Eine zivilisierte Debatte um das Besondere an Israelkritik führen Henryk  M. Broder und Erich Follath bei Thea Dorn. Anlass ist ein gemeinsames Buch der beiden Journalisten, das aus ihrem öffentlichen Streit zu diesem Thema entstanden ist.

Wer die interessante Debatte wegen der späten Sendezeit beim SWR verpasst hat, kann die Sendung jetzt online sehen:

image_pdfimage_print

Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht! Finca Bayano in Panama.

Anzeige: www.teebrasil.com - Amazonasheilkräuter und Strophanthin

29 KOMMENTARE

  1. Wie erfrischend, mal vernünftige Streitkultur zu sehen. Und das ist gleichzeitig die beste Werbung für das Buch, ich werde es wohl kaufen 😉

  2. diese Autostartfunktion finde ich nicht so toll 😉
    Aber find das Video nicht so besonders.
    Das Problem mit solchen Auseinandersetzungen mit Gutmenschen ist ja immer dass dadurch die „Kritik an Israel“ immer mehr gefördert wird.
    Letztenendes erreich der Gutmensch doch sein Ziel…“über Israel darf wieder hergezogen werden“…

    Ne… lieber sind mir solche Interviews hier,
    da kommen Fakten auf den Tisch und die Dinge werden klar beim Namen genannt:

    http://www.enabc.de/?path=news

  3. „Will dominate“ heisst nur blöderweise nicht „will beherrschen“, sondern „wird beherrschen“.

  4. ”über Israel darf wieder hergezogen werden”

    was auch gut so ist. was passiert, wen man ein land / eine religion / eine ideologie nicht kritisieren darf, solltet ihr deutsche am besten wissen. Israel darf kritisiert werden, israel muss kritisiert werden, aber bitteschön sachlich. israel ist nicht der Engel, wie es manche hier darstellen, aber Israel ist auch nicht das nächste NS-Deutschland wie das andere sehen.

  5. Ich habe mir das Gespräch reingezogen. Ich weiß nicht, wer dieser Erich Follath ist (via Google fand ich nichts Brauchbares), man muss ihn aber auch nicht kennen, denn er redete viel Unsinn (z.B. Israel werde nicht wirklich bedroht und würde stets überhart reagieren). Broder war zwar gut, ging aber für meinen Geschmack viel zu milde mit seinem Gegenüber um. Fazit: Vertane Zeit.

    Übrigens: Das gemeinsame Buch von den beiden heißt „Gebt den Juden Schleswig-Holstein“. OK, über das Bundesland kann man noch diskutieren, aber das ist eine gute Idee. Aber nur unter der Voraussetzung, dass im Gegenzug sämtliche(!) Moslems Deutschland verlassen. Schon alleine deshalb weil sonst die aus Israel bekannten Konflikte hier weitergeführt würden.

  6. Ich bin dieser Debatten und Diskussionen und Dialoge überdrüssig geworden. Die Zeit des Redens ist vorbei. Es muss endlich manifestiert werden. Die Karten liegen auf den Tisch … alle haben „all in“ gesetzt. Aber, willkommen in der gedankenlosen Denkfabrik Deutschland. Sie reden und reden und reden … und wenn sie einen Furz ablassen, schämen sie sich auch noch dafür.

  7. Köstlich wie der Henryk M. das eine gutmenschlich-sozialistische Scheinargument nach dem anderen versenkt.

  8. Ich weiß nicht warum sich Broder immer wieder mit solchen Idioten abgibt. Da ist doch jedes Wort reine Verschwendung.

  9. Oh, da hatte ich teile von der Sendung auch gesehen 🙂
    Ich fand Broder richtig gut. Ich hatte im ersten Moment gar geglaubt, dass dieser Follath ein Palästinenser ist. Aber dann habe ich nach ein paar Sätzen mehr gecheckt, dass ein Araber nie den IQ hat, dass der Follath ein Deutscher sein muß. Und dann hatten sie auch seinen Namen schon eingeblendet.

  10. Herrn Follat halte ich für einen honorigen Mann, der noch immer glaubt, die Fatah und auch die Hamas seien Freiheitsbewegungen, die für einen eigenen Palästinenserstaat kämpfen.

    Dabei verkennt er vollkommen, dass es sich bei der Hamas um eine salafistische Dschihad-Bewegung handelt, die auf dem Boden des gesamten ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina einen einheitlichen Gottesstaat errichten will. Das schließt im übrigen das Staatsgebiet Jordaniens mit ein, das in den Augen der frommen, fanatischen Gotteskrieger ohnehin von Heuchlern, den sog. Laumännern widerrechtlich regiert wird.

