 enttäuscht, ca. zehn fanden ihn gut (darunter die anwesenden fünf Türken), vom Rest weiß man es nicht. Weidner ist weiterhin ein Vorzeige-Schönredner in Sachen Islam, verantwortungslos den zukünftigen Generationen gegenüber, autoritär und unbelehrbar. Sein „Blinder Fleck“ Islamkritik nimmt mittlerweile den größten Teil seines Gesichtsfeldes ein. Vielleicht stimmt das Gerücht doch, dass er bereits konvertiert ist. Wenn solche „Überzeugungstäter“ weiterhin auf Staatskosten die Meinungslandschaft bestimmen, wird der „Kulturkampf“ dann doch irgendwann auf der Straße in größerem Stile ausgetragen werden.

(Gastbeitrag von Alex P. + WahrerSozialDemokrat, PI-Gruppe Köln)




Enthauptungsversuch mit Teppichmesser

TeppichmesserEin Ägypter hat versucht, einen 29-jährigen belgischen Urlauber in der ägyptischen Stadt Assuan mit einem Teppichmesser zu enthaupten. Der Tourist, der mit einer Reisegruppe unterwegs war, wurde schwer verletzt im Krankenhaus eingeliefert. Der Täter wurde von Zeugen überwältigt und der Polizei übergeben. Beim Angreifer handelt es sich um keinen x-beliebigen Straßenräuber, sondern um einen ehemaligen Dozenten des Al-Azhar Islam-Institutes, der wegen „psychischer Auffälligkeit“ seine Stelle verloren hatte. Selbstverständlich hat weder die Tat noch der Täter etwas mit dem Islam zu tun.

(Spürnase: Kater Murr)




Deutsche Schlachtfeldchirurgie für Taliban

Recht sportlich nimmt das Deutsche Rote Kreuz den Krieg in Afghanistan. Ein verwundeter Terrorist ist noch lange nicht aus dem Rennen. Mit Hilfe deutscher Schlachtfeldchirurgie kann man ihn vielleicht wieder soweit herstellen, dass er noch ein paar deutsche Soldaten umbringen kann. Deshalb verwendet das Rote Kreuz unsere Spenden, um afghanischen Terroristen das nötige Knowhow für den Krieg gegen unsere Soldaten zu vermitteln. Unsere Politiker finden das prima. So ist man in jedem Fall auf der Seite der Sieger gewesen.

Wir haben volles Verständnis für alle Leser, die jetzt finden, dass PI etwas zu dick aufträgt. Wir hätten die Meldung selbst für einen Hoax gehalten, wenn sie uns nicht von den Qualitätsjournalisten des SPIEGEL überbracht würde:

Taliban-Kämpfer, die von Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Erster Hilfe ausgebildet werden: Das ist wohl kaum, was Spender vor Augen haben, wenn sie an Weihnachten ein paar Euro an die einzige Hilfsorganisation der Welt überweisen, die dreimal den Friedensnobelpreis erhielt.

Und doch: Allein im April, das bestätigte ein IKRK-Sprecher SPIEGEL ONLINE, schulte die Nichtregierungsorganisation mehr als 70 Angehörige der bewaffneten Opposition in Afghanistan und versorgte sie zum Teil auch mit entsprechender Ausrüstung. In den vergangenen Monaten gab es zudem bereits mehrere ähnliche Ausbildungsrunden.

„Das ist einfach ein Teil unseres Mandats“, sagt IKRK-Sprecher Christian Cardon. „Als Hüter des internationalen humanitären Völkerrechts streben wir danach, allen Menschen in bewaffneten Konflikten zu helfen.“ Wer an solchen Konflikten teilnimmt, so Cardon, sollte sich mit Erster Hilfe auskennen. Die Versorgung Verwundeter sei schließlich Grundidee der IKRK-Gründung.

Schnellkurse in Schlachtfeld-Chirurgie

Seine Organisation macht denn auch kein Geheimnis aus der Aktion: Auf der Website des IKRK wird sie beschrieben und unter anderem damit begründet, dass die medizinische Versorgung in Teilen Afghanistan völlig am Boden liegt. „Oft fehlt es schon an der Notfallversorgung, von fortgeschrittener Schlachtfeld-Chirurgie ganz zu schweigen“, heißt es dort. Außer Taliban-Kämpfern und anderen Mitgliedern der „bewaffneten Opposition“ schulte das IKRK daher auch Zivilisten und Angehörige der afghanischen Sicherheitsbehörden sowie Taxifahrer, da Taxis oftmals den Ersatz für Ambulanzen bilden. Ärzte bildete das IKRK in Kurzlehrgängen in Grundzügen der Schlachtfeld-Chirurgie weiter.

