Mitten in Neukölln

Am Morgen nach der Berliner Geert Wilders-Demo am 17. April saßen wir in einem Neuköllner Straßencafé. Vor uns ein wild gestikulierender Mohammedaner von der Moschee gleich nebenan. Er erregte sich, da wir Straßenimpressionen fotografierten, bei denen auch nachtbehemdete und kopftuchbehangene Passanten zu sehen waren. Der Mohammedaner witterte ein böses Ränkespiel.

Er sei schon einmal abgelichtet worden, und bei der Veröffentlichung hätte ihn dann die Bildunterschrift als „Terroristen“ ausgewiesen. Diese Mitteilung erstaunte mich, denn wer denkt denn schon bei Männern mit Bartwuchs, die aus einer Moschee kommen, an Terrorismus? Schließlich ist der Islam die Religion des Friedens™.

Nach und nach gesellten sich mehr Rauschebärte zu unserer Runde, um die Diskussion zu bereichern. Sie zeigten sich willig, den Einheimischen beim Thema Integration mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es gab allerdings nicht ausräumbare Missverständnisse. Unser Fotograf weigerte sich hartnäckig, der Forderung nach Löschung der Fotos oder dem Aushändigen der Kamera nachzukommen. Bis zu seiner Integration in die islamische Monogesellschaft sind wohl noch einige Sensibilisierungskurse erforderlich. Die Bedienung brachte sich auch in die Diskussion ein, wurde aber von den Kulturbeglückern sogleich in ihre Schranken verwiesen. Man beschied ihr, sich ins Innere des Lokals zurückzuziehen und sich um ihren Job zu kümmern. Mohammedaner wissen eben immer, wo es langgehen sollte. Vor allem, wenn es sich um Frauen handelt. Sie meinte trocken, dass es Leute gäbe, die Steuern zahlen und solche, die von Steuergeldern leben. Die Aussage zeigt, dass auch diese Frau noch Integrationsprobleme hat. Es ist schließlich ganz normal, dass sie an die Herrenmenschen Jaziyya zahlt. Die armen Mohammedaner haben noch viel Erziehungsarbeit vor sich. Was sind wir aber auch widerspenstig. Schließlich einigte man sich darauf, unsere Freunde und Helfer zu rufen.

Bis zum Eintreffen der Polizei flossen die Gespräche munter fort. Einer der Teilnehmer mit praktischen Auffanghosen erklärte mir, dass laut Jean-Paul Sartre die Freiheit eines jenen da beginne, wo die Freiheit eines anderen aufhöre. Dieser Spruch ist mir wohl bekannt, nur stammt er nicht von Sartre, sondern von Immanuel Kant. Wenn man schon zitiert, dann bitte richtig. Wir setzten das Gespräch nun auf Französisch fort, da das Häkelkäppchen in dieser Sprache zitiert hatte. Es ging um Freiheit, und ich wurde darauf hingewiesen, dass ich die Freiheit hätte, mit meiner Israel-Fahne zu flanieren und die Mohammedaner die Oberhoheit über ihre Bilder. Daraufhin sagte ich, „Ich bin sehr stolz auf meine Flagge“. Eine direkte Reaktion auf meine Aussage gab es nicht, sie wurde eher intern im arabischen Kommentarbereich diskutiert, in den sich unsere Gesprächspartner zeitweise zur Beratung zurückzogen.

Schließlich traf die Polizei ein und ließ sich unparteiisch von beiden Seiten die Situation darstellen. Die Beamten nahmen unseren Fotografen zur Seite und unterhielten sich mit ihm. Schließlich ließen sie ihm Kamera und Fotos. Wir entschuldigten uns bei den Beamten für die Störung und dankten für ihre Hilfe. Die Bereicherer verkrümelten sich daraufhin, es ging auf die Gebetszeit zu. Etwas später kam eine Nachbarin mit ihren beiden Hunden vorbei, die ja bei Mohammedanern bekanntlich äußerst unbeliebt sind. Sie erzählte, dass ihre Tiere schon einmal von einem dieser langbärtigen Zeitgenossen bespuckt worden seien. Bei der Besitzerin sei er aber an die Falsche geraten. Sie sei daraufhin mit Schuhen in die Moschee gegangen und habe mit ihm in der einzigen Sprache gesprochen, die er wirklich verstehe: Sie habe ihm eine reingedonnert und danach sei dann Ruhe im Karton gewesen. So sei es eben, meinte sie: Wenn man sich von den Typen nichts gefallen ließe, dann zögen sie ganz schnell den Schwanz ein.

Der Pächter des Cafes, in dem wir frühstückten, ist übrigens Türke. Aber einer, der nicht nur physisch, sondern auch geistig in Berlin angekommen ist. Er habe den Nachthemdgestalten mal „Frohe Ostern“ gewünscht, was mit wüsten Beschimpfungen quittiert worden sei. Toleranz auf muslimisch eben. Der erste Mai war übrigens für die Nachthemdfraktion der letzte. Sie flogen aus dem Gebäude raus, weil sie bei der Miete mit einer fünfstelligen Summe im Rückstand sind. Der ehemalige Vermieter ist offensichtlich auch nicht integriert, denn sonst hätte er über solche Lappalien großzügig hinweggesehen und es als Ehre betrachtet, dass die Herrenmenschen seine bescheidene Hütte aufwerten.

Aus gut unterrichteten Kreisen wird nun verlautet, dass die Nachthemdfraktion schon in einem neuen Objekt ganz in der Nähe ihr Unwesen treibt und dass sie dasselbe – der Laie staunt und der Fachmann wundert sich – käuflich erwerben wollen. Wo, so fragt man sich, kommt denn auf einmal der Geldsegen her? Ihre Mietschulden konnten sie nicht begleichen, aber zum Kauf einer Immobilie haben Allah’s Jünger offensichtlich noch Kohle übrig. Glücklicherweise haben die gut unterrichteten Kreise ein waches Auge auf das bunte Treiben. Übrigens werden mittlerweile auch schon Kurse für scharia-konformes Banking angeboten, damit es auch im Finanzwesen ganz halal zugeht. Dass die Mietschulden an die Kuffar nicht bezahlt werden, spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle.

Ansonsten fiel noch die erstaunlich frühe Kopftuchreife der jungen Damen auf. Kaum in Aishes Alter, schon wird die Kopfwindel verpasst. Scheint eine wirklich rechtgeleitete Moscheegemeinde dort in Neukölln zu sein.

(Text: Epistemology / Fotos: RChandler – PI-Gruppe München)