    Dazu brauchte Herr Follat sich nur mal mit den Schriften des hingerichteten Moslem-Bruders und Chefideologen, der Moslem-Bruderschaft und der Hamas, dem Judenhasser Sayyed Qutb zu beschäftigen. Da steht nämlich alles drin.

    Bei der PLO und der Fatah bin ich mir nicht ganz sicher, ob die auch einen Gottesstaat für Gesamt-Palästina haben wollen. Zumindest hat Arafat es seinerzeit in Jordanien versucht, ist aber damit kläglich gescheitert. Aber auch die wollen zumindest einen Palästinenserstaat errichten der den Boden Israels mit einschließt. Man vergleiche dazu nur den 3-Stufen Plan zur Vernichtung Israels.

    Und wenn Herr Follat in dem korrupten Pali Führer Abbas einen honorigen Mann sieht, dann ist er wirklich blauäugig.

    Aber nicht desto Trotz pflegen beide Kontrahenten eine Streitkultur in bester europäischer Tradition. Zu einer solchen Streitkultur auf hohem Niveau sind unsere bekannter massen leicht erregbaren und gleichermassen leicht zu beleidigenden orientalischen Freunde gar nicht erst fähig.

    Und darum wird´s auch nix, mit dem Frieden in Nahost, wonach die beiden Herren ja gemeinsam suchen wollen.

  11. @Admin: Autoplay-Videos sind Bandbreitenkiller. Soll doch jeder selbst Start drücken. 😉

  12. „Vertane Zeit“? „Blödes Geschwafel“?

    Was hier einige Schreibtischtäter wieder für ein großes Mundwerk beweisen.
    Sozialkritiker, KDL & Logiker, Sie halten es also für unnütz, über Israels Verbleib in der Geschichte zu debattieren? Bitteschön, ich möchte sehen, wie sie mit ihren großen Klappen voranschreiten und Lösungsvorschläge machen…

    Ansonsten:
    Chapeau, Herr Broder, einmal mehr! 🙂

  13. #20 Gegendemonstrant (05. Jun 2010 18:10)

    Lieber Gegendemonstrant, zielen sie beim nächst mal bitte etwas genauer mit ihren Steinchen.

  14. #20 Gegendemonstrant

    Hä??? Ich habe nicht mehr und weniger gesagt, als diese eine Sendung vertane Zeit war. Und diese Aussage galt zudem nur für mich, da ich schon besseres zum Thema und von Broder im Speziellen gehört habe. Für Neulinge war es dagegen sicher interessanter.

    Wie schon #21 Sozialkritiker schrieb: Ziel gefällig demnächst gefälligst genauer und vor allem auf die Richtigen! Und jetzt mal raus mit deinen Lösungsvorschlägen! Zeig‘ uns, dass du im Gegensatz zu den anderen nicht nur eine „große Klappe“ hast. Wir sind gespannt.

  15. Herr Erich Follath sollte mal nach Gaza gehn und die Bereicherung auf sich wirken lassen. Er sollte mal probieren mit einer israelischen Fahne durch Gaza zu gehen, dann könnte er sich das Denken ersparen. Mann o Mann solche Beklopftheit habe ich selten gesehen, und so etwas nennt sich Journalist!

  16. mo- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    di- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    mi- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    do- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    fr- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    sa- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    so- „man wird doch mal israel kritisieren….“
    mo- „man wird doch mal israe……………..“
    ……………………………………………………………….

  17. Es lässt mal wieder tief blicken, daß Follath in linker Manier sich selbstermächtigt, und in der Weltgeschichte rumfährt, und frei gewählte (rechte) Regierungen kritisiert. Ist er der Weltpolizist für souveräne Wahlentscheidungen? Was maßt der Mensch sich an? Als Journalist sollte er es seinen Lesern überlassen, sich eine Meinung zu bilden, als ihnen vorschreiben, was sie zu denken haben.

  18. Ein sehr zivilisiertes Streitgespräch, aus dem Broder als klarer Punktsieger hervorgeht. Wie so viele „Israelkritiker“ hat Vollath unterschlagen, dass Israel mit der Herausgabe besetzten Territoriums schlechte Erfahrungen gemacht hat. Siehe Gaza, als die „Palästinenser“ nach dem Abzug Israels zuerst wie die Zombies in einem George A. Romero-Film in blinder Wut die „jüdische“ Infrastruktur zerstörten und anschließend das Gebiet als Brückenkopf für weitere Aggressionen gegen Israel nutzten. Würde sich Israel heute komplett aus der Westbank zurückziehen, würde sich das gleiche Spiel wiederholen.