Das IKRK, so Sprecher Cardon weiter, sei grundsätzlich unparteiisch und neutral. Es sei wichtig, dass sich jeweils alle Konfliktparteien vom IKRK gleich behandelt fühlen. Nur so gelinge es der Organisation, regelmäßig Zugang zu Orten zu erhalten, die anderen versperrt blieben – etwa zu Kriegsgefangenen, Verschleppten oder dem US-Gefangenlager Guantanamo Bay.

Deutsche Politiker unterstützen das Vorgehen des IKRK – obwohl die Taliban im Afghanistan-Krieg Gegner der Bundeswehr sind. „So eine Nachricht irritiert vielleicht auf den ersten Blick“, sagt Gernot Erler, Fraktionsvize der SPD. „Faktisch aber wird jede Erste-Hilfe-Ausbildung immer Opfern helfen – Kämpfern wie Zivilisten -, nicht jedoch in bewaffneten Konflikten den Ausschlag geben. Und schließlich ist es in Afghanistan die Strategie der Kabuler Regierung und der Internationalen Gemeinschaft, aus den Taliban-Kombattanten von heute regierungstreue Bürger von morgen zu machen.“

„Wenn wir das IKRK erhalten wollen, müssen wir das hinnehmen“

Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP, Elke Hoff, sieht es ähnlich: „Ich finde das Vorgehen des IKRK richtig und wichtig, damit der Kontakt zu den Menschen in den umkämpften Gebieten Afghanistans nicht völlig abbricht. Der Zugang zu schwierigen Regionen muss erhalten bleiben, damit möglichst viele Menschen dort medizinische Hilfe erhalten können.“ Ihr Fraktionskollege Rainer Stinner, zuständig für Verteidigungspolitik, meint: „Wenn wir das IKRK erhalten wollen, müssen wir das hinnehmen.“

Auch die Grünen sehen keinen Skandal. „Grundprinzip der Arbeit des Internationalen Roten Kreuzes ist die Neutralität“, sagt der verteidigungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Omid Nouripour. „Dazu gehört, dass das Rote Kreuz Menschen unabhängig davon, auf welcher Seite sie stehen, in Erster Hilfe ausbildet und ihnen Ersthelfer- und Notfallausrüstung übergibt.“ Es bleibe aber zu hoffen, dass „diese Geste dazu führt, dass die Taliban beginnen, die Neutralität des Roten Kreuzes und des Sanitätspersonals zu respektieren, anstatt sie zu beschießen“.

Dem britischen „Guardian“ zufolge kritisiert nicht einmal die Nato die Ausbildung von Taliban-Kämpfern in Erster Hilfe: „Die Nato hat größten Respekt vor der humanitären Arbeit des IKRK“, zitiert das Blatt einen Nato-Sprecher. „Wir erkennen an, dass diese Arbeit unparteiisch ausgeübt werden muss.“ Auch Nato-Soldaten würden jeden Verwundeten behandeln, der zu ihnen gebracht wird – „unsere Gegner eingeschlossen“.

Widerstand in Kabuler Ministerien

Widerstand scheint sich bisher einzig in afghanischen Regierungskreisen zu regen. Die Taliban seien „wie Tiere“, sie verdienten es nicht, „wie Menschen behandelt zu werden“, sagte laut „Guardian“ ein nicht namentlich genanntes hochrangiges Mitglied der Lokalregierung in der Provinz Kandahar.

Gerüchten zufolge fordert SPD-Hinterbänkler Sebastian Edathy darauf hin, afghanischen Regierungskreisen den Zugang zu PI-News zu verbieten, um der dort herrschenden Islamophobie Einhalt zu gebieten.

Kontakt:

DRK-Generalsekretariat
Carstennstr. 58
12205 Berlin
Telefon: 030-85404 – 0
Fax: 030-85404-450
drk@drk.de

(Spürnase: Bazooka, Foto: Taliban, die trotz deutscher Schlachtfeldchirurgie nicht wieder frontfähig werden, können immer noch wichtige Aufgaben im Hinterland übernehmen)




Video: Interview mit Oskar Freysinger

Oskar FreysingerOskar Freysinger ist Nationalrat in der Schweiz, was hierzulande mit einem Bundestagsabgeordneten zu vergleichen ist. Der Gymnasiallehrer gehört der Schweizer Volkspartei (SVP) an und war maßgeblich an der Minarettverbots-Initiative beteiligt. Freysinger trat zu diesem Thema in diversen Fernsehsendungen auf, unter anderem auch bei Al-Jazeera, und vertrat wortgewandt die Argumente der Verbotsbefürworter. Berühmt geworden ist auch sein TV-Duell mit Tariq Ramadan im französischsprachigen Schweizer Fernsehen.

