Hitler in Jordanien

Hitler in JordanienVor drei Jahren habe ich Urlaub in Jordanien gemacht. Dort machte ich zwei Entdeckungen, die ich den PI-Lesern nicht vorenthalten möchte. Es handelte sich dabei um „Mein Kampf“-Exemplare auf Arabisch, deren Buchdeckel das Konterfei Adolf Hitlers und ein Hakenkreuz „zieren“. Interessant war dabei vor allem der Fundort – ich entdeckte diese Exemplare nämlich nicht in einem Museum oder illegal unterm Ladentisch, sondern beide Male in aller Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten.

(Von Adlerauge)

Das erste Exemplar fand ich bei einem Straßenbuchhändler in Amman (Foto oben), das zweite beim Buch-/Zeitschriftenhändler auf dem internationalen Flughafen „Queen Alia“. Das war übrigens nicht das erste Mal, dass ich mit der Verherrlichung Hitlers in einem arabischen Land konfrontiert worden bin. Man mag jetzt darüber streiten, ob die Ursache dafür im Islam oder im Nahost-Konflikt zu suchen ist. Die Beantwortung dieser Frage ist zwar wichtig, sollte aber nicht von den gravierenden Konsequenzen dieses arabisch/muslimischen Antisemitismus für Deutschland ablenken. Denn dieser Antisemitismus breitet sich gerade stark in Deutschland aus – bedingt durch Migranten aus dem islamischen Kulturkreis. Die Süddeutsche schreibt dazu:

Alarmierend ist etwa die durch einzelne Studien und Befragungen gezeigte Verbreitung antisemitischer Denkweisen bei muslimischen Jugendlichen, die in Deutschland zur Schule gegangen sind. Auch Berichte der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zeigen, dass Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen keine Randerscheinung ist.

Immer, wenn während meiner Schulzeit der Holocaust thematisiert wurde, taten meine Mitschüler und Lehrer so, als wären sie dazu bereit, alles nur Erdenkliche gegen ein erneutes Aufflammen des Antisemitismus in Deutschland zu unternehmen. Heute habe ich das Gefühl, dass es sich dabei nur um leere Versprechen gehandelt hat – scheinbar hatten sie geglaubt, das würde eh nie wieder passieren. Denn wo bleibt ein geschlossenes Aufstehen der Deutschen gegen den Antisemitismus, der von nicht wenigen muslimischen Migranten ausgeht? Wäre es nicht konsequent, dieses Problem klar zu benennen und mit aller Kraft zu bekämpfen? Wäre es nicht konsequent, ähnlich aufwendige Kampagnen zu starten wie beim „Kampf gegen Rechts“?

Stattdessen schreibt man lieber die Geschichte für die Migranten neu – und das nicht nur, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Vielleicht denken die Politiker, das Problem würde mit der Zeit verschwinden. Wenn dem so ist, dann wäre ich stark daran interessiert, von ihnen zu erfahren, was dieses Verschwinden bedingen soll, wenn nicht zielgerichtete Aufklärungsarbeit und harte Sanktionen.