  19. Herr Broder ist ein heller Kopf, aber sein Stil in diesem Gespräch ist wirklich kein guter. Er wird gelegentlich unflätig und unterbricht sein Gegenüber oft.

    Auch seine Spekulation vom unterbewusten Judenhass der Europäer ist doch hanebüchen.

  20. Ein sehr zivilisiertes Streitgespräch, aus dem Broder als klarer Punktsieger hervorgeht. Wie so viele “Israelkritiker” hat Vollath unterschlagen, dass Israel mit der Herausgabe besetzten Territoriums schlechte Erfahrungen gemacht hat. Siehe Gaza, als die “Palästinenser” nach dem Abzug Israels zuerst wie die Zombies in einem George A. Romero-Film in blinder Wut die “jüdische” Infrastruktur zerstörten und anschließend das Gebiet als Brückenkopf für weitere Aggressionen gegen Israel nutzten. Würde sich Israel heute komplett aus der Westbank zurückziehen, würde sich das gleiche Spiel wiederholen.

    @ (#26) Maethor (06. Jun 2010 10:15)

    Eine weitere Belegung des Phasen-Plans (mit der Brückenkopfstrategie) in der Taqiyya-Schublade offenbart Faisal Husseini:

    [….]Im Nachhinein ist klar, dass Israels Führung die Ziel-Konsequenz und Engagement ernsthaft unterschätzt hat. Offen gesagt und für die Akten: Mehrere Mitglieder der palästinensischen Führung haben erklärt, dass sie mit schlechten Abischten in den Friedensprozess eingetreten sind.3 Ein Beispiel sollte genügen. Der verstorbene Faisal Husseini (1940 – 2001), den die Medien freundlich als „moderaten Palästinenser“ bezeichneten, erklärte am 24. Juni 2001 in einem Interview in der ägyptischen (nasseristischen) Zeitung Al-Arabi, dass die Oslo-Vereinbarungen ein „Trojanisches Pferd“ darstellten, dessen Kern Ablenkung war. Er sagte in deutlicher Sprache, dass die PLO die Vereinbarung aus dem einzigen Grund eingegangen sei, einen Brückenkopf im Land Israel zu bekommen, von dem aus ein fortgesetzter Guerillakrieg geführt werden könnte, der den jüdischen Staat schließlich vernichten und ihn durch ein arabisches Palästina ersetzen würde. Bei dieser Gelegenheit gab Husseini also eine erneute, glaubwürdige Erklärung des Phasenplans ab, den die PLO im Juni 1974 übernahm. Dieses Programm fordert die Einrichtung eines palästinensischen Staates in allen Teilen des Landes, derer man habhaft werden kann, wenn nötig auch durch einen Verhandlungsprozess.4 [….]

    http://www.jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DBID=1&LNGID=1&TMID=111&FID=443&PID=0&IID=1469

    MfGrüßen

  21. @ #27 xaoz (06. Jun 2010 10:15)

    Herr Broder ist ein heller Kopf, aber sein Stil in diesem Gespräch ist wirklich kein guter. Er wird gelegentlich unflätig und unterbricht sein Gegenüber oft.

    Wenn du bei einer Diskussion zu lange wartest, bis du dir Gehör verschaffst, ist leicht die Chance vertan, ein gutes Argument anzubringen.
    Das würde ich also nicht grade als „unflätig“ bezeichnen.

    Auch seine Spekulation vom unterbewusten Judenhass der Europäer ist doch hanebüchen.

    Die Theorie ist vielleicht nicht dazu geeignet, sie auf alle Europäer anzuwenden, aber sofern es um LinkInnen geht, scheint sie mir durchaus nicht so weit hergeholt.
    Die ganze Weltsicht vieler LinkInnen basiert doch eigentlich auf einem Selbsthass, der sich auf Hitler und den Holocaust zurückführen lässt.
    Und mindestens unbewusst wären wohl wirklich viele von ihnen ganz froh, wenn sie diesen Hass auf sich selber loswerden könnten und dem stehen – allein schon, weil ihre Existenz eine ständige Erinnerung an den Holocaust darstellt – die Israelis in gewisser Weise im Weg.
    Ausserdem wollen viele Menschen ganz einfach einen Sündenbock an dem sie ihren Frust und ihre Aggression abreagieren können und da liefern ihnen dann z.B. die LinkInnen mit den Juden ein leichtes Opfer und indem man den Hass auf die Juden als Kritik an Israel tarnt, kann man sich erst noch als obergeilen Menschenfreund fühlen.

Comments are closed.