Schweizer Berge

Ein Videoteam der PI-Gruppe München machte sich nun auf den langen Weg in die Schweizer Berge, um Oskar Freysinger an seinem Urlaubsort zu besuchen. Die achtstündige Anfahrt lohnte sich in jedem Fall, denn dieser Mann hat viel zu sagen. Der 49-Jährige trägt sein Herz auf der Zunge, redet was er denkt, benutzt in allem seinen gesunden Menschenverstand und verliert sich nicht in Worthülsen. Was Freysinger ausspricht, hat Hand und Fuß. Er ist das personifizierte Gegengewicht zur linksverdrehten irrationalen Weltanschauung, die heutzutage in Europa leider Mainstream geworden ist. In Teil 1 des aufsehenerregenden Interviews geht es um die Islamdebatte in der Schweiz, die nach der erfolgreichen Minarettverbots-Initiative äußerst kontrovers geführt wird:

Im zweiten Teil des Interviews stellt Oskar Freysinger fest, dass der Islam mit Multikulturalität nichts gemein hat. Das islamische Dogma sei eine absolute Monokultur, eine totalitäre Weltanschauung, die alles andere dominiere. Freysinger analysiert messerscharf die Motive vieler Linker, die den Islam unterstützen. Außerdem demaskiert er Tariq Ramadan, der als Vertreter eines „moderaten Euro-Islam“ gehandelt wird, aber in Wirklichkeit ein Wolf im Schafspelz ist:

Oskar Freysinger fordert, dass der demokratische Rechtsstaat klipp und klar Grenzen setzen muss. Der Vorwand der „Religionsfreiheit“ dürfe nicht dazu führen, dass unsere freiheitliche Werteordnung Stück für Stück von islamischen Lebensvorstellungen ausgehöhlt wird:

Freysinger beschreibt, dass die Schweiz ein gastfreundliches Land und keinesfalls ausländerfeindlich ist. Man habe nur massive Probleme mit muslimischen Einwanderern, und daher werde bald eine deutliche Zuzugsbeschränkung für diese Bevölkerungsgruppe notwendig sein:

Oskar Freysinger stellt klar, dass er nur das islamische Dogma kritisiert, nicht die Menschen. Er wundert sich, dass genau die Bevölkerungsgruppen, die vom Islam am stärksten bedroht werden, Homosexuelle, emanzipierte Frauen und auch jüdische Mitbürger, ihn bei seiner Islamkritik am wenigsten unterstützen. Außerdem wendet sich Freysinger ganz entschieden gegen multikulturelle Beliebigkeit:

Im letzten Teil analysiert Freysinger die massiven Probleme, die die Europäische Union im Moment bedrohen. Er ist froh, dass die Schweiz ihre Unabhängigkeit gewahrt hat. Freysinger sieht die Zukunft Europas in einer Renaissance der Nationalstaaten mit eigenen Währungen:

Der Sohn eines Tirolers und einer Walliserin ist vielseitig begabt. An diesem langen Hüttenabend trug er uns auch noch eine Vielzahl eigener Gedichte und Lieder vor. Ende des Jahres wird ein von ihm geschriebenes Musical in der Schweiz uraufgeführt. Von seinen künstlerischen Qualitäten werden wir in den nächsten Wochen Kostproben liefern. Außerdem wird noch ein zweites Interview zu sehen sein, in dem Oskar Freysinger unter anderem über seine religiösen Überzeugungen und seine Einschätzungen zur Zukunft Europas spricht.

Oskar Freysinger ist vielseitig begabt

Oskar Freysinger erwies sich nicht nur als hochinteressanter Gesprächspartner, ausdrucksstarker Gedichtrezipient und versierter Musiker, sondern auch als wunderbarer Gastgeber. Er zauberte für seine Münchner Besucher ein original Schweizer Käsefondue, das wir zusammen mit einer langen Nacht voller spannender Unterhaltungen noch lange in Erinnerung behalten werden.

