Die Rückkehr des gesunden Patriotismus

Lenas SiegerlächelnWas für eine natürliche, sympathische, lockere und hübsche junge Frau: Lena hat gestern Abend Europa verzaubert und damit beste Werbung für ihre Heimat gemacht. Die deutsche Fahne in der Hand, verkörpert sie einen gesunden Patriotismus, der sich auch in der Musikszene immer deutlicher bemerkbar macht.

(Von Michael Stürzenberger, Journalist, PI-Gruppe München)

Der Autor dieser Zeilen war am vergangenen Wochenende in Berlin, als Rammstein in der Open Air-Arena Wulheide drei ausverkaufte Konzerte hintereinander absolvierte. Bei Konzertbeginn fiel der schwarze Vorhang und gab den Blick auf eine riesige deutsche Fahne frei, die die gesamte Bühne umspannte. Sogleich brandete ein tosender Applaus auf. Fans kaufen Poster der Bandmitglieder vor einer deutschen Fahne. Oder Nena: Sie nennt ihr neues Album „Made in Germany“. Beim Auftritt in München erzählte sie, dass sie Deutschland liebe. Sie reise zwar gerne, aber sie werde dieses Land nie verlassen, weil ihr die Deutschen in ihrer Mentalität nahe stünden. Die Scorpions haben, ebenfalls bei ihrem Auftritt in München, den Fans gesagt, dass sie sich total freuen würden, wieder in Deutschland auf der Bühne zu stehen. Begeisterter Jubel. Deutsche dürfen sich offensichtlich wieder mit und über ihre Landsleute sowie über ihr Land freuen. Ohne Gewissensbisse und Schamgefühl.

Alles begann mit der WM 2006. Endlich konnten hunderttausende Deutsche ihre Landesfahne fröhlich schwenken, ohne von den ewigen Bedenkenträgern einen Schuldkomplex eintrichtert zu bekommen. Zwar versuchte es Terroristenverteidiger Ströbele („Ich bekomme Magenkrämpfe bei den vielen deutschen Fahnen“), aber die Zeiten sind vorbei, dass uns linksverdrehte GutBesserMenschen vorschreiben können, was wir zu tun, zu machen und zu denken haben.

Wir sind frisch, fromm, fröhlich und frei. Wie Lena. Wir sind stolz auf unser Land, unsere Fahne und auch unsere Geschichte. Wir sind uns der historischen Leistungen, der Fehler und auch Verbrechen der Deutschen bewusst. Aber wir lassen uns wegen des Holocausts der rassistischen Nazis nicht einreden, dass unser Volk ein dauerhaftes Stigma verdient hat. Wir haben – anders als viele andere Völker wie beispielsweise die Türkei – die Verantwortung für schlimme Ereignisse in der Vergangenheit übernommen.

Jetzt aber sind andere Zeiten angebrochen. Wir treten für Völkerverständigung ein, sind überzeugte Demokraten, tolerant, lehnen Rassismus sowie Ausländerfeindlichkeit ab und freuen uns über alle Migranten, die in diesem Land konstruktiv mitwirken. Aber wir werden immer unseren gesunden Menschenverstand einsetzen, uns nicht einschüchtern lassen und vor allem einer neuen totalitären Bedrohung entschlossen entgegentreten, die sich im Deckmantel einer Religion tarnt. Dabei bieten wir Heuchlern und Doppelmoralisten entschieden die Stirn.

Heute heißt es: Lena gucken, die deutsche Fahne schwenken und sich freuen.