Verstanden sich auf Anhieb gut: Oskar Freysinger mit Mitgliedern der PI-Gruppe München.

(Text & Interview: byzanz / Fotos und Video: RChandler / Regie: nockerl / Videoschnitt: Obambi – PI-Gruppe München)




Der bestellte Mufti

Ahmad Badr el-Din Hassoun (l.) und Hans-Gert Pöttering (CDU)Am vergangenen Mittwoch war der Großmufti von Syrien, Ahmad Badr el-Din Hassoun (Foto l.) – er ist auch Vorsitzender des syrischen Schariarates – zu Gast bei der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU in Berlin. Dass gerade bei den Christdemokraten Orientschwärmer unter Karl-May-Niveau allzu häufig ihr Unwesen treiben, hat sich dabei wieder einmal erwiesen. Eine naive Idealisierung des „edlen Wilden“ und die uneingestandene Sympathie mit arabischem Chauvinismus jeder Art trieben viele peinliche Blüten beim ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering (r.) sowie bei Botschafter a.D. Gunter Mulack.

Ahmad Hassoun, der wechselweise als „Exzellenz“, „Eminenz“ und „Scheich“ tituliert wurde und zu den hochrangigen Vertretern seiner Religion gehört – ist in Deutschland und Europa kein Unbekannter. 2007 sprach er in Marburg, 2008 lud ihn Hans-Gert Pöttering bereits zu einer Rede ins EU-Parlament. Pöttering, seit vergangenem Jahr Vorsitzender der KAS, ließ es sich nicht nehmen, den Vortrag des Großmuftis ausführlich zu bevorworten. Hassoun erschien mit großem Gefolge sowie eigenen Sicherheitskräften, die das Publikum – etwa 700 Zuhörer waren gekommen – filmten und sorgfältig durchfotografierten.

Pöttering appellierte ans Gefühl und erinnerte sich an das köstliche Essen, das er bei Hassouns in Aleppo genossen hatte. Auch die Republik Syrien habe ihn durch das friedliche Miteinander der Religionen beeindruckt. Das Thema „Religion und Staat“ sei komplex und brisant, aber seine Exzellenz Hassoun habe sich ausdrücklich gegen Gewalt gewandt. Angesichts der chaotischen Verhältnisse im Irak habe Syrien zwei Millionen Christen aufgenommen (wie es denen dort geht, erwähnte er nicht).

Auch Deutschland werde einen Teil von ihnen im Asylverfahren aufnehmen, wie ja auch viele der 4,5 Millionen Moslems Asylmigranten seien. Die Moslems in Deutschland seien im Übrigen voll integriert; dazu nannte er als Stichworte Köln, Marxloh, „Dialog“ und Islamkonferenz. Dann stellte er den Referenten des Abends mit einem kurzen Lebenslauf als Vertreter des moderaten Islam vor.

Scheich Hassoun, mit gepflegtem Turban und Bart, in wallendem Gewande, sprach nun über „Religionsfreiheit als Menschenrecht“. Er käme aus einem gesegneten Land. Abraham, Moses und Jesus kämen von dort und seien von dort gen Himmel aufgestiegen. „Wer den Glauben an einen dieser Propheten ablehnt, hat sie alle abgelehnt“. Warum seien diese Propheten nicht in ein anderes Land gesandt worden, warum alle nach (Groß-)Syrien, das derzeit aus fünf Staaten bestünde? Weil der Weg des Himmels ein Weg sei. Daher müssten alle Menschen, ob sie nun Thora, Bibel oder Koran folgten, auch Gott annehmen. Allerdings dürfe kein Mensch zur Religion gezwungen werden, diese müsse aus Liebe angenommen werden. Ziel jeder Religion sei der Frieden auf Erden. Hassoun beklagte, dass Waffen produziert und Menschen durch die Religion getrennt würden, die doch verbinden sollte. Ursachen von Kriegen sei jedoch nicht die Religion, sondern die Verhinderung der Religion. In diesem erbaulichen Stile ging es eine Weile weiter, und um die versteckten Tretminen zu erkennen, musste man schon ein geschulter Kenner der arabisch-islamischen Welt sein.

Verglichen mit anderen prominenten Gelehrten der arabischen Welt kann Ahmad Hassoun zu Recht als moderat gelten. Allein, was heißt das schon? Und weswegen sollte er als Dialogpartner für eine westliche Demokratie von Interesse sein?

Baschar al Assad regiert Syrien mit militärischer Gewalt, seinem Geheimdienst werden politische Morde im Libanon zugeschrieben und die finanzielle und militärische Unterstützung von Hamas und Hizbollah ist ein offenes Geheimnis. Trotz des säkularen Anscheins, den der Staat sich gibt, ist die Scharia als wichtigste Quelle der Gesetzgebung in der Verfassung festgeschrieben. Dass der Großmufti Syriens öffentlich sowieso nichts äußern darf, was nicht auf der Linie von Assad liegt, macht ein Gespräch mit ihm umso überflüssiger.

Es sei denn, Pöttering als Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, setzt solche Einladungen und Auftritte gezielt ein, um die Platte vom friedfertigen Islam immer wieder ertönen zu lassen. Auch eine gewünschte Beeinflussung der Nahostpolitik seiner Partei ist denkbar.

Wenn sich Israel doch nur an die UN-Konventionen halten würde, danmn würden Hamas und Hizbollahs Milizen schon am nächsten Tag ihre Waffen niederlegen, versicherte uns der Mufti. Den Gesichtern des gutmenschlichen Pensionärspublikums nach zu schließen, wurde die frohe Botschaft von mindestens zwei Dritteln gutgläubig geschluckt und für bare Münze genommen.

Seine originelle Erklärung für die bürgerkriegsähnlichen Erschütterungen im Irak oder für die gewalttätigen Wellen der Empörung, von denen die Umma bei jedem kritischen Windhauch erfasst wird, bestätigte den Verdacht, dass es sich auch bei dem friedlichen Mufti um einen eingefleischten Antisemiten handelt. Die Medien sind schuld! Sie säen absichtlich Zwietracht, emotionalisieren Konflikte und bringen die Religion überhaupt erst ins Spiel. Überraschend daran – oder eher doch nicht – dass selbst Al Jazeera dem Mufti zufolge von BBC und CNN kontrolliert wird, also von London und New York aus, um nicht zu sagen, vom jüdischen Großkapital? Märchenstunde statt Selbstkritik, das immer wiederkehrende Muster im fruchtlosen Dialog mit muslimischen Funktionären.

Direkt aus dem Fabelreich kam auch das Lob auf seine Heimat Syrien und dessen Präsidenten. Der bräuchte keine Leibwächter, da ihn 22 Millionen Syrer einmütig mit ihrem Leben beschützten. Es gäbe dort auch keine Diskriminierung von Minderheiten, nur gleichberechtigte syrische Bürger, denn die Religionszugehörigkeit würde nicht im Pass vermerkt – außer bei Juden, vergaß Dr. Hassoun zu erwähnen. Ebenso wie er verschwieg, dass nicht alle Einwohner Syriens überhaupt einen Pass erhalten.

Soweit im Osten nichts Neues. Die Empörung über die Einladung des Muftis in die Konrad-Adenauer-Stiftung muss dennoch groß gewesen sein, denn sicherheitshalber wurden im Anschluss keine kritischen Nachfragen aus dem Publikum zugelassen. Stattdessen erging sich Botschafter a.D. Gunter Mulack, heute Vorsitzender der illustren Orient-Stiftung, in weitschweifiger Schmeichelei. Zerknirscht über Kreuzzüge und Inquisition lobte er den friedfertigen Islam, verunglimpfte das Alte Testament und pries dagegen den Koran und dessen wunderschönes Arabisch. Wenn doch nur alle Muslime den Koran im Original lesen und sich vernünftig über ihre Religion bilden könnten, säuselte Mulack.

Doch damit nicht genug, dieser ehemals ranghohe Vertreter deutscher Interessen schob dem „individualisierten und exzessiv materialistischen“ Westen auch noch die Hauptverantwortung an den Konflikten mit der islamischen Welt zu. Uns mangele es am Respekt für die Traditionen und Werte gläubiger Menschen. So endete der Abend im ungetrübt harmonischen Gespräch zwischen dem Mufti und seinem deutschen Adlatus.

Fazit

Eine schauerlich verlogene Veranstaltung, die sich nur dadurch erklären lässt, dass der Syrer von Pöttering eingeladen wurde, um die CDU-nahe Öffentlichkeit an israelfeindliche Positionen zu gewöhnen und die Verharmlosung der Islamisierung in permanenter Gehirnwäsche zu etablieren.

Kontakt:

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V
Klingelhöferstraße 23
10785 Berlin
Tel.: 030/26996-0
zentrale-berlin@kas.de

» Eussner: Hans-Gert Pöttering. Die Internationale zur Endlösung der Israelfrage

(Text: Bärchen, PI-Gruppe Berlin)




Moishe ist wieder da

» Alle Moishe-Cartoons auf PI




Schweiz: Türke wegen Polygamie ausgebürgert

Ein aus der Türkei stammender in der Schweiz lebender Mann, war gleichzeitig mit einer 20 Jahre älteren Schweizerin (mit deren Hilfe er sich vor sieben Jahren einbürgern lassen konnte) und einer Türkin verheiratet, mit der er eine Fernbeziehung in der Türkei pflegte. Polygamie ist in der Schweiz allerdings nicht gestattet und die Einbürgerung geschah unter Annahme falscher Tatsachen. Das Bundesverwaltungsgericht in Lausanne entschied darum gestern, der Mann müsse seinen Schweizer Pass wieder abgeben.

Der Spiegel schreibt:

Die Schweizer Frau, die 20 Jahre älter ist als der 1982 eingereiste Türke, hatte von der Beziehung zu der Türkin gewusst. Jedoch hatte sie das Doppelleben im Interesse ihrer Tochter hingenommen, die von dem Türken Anfang der achtziger Jahre gezeugt worden war.

Während der Ehe mit der Bernerin reiste der Türke regelmäßig in seine Heimat. Mit der dortigen Freundin zeugte er in den neunziger Jahren zwei weitere Töchter. Im Jahre 2003 wurde er in der Schweiz eingebürgert – das Verfahren wurde aufgrund der Ehe mit der Bernerin erleichtert. Kurz darauf gebar die Türkin eine weitere Tochter von ihm. Der Mann unterstützte die Zweitfamilie in der Heimat finanziell und besuchte sie mehrmals im Jahr.

Schließlich informierten die Behörden in Bern das schweizerische Bundesamt für Migration über das Doppelleben. Im Oktober 2008 erklärte das Amt die Einbürgerung für nichtig. Diese Entscheidung wurde vom Bundesverwaltungsgericht nun bestätigt.

Der türkische Mann hat sich mittlerweile für seine türkische Frau entschieden.

(Mit Dank an alle Spürnasen)




Islam: Pure Lust am Leben

Absolute Ahnungslosigkeit von der Materie ist in Pisaland inzwischen Voraussetzung, um als Politiker oder Journalist zum Thema Islam Stellung zu nehmen. Wie Ströbele oder Bredehorst kokettieren auch viele Journalisten damit, den Koran nicht gelesen zu haben, wohl aber zu wissen, dass Kritik am grausamen Buch nichts als krankhafte Phobie sei. Ein Aufsatz von Anja Eggert in der Bergedorfer Zeitung wirft allerdings die Frage auf, ob man soviel Dummheit lernen kann, oder ob hier nicht eine von Allah selbst verliehene Spezialbegabung vorliegen muss.

Frau Eggert glaubt, auf einer islamischen „Kermes“ – in Deutschland bedeutete dieses Wort ursprünglich „Kirchmesse“ und bezeichnete die weltlichen Feiern zum Namenspatron der örtlichen Kirche – einen „Blick hinter die Kulissen“ des wahren Islam geworfen zu haben. Und natürlich ist alles viel schöner als bei den Christen. Denn der Islam ist eine weltoffene und fröhliche Religion, Kinderlachen erfüllt die Moschee, während bei den Christen nur angstvoll geflüstert wird, und auch die türkische Fahne, die hier „statt eines Kreuzes an der Wand hängt“, sieht doch viel lustiger aus:

Essen und Trinken hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Nicht verwunderlich also, dass viele Lauenburger der Einladung der Türkisch-Islamischen Gemeinde Lauenburgs zur Kermes an der Fatih-Moschee an der Hamburger Straße 29 folgten und die leckeren Speisen probieren wollten.

„Zweimal im Jahr veranstalten wir die Kermes“, berichtet Alev Sevinc Cevik. Sie ist Mitglied der Gemeinde und gehört dem Frauenvorstand an. Ohne die Frauen gäbe es dieses tolle Fest gar nicht, denn sie zaubern die leckersten Sachen, deren Duft jedem, der vorbeikommt, in die Nase steigt und herbeilockt. Die Einnahmen kommen der Türkisch-Islamischen Gemeinde zugute, die sich ausschließlich durch Spenden finanziert. Aber nicht nur das Essen und die Aussicht auf nette Gespräche lockten Gäste, sondern auch die Möglichkeit, einen Blick in die Moschee zu werfen.

Von außen ist es ein ganz normales Haus, erst im Innern erkennt der Besucher, dass es eine Moschee ist. Während in christlichen Gotteshäusern meist nur geflüstert wird, spielen hier die Kinder in den Räumen, wenn keine Predigten gehalten werden. „Kinder bedeuten Freude und sind unsere Zukunft“, erklärt Cevik diese Freizügigkeit. Gemeinsam mit Imam Arif Demirezen (42) führt sie iGäste durch die Räume, erklärt, übersetzt und beantwortet alle Fragen mit einem Lächeln.

Vor dem Betreten muss jeder die Schuhe ausziehen. Wer beten möchte, hat in den Waschräumen Gelegenheit, sich gründlich zu reinigen. Im Innern gibt es zwei Räume, einer für die Männer und mit einer Holzwand abgetrennt der Gebetsraum für die Frauen. Statt eines Kreuzes hängt die türkische Flagge an der Wand. Jeder der beiden Räume hat eine Gebetsnische für den Vorbeter, den Imam. „Es gibt auch weibliche Imame“, übersetzt Alev Cevic die Erläuterungen von Imam Arif Demirezen, aber es seien noch zu wenige, so dass in Lauenburg nur einmal im Monat ein weiblicher Imam vorbeischauen kann. Ein Imam wird für fünf Jahre von der türkischen Regierung entsandt.

Imam Arif Demirezen ist bereits vier Jahre in Lauenburg. In einem Jahr wird er in die Türkei zurückkehren und dort seine Tätigkeit als Koranlehrer wieder aufnehmen. Freundlich und offenherzig lädt er die Gäste ein, einmal seinen Platz auf dem Podest in der Moschee einzunehmen, von wo aus er zur Gemeinde spricht. Haiga Stegen (42) aus Lauenburg nutzt die Gelegenheit mit ihrem Sohn Leon (10) gern und freut sich über die Offenheit des Geistlichen.
Währenddessen lässt sich Ehemann Peter (41) von Sengül Kocaman die Gebetsketten erklären, die in den Gebetsräumen an den Wänden hängen. So erfährt er, dass Allah 99 Namen hat, wobei diese Zahl nur symbolisch zu verstehen ist. „Die unvollendete 100 soll deutlich machen, dass die Suche nach Glauben und Verstehen eine lebenslange Aufgabe ist. Deshalb hat jede Kette 99 Perlen, die beim Gebet und der inneren Einkehr helfen“, erklärt sie.

Lesen, Bildung und persönliche Weiterentwicklung sind zentrale Themen des Korans, mit denen bereits die Kinder vertraut gemacht werden. „Alles ist freiwillig und ohne Zwang, jeder geht seinen eigenen Weg“, erklärt Alev Cevik und betont, dass die Moschee auch für Nicht-Mitglieder und unabhängig vom Glauben für jedermann offen steht. „Glaube kostet nichts, jeder gibt freiwillig, was er kann und möchte.“

So schön, friedlich und bunt ist der Islam, und das selbst im grauen Deutschland. Wie schön muss er erst dort sein, wo alle ihm ganz freiwillig und ohne Zwang folgen. Iran, Saudi Arabien, Pakistan, Sudan, Nigeria, Türkei, Indonesien, Afghanistan ….

(Spürnase: Talisyn)




ZDF widmet sich dem Thema Zwangsheirat

Das ZDF behauptete noch vor wenigen Wochen, ein so heikles Thema wie Westergaard passe nicht zu der Unterhaltungssendung Markus Lanz. Gestern berichtete der öffentlich rechtliche Sender nun über Zwangsheirat. Zuerst wurde dieses „Ehr“verbrechen in einer sehr guten und interessanten 37° Sendung über Zwangsheiraten beleuchtet. Danach widmete sich die Unterhaltungssendung Markus Lanz dem Thema.

Dabei wurde umfassend über Sabatina James und ihren tapferen Einsatz für die Rechte von in „Ehen“ gezwungenen Frauen und jungen, minderjährigen Mädchen berichtet. Aber auch Sabatina James eigenes traumatisches Schicksal sowie ihre Aufklärungsarbeit, die nur unter Schwierigkeiten und Gefahren für sie stattfinden kann, fanden in beiden Sendungen breiten Raum. Dabei fiel angenehm auf, dass eine verschleiernde oder entschuldigende Relativierung nicht stattfand. Vielmehr machte Sabatina James nur allzu deutlich, dass der muslimische Ehrbegriff damit verbunden ist, ob sich – vor allem die weiblichen – Familienmitglieder gemäß den islamisch geprägten Vorstellungen verhalten.

Aber auch die Darlegungen der Sabatina James, wie die Aufnahmegesellschaft von ihrer eigenen Familie verachtet und gemieden wurde, war wohl für so manchen treuen ZDF-Zuschauer ein interessanter Einblick in die Einbahnstraßentoleranz. Ebenso, dass in der pakistanischen Koranschule, in die Sabatina James von ihren Eltern gezwungen wurde, Selbstmordattentäter wie „Popstars verehrt wurden von denen überall Poster hingen“, dürfte den ein oder anderen Lanz-Zuschauer nachdenklich gemacht haben. Da er doch sonst immer hört, dies alles hätte nichts mit dem Islam zu tun.

Vielen Dank, liebes ZDF! Siehst Du, es geht doch! Dürfen wir jetzt bitte noch Westergaard sehen?

Das Video zur Sendung:

Die anschließende Markus Lanz-Talkshow zu Sabatina James:

…und zum 20 Cent-Mörder:

» zuschauerredaktion@zdf.de

(Videobearbeitung: Antivirus)




Bayerns Innenminister: Münchner CSU blauäugig!

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (l.) wirft Josef Schmid, Münchner Fraktionschef der CSU, Blauäugigkeit vorBayerns Innenminister Joachim Herrmann bleibt auch auf Befragen der Süddeutschen bei seiner Einschätzung, der Penzberger Imam Idriz, der Frauen nicht schlagen, dafür aber auspeitschen will , mache gemeinsame Sache mit Verfassungsfeinden. PI hatte immer wieder vor den Machenschaften des radikalen Predigers gewarnt.

Die SZ schreibt:

In der Diskussion um die angeblich mangelnde Verfassungstreue der islamischen Gemeinde Penzberg hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) seinen Münchner Parteifreunden Blauäugigkeit vorgeworfen. „Ich habe das Gefühl, dass sich hier einige blenden lassen“, sagte Herrmann im Gespräch im der Süddeutschen Zeitung. Für ihn bestehe kein Zweifel daran, dass die Gemeinde, die in München ein Zentrum für Islam in Europa München (Ziem) errichten will, Kontakt zu radikal islamischen Gruppen unterhält.

Es gehe dabei gar nicht darum, der Penzberger Moschee terroristische Umtriebe vorzuwerfen, so Herrmann. Doch beim Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Münchner Rathaus verfangen die Märchen des Idriz nach wie vor. Daher wirft Herrmann seinen Parteikollegen aus der Landeshauptsadt Blauäugigkeit vor. Diese wollen dem Verfassungsschutzbericht nicht so recht glauben. Denn, so Schmid, an den Taten kann er diesen Vorwurf nicht festmachen. Ein überraschender Einwand, da es doch gar nicht um Taten geht, sondern um eine verfassungsfeindliche Einstellung und Verbindungen zu Gruppen, die diese teilen.

Dagegen hatte Josef Schmid, Münchner Fraktionschef der CSU im SZ-Interview die Gemeinde und ihren Vorstand Benjamin Idriz ausdrücklich in Schutz genommen und den Verfassungsschutz kritisiert. „Ich kann die Argumente des bayerischen Verfassungsschutzes so nicht nachvollziehen“, hatte Schmid gesagt. „An den Taten von Herrn Idriz und der Gemeinde Penzberg erkenne ich nichts, was diesen Vorwurf rechtfertigen würde.“

Dabei bedürfte es einen solchen Verfassungsschutzberichts gar nicht, wenn man Imam Idriz nur einmal kritische Fragen stellt und ihm auch zuhört. Das müsste einem verdeutlichen, dass Idriz kein ehrlicher Dialogpartner ist, der es einem auf die Nase bindet, was er wirklich denkt. Doch der Chef der Rathausfraktion rechnet sich wohl lieber aus, wieviele muslimische Stimmen ihm bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl sein Wegschauen bringen wird. Dabei sollte Josef Schmid jedoch auch daran denken, wieviele ihm dafür verloren gehen könnten und(!) dass nicht jeder Muslim begeistert von den Islamorganisationen und deren jeweiligen Ausrichtung ist.

» mail@josef-schmid.info